Aachener Untergrund Kultur

10. Juni 2010

Jürgen´s Musikladen

Filed under: Aachener Schallplattenläden, Futter für die Aachener Ohren — karl pach @ 3:05 pm

Bei meinem heutigen Kontrollgang in der Schützenstraße habe ich festgestellt, dass
Jürgen´s Musikladen für immer seine Türe geschlossen hat. Damit verschwindet nach fast 30 Jahren ein weiterer Musikladen aus dem Aachener Stadtbild.

9. Juni 2010

Pink Floyd Live 12.07.1970 Reitstadion

Filed under: Aachen in den 70ern, Bootlegs — karl pach @ 8:26 am
Die Bootlegs vom Soers Festival sollen wohl die ersten deutschen Bootlegs überhaupt gewesen sein. Der Legende zufolge sollen sich die Bootlegger in einem, als Rotkreuz oder Malteser Bus, getarnten VW Bulli bis zur Bühne durchgemogelt haben. Die Mikrofone wurden durchs Sonnendach auf die Bühne gerichtet. Welch Husarenstück, Bootleggen bedeutete vor dem Walkman noch Freiheit und Abenteuer. Die Deep Purple Aufnahme ist seit einiger Zeit Offiziell vom Purple eigenen Label zu beziehen (demnächst auch hier). Von den Floyd Aufnahmen kursieren diverse mp3 Dateien welche Quellmaterial der meisten angeblich, vom Master stammenden, CDs sind. Untenstehend als .rar Archive der Bausatz für die amtliche unkomprimierte Version – Hifi Bootheaven…

Teil 1: http://www.megaupload.com/?d=MNSZ6W5T
Teil 2: http://www.megaupload.com/?d=4H4T1UXQ
Teil 3: http://www.megaupload.com/?d=RD5O8RA0
Teil 4: http://www.megaupload.com/?d=FIZPR070
Teil 5: http://www.megaupload.com/?d=9GBVUVO1
Teil 6: http://www.megaupload.com/?d=RS22GEGN
Teil 7: http://www.megaupload.com/?d=6LESNQCF

7. Juni 2010

THE CURE im EUROGRESS 1981 und STEAKHAUS ‚COMEBACK‘

Filed under: Konzerte in Aachen, Lokale in Aachen — babula @ 3:06 pm

Ein CURE Konzert in Aachen, ist das Aachener Untergrund Kultur? Rückblickend auf das Jahr 1981 ist diese Frage für Aachen und Umgebung leider mit einem klaren J A zu beantworten. Übrigens würde im Jahre 2010 ein noch klareres JA zu vernehmen sein.
An das Konzert selber kann ich mich nur noch schwach erinnern. Ich meine mich zu entsinnen, dass der „Support Act“ durch eine Art unspektakulärer Lasershow ersetzt wurde oder angedacht war. Die ersten 2 Minuten waren ja noch spannend, aber dann… Ich erinnere mich, dass die Bühne bei THE CURE in der ersten Hälfte des Gigs hauptsächlich (oder sogar ausschließlich?) durch vereinzelte weiße Scheinwerfer nur sehr spartanisch erhellt wurde und die dadurch entstehenden Schattenspiele sehr gut zu der Musik von FAITH passten.
Habe mir gestern, als Vorbereitung für dieses posting nach Jahrzehnten noch einmal die Platte (Faith) angehört. Der Zahn der Zeit hat ordentlich genagt. Übrigens eines der wenigen Konzerte, wo mein SONY Walkman entdeckt und konfisziert wurde.
Nach dem Konzert mit 4 Leuten noch schnell zum Steakhaus „Comeback“, Ecke Kleinmarschierstrasse und die Steakhouse-Platte Comeback mit 3 kleinen aber feinen Schweinemedaillons, Reis und Sauce Bernaise bestellt. Mit das Beste was man seinerzeit in Aachen für relativ wenig Geld (Curry-Palast mal ausgenommen) essen konnte. Auch das Schweizer Steak, wo die obligatorische Scheibe Käse noch per Hand mit einer Art Bunsenbrenner oder Flammenwerfer vor den Augen der hungrigen Gäste geschmolzen wurde, war sehr beliebt und köstlich.
Die Wartezeit zwischen Bestellung und Servierung konnte man sich mit dem Lesen der kleinen, mit folgendem Text bedruckten Tischaufleger vertreiben:

