Tatsächlich ist die Wissenschaft heute nicht mehr so der Meinung, dass Willenskraft begrenzt ist. Gab ziemlich viele Replikationsprobleme mit Baumeisters Studien. Es ist wohl nicht so, dass die Willenskraft wie ein Tank leer läuft (weil sie von sehr vielen Teilen im Gehirn getragen wird). Man diskutiert eher, ob es nicht die Motivation oder Einstellung ist, die sich verändert. Kleiner side fact aus der Neurowissenschaft (Mensch, mein Studium taugt ja doch was :D)
Hey, danke für den wichtigen Einwand! Du hast absolut recht, das Bild vom „Willenskraft-Tank“, der sich unweigerlich von morgens bis abends leert, gilt tatsächlich als überholt (gut, dass sich dein Studium bezahlt macht! :D).
Meine Formulierung – Willenskraft ist begrenzt, Umgebungsdesign unbegrenzt – war an der Stelle auch eher ein rhetorisches Spiel. Faktisch ist beides übertrieben: Wir haben weder strikt begrenzte Willenskraft noch völlig unbegrenzte Möglichkeiten, unsere Umgebung zu gestalten.
Trotzdem wäre es fatal, daraus zu schließen, dass Disziplin und bloßer Hustle am Ende die Lösung sind. Ich glaube nämlich, dass echte Konstanz vor allem durch Identitätsarbeit entsteht. Man muss in die Richtung arbeiten, wohin die Neugier einen treibt – an den emotionalen Fäden ziehen, die man einfach nicht loslassen kann (egoistisch sein: erst dir selbst helfen, dann anderen). Wenn man so seinen Werten folgt, dann entstehen Kohärenz, Klarheit und ein Antrieb, der fast unbegrenzt wirkt.
Nicht Follower jagen, sondern jemand werden, dem es sich zu followen lohnt. So entsteht Resonanz, mit der man irgendwann leben kann – und zwar mit einer Arbeit, die man liebt, weil sie sich nach dir anfühlt.
Und genau dann hast du auch nie wieder ein Willenskraft-Problem.
Tatsächlich ist die Wissenschaft heute nicht mehr so der Meinung, dass Willenskraft begrenzt ist. Gab ziemlich viele Replikationsprobleme mit Baumeisters Studien. Es ist wohl nicht so, dass die Willenskraft wie ein Tank leer läuft (weil sie von sehr vielen Teilen im Gehirn getragen wird). Man diskutiert eher, ob es nicht die Motivation oder Einstellung ist, die sich verändert. Kleiner side fact aus der Neurowissenschaft (Mensch, mein Studium taugt ja doch was :D)
Hey, danke für den wichtigen Einwand! Du hast absolut recht, das Bild vom „Willenskraft-Tank“, der sich unweigerlich von morgens bis abends leert, gilt tatsächlich als überholt (gut, dass sich dein Studium bezahlt macht! :D).
Meine Formulierung – Willenskraft ist begrenzt, Umgebungsdesign unbegrenzt – war an der Stelle auch eher ein rhetorisches Spiel. Faktisch ist beides übertrieben: Wir haben weder strikt begrenzte Willenskraft noch völlig unbegrenzte Möglichkeiten, unsere Umgebung zu gestalten.
Trotzdem wäre es fatal, daraus zu schließen, dass Disziplin und bloßer Hustle am Ende die Lösung sind. Ich glaube nämlich, dass echte Konstanz vor allem durch Identitätsarbeit entsteht. Man muss in die Richtung arbeiten, wohin die Neugier einen treibt – an den emotionalen Fäden ziehen, die man einfach nicht loslassen kann (egoistisch sein: erst dir selbst helfen, dann anderen). Wenn man so seinen Werten folgt, dann entstehen Kohärenz, Klarheit und ein Antrieb, der fast unbegrenzt wirkt.
Nicht Follower jagen, sondern jemand werden, dem es sich zu followen lohnt. So entsteht Resonanz, mit der man irgendwann leben kann – und zwar mit einer Arbeit, die man liebt, weil sie sich nach dir anfühlt.
Und genau dann hast du auch nie wieder ein Willenskraft-Problem.
Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen. Bin da ganz bei dir (: