Aachener Untergrund Kultur

14. November 2009

>CAFE EUROPA, Vaals

Filed under: Dieter Bauknecht, Kultstätten in AC, Lokale in Aachen — Allo Pach @ 9:26 pm


Es ist und bleibt das „spacigste“ Cafe in Aachen und Umgebung: das 1969 errichtete CAFE EUROPA kurz hinter Vaals. Seine Architektur mit den nach außen gewölbten Fenstern und seine Lage im Hang erinnern an ein soeben gelandetes, außerirdisches Raumschiff, deshalb wird es im Volksmund auch CAFE UFO genannt.
Das Cafe soll in den frühen 70ern Stammlokal des Aachener Komponisten Dieter Bauknecht gewesen sein, Gerüchten nach soll dieser dort auch zeitweise ein obskures Tonstudio betrieben haben.
Ich bin komischerweise erst in den frühen 90ern auf dieses Juwel der Science-Fiction-Architektur aufmerksam geworden. Damals hatte es nur samstags und sonntags nachmittags auf. Es gab nur Aprikosenfladen und Kaffee…und diese wunderbaren Postkarten…
Ca. im Jahre 2000 kamen neue Besitzer auf die „grandiose“ Idee, im „Ufo“ die Bullaugenfenster gegen normale, flache Fenster auszuwechseln. Ein furchtbarer Frevel, nahm man dem Cafe doch damit sehr viel von seinem tollen, futuristischen Äußeren. Es wurde fortan als hippes Restaurant „Murphy’s“ geführt und es war für einige Zeit wirklich schwierig dort freitags um 20h einen Platz zu ergattern.
Seit einiger Zeit scheint es vom Restaurant wieder zum Cafe degradiert worden zu sein.
Ich will die alten Fenster wieder!

13. November 2009

>ALLO PACH – Die Schallplatte des Monats

Filed under: Aachener Schallplattenläden — babula @ 2:00 pm

…und hier noch ein seltener Werbeflyer aus dem Hause ALLO PACH, der unter anderem auch die bereits in diesem Blog vorgestellte Aachener Liedertafel Single präsentiert. Was leider im Dunkeln bleibt, ist die Beantwortung der Frage: Welche der beworbenen Platten aus dem Bereich ‚Unterhaltung’ denn jetzt tatsächlich ‚DIE SCHALLPLATTE DES MONATS’ sein sollte?! Schön auch die Bezeichnung SCHLACHTLIED für unser aller Alemannia-Lieblingslied.

12. November 2009

>TROPI-COMBO – et Fozze-Leddche

Filed under: Öcher Karneval — babula @ 4:11 pm

Nachdem im Blog bereits eine frühe dada-istische Großtat von Allo Pach mit (s)einer ‚Independent-Veröffentlichung der Aachener Liedertafel von 1962’ dokumentiert wurde, und somit auch die ‚Öcher Mundart’ von einem der Blogbetreiber zurecht zur (Untergrund)-Kultur erklärt wurde, möchte ich ein weiteres Kleinod der Versenkung und Vergessenheit entreißen. Es gibt nichts, was es nicht gibt, wie der betagtere Zeitgenosse immer wieder zu sagen weiß. Man höre bitte dazu den Soundfile des Solowerkes der TROPI-COMBO, die eigentlich Mitglieder eines ‚nicht eingetragenen Vereins’ von St. Josef, der mindestens 45 Aktivisten umfassenden und 1970 gegründeten TROPI-GARDE, waren. Das zweideutige und unterproduzierte Werk mit dem verfänglichen Titel ‚ET FOZZE-LEDCHE’ wurde auf Vinyl gebannt und – wie auch immer – unters Volk gebracht. Das von mir ergatterte Exemplar schien auf SEHR große Begeisterung gestossen zu sein, denn wie man dem Soundfileproblemlos entnehmen kann, wurde diese Single von dem damaligen Eigentümer hundertfach gespielt.UNBEDINGT ANHÖREN – MEHR AACHEN geht nicht !!

http://www.divshare.com/flash/playlist?myId=9323550-d55

Download

11. November 2009

>FOLK TREFF 3.4.1983

Filed under: Cassetten AC, DAC, Folk Treff — karl pach @ 7:18 am
Eine von den Szene Protagonisten jener Tage hochverachtete Veranstaltung war der regelmäßig veranstaltete Folk Treff im alten Zollhaus. Zugegeben die Folklore Anhänger waren ausgesprochen bärtig, besserwisserisch und schwärmten gerne von irischen Bieren (Buargh..). Die Veranstaltung war jedoch ein Musterbeispiel für künstlerisch hochwertige Kneipenveranstaltungen. Namen wie „Erhard und Heiner“ ließen mir damals derartige Schauern über den Rücken laufen, daß ich der Veranstaltungsreihe stets fern geblieben bin. Dies bereue ich heute! Zum Glück wurden diese Abende professionell mitgeschnitten. DAC veröffentlichte Zusammenschnitte der Veranstaltungen seinerzeit auf Kassette.