Es gibt kaum einen Gaumengenuss, um den im Laufe der Jahrhunderte so viel Sagen-haftes erdacht und so viele Legenden gesponnen wurden wie die Ochsenlende. Man kann sich aber eigentlich gut vorstellen, dass es Rausch des Genusses nicht besonders schwer war, auch die fantastischen Histörchen zu erfinden. Der „Erfinder“ des Beefsteaks soll ein römischer Priester gewesen sein. Der Name dieses frommen Mannes ist unbekannt. Über die märchenhafte Geschichte seiner unfrommen Tat berichtet das „Universal-Lexikon der Kochkunst“ so: Der Priester hatte ein Stück Ochsenfleisch als Opfer für den Gott, in dessen Tempel der Dienst verrichtete, gebraten, und als er mit den Fingern anfasste, um es auf den Altar zu tragen, fand er es so entsetzlich heiß, dass er gezwungen war, es fallen zu lassen und schnell mit den Fingern nach dem Mund zu fahren. Da schmeckte er den Saft, der an seinen Fingern klebte, und bei dem Hochgenuss, der seinen Gaumen kitzelte, verlor er jedes Gefühl von Schmerz. Als Mann von Geist legte er sogleich eine andere Scheibe über das Feuer, verzehrte dieselbe in aller Unschuld und vergaß dabei ganz seiner amtlichen Pflichten, die ihm geboten, das Fleisch dem Gott darzubringen. Lange Zeit fuhr er auf diese Weise fort, bis man dann endlich, durch sein blühendes Aussehen aufmerksam geworden, aufgepasst und sein Geheimnis entdeckt. Ohne Zweifel wäre der Tod sein Los gewesen, doch als er vor den Richtern stand, bat er um Erlaubnis, ein Beefsteak bereiten zu dürfen, nach dessen Verspeisung man ihn sofort freisprach und als Anerkennung für die Wohltat. Mit der er die Menschen beschenkt, zum Oberpriester machte. Mit wahrer Leidenschaft wurde nunmehr Beefsteaks im ganzen römischen Reich gegessen und der Tag gepriesen, an dem sich der Priester die Finger verbrannte.

6. Juni 2010

AC NACHTLEBEN WS ’88

Filed under: Aachen in den 80ern, Aachener Kneipen — Allo Pach @ 4:37 pm

Nach dem kleinen 1977/78er Überblick (siehe entspr. Post) über das nächtliche Treiben in der Kaiserstadt gibt es nun hier eine Fortsetzung. Wie „Aachen nach eins“ im Jahre 1988 aussah, beschreibt kilowatt (vielen Dank!) hier in seinem Artikel für den Klenkes:

2. Juni 2010

DOM NEWS NR. 1, 1984, Fanzine

Filed under: Aachen in den 80ern, DOM, Fanzine — Allo Pach @ 10:11 pm

Neben WALD UND WAIDE gab es im Jahre 1984 noch ein weiteres labeleigenes (Konkurrenz-) Fanzine aus dem Hause DOM. Von DOM NEWS erschien aber nur eine einzige Nummer (Auflage: 5 Stück) im Sommer 1984, eine begleitende Cassette gab es leider nicht.
Interessante Einblicke gibt es hier zum allerersten Mal in die Arbeit der BCO (Bad Cover Organisation), die bis Ende 1984 nahezu sämtliche (Cassetten-) Cover für das DOM Label gestaltete.
Ebenso werden einige Künstler näher vorgestellt, deren Karrieren bis heute weitgehend obskur sind:
Es gibt ein wohl einzigartiges Interview mit G. Gonge, dem Macher der Kult-Band Mieses Gegonge, in dem dieser seine Soloaktivitäten erläutert.
Speck Nusseck ist der dritte Schwerpunkt des Heftes. Endlich erfährt der Leser, was es mit Speck und seiner ehemaligen Band „Die legendären Fettboys“ auf sich hat, bzw. warum es zur Trennung kam.
Desweiteren gibt es einige interessante Plattenkritiken, sowie nette Werbeanzeigen…

30. Mai 2010

DER VERDACHT – Lebend

Filed under: SMC — karl pach @ 8:36 am
SMC 015 von 1981, Livemitschnitte der umtriebigen Improvisationscombo. Geschichte und Dokumentationsmaterial zum Verdacht sowie Infos zu Sub und Nebengruppen folgen in weiteren Posts.

Seite 1: http://www.megaupload.com/?d=ZQWWXO5U
Seite 2: http://www.megaupload.com/?d=Z50J27NV

29. Mai 2010

STUDENTENKNEIPEN AC 1970

Filed under: Aachen in den 70ern, Aachener Kneipen, Discos AC — Allo Pach @ 11:32 am

Anbei eine kleine Sammlung von Fotos verschiedener Studentenkneipen/Studentendiscos aus dem Jahre (ca.) 1970. Leider kann ich hier gar nichts zuordnen. Deshalb (wie immer) der Appell an alle ehemaligen Studenten/Hippies etc.: Helft uns bei der Identifizierung!

