41,3 Grad: Neuer Hitzehöchstwert in Deutschland
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat nach vorläufigen Angaben mit 41,3 Grad die höchste Temperatur registriert, die bisher in Deutschland gemessen wurde. Gemessen wurde der vorläufige Höchstwert heute um 17.00 Uhr in Saarbrücken-Burbach im Saarland.
Durch die anhaltende Hitzewelle in vielen Teilen Europas kommt es beinahe täglich zu neuen Temperaturhöchstwerten.
Österreichweiter Temperaturhöchstwert möglich
In Österreich werden laut Vorhersage der ORF-Wetterredaktion und GeoSphere Austria Temperaturen über 40 Grad erwartet. Am Sonntag könnte damit der österreichweite Höchstwert von 40,5 Grad aus dem Jahr 2013 – gemessen in Bad Deutsch-Altenburg in Niederösterreich – fallen. Das war auch der einzige Tag in Österreichs Messgeschichte, an dem die 40-Grad-Marke erreicht wurde.
Auch in Frankreich wurden zuletzt täglich neue Hitzehöchstwerte für den Juni verzeichnet. In Deutschland könnte dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge die 40-Grad-Marke überschritten werden. Der bisherige Höchstwert an einem Juni-Tag liegt bei 39,6 Grad und wurde am 30. Juni 2019 im Bundesland Sachsen-Anhalt gemessen.
Paris erlässt Alkoholverbot
Wegen der Hitzewelle gilt in vielen Teilen Westeuropas die höchste Hitzewarnstufe. In Paris wurde daher deshalb ein weitreichendes Alkoholverbot erlassen. Von heute bis Sonntagfrüh ist der Verkauf von Alkohol verboten und der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum untersagt, wie die Präfektur mitteilte. Von dem Verbot ausgenommen sind Gaststätten.
Seit Beginn der aktuellen Hitzewelle sind in Frankreich nach Behördenangaben zudem mindestens 55 Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen.
In den Niederlanden wurde aufgrund der Hitze das Musikfestival Defqon.1 vorzeitig beendet. Das Festival ist eines der größten Hardstyle- und Hardcore-Festivals der Welt, laut Organisatoren mit mehr als 70.000 Besucherinnen und Besuchern pro Tag. Auch in den Niederlanden gilt die höchste Hitzewarnstufe, Temperaturen bis zu 40 Grad werden erwartet.
AKW in Schweiz vom Netz genommen
Weiters wurden die beiden mit Aare-Wasser gekühlten Atomreaktoren Beznau im Schweizer Kanton Aargau vom Netz genommen. Das teilte der Energiekonzern Axpo mit. Eine übermäßige Erwärmung des Flusswassers soll verhindert werden. Die Aare-Temperatur habe 25 Grad erreicht. Eine ausreichende Abkühlung sei nicht in Sicht.