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Neu: „große, schöne, unvergessliche Tage“

„Stimmen aus der Spanischen Revolution 1936-1939“

Die Spanische Revolution von 1936 war weder die größte noch die
nachhaltigste Revolution der Weltgeschichte, aber die wahrscheinlich
edelste. In diesem dokumentarischen Roman sprechen historische
Persönlichkeiten, die diese sozialrevolutionären Ereignisse
mitgestalteten. Sie kamen aus dem diktatorischen Deutschland ins
revolutionäre Spanien mit der kämpferischen Hoffnung auf eine
Gesellschaft ohne Ausbeutung und Herrschaft. Welch ein Kontrast!
Denn das spanische Proletariat führte der ganzen Welt vor, wie in
Großstädten und Dörfern eine soziale Revolution gemacht wird, wie
durch Entschlossenheit des Proletariats die Scheußlichkeiten Kapitalismus,
Kirchen und mit ihnen der Faschismus hinweggefegt werden.

Sie bewiesen, dass diejenigen, die in der Stadt und auf dem Land
die Produkte herstellen sowie die kulturellen Werte schaffen, auch
in der Lage sind, verantwortungsvoll und sozial damit umzugehen,
sie gerecht zu verteilen.

ISBN 978-3-86841-362-5, 8 Seiten, 14 Euro

Oder beim Verlag bestellen

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Syfo auf anarchistischer Wissenschaftstagung „Myzelium“ im März 2026

Seit knapp 20 Jahren begleitet das Institut für Syndikalismusforschung (SyFo) auf den Gebieten Forschung und Wissenschaft soziale und insbesondere anarcho-syndikalistische Bewegungen. Wie das konkret aussieht und welche Ergebnisse eine solche Kooperation zeigen kann, veranschaulichte der Historiker Helge Döhring auf einer Veranstaltung im März 2026 in Leipzig auf dem „Myzelium“, der ersten anarchistischen Wissenschaftstagung unter diesem Namen. Das Referat soll auch im Audioformat zur Verfügung stehen. Zudem machte Radio Corax mit ihm und anderen für ein Feature. Einen Bericht zur Tagung verfasste Döhring auch für anarchismus.de:

Bericht hier

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Hier ein Interview mit den Veranstaltern nach der Tagung auf Radio Corax.

Im Folgenden der schriftliche Beitrag des Instituts für Syndikalismusforschung zum „Myzelium“:

Was ist das Institut für Syndikalismusforschung?

– Das Institut für Syndikalismusforschung aus Bremen ist das erste anarcho-syndikalistische Wissenschaftsinstitut in Deutschland. Selbst in den 1920er Jahren gab es kein solches.

– Es arbeitet seit seiner Gründung 2007 kontinuierlich vor allem in Geschichtswissenschaften, es forscht, berät, publiziert, archiviert, lektoriert, referiert und erarbeitet strategische Prognosen.

– Es bringt sich ein in klassische Diskussionsprozesse sozialer Bewegungen, beispielsweise Betriebsrätefrage, anarcho-syndikalistische Jugendgruppen oder derjenigen nach internationaler Orientierung (Mitgliedschaft der FAU in der IAA, ja oder nein).

– Das Institut interveniert mit Büchern und Veranstaltungen zu historisch bedeutenden Jahrestagen, beispielsweise 2014 zu 100 Jahre Erster Weltkrieg oder 2025 zu 500 Jahre Bauernkriege.

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Vor 100 Jahren: Arbeiterbewegung in Sömmerda

April 1926 – Dokumente aus dem Syfo-Archiv

Mehr selbständiges Denken und Handeln!

Erfahrungen eines Syndikalisten in der Arbeiterbewegung in Sömmerda.

Gleich nach Ausbruch der Revolution hatte die gesamte Arbeiterschaft Deutschlands den Verrat der politischen Parteien und Zentralgewerkschaften zu verspüren bekommen. Die denkfähigsten Arbeiter übernahmen bei der Massenflucht aus den autoritären Richtungen die Führung über diejenigen Arbeiter, die leider bis heute noch nicht das selbständige Denken und Handeln gelernt haben. Es war aber für uns schon damals sicher, dass es die pseudo-revolutionären Pfaffen und Arbeiter-Händler durch Intrigen verstehen werden, die denkunfähigsten Arbeiter wieder in ihre Fanggarme treiben zu können. Alles dieses tritt bei uns am Ort in der krassesten Form in Erscheinung. Niemals hätte ein denkfähiger Arbeiter, der Sömmerda vor und nach dem Kriege bis 1923 gekannt hat, sich träumen lassen, was heute in Sömmerda ist. Es gab Elemente, die es fertiggebracht hatten, bei dem geschlossenen Übertritt geheim weiter zentralistisch und offen föderalistisch organisiert zu sein.