22. Mai 2010

STATION 17, Autonomes Zentrum, 16.05.2010

Filed under: Konzerte in Aachen — Allo Pach @ 6:30 pm

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Der Babula und ich haben ja nun wirklich schon einiges an Bands gehört/gesehen und sind so leicht nicht zu beeindrucken, aber was da letzten Sonntag im AZ auf uns einhämmerte, damit hatten wir beide nie gerechnet.
Eigentlich wollten wir Scout Niblett sehen, die wir als Vorprogramm vermuteten.
Tatsächlich spielten dann aber Station 17 zuerst und quasi ab dem ersten Takt standen wir beide absolut baff da, ob der schieren Energie, die diese Band (von Anfang bis Ende des Konzertes) rüberbrachte.
Machte man die Augen zu, konnte man glauben, Amon Düül jamme mit The Fall mit voller Power und in höchster Konzentration. Super mit wie viel echter Spielfreude und Kraft Station 17 ihre intelligent gestalteten Arrangements darboten.
Selten habe ich bei einem Konzert von Anfang bis Ende so gebannt zugehört ohne die Augen von der Bühne lassen zu können (…und mich nicht wie bei den meisten Konzerten nach dem 3. Stück nur noch auf die Frauen im Publikum konzentriert).
Manchmal wird man doch noch positiv überrascht…
Absolute Empfehlung!

16. Mai 2010

SKIPPY

Filed under: Punk auf dem Land, Ramon, Tapes of terror Skippy — karl pach @ 7:20 am
Mitte der 80er auf den Äckern des Vorheinsberger Landes fand sich, eine heute noch/wieder existierende, Punkcombo zusammen – Skippy. Die Geschichte der Trash und Horrorfans hier aus Sicht von Herrn Klotz, welchen auch das folgende Foto aus dem Jahr 1988 zeigt:
Gründung
Als für einen bevorstehenden Auftritt von DEMENTIA 13 im Übach Palenberger Keller Equipment zusammengeliehen wurde, beschlossen zwei Mitglieder der Formation mit einem dritten zusammen, im Oktober 1987 noch eine weitere Band zu gründen, die „sowas wie FLIPPER“ machen sollte. Der Kram stand halt einmal im Proberaum (ein Gewächshaus in Geilenkirchen) und so wurde auch direkt ein Demotape aufgenommen. Mit Ausnahme des Gitarristen hatte man nicht unbedingt Erfahrung am jeweiligen Instrument, und so wurde aus dem Schlagzeuger und Sänger irgendwann der zweite Gitarrist, während der Bassist zum Gesang wechselte. Erstaunlicherweise gefielen die Aufnahmen (als Splitdemo mit Dementia 13 als Tapes of Terror #5 veröffentlicht) dem späteren Gründer des „Very Good Records“-Label aus Dortmund so gut, daß er sich bereit erklärte, zur Hälfte die Finanzierung einer Vinyl EP zu übernehmen.

EP
Die Platte, als Split mit der Dementia 13-Nachfolgeband SAWNEY BEANE (die aber eigentlich aus den selben Mitgliedern wie Skippy bestand) konzipiert, wurde dann 1988 im Ausbruch-Proberaum im Musikbunker Goffartstr. aufgenommen. Als Aufnahmeleiter fungierte Ecki Heck, der auch auf dem ein oder anderen Instrument aushalf. Mittlerweile hatte man noch einen zusätzlichen Schlagzeuger, tauschte aber schonmal die Instrumente. In einem separaten Auto sollte eigentlich auch noch ein weiblicher Background-Chor anreisen, der hatte sich aber verfahren und kam nie am Musikbunker an. Damals mußte man Vinylvorlagen beim Presswerk noch auf Tonband anliefern, was Ramon Creutzer für uns besorgte. Die 500 Cover wurden separat gedruckt und eigenhändig zurechtgeschnitten, numeriert und zusammengeklebt.

