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gabriela keller
@gabrielakeller
Investigatives Hirn. Immobilien Fokus. Im Moment Berlin und Ostdeutschland Korrespondentin bei der Immoblien Zeiung.
Berlin
Joined April 2009
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    Eine Augenzeugin sagt aus, sie wirkt unsicher. Sherin S.‘ Anwältin fragt: Haben Sie Angst? Die Zeugin: Ja. Und wovor? Ihre Stimme bricht. Dann sagt sie: Sie wurde am Eingang von zwei Männern mit dem Handy gefilmt. „Ich weiß nicht wieso. Presse waren die nicht.“
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    Boateng wird wegen Körperverletzung und Beleidigung gegen seine Ex-Freundin Sherin S. zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen verurteilt. Damit wäre er vorbestraft.
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    Es stellt sich heraus: Die Männer waren wohl Bodyguards von Boateng. Die Staatsanwältin beantragt, die Sitzung zu unterbrechen und deren Personalien festzustellen, es könne eine Straftat vorliegen. Die Sitzung wird unterbrochen.
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    Die EU-Abgeordnete Angelika Niebler (CSU) schießt scharf gegen das EU-Lieferkettengesetz. Nebenbei verdient sie im Monat vierstellig bei einer Anwaltsfirma, die internationale Großkonzerne vertritt. Hat da jemand Interessenkonflikt gesagt? (1/3)
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    Der Anwalt von Boateng erklärt dazu: Die Bodyguards hätten nur Boatengs Umfeld gefilmt. Die Zeugin war nicht Ziel der Aufnahmen, sie sei nur zufällig ins Bild geraten.
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    Eine Frau erstattet Anzeige. Ihr Ex-Partner fügte ihrer Tochter bei einem Umgangsbesuch Hämatome zu. Darauf gerät sie selbst ins Visier der Behörden: Das Familiengericht meint, sie habe damit für das Kind das "Bild vom bösen Papa" verstärkt. Klingt irre, ist aber so. (1/5)
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    Der Fall Boateng ist ein Beispiel von Gewalt von Profifußballern gegen ihre ehemaligen Partnerinnen. Mit welchen Mitteln die Frauen zum Teil drangsaliert und bedroht werden, haben wir gemeinsam mit der SZ recherchiert:
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    Die Staatsanwältin im Boateng Prozess hält ihr Plädoyer. Sie macht der Verteidigung schwere Vorwürfe. Die konstanten Versuche, „die Geschädigte durch den Dreck zu ziehen“, sehe sie nicht als zulässiges Verteidigungsverhalten und werde dem Angeklagten zur Last gelegt.
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    Danach urteilte das Gericht, das Kind müsse nun beim Vater leben - die Mutter schade dem Kind, fördere den Kontakt zum Vater nicht. Sie hat das Mädchen seit Monaten kaum gesehen. Wie unsere Recherche zeigt, steht dieser Fall für viele weitere correctiv.org/aktuelles/haeu… (2/5)
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    Die Kammer sieht es als erwiesen an, dass sich die Vorgänge so zugetragen haben wie in der Anlage vorgetragen. „Es gibt keinen dubio und daher nichts pro reo“.
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    „Ich hatte Angst“, sagt eine Frau, deren Familienrechtsstreit etwa zehn Jahre zurückliegt. „Ich dachte: Egal, was ich sage. Ich kann machen, was ich will: Es wird alles so gedeutet, dass ich nicht in Ordnung bin. Es gab keinen Ausweg.“ (5/5)
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    @maike__backhaus und ich haben für Correctiv und @SZ mehr als zehn familienrechtliche Verfahren recherchiert, in denen Hinweise auf Gewalt beiseite gewischt oder schlicht ignoriert wurden, mehr noch: Die Frauen, mit denen wir sprachen, gerieten selbst unter Verdacht. (3/5)
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    Es sei keine Situation von Aussage gegen Aussage, die Beweislage sei eindeutig.
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    Ihnen wurde unterstellt, zu lügen die Beziehung des Mannes zu den Kindern sabotieren zu wollen. In mehreren Fällen wurden Umgangs- und Sorgerechte der Mütter in Folge ihrer Aussagen massiv eingeschränkt – und auf mutmaßlich gewalttätige Väter übertragen. (4/5)