"Flow, my tears" heißt es in John Dowlands berühmtem Song. Die Sopranistin Hannah Morrison und das Brosse Gambenconsort spüren der Melancholie im elisabethanischen Zeitalter nach.
Einst wurde sie als "Wunderkind" gefeiert, dann nahm sich die Geigerin Midori wegen einer persönlichen Krise eine sechsjährige Auszeit und studierte Psychologie. Nach und nach meldete sie sich auf den Bühnen zurück.
Erst will sie, aber er nicht. Dann will er, aber sie nicht. Symmetrisch ergeben sich gegenseitige Zurückweisungen. Am Ende von Tschaikowskys Oper "Eugen Onegin" ist klar: Der plötzlich doch noch entflammte Onegin scheint für die einst in ihn verliebte Tatjana nur noch eine Erinnerung an ihre Jugend zu sein.