KI bei transcript

Mission Statement: Mit KI in die Zukunft einer offenen Wissenschaft
Künstliche Intelligenz (KI) bewirkt einen fundamentalen Wandel der semantischen Sphäre. Sie verändert Bildungs- und Forschungsinhalte grundlegend – in ihrer Erstellung, in ihrer Darstellung ebenso wie in ihrer Rezeption. Für wissenschaftliche Verlage bedeutet dies eine Zeitenwende. Wir im transcript Verlag wollen diesen Umbruch aktiv mitgestalten und begegnen ihm mit einem geschärften Sinn für seine Ambivalenzen, zugleich aber auch mit Neugier und v.a. konstruktiv und kompetent. Unser Ziel ist es, Antworten auf die grundlegenden und ethisch-normativen, aber auch ökonomischen und praktischen Fragen zu finden, die damit einhergehen. Als ›datenaffiner‹ Verlag stehen wir seit jeher für das Publizieren hochkarätiger Inhalte in innovativen Formaten und für die visionäre Erprobung neuer Medialitäten und Möglichkeiten. Auf diesem Fundament können wir aufbauen. Gemeinsam mit unserem starken Partner-Netzwerk, im Austausch mit den Fachcommunities und in allen Abteilungen sind wir auf dem Weg in die Ära der Künstlichen Intelligenz.
Unsere Haltung zu KI knüpft direkt an unser klares Bekenntnis zu Open Science an: Wir engagieren uns für die Prinzipien der offenen Wissenschaft, mit dem Ziel, fachlich fundierte Inhalte nachhaltig nutzbar zu machen und einen breiten Austausch darüber zu ermöglichen. Hierbei orientieren wir uns an den FAIR-Prinzipien des wissenschaftlichen Publizierens und verfolgen die Vision eines offenen, teilenden Forschungs- und Publikationsmodells für die Zukunft. Damit einher geht ein hohes Maß an Sensibilität und Wissen über alle, insbesondere auch KI-basierte Prozesse der Datenverarbeitung und Datennutzung.
Den Wert der menschlichen Urheberschaft und Urteilskraft schätzen wir dabei unverändert hoch. Naiv-technikgläubige Euphorie halten wir ebenso wenig für zielführend wie eine kategorische, technophobe Abwehr. Vielmehr setzen wir auf eine verantwortungsvolle Gestaltung des Wandels: Wir begreifen KI als Herausforderung und Chance zugleich und sehen es v.a. unseren Autor*innen gegenüber als vordringliche Aufgabe an, die uns anvertrauten Inhalte so weit wie möglich zu verbreiten – unter Wahrung ihrer Interessen, Einhaltung der getroffenen Vereinbarungen, Beachtung der geltenden Rechtslage und Orientierung an hohen ethischen Standards.
Als ›datenaffiner‹ Wissenschaftverlag dehnen wir unsere Beratungsfunktion und -kapazität in den Bereich KI hinein wie folgt aus: Wir berücksichtigen das Thema KI bei der transparenten Gestaltung unserer Verträge mit den Autor*innen, beziehen ihre Wünsche und Vorstellungen mit ein und beraten sie dazu gerne. Die rechtlichen Vereinbarungen beziehen wir in die Metadaten der Inhalte ein, damit sind sie fest mit den Inhalten verbunden.
Unsere Verantwortung schließt auch den transparenten und fairen Umgang mit der kommerziellen Verwertung von Inhalten mit oder durch KI ein. Der in der Verlagsbranche spürbaren Goldgräberstimmung begegnen wir mit Umsicht: durch sorgfältige Partnerwahl, faire und detaillierte Vereinbarungen und gegenseitiges Vertrauen. Nicht zuletzt beschränkt sich unsere Verantwortung gegenüber unserer Autor*innen nicht nur auf einen ethisch integeren Einsatz von KI, sondern sie umfasst auch technisch hervorragende und wirtschaftlich nachhaltige Lösungen; Ziele, die wir kontinuierlich überprüfen und ausbalancieren.
KI bietet nicht nur die Möglichkeit, einzelne Abläufe im Publikationsprozess zu verbessern. Vor allem eröffnet sie uns neue Wege, eigene Anwendungen zu entwickeln, sie kreativ umzusetzen – und letztlich unsere Rolle als Publisher im Lichte von KI neu auszugestalten. In diesem Sinne nutzen wir KI nicht nur als Werkzeug, sondern entwickeln auch eigene Lösungen zur noch komfortableren, individualisierten Erschließung unserer Inhalte – immer weiter auf dem Weg in die Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens.
Mit unserem Ansatz und unseren KI-Projekten engagieren wir uns für einen umsichtigen Einsatz von KI, im Dienste der Wissenschaft und der Menschen. So gestalten wir wissenschaftliches Publizieren auch in Zeiten epochaler Umbrüche mit: innovativ, transparent und verantwortungsvoll
Pilotprojekt
Das Team des Forschungsprojekts »Experimental Concert Research« unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Tröndle hat u.a. das Musikerleben im Konzert untersucht. In der zugehörigen Buchpublikation »Das Konzert III« (2025) kommt das Konzertpublikum selbst zu Wort; zudem haben wir als Verlagspartner 79 anonymisierte Leitfadeninterviews mit den Konzertbesucher*innen in ein Large Language Model (LLM) eingespeist.
Wie haben die Befragten den Konzertabend erlebt? Was war überraschend? Was ließe sich verbessern?
Fragen Sie unseren KI-Chatbot!
Den Link zum Chatbot finden Sie auf der Website zu »Das Konzert III. Stimmen aus dem Publikum« (2025), hg. von Martin Tröndle.