(von Thomas Manegold)
Neulich brachte ich Erdbeeren nach Hause. Spanische Erdbeeren. Das Stück für gefühlte fünf Euro. Wir wuschen die Kapitalanlage und drapierten sie auf dem Frühstückstisch. Was tut man nicht alles fürs Kind. Das allerdings prüfte die Ware kritisch und frug hernach: „Papa, wieso sind die Erdbeeren unter den Blättern grün?“
Eine gute Frage. Während die Frau Mutter das Kind mit allerlei anderem Speis und Trank ablenkt, recherchiere ich im Internet und stoße schnell auf jede Menge Ungereimtheiten: Erdbeeren sind gar keine Beeren, sie sind Nüsse, die mit den Rosen verwandt sind und nicht mit Heidel oder Bromm. Beeren? Fehlanzeige. Erdbeeren sind noch nichtmal Früchte! Sie tun nur so als ob, sie gehören zu den Scheinfrüchten, was wiederum den hohen Preis erklärt … Schein-Früchte … wobei bei ReWe außer Bananen und Äpfeln dann alles Schein-Früchte sind. Nun ja. Die Engländer essen sie wahrscheinlich grün, denn sie nennen sie Strohbeere. Und die Beatles haben ein Lied geschrieben, was aber gar nichts mit Erdbeeren zu tun hat, sondern mit einem Waisenhaus, das ihren Namen trägt. Strawberry Fields Forever.
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Lesebühne Vision und Wahn im Frühling.