Aufgaben
Im Zweierteam die psychosoziale Akutversorgung von Menschen in schutzbedürftigen Situationen sicherstellen, indem sie zu Hause, auf der Strasse und in Einrichtungen tätig werden.
Das mobile Zweierteam, bestehend aus einer sozialarbeiterischen und einer medizinischen Fachperson, führt Patrouillen durch und stellt die psychosoziale Akutversorgung von Menschen in schutzbedürftigen Situationen sicher. Dabei kann es erforderlich sein, das Netzwerk einzuschätzen, zu orientieren und um Unterstützung zu ersuchen. Bei Bedarf verfügt das Zweierteam über die Kompetenz, eine klinische Evaluation durchzuführen. Der Mobile Sozialnotfalldienst (EMUS) kann auf der Strasse, zu Hause oder innerhalb von Institutionen intervenieren.
Es handelt sich um ein Projekt des Kantons Wallis, dessen Pilotphase von 2023 bis 2025 dauerte. Angesichts der beobachteten positiven Ergebnisse wurde das Projekt vom Kanton Wallis per 1. Januar 2026 dauerhaft eingeführt.
Photo : ©OZALID
Die Ziele
In sozialen Notfällen angemessene Hilfe leisten
Effizienz des Gesundheitsdispositivs steigern
Vorbeugen
- Sobald der medizinische Notfall bewältigt ist, die soziale «Krise» entschärfen
- Eine «soziale» Antwort auf eine soziale Problematik liefern
- Verfügbarkeit des «Blaulicht»-Dispositivs verbessern
- Notfallstationen entlasten
- Unsichtbare soziale Probleme erkennen
- Gefährdete Bevölkerungsgruppen in Zusammenarbeit mit den bestehenden sozialen Dispositiven an diese weiterleiten
Wie und wer bietet den Mobilen Sozialnotfalldienst auf?
Mobile Zweierteams, bestehend aus einem Sozialarbeiter und einer medizinischen Einsatzkraft, werden im Unterwallis während der Pilotphase jede Nacht ausserhalb der gewöhnlichen Schalteröffnungszeiten für soziale Notfälle auf der Strasse oder zu Hause eingesetzt.
Diese Teams werden ausschliesslich von der Notrufzentrale 144 aufgeboten.