Seite 1: http://www.megaupload.com/?d=YQRLR9IK
Seite 2: http://www.megaupload.com/?d=FMO838JI

1. November 2009

>Aachener Aborte

Filed under: Aborte, Klonauten, Kultstätten in AC — karl pach @ 8:16 am

Erlebnisse der Kindheit können in späteren Lebensabschnitten Klärung verlangen. 1972 hatte ich das Vergnügen in Rurberg das bekannte Freibad kennenzulernen. Dass im Becken Fische schwammen war faszinierend. Traumatisch wirkte sich ein Besuch der Toiletten aus. Die Ausstattung bestand aus sogenannten Fallrohr-Klos. Im Gegensatz zu den üblichen Flach oder Tiefspülern besaßen diese Becken keinen Sifon. Man konnte durch die Öffnung bis tief ins Rohr schauen. Die Vorstellung dort hineinzufallen schockierte mich. Man hätte z. B. mit einem Bein im Rohr steckenbleiben können oder so. Worin der Zweck besagter Bauform liegt, erschließt sich mir bis heute nicht. Eine Anfrage bei einem Aachener Sanitärfachhandel brachte auch keine Klärung. Derartige Modelle sind unglaublicherweise heute noch lieferbar. Dieses Modell trägt die Bezeichnung „Land“(?)! Bei tieferer Betrachtung des Objekts werden weitere Fragen aufgeworfen: Wie putzt man sowas? Gibt es Klobürsten mit 2 meter langem Stiel?

Der experimentierfreudige Defäkierer hat in unserer Stadt die Möglichkeit derartige Aborte anzupilgern. Obiges Foto entstand in der Herren Kackkabine des Waldfriedhofs.

30. Oktober 2009

>Nostalgie Part 6 BAVARIA

Filed under: Kinos in Aachen — Allo Pach @ 8:42 pm

Ok, hier noch eine Zugabe zum Bavaria-Post des Herrn Babula.
Karte stammt aus den Mitt 70ern.

29. Oktober 2009

>Das BAVARIA Kino am Holzgraben

Filed under: Aachener Kinos — babula @ 2:48 pm

Eine meiner ersten Erinnerungen an das BAVARIA datiert zurück zum Spätsommer 1973. Als Wirtshauskind stromerte ich tagtäglich durch die Aachener Innenstadt und wich dabei immer wieder hektisch der Straßenbahn aus, die zu der Zeit an der oberen Adalbertstrasse ihre letzten Runden drehte. Einem 10-jährigen fielen natürlich die 2 Rettungswagen auf, die seit einigen Tagen, von mittags bis ich nach Hause musste, vor dem Bavaria standen. Wie ich zu meiner Überraschung erfuhr, waren die Rettungssanitäter vonnöten, da DER EXORZIST gezeigt wurde und die Leute reihenweise aus den Kinos liefen und ärztlich versorgt werden mussten. Man mag dies heutzutage kaum noch glauben, aber ICH war Zeuge. Ich ließ keine Vorstellung (vor dem Kino wohlgemerkt) sausen und stand die ganze Zeit vor dem Lichtspielhaus, um zu sehen, was passiert. McDonalds gab’s da übrigens noch nicht! Und es stimmte wirklich…Frauen (und Männer!!) torkelten wie benommen aus dem Kino (während der Vorstellung versteht sich), teilweise kotzend oder aber kreidebleich und einer Ohnmacht nahe. Mindestens 4 oder 5 mal sind die Sanitäter ins Kino gelaufen und kamen mit jemandem auf einer Trage liegend heraus. Dies alles hatte damals einen tiefen Eindruck hinterlassen und ich wäre nicht für 50 Mark (damalige Unsumme für einen Knirps) in den Film gegangen. Die Hose gestrichen voll, vor allem, weil ich zum ersten Male miterlebte, dass bei einem Film KEINE der (von mir) so begehrten Filmszenenbilder in den Schaukästen hingen, sondern nur schwarze Streifen mit Text, auf denen stand dann inhaltlich etwa so was wie: ‚Aus rechtlichen und gesundheitlichen Gründen dürfen für diesen Film keine Fotos gezeigt werden…’ . Noch härter waren aber die riesigen ROTEN Pappstreifen, wo warnend stand, dass Personen unter 21 (!!!) Jahren und Schwangeren (!!!), kein Einlaß gewährt werden kann. Die Streifen umrahmt von kleineren Streifen mit der Aufschrift: STRENGE Passkontrolle – oder so etwas in der Art. Ein knappes Jahr später entdeckte ich dann ein kleines Loch unter einem Bauzaun an der Rückseite des Kinos (ungefähr da, wo heute der Haupteingang der Mayerschen ist). Es war sehr beschwerlich dadurch zu kriechen, doch wenn dies unbemerkt geschafft war, dann konnte man durch eine verständlicherweise nicht verschlossene Notausgangstüre durch endlos lange Gänge (zumindest schienen sie MIR damals so) zur Rückseite der Filmleinwand gelangen, wo ich dann bis der Hauptfilm anfing, ängstlich kauerte, um dann harpunenartig zur ersten Reihe zu stürzen und dann beispielsweise, für mein Alter völlig ungeeignete,HARTE Italo-Western zu sehen. Tja…lang ist’s her…und was dann aus ‚meinem’ Bavaria wurde, sieht man auf dem Foto.

