Jazzkeller: Für Stehplätze, Thekensitzplätze und Sitzstufen ist keine Reservierung erforderlich.
Der ermäßigte Preis gilt für Clubmitglieder, Schüler und Studenten.
Reservierungen: Sollten Sie eine Reservierung nicht wahrnehmen können, teilen Sie uns das bitte rechtzeitig mit, damit wir die Karten an andere Interessenten weitergeben können. Danke!
Hinweis: Eintrittskarten für alle Jazzveranstaltungen im Audi Forum Ingolstadt können über unsere Website und auf Ticket regional reserviert werden!
Konzerte mit dem südafrikanischen Pianisten Nduduzo Makhathini sind immer Naturereignisse. Das wissen nicht zuletzt die Besucher seiner atemberaubenden Birdland-Gastspiele vom November 2021 und Mai 2023. Denn bei jedem Live-Act des 43-Jährigen entsteht sofort eine Brücke zum Publikum, ein tiefes Urvertrauen und eine selten gehörte Spannung. Das ist keine Tradition, in die man sich selbst stellt, es ist eher eine Fähigkeit wie das absolute Gehör. Nduduzo Makhathini hat sie. Der Pianist aus der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal ist längst ein Weltstar, einer, der dabei hilft, den Geburtsfehler des Jazz auszumerzen: Bei ihm muss man vorher keine intellektuellen Bocksprünge vollführen, um genießen zu können. Makhathini, der wichtigste afrikanische Jazzmusiker seiner Generation, Pianist, Sänger, Komponist, Leiter der Musikschule der Universität von Fort Hare in Südafrika, Akademiker, Intellektueller, Schamane und künstlerischer Leiter des neuen Kreativzweiges von Blue Note, des ältesten Jazzlabels der Welt, das den Namen „Blue Note Africa“ trägt, holt sein Publikum ab. Er verkörpert einen Revolutionär in einer Zeit, in der Helden eigentlich keinen Platz mehr haben. Mit Musik, die mehr ist als nur Musik, einem Konzert, das mehr ist als nur ein Konzert. Ein nachhaltiges Erlebnis. Unbedingt erleben!
Aktuelles Album:uNomkhubulwane – Blue Note/Universal
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Jazzfans schnalzen schon bei der bloßen Nennung des Bandnamens mit der Zunge. Der Trompeter Woody Shaw und der Posaunist Steve Turre, der sich vor allem als Virtuose auf Seemuscheln einen Namen machte, taten sich Mitte der 1970er Jahre zusammen, um dem Hardbop eine neue, zeitgemäße Handschrift zu verpassen. Wenn nun der Kölner Trompeter Peter Protschka und der australische Posaunist Adrian Mears abermals gemeinsame Sache machen, dann tun sie dies in Erinnerung an Shaw und Turre, nicht zuletzt, weil Mears mit dem Didgeridoo ebenfalls ein exotisches Horn als Zweitinstrument spielt. Beide genießen im Birdland-Jazzclub bereits einen glänzenden Ruf, im Falle von Protschka nicht zuletzt wegen der fulminanten Auftritte mit dem Tenorsaxofonisten Rick Margitza (2018) oder mit dem Pianisten Carl Winther (2024), und bei Mears seit den frühen 1990er Jahren. Nun kreuzen sie die Klingen mit drei Protagonisten, die man längst als Birdland-Stammgäste bezeichnen kann. Der bluesig perlende Pianist Oliver, der variable Drummer Mario Gonzi, beide aus Österreich, sowie der elegante Groovelines ziehende Bassist Martin Gjakonowski verpassen dem Gipfeltreffen zweier markanter Bläser einen ganz besonderen Anstrich. Für die Augen- und Ohrenzeugen gilt deshalb: Anschnallen und genießen!
Aktuelles Album:Hearts And Minds – Double Moon/Bertus
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Das ewige Spiel mit den schwarz-weißen Tasten: Wer glaubt, dabei noch etwas entdecken zu können, das noch nie so gespielt wurde, bei dem sind Enttäuschungen unvermeidlich. Vielleicht wäre es ratsam, einmal nach Protagonisten Ausschau zu halten, die einen völlig anderen Ansatz suchen. Wie Randy Ingram, dieser hochbegabte Pianist, den die „New York Times“ wegen seines „unglaublichen Gespürs für zeitgenössische Harmonien und schnittige rhythmische Sensibilität“ preist, während ihn die „Jazz Times“ schlicht einen „begnadeten Musiker“ nennt. Ursprünglich aus dem Sonnenstaat Kalifornien stammend, besuchte Ingram das New England Conservatory of Music und zog anschließend in das energetische Brooklyn, dort wo angeblich immer noch der Puls des Jazz schlägt. Dabei spielte er an der Seite von legendären Musikern wie John Patitucci, Benny Maupin, Tierney Sutton, Kendrick Scott oder Billy Higgins. Wenn Ingram die Finger in die Tasten legt, dann erlaubt er einen intimen Blick auf sein Innerstes. Im Trio mit der Bass-Instanz Drew Gress, der ebenso wie Drummer Karl-Henrik Ousbäck schon unzählige Male im Neuburger „Birdland“ gastierte, besticht er durch seinen kristallinen Klang, der sich in unendliche musikalische Weiten erstreckt. Das Publikum erwartet ein sinnlich-virtuoses Aha-Erlebnis.
