Bei meinen Recherchen zur Aachener Kinovergangenheit stieß ich auf eine Arbeit, die wohl in dieser Form einmalig ist. Silke Koschker gibt in ihrer Magisterarbeit „Die Kinoentwicklung in Aachen – Eine Untersuchung der Lichtspielhäuser“ aus dem Jahr 2000 eine unerreichte Einsicht in die Historie, Architektur und die regionale Verteilung der Öcher Kinos vom späten 19. Jahrhundert bis zum Jahre 2000. Ihre Arbeit basiert auf sämtlichem vorhandenen Materiel des AC-Stadtarchives sowie der örtlichen Presse, das in mühevoller Kleinarbeit zu einem umfangreichen Werk zusammengestellt wurde. Neben einem geschichtlichen Gesamtüberblick gibt es alle auffindbaren Details (sowie rare Fotos) aller ermittelbaren Aachener Kinos. In der nächsten Zeit werde ich hin und wieder Posts zu einzelnen Kinos einstellen, zunächst gibt es aber hier eine „chronologische Reihenfolge des Erstbezugs/der Schließung Aachener Kinostandorte“. Vielen Dank an Silke!
24. November 2011
22. November 2011
Down Town
Ist eigentlich jemandem aufgefallen dass Frau Peinhardt-Frankes Foto, welches ihre AN Artikel schmückt, mittlerweile digital berichtigt wurde? Bisher war dies ein wenig diagonal verzerrt, nun leider korrigiert.
21. November 2011
Gaststätte Zum Anker – kleine Historie
Etwa 100 (!) Jahre lang befand sich Promenadenstraße Ecke Gasborn eine heilige Stätte Aachener Trinkkultur. Mit dem Verkauf des Hauses, vor einigen Jahren, verschwand leider dieses wertvolle Stück Gastronomie. Nachdem das Haus von Herrn Bündgens in den Besitz von Herrn Elektro Leffek überging, ließ Leffek erstmal alles rausreissen. Leffek installierte sowas wie ein Kneipenbistrot und ging damit baden. Der Anker fand auch mal seinen Weg zum Film. In Duisburg fand sich keine Kneipe mit derartigem Hafencharme. Eine Sequenz eines frühen (Post Tatort) Schimanskis wurde im Anker gedreht.
Ehemaliger Ankerwirt (Hein): „Früher haben wir nie Wechselgeld rausgegeben“.
Links das Lokal in der Neubauphase, daneben kurz nach dem letzten Krieg.
Unten die Schankfrau der Wiederaufbauzeit. Die Dekoration hier noch nicht so nautisch orientiert.
Folgend Thekenfrauen der letzten Generation. Solo die Tochter des letzten Wirts Fred Kohlberg, Anne. Anne hatte schon früh Erfahrungen im Business gesammelt, Anfang der 80er Jahre führte Sie die Gaststätte Dschungel in der Promende. Ganz recht, es gab 2 Etablissements namens Dschungel.
Was den Laden besonders macht wird in folgenden Clips dokumentiert. Beginnend mit der historischen Aufnahme eines jener seltenen gesellschaftlichen Rituale, welchen nur Eingeweihte beiwohnen durften.
Das Publikum war handverlesen, welche Kriterien bei der Auswahl eine Rolle spielen erläutert hier ein engagierter Gast.
Der Blick ins Aquarium half der inneren Einkehr. Die Fische mußten leider öfters gewechselt werden…
18. November 2011
Zippi Elektra
Die bereits, durch den hier besprochenen Verdacht Artikel, bekannte Sounds Ausgabe 7 des Jahrgangs 1981 beleuchtet auch Zippi Elektra. „Too late“ und „undank“ sind im Audio Anhängsel des SMC „Produktion 1982“ Artikels zu finden: https://allopach.wordpress.com/2009/11/30/produktion-1982/ .
Bürgerlich heißt die Dame Hitta Rassmans, lt. Sounds. Später tauchte Sie als Hitta Thomas bei Zeltinger und Ina Deter als Tastenverantwortliche auf. Ob die Aachen Verbindung sich nun auf ihren damaligen Lebensmittelpunkt oder Geburtsort bezieht liegt, für mich, noch im unklaren.
