Gracias a Dios, ich bin nicht mehr der amtierende Sommerherzog!
Was für eine Erleichterung. Aber der Reihe nach.
Das Ritual, mit dem Lady Rhodorea zur neuen Herzogin wurde, war richtig schön und würdig. Es war vor allem ein Feen-Ritual, nicht so sehr eines der hermetischen Magie, deswegen hatte Edward diesmal nicht größer etwas damit zu tun.
Noch knapp zwei Wochen bis Weihnachten. Ich hoffe so sehr, dass das Chaos jetzt erst einmal vorüber ist und wenigstens bis zu den Feiertagen Ruhe einkehrt.
In meinem letzten Eintrag vorgestern hatte ich ja noch so vollmundig geschrieben: „Lady Rhodorea muss so bald wie möglich die neue Herzogin werden.“ Und aus unserem Gespräch ging ja grundsätzlich auch hervor, warum ich es mit ihr führte, aber so richtig 100%ig konkret hatte ich es mit der Blumenlady noch gar nicht abgesprochen. Aber heute hat sie offiziell zugestimmt. Gracias à Dios!
Hilary empfing uns höflich-interessiert und ließ sich noch einmal berichten, was unser Anliegen war. „Seit der Sache vor zwei Wochen hat Totilas ziemlich heftige Stimmungsschwankungen, bei denen auch seine Augenfarbe wechselt.“ „Ja“, bestätigte Totilas, „das habe ich.“ Von jetzt auf sofort waren seine Augen silbern und seine Stimme rauh und barsch. „Nein, ich!“ „Aaaah ja.“ Hilary schaute Totilas und seinen Dämon unverwandt an. „Dieses Phänomen ist mir so auch noch nicht untergekommen. Das muss ich recherchieren.“
Dass unsere Verbindung zu Ángel unvermittelt abgerissen war, nachdem wir noch hatten spüren könnten, dass er sich mit dem Dämonen aus seinem Denarius eingelassen hatte, das hatte ich ja schon geschrieben. Aber als wir jetzt im Auto noch einmal in diese Richtung hindachten, merkten wir, dass da eine neue, dünne Verbindung war, und zwar zu Alison Townsend, Edwards Nachfolgerin als Leiterin des SID. ¿Que demonios?
Während wir durch den Blizzard fuhren, der über der Stadt tobte, spürten wir unserem Intellectus von Miami nach. Es tobte nicht nur ein Blizzard über der Stadt, sondern vom Meer zog auch ein Hurricane in Richtung Land hinein. Überall wüteten Brandherde.
zurück im Dorf. Alle noch am Leben. Naja, alle Lebenden jedenfalls*. Würde gerne sofort noch mehr schreiben, aber zu müde. Hoffe morgen. Sonst… weiß nicht wann. Egal. Schlafen.
*Args, Alcazár, was war das denn gestern Abend für ein Meisterwerk an Formulierung? „Alle Lebenden noch am Leben“. Ja was denn sonst, duh… Nur wie hätte ich es denn sonst formulieren sollen? Alle noch am Leben bis auf die toten Gottheiten? Ja, das wäre vermutlich klarer gewesen. Aber das zeigt nur, wie platt ich gestern war.
Hilfe, diesen Post wollte ich doch eigentlich schon vor Wochen abgesetzt haben – das fragliche Wochenende war Mitte August. Irgendwie ist mir das komplett durch die Lappen gerutscht. Aber gut, hier ist der Beitrag jetzt.
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Habe ich wirklich seit 2020 keinen Post mehr über das Tanelorn-Treffen verfasst? Das kann ja eigentlich gar nicht sein… ist aber erstaunlicherweise doch so. Ich glaube, ich war einfach zu sehr eingespannt in den letzten paar Jahren, denn tolle Runden hatte ich auch auf den Treffen, über die ich hier jetzt nicht berichtet habe.