Erste Gigs
Jetzt hatte man also eine Platte, aber immer noch nicht viel Equipment, keine Auftritte und eine eher wackelige Besetzung. Es kam eine Bassistin hinzu und man war plötzlich Quintett, der Schlagzeuger ging aber wieder und wurde durch Henry, der eigentlich nur im Proberaum vorbeikam, um Bandfotos zu machen, ersetzt. Dann ging auch der Original-Gitarrist und wurde ebenfalls ersetzt. Nach einer öffentlichen Probe und einer Geburtstagsfeier in Merkstein hatte man im Oktober 1990 den ersten richtigen Auftritt, im Vorprogramm von ALL in der Rockfabrik. Kurz darauf stieg auch die Bassistin aus, konnte aber bald durch Thomas Gier aus Aachen ersetzt werden, womit gleich drei Thomasse in der Band waren. In dieser Besetzung nahm man – wieder im Ausbruch-Proberaum! – 1991 das zweite Demo „Dawn of the Deaf“ (Tapes of Terror #11) auf und spielte vermehrt, dank Vermittlung von Axl G. sogar auf dem „Evol“-Festival in Berlin um drei Uhr morgens. Wir konnten nicht erkennen, ob Publikum da war, da das Bühnenlicht blendete, es soll aber auf der Theke getanzt worden sein. Der weibliche Anhang hatte sich diesmal nicht verfahren, aber den Konzertbeginn verschlafen und glaubt uns bis heute nicht, daß wir tatsächlich gespielt haben.

Quartett
Thomas G. verließ die Band 1992 und statt einen neuen Bassisten zu suchen, wechselte Thomas B. von der Gitarre zum Bass. Der Sound wurde ein wenig härter und 1992 wurde das Demo „Through the looking glass“ (Tapes of Terror #13) veröffentlicht. Eine für 1993 geplante Tour beschränkte sich auf zwei Auftritte in Halle an der Saale und Putzkau bei Dresden, die unterschiedlicher nicht hätten ausfallen können – traf man in Halle auf äußerst freundliche und engagierte Menschen und, obwohl einen kein Schwein kannte, auf ein erstaunlich großes Publikum, tauchte der Organisator des Konzerts in Putzkau überhaupt nicht auf, stattdessen ließ der Saalinhaber seinen Rausschmeißer los, wagte man, die Situation (kein Schlagzeug vorhanden, ein Kasten Bier für drei Bands) zu kritisieren. Da es natürlich auch keine Pennplätze gab, fuhr man nach dem Konzert (vor ca. 5 Leuten mit Deathmetal-T-Shirts) weiter nach Berlin, wohin uns die freundlichen Kollegen von ULTIMATE WARNING einluden. Auch nicht schlecht das in der Frittenbude vor der Rockfabrik gebuchte Konzert in einer Scheune in Schleiden, wo wir auf die Frage nach Spritgeld die Antwort bekamen: „Wieso Spritgeld? Das ist ein Benefizkonzert für bedrohte Völker!“ – oder der Auftritt im besetzten Haus an der Neupforte, wo man die Band bat, leise zu spielen, weil „oben schlafen Kinder“.

Eine weitere geplante Tour, zusammen mit SISTER AUTOMATIC aus Birmingham, mußte 1996 auch leider ausfallen, da deren Gitarrist zwei Tage vor Tourstart in eine Kneipenschlägerei involviert war und das Land nicht verlassen durfte. 1997 verließ Thomas B. die Band und wurde durch Frank F. (Ex-THE SHAMROCKS) ersetzt. Die bereits 1996 aufgenommene CD konnte 1999 nach zahlreichen Problemen tatsächlich noch erscheinen. Im Januar 2008 traf man beim leicht verspäteten 20jährigen Jubiläum im Parkside wieder auf Ramon hinter dem Mischpult und konnte das zweite Album „Infected Minds“ als CD-R präsentieren. Teile davon kann man auch auf der myspace-Seite (http://myspace.com/skippytheband) hören.

Live 1996:

Die aktuelle Skippy CD gibts noch zu kaufen. Als Hörprobe hier die Tracks der „Tinnitus für alle“ Compilation des „Tapes of Terror“ Labels. Details zu den Songs in der Datei:
1. At all (erstes Demo, 1987)
2. Winter (zweites Demo, 1991)
3. Alice D. (drittes Demo, 1992 – dazu hatten wir auch im damals leerstehenden Übach Palenberger Zechengebäude einen Videoclip gedreht, den müssten wir mal digitalisieren)
4. Sold Out (unv. 8 Spur-Aufname, 1991)
5. Infected Minds (Proberaumgerümpel, ca. 2000)

Skippy – Tinnitus Compilation

15. Mai 2010

AC NACHTLEBEN ’77-’78

Filed under: Aachen bizarr, Aachen in den 70ern, Aachener Kneipen — Allo Pach @ 3:55 pm

Kleiner Überblick der Nachtlokale und anrüchigen(?) Bars im Jahre 1978. In welchem Etablissement war denn die Dame angestellt? Wie immer sind Geschichten, Erinnerungen etc. mehr als erwünscht!
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