Aktuelles Album:Play Favorites – Sunnyside/Broken Silence
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Manchmal kommt es einem vor, als sei Claus Raible ein Artefakt aus dem Jazzmuseum, einer, der den Jungen als Letzter zeigen kann, wie man früher das Klavier bearbeitet hat – wohlgemerkt auf allen 88 Tasten – im rastlosen Bebop- oder Hardbop-Puls, ein bisschen mit den Aromen eines Thelonious Monk, Elmo Hope, Herbie Nichols oder Bud Powell angereichert und immer auf der Suche nach Krawall und Harmonie. Wer dies dennoch naserümpfend in die Kategorie „Retro“ einordnet, der hat nichts verstanden. Der 58-jährige Münchner Pianist und Birdland-Dauergast bewegt sich seit Karrierebeginn auf diesem schmalen, glitschigen Grad, ohne sich dabei selbst zu verleugnen. Nach vielen Jahren im Lieblingsformat Trio mit Kontrabassist Milos Colovic und Schlagzeuger Xaver Hellmeier unterwegs, versucht er sich jetzt wieder einmal im Quintett-Sound mit dem Altsaxofonisten Brad Leali und dem Trompeter Steve Fishwick. Schon vom Sound her klingt es wie ein Werk aus der Hexenküche des Traditionslabels „Blue Note“. Mit Logik und Leidenschaft zimmern die fünf an einer Fortschreibung der Geschichte, die mit dem Tod ihrer Tastenhelden jäh endete. Claus Raible bewahrt nicht nur deren Gedenken, er schreibt es fort. Wer es immer noch nicht glaubt, der darf sich gerne jetzt davon überzeugen.
Aktuelles Album:Fugitive Figures – Allessa/Membran
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200. Konzert der Reihe „Jazz im Audi Forum“
Bisher kennt sie die Fans im Audi Forum Ingolstadt und im Birdland-Jazzclub Neuburg als betörende Swing-Sängerin. Doch nun offenbart Titilayo Adedekun ihre große Leidenschaft für die Farbe Blau. Der Blues steht im Mittelpunkt ihrer aktuellen Band, Blues zum Mitsingen, Mitklatschen, Tanzen, Weinen und Lachen – eine musikalische Reise voller Emotionen, Rhythmus und Leidenschaft. Eigentlich befindet sich da, wo die hinreißende Sängerin herkommt, das natürlich Habitat des Country. Doch schon seit Elvis Presley gilt Nashville/Tennessee auch als eine Heimstatt des Blues. Mit ihrer bestechenden Ausdruckskraft und Vielseitigkeit kredenzt Titilayo Adedokun ein Programm, das den Blues in all seinen Facetten feiert. Darin enthalten sind energiegeladene und unterhaltsame Klassiker von Legenden wie Ray Charles, Screamin’ Jay Hawkins, Ma Rainey, B. B. King, Doc Pomus, T-Bone Walker, Gary Moore und vielen weiteren. Ergänzt wird der „blaue Abend“ durch reizvolle und authentische Eigenkompositionen, die die Tradition des Blues mit frischen, persönlichen Klangfarben von Adedokun und ihrer Mitstreiter Stephan Holstein (Klarinette), Reinhard Greiner (Trompete), Carsten Goedicke (Piano), Vlado Grizelj (Gitarre), Uli Fiedler (Bass) und Harry Alt (Schlagzeug) verbinden. Dieser Blues passt immer, das ganze Jahr über. „Blues For All Seasons“ ist eine Einladung, die dessen Seele des Blues ergründen, von tief berührenden Balladen bis zu mitreißenden Grooves.
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Immer wenn Dave Douglas dem Neuburger Birdland seine Aufwartung macht, dann verwandelt sich der Keller unter der Hofapotheke regelmäßig zum Versuchslabor der abenteuerlichen Klänge. Nach 2004, 2008, 2012, 2016 und 2023 kommt der amerikanische Startrompeter inzwischen zum sechsten Mal an die Donau – und es gerät jedes Mal zu einem Weltklasse-Event. Bei seinen vorangegangenen Besuchen setzte er jeweils mit denkwürdigen Konzerten Meilensteine in der Geschichte des Clubs. Nichts weniger als das erwarten seine zahlreichen Fans aus Nah und Fern nun auch mit seiner neu formatierten, extrem wandelbaren Quartett, das stilistisch ebenso breit aufgestellt ist wie Douglas selbst. Mal Mainstream, mal Free, ein Sammelsurium abenteuerlich-verschachtelter Tempi und Harmoniewechsel, Monk, Miles aus der „Filles des Kilimanjaro“-Phase, simpler Melodien, träumerischer 4/4-Takte, sphärischer und irdischer Klänge. Und die Band mit der Pianisten Marta Wardelis, Drummer Rudy Royston und dem norwegischen Bassist Ingebringt Häker-Flaten groovt wie der Teufel. Der Chef bleibt Gleicher unter Gleichen, Arbeitstier aus Fleisch und Blut, feuert schwitzend seine High Notes, Growls, Salven und Giftpfeile ab. Sie treffen entweder ins Herz oder mitten in den Magen. Dave Douglas im Birdland – ein Naturereignis live!