Wie dem auch sei – dieses Jahr ist unbedingt wieder ein Rückblick fällig, da dies der vermutlich letzte Besuch auf Burg Hessenstein war, deren Betreiber leider vor einigen Monaten Insolvenz anmelden mussten. Weiterlesen →
Eigentlich gibt es gar nicht viel zu schreiben. Wir haben noch etwas über eine Stunde bis zu unserem Zwischenstopp in Doha. Die 13 Stunden Flug bis hierher waren ereignislos, das Essen in Ordnung, die Filmauswahl ebenfalls.
Roberto trägt übrigens die ganze Zeit seine Sonnenbrille und hat sie auch an Bord nicht abgelegt, damit man seine Krakenaugen nicht bemerkt. Ich hoffe wirklich, die normalisieren sich bald wieder.
Jahaa. Y una leche. Das Ritual, um Baldur zu finden, wird nicht so einfach, wie Haley sich das vorgestellt hat. Denn um jemanden per Ritual ausfindig zu machen, braucht es ja etwas von der Person, und das haben wir nicht. Tatsächlich haben wir sogar überhaupt nur sehr vage Informationen, von einem persönlichen Gegenstand ganz zu schweigen. Aber was für eine nordische Gottheit spielend einfach klingt, ist es für unsereins eben noch lange nicht.
Heimdall – der tatsächlich ziemlich genauso aussah wie Idris Elba in dieser Rolle; vermutlich hat er die Filme auch gesehen – wirkte nicht feindselig, deswegen schälte ich mich in normalem Tempo aus meinem Sessel hoch und hieß den Asen ganz offiziell in der neuen Sommerdomäne von Miami willkommen. „Du wolltest mich sprechen?“ „Das wollte, das will, ich“, antwortete ich, „auch wenn eine ganze Menge passiert ist seither.“ „Es war also deine Hochzeit, auf der Loki ermordet wurde.“ „Ja, das war meine Hochzeit. Aber ich hatte keine Hand in dem, was geschehen ist.“ „Das weiß ich.“ Ein scharfer Blick ging zu Alex. „Aber es war Elegguas Plan.“ „Loki zu töten? Nein“, erwiderte Alex sehr entschieden. „Es war Elegguas Plan, die Götter nach Miami zu holen“, präzisierte Heimdall. Alex wiegte den Kopf. „Ob Plan oder kein direkter Plan, dazu will ich mich lieber nicht äußern“, sagte er vorsichtig.
Bevor ihm diese Aussage negativ ausgelegt werden konnte, schaltete ich mich wieder in das Gespräch ein. „Plan? Vielleicht. Vielleicht nicht. Aber Eleggua hat auf jeden Fall seinen Vorteil daraus gezogen, dass da dieser Druck auf die Barriere zwischen den Welten herrschte, dass dieser Druck ein Ventil brauchte und uns keine bessere Lösung einfiel, als Elegguas Vorschlag, ein Stückweit die Magie nach Miami hereinzulassen, in die Tat umzusetzen.“ Ein Nicken von Heimdall. „Ich schätze aber, Eleggua ist nicht von den Außenseitern unterwandert?“ Alex machte ein erschrockenes Gesicht. „Ich hoffe mal nicht!“ Der Ase machte eine beruhigende Handbewegung. „Das würde ich spüren. Und auch an dir würde ich es sehen, wenn du korrumpiert wärst.“ „Gut, dass du es an mir sehen kannst“, erwiderte Alex, „denn ich weiß nicht, ob ich das selbst merken würde.“ Heimdall lächelte dünn. „Eher nicht. Das ist ja das Problem.“
Fébé und Cicerón waren noch immer anderweitig beschäftigt, aber Ilyana wollte auf jeden Fall dabei sein, immerhin betraf die Sache die Everglades. Ximena, Ángel und Bjarki waren in ihre Forschungen vertieft, wie man einem Outsider beikommen könnte, wenn man ihn erstmal zu fassen bekommt, und Dee sagte, sie würde überwachen, was sonst noch so alles in der Stadt auftaucht, und den Kontakt zu Alex halten, damit nicht plötzlich Eleggua auftaucht und Asgard plattmachen will.
