Als ich diesen Blog begann, wollte ich nur eins, Frieden. Nach 15 Jahren Verstecken und Verschweigen meine Würde zurück erlangen, und dieses Monster und dieses Leben nicht mehr so ertragen.
Ich brach diese Mauer des Schweigens, als ich nichts mehr zu verlieren hatte, an dem Punkt, als die Einsamkeit und die Isolation und das Betäuben des Gefühls der Wertlosigkeit mit Arbeit nach 15 Jahren furchtbarer als die Scham und die Angst vor weiteren Demütigungen geworden war, minima Moralia.
Hatte ich für euch denn jemals einen echten Wert ? und was war von wem über mich erzählt worden, als ich zusammenbrach und das Schweigen und das Wegsehen begann?
Ich habe lange geglaubt, die Gleichgültigkeit, das Mobbing und die Gewalt verdient zu haben, denn mir die Schuld zu geben, bewahrte mich schon als Kind vor dem Schmerz der Einsamkeit und der Ohnmacht.
Doch je mehr ich mir vergab, desto größer wurde mein Zorn, als keiner der damals unmittelbar Beteiligten Antwortete geschweige denn, mir zuhören wollte.
Denn ich bekam über Jahre keine aufrichtige Antwort, von Niemandem aus dem damaligen Umfeld. Menschen, mit denen ich über Jahre zusammen gelebt und gekämpft hatte, wenn es meine Kraft zugelassen hatte, und die Teil des Ganzen waren. Nicht einer brachte es über sich, Stellung zu beziehen. (nach 4 Jahren kam ein! Feedback)
Während der Kraftaufwand, die Angst vor dem Gerede zu überwinden und diese Ohnmacht für kurze Zeit mit Hoffnung zu verdrängen, um überhaupt wieder Handeln zu kömmen, dazu beigetragen hatte, dass ich meine Existenz aufgeben musste. Ich habe fast zwei Jahre nur bei dem Gedanken „darüber“ zu reden mit Panikattacken gekämpft, (z.T. alle paar Stunden) Bevor ich die erste E Mail schreiben konnte. Und so viele verzweifelte Nächte vergebens auf eine Antwort zu warten befeuerte alle Ängste, und es reaktivierte das Trauma des Verrats, anstatt mich davon zu befreien.
Die alten Wunden rissen unter dem eisernen Schweigen unaufhaltsam wieder auf, als ich eigentlich Vergeben und Verstehen wollte, mir und ihnen auch.
Als ich nur wissen und sagen wollte, warum… um meine alte, fast tödliche Antwort zu überschreiben. Aber nichts hat sich geändert. Ich war es nicht wert, nein….ich war ihnen die Mühe nicht wert, mir überhaupt zu zuhören, während es mich alles kostete, mein Schweigen endlich zu überwinden.
Wie damals Menschenmüll- über Jahre konsumiert und fallen gelassen, als ich nicht mehr funktionierte.
Jeder einzelne von euch hat sich wieder und wieder für das Schweigen und für das Wegsehen entschieden.
Jeder Mensch warf mich fort – jedesmal wenn ich um Hilfe gebeten habe.
Viel zulange habe ich mich dafür gehasst und für den Wunsch nach Freundschaft und Solidarität.. nach Menschlichkeit, nie wieder wollte ich irgendwen brauchen. Isolation ist das kleinere Übel.
Eine Entschuldigung und damit die Versicherung, dass das aufhört, mehr hätte ich nicht gebraucht, um einen Abschluss und einen neuen Anfang, Hoffnung zu finden.
Nur drei kleine aufrichtige Wörter, um zwei Jahrzehnte Leid und soziale Isolation zu beenden: Ich glaube dir.
Gerechtigkeit und überhaupt die Chance auf eine Zukunft.
Mehr habe ich nie von euch gewollt. Aber keine Antwort ist auch eine. Verdient habe ich das nicht, auch wenn Einige das wohl anders sehen, ohne je mit mir selbst gesprochen zu haben, -niemand hat das je getan. Wie leichtfertig dieses Urteil gefällt und geglaubt wurde, ist einfach nur erschreckend. Ist es das, wofür wir mal gekämpft haben ?