Aktuelles Album:Four Freedoms – Greenleaf/HʼArt
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Tango, Habanera, impressionistische und minimalistische Klänge, Improvisation und Barock: Aus diesen Ingredienzen brauen der Pianist und Akkordeonist Maurizio Minardi, der Bassist Maurizio Congin, der Schlagzeuger Jonathan Edo und der Gitarrist Barthélémy Seyer ihren außergewöhnlichen musikalischen Eintopf, der sich nirgendwo verorten lässt, für den es auch kein konkretes Rezept gibt, der aber schon vom ersten Bissen, oder besser Ton an verführt, bezaubert und gefangen nimmt. Mit mehr als 900 Auftritten in ganz Europa zählt das Quartetto Magritte zu den am besten eingespielten Formationen auf der Genregrenze zwischen klassischem Jazz und farbiger Weltmusik. Als Vorlage dienen den vier Musikern die Gemälde des belgischen Malers René Magritte, dem Magier der verrätselten Bilder, einer der Schlüsselfiguren der Kunst des 20. Jahrhunderts. Er widmete sich vor allem dem Surrealismus, einer Kunstrichtung, die die Wirklichkeit jenseits des Sichtbaren durch künstlerische Ausdrucksmittel erkennbar werden lässt. Wie ein surrealistisches Bild klingen kann, das wollen Minardi, Congin, Edo und Seyer bei ihrem Debüt im Neuburger Birdland-Jazzclub demonstrieren. Sie erzeugen ein ebenso überraschendes, poetisches wie faszinierendes Klanguniversum, aus dem man eigentlich nicht mehr zurückkehren möchte.
Aktuelles Album:Cofferatzinger – Belfagor
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Zwei Mal schon war der New Yorker Gitarrist Max Light in der Vergangenheit schon im Neuburger Birdland zu Gast, zwar nie mit einer eigenen Formation, sondern immer nur als kongenialer Sideman von Noah Preminger (2021) oder Christian Sands (2023). Aber er erregte stets Aufsehen dabei. Mit seinen komplexen, geheimnisumwitterten und unendlich faszinierenden Linien erweist sich der Zweitplatzierte des Gitarrenwettbewerbs des Herbie Hancock Institute of Jazz 2019 seit vielen Jahren als ein Meister im Umgang mit kniffligen Taktarten. Das „Guitar Player Magazine“ nannte ihn einen „herausragenden Spieler und gewandten Improvisator mit einer fast schon intellektuellen Wissensgier“, während ihn das Jazzwise Magazine bereits zum „Vorbild für die kommende Generation“ ernannte. Bei seiner Rückkehr nach Neuburg bringt Light den Pianisten Julian Shore, den Bassisten Walter Stinson und dem Drummer Steven Crammer mit. Die vier praktizieren dabei ein Musterbeispiel musikalischer Interaktion, das zwischen geradlinigem Jazz, Post-Bop, Abenteuerlust und präzisem interaktiven Spiel hin- und herpendelt. Max Lights Kantigkeit und die spannungsgeladenen Emotionen lassen seine Musik nie leicht, aber auch kaum unnahbar erscheinen. Wie eine Melange aus dem Besten von Gestern und Heute.
Aktuelles Album:Chaotic Neutral – AGS
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Ist der Jazz wirklich eine Männerdomäne? Nein, natürlich nicht! Vier Spitzenmusikerinnen haben sich nun zu einer gemeinsamen Tournee zusammengetan, um dies zu unterstreichen. Vibrafonistin Sasha Berliner, Saxofonistin Nicole McCabe, Bassistin Kaisa Mäensivu und Schlagzeugerin Mareike Wiening stehen nämlich den XY-Chromosom-Trägern in nichts nach. Alle vier sind Meisterinnen ihres Fachs, alle vier werden von der Kritik gefeiert, alle vier sind mit zahlreichen Auszeichnungen dekoriert. Während Mareike Wiening in Wien und in Zürich eine Professur für Jazz-Schlagzeug innehat, leben und arbeiten ihre Kolleginnen in den USA. Ihre außergewöhnliche Virtuosität erhebt nicht nur dessen Birdland-Auftritt zu einer musikalischen Wundertüte. Die Musik bewegt sich zwischen Komposition und Improvisation. Dabei entstehen Räume für Dialog und Freiheit. Die Besetzung ohne Klavier oder Gitarre erzeugt jede Menge Transparenz, Bass und Schlagzeug legen ein stabiles Fundament und treiben den Puls voran. Das Vibrafon ergänzt harmonische Schattierungen und rhythmische Akzente, während das Saxofon melodische Linien entfaltet, mal sanft, mal expressiv. Damit setzen die vier ein Zeichen für zeitgenössische Jazzformen und demonstrieren eindrucksvoll, wie internationale Zusammenarbeit kreative Energien freisetzt.
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