Mahnmal Sankt Nikolai in Hamburg. Foto: Simon Colin

Mahnmal Ruine Sankt Nikolai in Hamburg

Der 147,30 Meter hohe Kirchturm von Sankt Nikolai in Hamburg wurde 1874 festgestellt und schnappte damals dem Straßburger Münster den Rekord als höchster Kirchturm der Welt weg. Lange hielt der Rekord nicht: schon 1880 baute Köln 13 Meter höher.

1943 wird die Kirche von Bomben schwer getroffen und brennt aus. Nach dem Krieg werden fast alle Ruinenreste gesprengt, lediglich ein paar Ruinen des Kirchenschiffes bleiben erhalten. Und auch der Turm, der schlank und filigran in die Höhe strebt und bis heute sicherlich einer der wunderschönsten christlichen Kirchtürme überhaupt ist. Unbedingt anschauen, wenn man in Hamburg ist.

Sankt Nikolai ist inzwischen ein Mahnmal inklusive Dauerausstellung. Der Kirchturm ist saniert. Mit einem Aufzug kann man hochfahren und hat einen tollen Blick über Hamburg. Mehr Infos hier auf der offiziellen Seite: https://www.mahnmal-st-nikolai.de/

Mahnmal Sankt Nikolai in Hamburg. Foto: Simon Colin
Mahnmal Sankt Nikolai in Hamburg. Foto: Simon Colin
Mahnmal Sankt Nikolai in Hamburg. Foto: Simon Colin
Mahnmal Sankt Nikolai in Hamburg. Foto: Simon Colin
Ruine Staufenberg bei Gießen. Foto: Simon Colin

10 Jahre Ruinenblog: Zahlen, Daten, Fakten

Liebe Ruinenfans,

seit 10 Jahren gibt es jetzt schon den Ruinenblog. Gut 20.000 mal ist die Website seitdem aufgerufen worden. Fast 14.000 Seitenbesuche stammen aus Deutschland, knapp 2.400 aus den USA und gut 1.500 aus Österreich.

107 Ruinen-Beiträge wurden bislang veröffentlicht. Meistgeklickter Beitrag ist der zur Ruine Staufenberg bei Gießen mit 383 Aufrufen: https://ruinenblog.wordpress.com/2016/02/25/ruine-staufenberg-bei-giessen/ Im August 2024 haben mit 481 Aufrufen besonders viele Menschen den Ruinenblog besucht. Bestes Jahr ist das Coronajahr 2021 mit 2.563 Aufrufen.

Fast 1.800 Ruinenfans folgen dem Ruinenblog auf Facebook, mehr als 3.000 auf Instagram (@ruinsblog) und mehr als 1.000 auf Tik Tok (@ruinsblog).

Vielen Dank, dass ihr eure ruinöse Leidenschaft mit uns teilt. 😉 Auf viele weitere tolle Ruineneindrücke.

Schöne Weihnachten und ein gutes 2026 wünscht der Ruinenblog.

Ruine Weidelsburg. Foto: Simon Colin

Ruine Weidelsburg in Nordhessen

Die Weidelsburg bei Wolfhagen nahe Kassel ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie ehrenamtliches Engagement dazu beiträgt, Burgruinen mustergültig zu erhalten. Vom Land Hessen seit den 80ern aufwändig saniert, kümmert sich heute der Weidelsburg-Förderverein darum, dass die Ruine attraktiv bleibt. Unter anderem mit dem Bau eines Infozentrums inklusive Kiosk und dem Vertrieb eines Weidelsburg-Kalenders.

Die Weidelsburg gilt als größte Burgruine Nordhessens. Weitläufige Mauerreste sind erhalten sowie zwei ehemalige, wirklich massive Wohngebäude. Eines davon ist begehbar inklusive Panoramaplattform mit Blick auf den Habichtswald. Außergewöhnlich sind die abgerundeten Außenkanten des Turms, der dadurch wirkt wie der Bug eines steinernen Frachttankers.

Sehr informativ und aktuell gepflegt ist die Website der Weidelsburg: https://www.weidelsburg.de/

Ruine Weidelsburg. Foto: Simon Colin
Ruine Weidelsburg. Foto: Simon Colin
Ruine Weidelsburg. Foto: Simon Colin
Ruine Weidelsburg. Foto: Simon Colin
Ruine Weidelsburg. Foto: Simon Colin
Ruine Weidelsburg. Foto: Simon Colin
Ruine Weidelsburg. Foto: Simon Colin
Ruine Weidelsburg. Foto: Simon Colin
Burgruine Neideck. Foto: Simon Colin

Ruine Neideck in der Fränkischen Schweiz

Der knorrige alte Laubbaum auf dem Gelände der Burgruine Neideck hat ja schon ein bisschen Herr der Ringe-Vibes. Doch von der Ruine im Wiesenttal bei Streitberg schaut man zum Glück nicht auf Ork-Horden, sondern hinab ins liebliche Tal und auf die sich dahinschlängelnde Wiesent inmitten der Fränkischen Schweiz. Nicht weit entfernt liegen die Binghöhle und die Ruine Streitburg.

