Die Linke auf den Philippinen. Eine Einführung.
Die Entwicklung der philippinischen Linken hängt eng mit der Geschichte der kommunistischen Revolutionsbewegung und ihrer blutigen Unterdrückung zusammen. Von dieser einst stärksten Gegnerin des damaligen Diktators Ferdinand Marcos in den 1970er und 1980er Jahren, sind heute nur wenige Bastionen der Guerilla geblieben. Die philippinische Linke der Gegenwart zeichnet sich durch Heterogenität und ein breites Spektrum an Zugängen und Positionen aus. An Stelle ideologischer Motive trat stärker themenbezogenes Engagement zu Menschenrechten, Feminismus, dem Recht auf Land bis hin zu ökologischen Kämpfen. Die wichtigsten -Akteur*innen, Positionen und Auseinandersetzungen der neuen Linken werden in dieser Einführung vorgestellt. Historisch greift sie etwas weiter zurück, beginnend mit den Widerstandsbewegungen der 1930er und 1950er-Jahre. Im gegenwärtigen politischen Klima werden nach wie vor Aktivist*innen ermordet und stehen Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung. All dies im Namen des vom autoritären Präsidenten Duterte ausgerufenen Anti-Drogenkriegs. Erschienen im Mandelbaum Verlag.
Rezension im Südwind Magazin
Rezension in der Zeitung Junge Welt
Rezension von Eastside Stuttgart
Interview auf Radio Blau – Freies Radio für Leipzig
Interview im Lower Class Magazine
Erwähnung in einem Beitrag des Instituts für Anarchismusforschung
Kampf um die Traun – Der Widerstand gegen das Kraftwerk Lambach

mit Thomas Rammerstorfer.
Im Jänner 1996 begannen die Rodungen für den Bau eines Wasserkraftwerkes an der Traun zwischen Lambach und Stadl-Paura. Eine bemerkenswerte Protestbewegung wurde aktiv. AnrainerInnen und UmweltschützerInnen mit Unterstützung aus ganz Österreich besetzten den Wald und lieferten Polizei, Bauarbeitern und Kraftwerksbefürwortern ein dreimonatiges Katz-und-Maus-Spiel: die längste Besetzung dieser Art in der österreichischen Geschichte. Im Mikrokosmos der beiden Kleinstädte spitzte sich die Lage zu. Die Auseinandersetzung wurde nicht nur um Bäume geführt, es war ein Kampf um die Meinung im Lande. „Lambach“ erzählt ein bemerkenswertes Stück Zeitgeschichte anhand ökologischer, politischer und ökonomischer Aspekte. Es kommen AktivistInnen, ZeitzeugInnen und PolitikerInnen zu Wort, KraftwerksgegnerInnen ebenso wie -befürworterInnen. Wetzlmaier und Rammerstorfer zeichnen damit ein vielstimmiges Bild einer Affäre, die Oberösterreich spaltete wie kaum ein anderes Ereignis der Nachkriegszeit. Erschienen im Verlag Bibliothek der Provinz.
Ausführliche Buchbesprechung in Die Referentin: „Es war ein Öko-Krieg“
Presseartikel in OÖN und Tips
Zu Gast auf Dorf TV in der Sendung „Apfelbaumgespräche mit Bernhard Schwab“ zum Thema Aktivismus gegen Bauprojekte
Buchpräsentation auf der „Badeinsel“ in Lambach. Zum Nachhören auf Radio FRO.
Die Macht des Diyanet. Das türkische Präsidium für Religionsangelegenheiten.
(mit Thomas Rammerstorfer) Erschienen 2019 im LIT Verlag.

Immer wieder befinden sich die Moscheeverbände, die dem türkischen Präsidium für Religionsangelegenheiten (Diyanet) nahestehen, im Zentrum kontroverser Diskussionen. AKP-Hörigkeit und Spitzeldienste für die Türkei werden ihnen ebenso vorgeworfen wie Auslandsfinanzierung, militaristische, islamistische und nationalistische Propaganda, Antisemitismus und ein rückwärtsgewandtes Frauenbild. Abseits der Schlagzeilen versuchen Wetzlmaier und Rammerstorfer ein realistisches, objektives Bild der Diyanet-nahen Verbände DITIB (Deutschland), ATIB Union (Österreich) und TISS (Schweiz) darzustellen.
Während sich der erste Teil des Buches mit der Entstehung des Diyanets und der jüngeren Geschichte der Türkei befasst, widmet sich der zweite den weltweiten Aktivitäten des Präsidiums, insbesondere jener im deutschsprachigen Raum. Im dritten bzw. Hauptteil werden die Vorwürfe der jüngeren Vergangenheit analysiert und einem Faktencheck unterzogen. Anhand von Beispielen und kritischen Auseinandersetzungen widmet sich das Buch schließlich der Frage nach dem Umgang mit den Diyanet-nahen Verbänden.
Mehr dazu:
Rezension des Friedensmuseums Nürnberg
Interview auf Semiosisblog
Interview im Antifa-Forum 2020