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Leipzig : Anarchistische Wissenschaftstagung „Myzelium“, 19.-22. März 2026

Ort: Universität Leipzig: Campus Jahnallee, Erziehungswissenschaften (Haus 5) [Tram-Haltestelle: Sportforum Süd]

Das Institut für Syndikalismusforschung, http://www.syfo.info, ist dort vertreten mit einem Vortrag und einem Büchertisch sowie das spannende Projekt https://histasnordwest.wordpress.com.

Eine gute Möglichkeit, zu erfahren, wie schön, ergiebig und inspirierend historische Forschung sein kann. Auch soll es dort Vernetzungstreffen für Forschungswillige geben. Wir freuen uns auf konstruktiven Austausch und natürlich auf euch.

Aus dem Programm https://myzelium-tagung.de/index.php/programm/

Tätigkeit und Wirken des Instituts für Syndikalismusforschung (Helge Döhring) [Sa. 10 – 11:30 Uhr], Raum „Syndikat“ (SR 133)

Seit knapp 20 Jahren begleitet das Institut für Syndikalismusforschung (SyFo) auf den Gebieten Forschung und Wissenschaft soziale und insbesondere anarcho-syndikalistische Bewegungen. Wie das konkret aussieht und welche Ergebnisse eine solche Kooperation zeigen kann, veranschaulicht der Historiker Helge Döhring.

Ehrenamtliche Erforschung der historischen anarchistischen und anarcho- syndikalistischen Bewegung mit der Methode der Prosopographie (Tabea Feix) [Sa. 10 – 11:30 Uhr], Raum „Syndikat“ (SR 133)

Die Referentin ist mit ihrem Projekt „hist.AS Nordwest“ ein Teil vom weit verzweigten Netzwerk vom Institut für Syndikalismusforschung. Mittels der Prosopographie als Forschungsmethode erstellt sie historische Biographien aus der anarchistischen und syndikalistischen Bewegung. Was es damit auf sich hat, skizziert sie anhand ausgewählter Lebensläufe.

Personenforschung in der historischen anarchistischen und syndikalistischen Bewegung. Eine Broschüre zum Myzelium in Leipzig 2026

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Vor 100 Jahren: Föderation der Arbeiterbörsen

März 1926 – Dokumente aus dem Syfo-Archiv

Föderation der Arbeiterbörsen.

Entwurf zum Regulativ einer Landesbörse Sachsens.

I. Die im Freistaat Sachsen liegenden und angrenzenden Ortsgruppen der FAUD bilden die Landesarbeiterbörse Sachsens – LAB – . Dieselbe gliedert sich in die Kreisbörsen Ostsachsen, Westsachsen und Nordsachsen.

II. Die LAB hat die Aufgabe, die Kreisbörsen auf deren Ansuchen in ihrer Agitation für die Ziele und die Ausbreitung des Anarcho-Syndikalismus zu unterstützen.

III. Ebenso ist die LAB berufen, bei Streiks, Aussperrungen, Maßregelungen usw. dort, wo die Kreisbörsen nicht genügend Mittel zur Unterstützung aufbringen können, helfend einzugreifen. In solchen Fällen hat die LAB alle ihr angeschlossenen Börsen und Ortsgruppen zur weitestgehenden Hilfe aufzurufen, Gelder dafür einzufordern und dieselben an die betr. Kreisbörse zu übermitteln.

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Vor 100 Jahren: Rüstet zu Bakunin-Feiern!

Februar 1926 – Dokumente aus dem Syfo-Archiv

Rüstet zu Bakunin-Feiern!

Am 1. Juli d. Js. sind es fünfzig Jahre her, seit Michael Bakunin, der sein ganzes Leben dem Kampf für eine bessere Gesellschaftsordnung gewidmet hat, die müden Augen für immer schloß.

Broschüre aus dem Nachlaß des Bremer Anarcho-Syndikalisten Max Hilse (1900-1973)

Es ist eine ehrenvolle Pflicht der freiheitlichen Sozialisten, an diesem Tage des Dahingeschiedenen in Feiern und Versammlungen zu gedenken, sein Lebenswerk den Massen bekanntzugeben und diese mit einem tatkräftigen Geiste zu erfüllen. Bei diesem Anlaß wird sich auch Gelegenheit bieten, die Geschichte der I. Internationale zu beleuchten und die mehr als fragwürdige Rolle aufzudecken, die Marx und Engels bei der Auflösung dieser so hoffnungsfreudig begonnenen Organisation gespielt haben. Die europäische Arbeiterklasse hat die Auswirkung der Irrlehren von Marx inzwischen leider zumeist an ihrem eigenen Leib zu spüren bekommen und findet sich heute in einer ähnlichen verzweifelten Lage wie nach dem Siege des knutogermanischen Kaiserreiches über den Abenteurer Napoleon III., dem blutigen Niederschlagen der Pariser Kommune und der Auflösung der I. Internationale durch die Intrigen von Marx und Engels. Die Lehren von Marx haben sich als ungeeignet erwiesen, den Massen des werktätigen Volkes zu einem menschenwürdigen Dasein zu verhelfen, wie es s. Zt. von Bakunin richtig vorausgesagt worden ist. Die Volksmassen stehen jetzt hilflos da, weil sie nicht wissen, was sie tun sollen, und weil ihnen die freiheitlichen Ideen von Bakunin und seinen Nachfolgern leider zumeist unbekannt sind. Umso mehr ist es unsere Pflicht, das geistige Vermächtnis von Bakunin und Kropotkin im Volke zu verbreiten. Dazu sollen uns die Gedenkfeiern am 1. Juli ein günstiger Anlaß sein.