Ihr massiver, gut erhaltener und gut begehbarer Turm macht die Ruine Neideck zu einem Wahrzeichen der Region. Ansonsten erschließen sich einem beim Umrunden der Burg mehrere großflächige Mauerreste. Die Ruine liegt direkt an einem Abhang und ist umgegeben von einem Graben. Einziger Weg zur Burg führt über eine Holzbrücke. Tipp für Freunde von Lost Places: Auf dem Weg zur Burgruine findet sich ein vor sich hin verrottendes Freibad.

Ausführliche Infos zur Ruine Neideck finden sich auf dieser privat betriebenen Seite, die allerdings nicht mehr ganz aktuell ist: http://www.neideck.de/

Burgruine Neideck. Foto: Simon Colin
Burgruine Neideck. Foto: Simon Colin
Burgruine Neideck. Foto: Simon Colin
Burgruine Neideck. Foto: Simon Colin
Burgruine Neideck. Foto: Simon Colin
Burgruine Neideck. Foto: Simon Colin

Burgruine Hanstein. Foto: Simon Colin

Ruine Hanstein in Thüringen

Gerade noch so im westlichsten Zipfel Thüringens liegt die Burgruine Hanstein. Mit bloßem Auge kann man von hier die Burg Ludwigstein sehen, heute Jugendherberge und bereits in Hessen gelegen. Die Hanstein wiederum gilt als eine der größten und schönsten Burgruinen Mitteldeutschlands. Mit ihren zwei schlanken Rundtürmen und gut erhaltenen und teils wiederhergestellten Gebäuden thront sie tatsächlich ein wenig auf einem kleinen Felsmassiv über der Gemeinde Bornhagen, der die Ruine heute gehört.

Toll ist der weitschweifende Blick auf die wellige und leicht hügelige Landschaft vom Aussichtsturm aus. Die Plattform erreicht man über eine Wendeltreppe, die nach oben hin so eng wird, dass dann gerade noch so eine Person rauf- und runterkommt. Nicht selbstverständlich: Auch der Untergrund der Ruine ist zugänglich. Einige Gewölberäume sind geöffnet, einer als kleine Folterkammer hergerichtet. Im hergestellten Haupthaus gibt es zudem eine Ausstellung zur Geschichte der Burg.

Die Ruine hat eine eigene Website mit ausführlichen Infos: http://www.burgruine-hanstein.de/startseite.0.html

Burgruine Hanstein. Foto: Simon Colin
Burgruine Hanstein. Foto: Simon Colin
Burgruine Hanstein. Foto: Simon Colin
Burgruine Hanstein. Foto: Simon Colin
Burgruine Hanstein. Foto: Simon Colin
Burgruine Hanstein. Foto: Simon Colin
Ruine Franchimont. Foto: Simon Colin

Ruine Franchimont bei Lüttich

Hui, schon lange nichts mehr gepostet. Dafür heute eine Ruine, die so eindrucksvoll ist, dass man sie im eher – sorry – langweiligen Ostbelgien bei Lüttich gar nicht erwartet. Mitten auf dem Land beim Örtchen Theux steht die Ruine Franchimont, Festung des Fürstentums Lüttich.

Die große Ruine mit Ursprung im 12. Jahrhundert ist definitiv einen Besuch wert. Überirdisch sind gewaltige Mauerreste und die Ruinen eines großen Wohnturms erhalten. Highlight sind die unterirdischen Gewölbe, die an mehreren Stellen über Treppen zu erreichen sind, die kaum steiler sein können.

Unbedingt auch den netten Burgshop besuchen. Ausführliche Infos, auch auf Deutsch, gibts auf der gut aufbereiteten Website: https://chateau-franchimont.be/de/startseite/

Ruine Franchimont in Belgien. Foto: Simon Colin
Ruine Franchimont in Belgien. Foto: Simon Colin
Ruine Franchimont in Belgien. Foto: Simon Colin
Ruine Franchimont in Belgien. Foto: Simon Colin
Ruine Franchimont in Belgien. Foto: Simon Colin

Burgruine Eberbach. Foto: Simon Colin

Ruine Eberbach in Baden-Württemberg

Eine Dreierburg ist die Ruine Eberbach über dem ruinenreichen Neckar bei Eberbach nahe Heidelberg. In Vorder-, Mittel- und Hinterburg teilt sich das weitläufige Gelände, das unterschiedlich gut erhalten ist.

Romantisch eingewachsen ist die Vorderburg mit ihren zahlreichen Grundmauern, die den Grundriss der früheren Gebäude noch recht gut erahnen lassen. Die massivsten Reste finden sich in der Mittelburg mit Ruinen von Turm und Mauer. Einzelne Ruinenteile sind auf dem Areal der Hinterburg verstreut, das ursprünglich einmal die größte Fläche der Burg ausgemacht hat.

