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wbar

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Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

./wbar_logo.png wbar 🇬🇧 ist eine einfache, kleine und damit ressourcenschonende Panelleiste (Dock) für den Desktop, die von Mac OS X und dessen Aqua-Oberfläche inspiriert ist: Wenn man die Maus über die in der Leiste verankerten Programmstarter bewegt, werden die Symbole entsprechend vergrößert sowie eine kurze Beschreibung angezeigt. Eine optische Rückmeldung in Form eines hüpfenden Symbols als Programmstartanzeige wie unter Mac OS X fehlt. Bekannt wurde das Programm durch den Einsatz in gOS (ab 3.0).

Wer mehr grafische Effekte benötigt, kann andere Docks wie Cairo-Dock ausprobieren. wbar braucht aber im Gegensatz zu diesen keinen Composite-Manager für die Transparenz der Leiste. Eine interessante Alternative ist Plank.

./wbar_panel.png

Hinweis:

Auf der Projektseite wurde die letzte Änderung im Februar 2014 vorgenommen. Seit dem wird das Programm durch debian bzw. Ubuntu lauffähig gehalten. Die grafische Konfiguration wurde im Zuge dieser Maßnahmen entfernt, weil sie noch Bestandteile des veralteten GTK2 hatte, d. h. die Konfiguration muss unzeitgemäß mit einem Texteditor erfolgen.
Folgende Informationen beziehen sich auf Ubuntu 24.04.

Installation

Wiki/Icons/synaptic.png wbar ist in den offiziellen Paketquellen enthalten. Folgende Pakete müssen installiert [1] werden:

  • wbar (universe)

Befehl zum Installieren der Pakete:

sudo apt-get install wbar 

Benutzung

Wbar kommt vorkonfiguriert, wenn auch für das veraltete LXDE. Es wird daher in aller Regel angepasst werden müssen. Für den ersten Start genügt die Eingabe von wbar über Befehlseingabe oder Kommandozeile.

Autostart

Der Autostart erfolgt über die Datei /etc/xdg/autostart/wbar.desktop. Ein eigener Autostart-Eintrag ist daher nicht notwendig, Ab- und neu Anmelden reicht aus.

Konfiguration

Durch den Wegfall der grafischen Konfiguration muss wbar mit einem Texteditor eingestellt werden. Entweder nutzt man als Ausgangspunkt die mitgelieferte Konfiguration /etc/wbar.d/wbar.cfg oder erstellt eine angepasste mit dem mitgelieferten Skript. In beiden Fällen speichert man die eigene Konfiguration in der versteckten Datei ~/.wbar im eigenen Homeverzeichnis.

Den Aufbau dieser Datei erläutert die folgende Tabelle:

Aufbau der Datei ~/.wbar
Kürzel Bedeutung Anmerkung
i: Icon zu verwendende Symboldatei
c: Command auszuführendes Programm
t: Text anzuzeigender Text

./wbarback_gray_brushed_3D.png Die einzige Ausnahme stellt der allererste Eintrag dar, mit dem stattdessen ein Bild für den (transparenten) Dockhintergrund (siehe Abbildung rechts) und die zu verwendende Schriftart und -größe definiert wird. Dockhintergrund, Symboldateien (Icons) und die zu verwendende Schrift können beliebig selbst gewählt werden. Wichtig ist hier die komplette Pfadangabe, damit die Dateien auch gefunden werden. Bei Programmnamen ist dies in der Regel nicht notwendig, allerdings sollte auf die korrekte Groß-/Kleinschreibung geachtet werden.

mitgeliefertes Skript

Das Skript /usr/share/wbar/make-conf.sh erstellt für eine zufällige Auswahl von maximal zehn der installierten Programme eine Beispieldatei unter /tmp/wbar.cfg, wobei diese noch nachbearbeitet werden muss. Die ersten drei Zeilen bspw. blockieren den Start unter Xubuntu 24.04. Hier ist es besser diese durch die ersten drei Zeilen aus der /etc/wbar.d/wbar.cfg zu ersetzen und später damit zu experimentieren.