Ach ja. Ich habe gestern völlig vergessen aufzuschreiben, dass wir ja noch die Idee hatten, vielleicht einfach einmal mit Odin zu reden. Auf der Hochzeit hatten wir uns ja immerhin, wenn auch nur kurz, auch unterhalten, bevor der Ärger losging. Mein Anruf bei Monoc Securities allerdings kam nicht durch – ich erreichte nur einen Anrufbeantworter auf Dauerschleife, dass Monoc Securities derzeit keine neuen Aufträge annehme und stattdessen Firma XY empfehle, herzlichen Dank für den Anruf, klick.
Dann eben anders. Wie schon einmal schaute ich irgendwo in die Luft und sprach Heimdall direkt an: Dass wir gerne wieder mit Mr. Vadderung sprechen würden, und dass wir es zu schätzen wüssten, wenn das möglich wäre.
Auf Anhieb geschah nichts, aber das hatte ich auch nicht erwartet. Heimdall – bzw. Odin selbst – wird sich schon melden, wenn es passt, hoffe ich.
Ich habe mit Siren’s Call angefangen. Zu meiner Freude stelle ich fest: Es läuft richtig gut!
Ansonsten ist es gerade angenehm ruhig in der Stadt, fast schon verdächtig ruhig. Herrlich viel Zeit, die wir als Familie verbringen können – und damit, Caturra zu erziehen. Die Kleine ist unfassbar niedlich und eine Seele von Hund, aber sie ist ein Bernhardiner. Man kann förmlich dabei zusehen, wie sie wächst.
Aber da ist etwas, das wir bei aller momentanen Ruhe durch unsere Verbindung zu Miami spüren können: Bei Spencer Declans Villa ist wieder mehr Betrieb. So richtig können wir da ja nicht hindenken, aber dass da jetzt mehr Leute ein- und ausgehen, das merken wir trotzdem. Wir haben außerdem gehört, dass Pater Donovan wieder in der Stadt ist. Aktiv in einer Gemeinde arbeitet er wohl noch nicht wieder, aber er ist weiterhin Priester. Die offizielle Lesart ist wohl, dass er eine längere Auszeit in einem Kloster verbracht hat und sich erst wieder akklimatisieren muss.
Mierda. Irgendwie müssen Declan und er aus ihrem Gefängnis rausgekommen sein. Ich hätte nicht gedacht, dass das geht. Aber möglicherweise hatte Fräulein Rottenmeier da ihre Finger im Spiel… Das ist zumindest die einzige Erklärung, die uns einfällt. Wer, wenn nicht die Herrin der verschlungenen Wege, findet sonst einen Ausgang aus eigentlich sicheren Gefängnissen.
Um Mitternacht haben wir uns alle am Zugang zu den Schmugglertunneln getroffen. Ezra und Holly haben den tollen Plan, Sam mit Drogen zuzudröhnen, wenn das mit dem Brunnen nicht klappen sollte. Klar was soll da schon schief gehen? (Sam fliegt mit Engelsflügeln: „I believe I can fly…“ Finola zu Holly:„Den holst Du runter.“)
Holly war voll nervös.
Dann tauchte Lexi auf, die war echt nicht gut drauf und hat rumgemacht, dass Claire nicht mitkommt. Der nächste Bitchfight.
Ich habe ein paar Tage nix geschrieben, aber es war ausnahmsweise mal nicht viel los. Nach dem Debakel um Mrs. Hill hat unsere Gruppe einen seltsamen Vibe.
Um den Schulgeist und Zusammenhalt zu fördern, hat unser neuer Schulleiter Mr. Anderson beschlossen, dass wir einen Ausflug in das neue Walfangmuseum machen.
YAY
Aber wenigstens kein Mathe. (Finola, von einem Mathebuch aufschauend: „Wieso, ich mag doch Mathe“)
Mr. Anderson hat tolle Ideen. (Finola übergibt sich) Wir haben zufällige Partner für die Sitzplätze und die Aufgaben im Museum zugelost bekommen.