Schöne Ansichten der Ruine mit Erläuterung finden sich in diesem kurzen Clip von Burglandschaft e.V.: https://www.youtube.com/watch?v=xp2_UgN4cNc

Ruine Eberbach. Foto: Simon Colin
Ruine Eberbach. Foto: Simon Colin
Ruine Eberbach. Foto: Simon Colin
Ruine Eberbach. Foto: Simon Colin
Ruine Eberbach. Foto: Simon Colin
Ruine Eberbach. Foto: Simon Colin
Ruine Eberbach. Foto: Simon Colin
Ruine Eberbach. Foto: Simon Colin
Ruine Schadeck. Foto: Simon Colin

Ruine Schadeck über dem Neckar

„Schwalbennest“ heißt die Ruine Schadeck über dem Neckar bei Neckarsteinach auch. Weil sie wie ein Vogelnest über dem Fluss hängt. Doch auch tatsächlich sind einige Schwälbchen auf dieser pittoresken Ruine mit den markanten Rundtürmchen heimisch.

Früher war die Ruine von der Straße aus auf einem steilen Weg bergauf erreichbar. Die kreuzende Bahnlinie macht dies heute unmöglich, dafür kommt man nun von Neckarsteinach aus an drei weiteren Burgen vorbei. Besonders lohnenswert ist die frei zugängliche Ruine Hinterburg. Von ihr aus führt ein direkter Weg zur Schadeck.

Über eine steile Treppe im erhaltenen und restaurierten Hauptgebäude geht es auf einen Wehrgang mit jenen markanten Türmchen, von wo aus sich ein toller Blick auf den Neckar zeigt. Weitere Infos zur Ruine: https://www.bergstrasse-odenwald.de/detail/id=5f2ba26663033a4560d99e57

Ruine Schadeck. Foto: Simon Colin
Ruine Schadeck. Foto: Simon Colin
Ruine Schadeck. Foto: Simon Colin
Ruine Schadeck. Foto: Simon Colin
Ruine Schadeck. Foto: Simon Colin
Ruine Schadeck. Foto: Simon Colin
Ruine Ulrichsburg. Foto: Simon Colin

Ruine Ulrichsburg im Elsass

Als passionierter Ruinenfan hat man ja schon eine Menge gesehen. Umso schöner, wenn Burgruinen wie die Ulrichsburg über Ribeauvillé im Elsass einen dann nochmal so richtig umhauen können. Der Panoramablick von der benachbarten Burgruine Girsberg auf die wenige hundert Meter Luftlinie entfernte Ulrichsburg ist jedenfalls ziemlich spektakulär, hinreißend, wunderschön.

In voller Pracht zeigt sich bereits von hier aus das große und in weiten Teilen noch gut erhaltene Ruinengelände der Ulrichsburg, das fußläufig von der Ruine Girsberg erreichbar ist. Auf mehreren Ebenen kann man die Ulrichsburg erkunden und staunt dabei immer wieder, auch über den tollen Blick auf die umliegende Landschaft.

Mehr Infos zur Burg und zu den umliegenden Ruinen finden sich hier: https://www.alsaceterredechateaux.com/de/burgen-und-befestigte-staedte/ulrichsburg-saint-ulrich/

Ruine Ulrichsburg mit Blick auf Ruine Girsberg. Foto: Simon Colin
Ruine Ulrichsburg mit Blick auf Ruine Girsberg. Foto: Simon Colin
Ruine Ulrichsburg. Foto: Simon Colin
Ruine Ulrichsburg. Foto: Simon Colin
Ruine Ulrichsburg. Foto: Simon Colin
Ruine Ulrichsburg. Foto: Simon Colin
Ruine Ulrichsburg. Foto: Simon Colin
Ruine Ulrichsburg. Foto: Simon Colin
Ruine Plainburg. Foto: Simon Colin

Ruine Plainburg nahe Salzburg

Diese Ruine liegt direkt an der deutsch-österreichischen Grenze oberhalb des Ortes Großgmain nahe Salzburg. Parken kann man knapp unterhalb der Burg oder auch im Örtchen und dann hochmarschieren. Die Lage ist herrlich, die Ruine ist umgeben von Wiesen, Wald und den Bergen des Berchtesgadener Landes im direkten Sichtfeld.

Die gut erhaltenen Außenmauern der Ruine haben nach wie vor gewaltige Ausmaße, im Innern wird aber schnell deutlich, dass außer den Mauern praktisch nichts mehr erhalten ist. Per Holzteppe geht es auf eine Plattform mit schönen Blick rundum. Von hier oben sieht man zudem, dass ein Teil des Innenhofes in privatem Besitz zu sein scheint, denn hier hat sich jemand im Kleingartenstil ein kleines Paradies angelegt.

Ein charmantes Video zur Burgruine Plainburg gibt es hier: https://www.youtube.com/watch?v=YWI7aiJQccE

Ruine Plainburg. Foto: Simon Colin
Ruine Plainburg. Foto: Simon Colin
Ruine Plainburg. Foto: Simon Colin
Ruine Plainburg. Foto: Simon Colin
Ruine Plainburg. Foto: Simon Colin
Ruine Plainburg. Foto: Simon Colin