locate
Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:
Dieser Artikel ist mit keiner aktuell unterstützten Ubuntu-Version getestet! Bitte teste diesen Artikel für eine Ubuntu-Version, welche aktuell unterstützt wird. Dazu sind die Hinweise zum Testen von Artikeln zu beachten.
Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:
locate ist ein Programm, mit dessen Hilfe man auf der Kommandozeile nach Dateien suchen kann. Hierbei wird aber nicht das gesamte Datenverzeichnis durchsucht (wie bei find), sondern eine Datenbank, die zuvor angelegt wurde. Diese wird regelmäßig aktualisiert, damit locate immer die korrekten Orte anzeigt, an denen sich die Dateien befinden und somit neue Dateien und Datenbewegungen erfasst werden.
Der Vorteil diese Methode besteht darin, dass das Durchsuchen der Datenbank sehr schnell geht, und die Suchergebnisse praktisch sofort zur Verfügung stehen. Allerdings muss man beachten, dass die Verzeichnisse (und deren Unterverzeichnisse) /tmp, /var/spool und /media von Haus aus nicht indexiert werden, da sich die Inhalte dieser Verzeichnisse permanent ändern.
Fehlerhafte Anleitung
Diese Anleitung ist fehlerhaft. Wenn du weißt, wie du sie ausbessern kannst, nimm dir bitte die Zeit und bessere sie aus.
Anmerkung: Das empfohlene Paket mlocate ist nur noch unter 22.04 verfügbar und auch nur ein Übergangspaket auf plocate, das einen anderen Befehl bereithält. Was ändert sich noch?
Installation¶
Locate gibt es in verschiedenen Varianten. Empfohlen wird das Paket
mlocate (bis 22.04 Übergangspaket auf plocate)
Befehl zum Installieren der Pakete:
sudo apt-get install mlocate
das bis 20.04 bei einer Standard-Installation von Ubuntu vorinstalliert war. Falls das Paket nicht installiert ist, kann man dies mit der Paketverwaltung [1] nachholen.
Aktualisierung der Datenbank¶
Aktuelle Änderungen am Dateibestand werden durch locate nicht gefunden, da ja nur eine Datenbank durchsucht wird. Hat man also erst kürzlich Daten manipuliert und möchte sie wiederfinden, so verwendet man entweder find oder man stößt die Aktualisierung der Datenbank von Hand an und wartet je nach Größe des Dateisystems ein bisschen. Dies geht mit folgendem Befehl:
sudo updatedb
Weitere Benutzereingriffe sind normalerweise nicht notwendig, da mittels /etc/cron.daily/mlocate eine automatische Aktualisierung einmal pro Tag stattfindet.
Benutzung¶
Die Benutzung von "locate" ist recht einfach, man ruft in einem Terminal [2] den Befehl zusammen mit dem Suchbegriff auf.
locate Suchbegriff
Zu beachten ist hierbei, dass zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden wird. Dies kann mit dem Schalter -i übergangen werden, so dass keine Unterscheidung mehr gemacht wird.
locate -i Suchbegriff
Weitere Optionen können der Manpage entnommen werden.
Verzeichnisse aus der Datenbank ausschließen¶
Sollen noch weitere Verzeichnisse aus dem Index ausgeschlossen werden (z.B. ein Backup-Verzeichnis), so muss die Datei /etc/updatedb.conf mit Root-Rechten bearbeitet werden [3]. Die von der Indexierung auszuschließenden Verzeichnisse müssen der Variablen PRUNEPATHS angehängt werden.
Ein gutes Beispiel hierfür ist ein Backup-Verzeichnis. Zum einen wird (z.B. bei der Nutzung von Back In Time) jede Datei sonst mehrmals aufgelistet (das Original und jedes Backup), zum anderen muss sonst beim Erstellen der Datenbank das ganze Backup-Verzeichnis mit durchsucht werden, was Zeit kostet und CPU- sowie Festplattenlast erzeugt. Ist das Verzeichnis z.B. /mnt/backup, so lautet die entsprechende Zeile (sofern sonst nichts zur Vorgabe hinzugefügt wurde):
PRUNEPATHS="/tmp /var/spool /media /home/.ecryptfs /mnt/backup"
Nach der nächsten Aktualisierung des Indexes findet locate dann keine Dateien und Ordner unterhalb dieser Verzeichnisse mehr.
Links¶