14. November 2011
MONTANUS – Die Auflösung…
…jedenfalls was die Örtlichkeit betrifft, ist durch dieses zufällig gefundene Foto von 1984 (links)bewiesen WO Montanus untergebracht war: nämlich in der Mitte der Adalbertstrasse und nicht etwa „in den Räumen der Wohlthatschen Buchhandlung“, wie von einigen Mitbloggern vermutet. Babula und ich waren letzte Woche zur Beweissicherung auf Ortsbesichtigung (siehe rechtes Foto), ehe das Haus noch abgerissen wird, was ja täglich passieren kann…
1. November 2011
ODEON KINO, ADALBERTSTEINWEG
Ebenfalls aus der neuesten Auflage des Buches „Aachen- so wie es war“ stammt dieses Bild des ODEON Kinos (Adalbertsteinweg 242, da ist jetzt Kaisers drin, wenn man es weiß, kann man an der Fassade noch erkennen, was das Gebäude einst beheimatete). Von diesem Kino habe ich NOCH NIE gehört! Laut Buch eröffnete es, als Tochter des Eden Palastes, am 23.10.1953. Wie immer wäre es schön mehr Infos dazu zu bekommen, insbesondere wann das Kino geschlossen wurde.
31. Oktober 2011
ROXY KINO UPDATE (NOSTALGIE 5 B)
ENDLICH!!! Ein Foto vom Roxy (doch mit „y“), gefunden in der neuesten Auflage des Buches: „Aachen – wie es war“ (Quelle: Stadtarchiv Aachen). Leider ist immer noch nicht geklärt, wann das Roxy geschlossen wurde. Erbaut wurde das Kino mit 700(!) Plätzen in den 50ern. Das Foto stammt wohl von 1953, als „Die Wüste lebt“ in die Kinos kam.
20. September 2011
AGENT OUTRAGE – Surprising H Video
Mein Lieblingsfilmvorführer Herr K. vollzieht im folgenden Video seltsame Handlungen im Frankenberger Park. Irgendwie geht es da wohl um seine persönliche Beziehung zu Getränken und einem Baum:
AGENT OUTRAGE wurden 2006 gegründet und tauschten die Mitglieder an den Saiteninstrumenten mehrmals aus. Die jetzige Besetzung besteht aus Leuten, die ehemals bei PIRATE’S DREADS, SKIPPY, BRICKOWSKYS und TEENAGE ASTRO DICTATORS gespielt haben. Für die zweite CD-R „The Funny Things Beyond Reality“ flog man einen Regisseur und Kameramann aus Westfalen ein und drehte Back-to-back gleich zwei Videos in der Goffartstr.
15. September 2011
Ganymed – Live in Gangelt
Der Blog unseres treuen Freundes Paul hat gerade Live Aufnahmen der Gruppe „Ganymed“ im Angebot. Die Combo steht wohl in direktem Zusammenhang mit „Switch“, welche hier bereits besprochen wurde.
„Live in Gangelt“ klingt vielversprechend, vielleicht erzählt Paul ja noch was darüber: Ganymed bei Schnickschnackmixmax
26. August 2011
SCHEFER-PRINZ Katalog 1977
Welcher Aachener kannte es nicht? Das legendäre Spielwarengeschäft am rechten Platz. Also vor dem Umzug zum Münsterplatz.
Mir fällt zwar kein Anekdötchen ein, dass eine Verbindung zum Aachener Untergrund herstellen könnte, aber ein Ausdruck Aachener Kultur war dieses alteingesessene Geschäft schon irgendwie.
Ausserdem habe ich vom Hauptbetreiber dieses Blogs grünes Licht bekommen, die Grenzen Aachener Untergrund Kultur so weit zu stecken, wie es mir beliebt. Also erwartet bitte das Unerwartete. —
HOPPLA, meine werte Frau Gemahlin bringt mich gerade fürchterlich durcheinander, da sie den Verdacht hegt, das Ladenlokal am Münsterplatz wäre Förster gewesen und hätte in der Endphase von Schefer-Prinz (Holzgraben) zeitgleich existiert? Das kann doch nicht sein, oder??