24. Oktober 2009

>POP FESTIVAL AACHEN 1970

So, hier poste ich mal alles, was ich von ortsansässigen Gammlern zum Thema Open Air Festival im Reiterstadion 1970 erstehen, leihen, klauen konnte.
Irgendwo hab ich auch noch ein Tape mit dem Free Konzert, muß nur gefunden werden…,
Deep Purple und Pink Floyd AC Konzerte sind ja recht verbreitet. Ich werde auf jeden Fall noch mal im WDR Archiv recherchieren…, wie immer ist Hilfe willkommen!

>PERVERSER HAUTBEFALL – Der durstige Mann

Filed under: Cassetten AC, Punk auf dem Land — karl pach @ 9:06 am
Frechheiten Tapes aus Linnich-Tetz. Linnich hat also sogar einen Stadtteil (aha) und gehört eigentlich nicht zum Aachener Land – aber egal. Nettes Live Konzert mit Zuschauerbeteiligung.

Seite 1: http://www.megaupload.com/?d=1XYWW6B0
Seite 2: http://www.megaupload.com/?d=WCF008S9

15. Oktober 2009

>DER VERDACHT – Der Schlüssel zum Bernsteinzimmer

Filed under: Avantgarde in Aachen, Cassetten AC, SMC — karl pach @ 6:37 am

>

Eine Tonkonserve welche bis heute ungeöffnet ist – wow. Daher leider kein akustischer Beitrag. Kann mich aber gerne anbieten die Reliquie zu entweihen.
Herr Schuhmacher sieht auf dem Foto ziemlich Chrome-mässig aus, Blick und Frisur passt…

Was Herr Merx zu der Rarität bemerkt:
Die ominöse „Dose“ aus der Cafe Kreta Performance – Heilig Abend (morgens) 1991 (Der Verdacht 91). Dirk hat ja dazu schon was erzählt. Da die Musik nicht gehört werden kann falls nicht jemand bereit ist die Büchse aufzumachen, eine Kurzbeschreibung.

Grundlage waren Soundsequenzen aus einer Korg Wavestation EX (jeweils 4 Sounds liessen sich mit einem Vektorstick mischen – und das auch im Zeitablauf. Daraus entstanden dann sehr dynamische „gemorphte“ Klänge, die sich auch in der Tonhöhe dynamisch vorprogrammieren liessen und veränderten ohne dass man andere Tasten drückte. Also – einen Akkord greifen, einschlafen oder Kafffee trinken oder sowas und danach noch mal drücken und und und… Diese Klangwabereien habe ich dann abfahren lassen und darauf wurde dann munter improvisiert und deklamiert. Wie sich das ganze konkret angehört hat weiß ich nicht mehr – vielleicht hat Dirk mit dem Vergleich „Phil Spector nach nem Hektoliter Grappa“ gar nicht unrecht.

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