Das moderne Konzept, dass mehrere Einträge in einer .desktop-Datei enthalten sein können, erkennt das Skript zwar, jedoch kann wbar diese nicht umsetzen. Im nachfolgenden Beispiel versucht Mouespad eine Datei %U zu öffnen und falls es diese nicht findet, wird eine leere diesen Namens angezeigt. Die zusätzliche Zeile mousepad --preferences wird von wbar komplett ignoriert.

Durch das Skript erstellt (Ausschnitt):

i: /usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/org.xfce.mousepad.png
c: mousepad %U
mousepad --preferences
t: Mousepad Mousepad Preferences

Richtig wären zwei Einträge, die man ggf. noch durch unterschiedliche Symbole besser voneinander abgrenzen kann.

i: /usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/org.xfce.mousepad.png
c: mousepad
t: Mousepad

i: /usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/org.xfce.mousepad.png
c: mousepad --preferences
t: Mousepad Einstellungen

Ein Beispiel (für Xfce):

i: /usr/share/pixmaps/wbar/dock.png
c: wbar --bpress --above-desk --vbar --pos right --isize 64 --idist 5 --nanim 4 --falfa 65
t: /usr/share/fonts/truetype/liberation/LiberationMono-Regular/12

i: /usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/org.xfce.mailreader.png
c: exo-open --launch MailReader %u
t: Mail Reader

i: /usr/share/pixmaps/mini.xterm_48x48.xpm
c: uxterm
t: UXTerm

i: /usr/share/icons/hicolor/48x48/apps/synaptic.png
c: synaptic-pkexec
t: Synaptic Package Manager

i: /usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/org.xfce.thunar.png
c: thunar
t: Thunar

i: /usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/org.xfce.mousepad.png
c: mousepad
t: Mousepad

i: /usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/org.xfce.mousepad.png
c: mousepad --preferences
t: Mousepad Preferences

i: /usr/share/icons/hicolor/128x128/apps/org.xfce.about.png
c: xfce4-about
t: About Xfce

Optionen

wbar kann in einem Terminal [2] gestartet werden und kennt diverse Optionen, die miteinander kombiniert werden. Ein einfaches Beispiel:

wbar -pos bottom -above-desk 

Ein komplexeres Beispiel:

wbar -vbar -pos right -above-desk -jumpf 1 -nanim 3 -zoomf 2.5 -balfa 0 -bpress 

Beim Start über ein Terminal-Fenster beendet die Tastenkombination Strg + C das Programm wieder.

Hinweis:

Die Option -above-desk sollte immer verwendet werden, um die reibungslose Zusammenarbeit mit einem Fenstermanager zu ermöglichen und steht nicht für die Funktion, das Programm immer im Vordergrund zu halten.

Eine komplette Liste der möglichen Optionen erhält man mit:

wbar --help 

Neustart

Nach Änderung der Konfiguration muss wbar neu gestartet werden. Das einfachste wäre den Benutzer ab- und anmelden. Wenn dies wegen geöffneter Fenster nicht gewünscht ist, kann man dies auch im Terminal erledigen:

killall wbar     # wbar beenden
wbar &           # wbar starten und vom Terminal lösen, damit dieses geschlossen werden kann 

Problembehebung

Autostart

Bei manchen Fenstermanagern kann es zu Problemen beim Autostart kommen. In dem Fall kann man die oben genannte Datei in das Autostartverzeichnis des Benutzers kopiert und mit einer Verzögerung experimentiert Autostart (Abschnitt „Autostart-verzoegern“).

Darstellungsfehler

Manchmal kommt es zu Fehlern bei der grafischen Darstellung, dann ist die Leiste z.B. von einem schwarzen Hintergrund umgeben. Diese Fehler treten auch auf, wenn man das Hintergrundbild ändert. Abhilfe schafft ein Neustart der wbar-Leiste.

Compiz

Um unter Compiz den Schatten um die transparente Leiste zu entfernen, muss man im Einstellungsmanager von Compiz unter "Dekorationen für Fenster" Folgendes einstellen:

(any) & !(title=wbar)

Schriftfarbe

Ein Ändern der Schriftfarbe ist nicht vorgesehen - die Schriftfarbe ist immer weiß.

Leiste automatisch ausblenden

Diese Funktion ist nicht vorhanden.

Diese Revision wurde am 14. September 2025 12:57 von Ruth-Wies erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Desktop, Dock, ungetestet