Ich habe Temperance gewonnen. Na SUPER. Ich musste kotzen!!!
Ich bin grade erst nach Hause gekommen. Ich war die ganze Nacht in der Schule … mit Holly. <3 <3 <3
Ich fange besser von vorne an. Ich habe Holly gestern den Rest des Tages nicht mehr gesehen. (Bild von Holly vor einer Gruppe Schüler: „Ich muss ein wenig wichtig sein und rumbitchen.“) Nach der Übung mit der Band veränderte sich etwas. Da war ein seltsames Kribbeln auf meiner Haut. (Noten „ Oh what a feeling .. is it magic that I’m feeling“) Irgendetwas in der magischen Aura der Schule war anders als sonst, ganz plötzlich. Das musste ich untersuchen. Also bin ich noch was auf dem Schulgelände geblieben und habe meine Fühler ausgestreckt. (Bild von Finola, die auf einem Besen über die Schule fliegt)
Was genau war … keine Ahnung, aber ich glaube, meine Suche hat mich in den Park geführt … zu Holly.
Heute Nacht hatte ich im Traum mal wieder Besuch von George. Aber diesmal kam er nicht nur, um zu plaudern, sondern er hatte ein Anliegen.
Im Traum saßen wir am Meer, mit gutem Blick auf ein Spielzeugboot, das vor der Küste auf dem Wasser lag, und George erzählte, dass Johannes Bonifer verschwunden sei, der Bürgermeister der Heinzelfeen, die wir damals während des Supermondes kennengelernt haben. George interessiere sich für die Trauminsel, die irgendwo vor der Küste liege, aber es sei nicht so leicht für ihn, dort hinzukommen, deswegen habe Bonny angeboten, sich das einmal aus der wachen Welt heraus anzuschauen. Er sei losgefahren, aber nicht wiedergekommen, und jetzt sei das doch schon eine ganze Weile her. Ob ich mich nicht der Sache annehmen könne?
Mierda. Was ist da jetzt schon wieder los? Gleich mal die Jungs anrufen, wann wir uns treffen können.
Inzwischen war ich auch bei Pan, um mit ihm über Hurricane und unsere Übereinkunft zu sprechen. Das mit der Wrestling-Schule am Strand geht klar soweit, aber dann erzählte mir Pan, dass er Besuch von Donar Vaderung erhalten habe. Dessen Aussage sei gewesen, die Voraussetzung dafür, dass die Einherjer in Miami bleiben dürften, wäre es, dass sie für einen Angriff auf Eleggua bereitständen. Mierda.
Bjarki ist übrigens wieder entsteinert, grundsätzlich jedenfalls. Ximena erzählt, und wir haben es auch schon bemerkt, dass er immer mal wieder kurzfristig in die Steinform zurückfällt, wenn er unter Stress steht. Aber es wird langsam schon besser, also besteht Hoffnung, dass er sich mit der Zeit komplett erholen wird.
Am Tag nach der Hochzeit schliefen Lidia und ich, wie man sich vielleicht vorstellen kann, ziemlich lange. Wir waren gerade mit einem sehr späten Frühstück Brunch fertig, da klingelte mein Telefon. Es war Roberto, und es war ein Notfall. Treffen zum Kriegsrat in der Casa Guardián (mit allen außer natürlich Bjarki und Ciceron), und ich war nur heilfroh, dass Lidia Verständnis zeigte.
Dank der Lektüre meines neuen Mathebuches und der Anmerkungen von Mr. Clark habe ich endlich verstanden, worum es hier geht. Wenn ich Mr. Clark noch mal sehe, muss ich mich bedanken und entschuldigen. (Finola mit einem T Shirt, auf dem ‚Mathwitch‘ steht)
Auf der letzten Seite ist eine Zeichnung von Mrs. Hill, wie sie Mr. Clark ermordet.