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„Der Anarchismus ist einzigartig“

Auf Einladung der Anarchistischen Initiative Stuttgart und der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter Union Stuttgart sprach Martin Veith am 24. Januar 2026 im Stadtteilladen Gasparitsch in Stuttgart-Ost über die Geschichte der Anarcho-Syndikalistischen Jugend (ASJ) Stuttgart. 2009 erschien sein Buch „Eine Revolution für die Anarchie“, in dem er die Geschichte und die Aktivitäten der Gruppe aufarbeitete, die von 1990 bis 1993 bestand.

Über 40 Teilnehmer:innen im Alter von 17 bis 70 Jahren kamen zusammen, um aus erster Hand etwas über die bewegten damaligen Zeiten zu hören. Einleitend legte Veith die Motivation für das Schreiben des Buches und die dabei stattfindende Reflexion anarchistischer und anarcho-syndikalistischer Geschichte dar, aus der man im besten Fall konstruktive Schlussfolgerungen für heutige Aktivitäten und Entscheidungen ziehen könne. Daraufhin folgte eine Vorstellung der Gründungsgeschichte und der Zusammensetzung der Gruppe, der zu Höchstzeiten 40 Jugendliche – darunter 12 Frauen – unterschiedlichster Herkunft angehörten, in ihrer Mehrheit Schülerinnen, Schüler, Azubis, Arbeiterinnen und Arbeiter, Jobber:innen oder Erwerbslose. Auch einige Studenten waren dabei. Intensiv befassten sie sich mit dem Anarchismus. Dabei machte der Referent deutlich, wie wenige anarchistische Schriften damals zur Verfügung standen und wie wenig über die Geschichte der anarchistischen und anarcho-syndikalistischen Bewegung in Deutschland bekannt war, für die sich ein großer Teil der Gruppe sehr interessierte. Dieser Mangel stellte 2007 übrigens einen Antrieb zur Gründung des Instituts für Syndikalismusforschung dar. Heute existieren weit mehr Untersuchungen und Studien zur Geschichte, auch zur lokalen Historie der freiheitlichen Bewegungen, und es wird von verschiedensten Menschen dazu geforscht.

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Rezensionen zu „Anarcho-Syndikalistinnen“

Das Buch „Anarcho-Syndikalistinnen. Deutschsprachige Frauen im historischen Anarcho-Syndikalismus“ findet Anklang. Unten eine Auswahl an Besprechungen.

Der Autor macht dazu auch Lesungen. Anfragen bitte an:

helge.doehring(a)syndikalismusforschung.info

Trust-Fanzine

Underdog-Fanzine

Schattenblick

Ziegelbrenner

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Audiovortrag zum Buch Anarcho-Syndikalistinnen

Von der Webseite der FAU-Siegen:

Am Samstag, den 29. November 2025 kam der Historiker Helge Döhring nach Siegen in die Bücherkiste, um sein Buch „Anarcho-Syndikalistinnen“ vorzustellen!

Noch immer (und wie so oft) sind Frauen in der Geschichte des Anarcho-Syndikalismus unterrepräsentiert. Helge Döhrings Buch gibt eine Einführung in den Anarcho-Syndikalismus und die Betätigungsfelder weiblicher Protagonistinnen, indem anhand von 28 biographisch konzipierten Kapiteln die Vielfalt des feministischen Aktivismus innerhalb des Anarchosyndikalismus dargestellt wird. Die Syndikalistinnen kamen aus 17 verschiedenen deutschen Städten und wirkten von 1898 bis in die 1950er Jahre hinein: Anti-Militarismus, Freie Arbeiter-Union Deutschlands, Gefangenenbetreuung, Mujeres Libres, Widerstand gegen §§ 218/219 StGB, um nur ein paar Stichworte zu geben.

Mitschnitt

Einem unserer lieben Genossis sei Dank für die Hardware und den Wissenstransfer: Der Vortrag konnte aufgenommen werden. Viel Spaß beim Hören: „Anarchosyndikalistinnen!

Danke an die FAU in Siegen

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