Ich begriff immer das Persönliche als politisch, mein Zorn trifft beides, genau wie der Überfall nicht mir galt, sondern allen anderen „Volksverrätern (sic)“ auch.
Alles Gerede von Solidarität, reine Heuchelei, wenn es persönlich und anstrengender, gefährlicher und schmerzhafter und so gar nicht mehr „heldenhaft“ wird. Wäre ich damals tot geblieben, könnte man jetzt wenigstens alle 365 Tage ne wütendtraurige Kerze aufstellen und sich gegenseitig versichern, dass keiner „von uns“ allein ist. „Liebe und Kraft“ – die einzigen Lügen. Ihr habt alle geschwiegen.
Jahrelang in „der Szene“ aktiv und dann wird einer „von uns“ -werde ich- von einem verdammten „Patrioten“ überfallen, betäubt und politisch und sadistisch motiviert gefoltert und fast umgebracht, und drehe offensichtlich inmitten der Szene in der Siedlung vor euren Augen über Monate völlig ab… und bin plötzlich -oder schlimmer je länger ich darüber nachdenke- immernoch- kein einziges offenes Wort, oder gar ein eigenes Bild wert…
…sondern ist vielleicht irgendwie auch nie wirklich eine „von uns“ gewesen, war wohl doch eher Mitläuferin (omg mit was die jetzt rumhängt!) – halt Möchtegern, halt eine „Freundin von ohne von“ isst jetzt ja auch nicht mehr vegan, knallt sich mit allem zu und lässt sich schwängern von diesem Assipunk** und verdreschen… und kurz davor diese angebliche Kink Nummer mit dem ehemaligem KSKler …Und ob das alles überhaupt mal so stimmt…Psycho.
-Problem gelöst- so einfach wie Scheisse kann Ignoranz und Szene sein. Nicht einer! hat sich ein eigenes Bild gemacht, vielleicht auch aus Angst vor dem, was er vorfindet. (Das zu vergeben wäre eine solche Erlösung!, alles! wäre besser als diese Stille)
Self Care ist viel zu oft nur eine Ausrede für Comfort Zone, und das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Apathie. Und ich wünschte, es wäre mir endlich!! egal.
(ihr wusstet! was das für ein Typ war, ein KSKler- C und S haben die Wunden am Hals gesehen, A und M wussten daß ich einige Wochen später von Täterindentifizierten Anteilen und Spaltung sprach, wie verwirrt und zerstört ich war, jeder! wusste, dass da etwas ganz und garnicht stimmt. Jeder hat geschwiegen, auch du.
Beide „Können sich heute aber angeblich an „überhaupt nichts mehr erinnern, sorry“ (sic/sic)“ C „ist das alles zuviel, sorry“ M sagte 99/2000 nachdem er mich fragte ob es wirklich freiwillig war und ich ihm konkret von Spaltung und Trauma erzählte:
„Das ist mir zuviel, das packe ich nicht“ rannte weg und hat mich stehen lassen, danach ging man mir aus dem Weg. Da habe ich aufgegeben, es gab kein Zurück.
Sicherlich war Isolation meine Entscheidung- auch zum Selbstschutz, aber die Gründe dafür habe ich nicht alleine zu verantworten. Ihr habt mich schon davor zuverlässig mit jeder Bitte um Hilfe stehen gelassen, und Victimblaming war die Regel – ohne Ausnahme.
Niemand durfte nochmal merken, wie „schwach“ ich war, ein scheiß Opfer- die Scham, mich dem Feind unterworfen zu haben war einfach zu mächtig, zu schwer war zu erklären, was jenseits von Angst mit dir geschieht. Zu „unglaublich“ in einer Gesellschaft, die das verdammte Märchen vom „freien Willen“ zum Überleben braucht, damit sich bloß niemand mit ihren Verlierern solidarisiert. Meine Scham in der Lützi viel zu oft zu unrecht als Masche verurteilt …. Es wäre nur weiteres Futter für die Gerüchte und für einige bestimmt auch ein ersehnter „weiterer“ Beweis für ihre abartigen „Theorien“ über meine „hörige“ Verfassung mit der ich ja an allem selbst schuld sei. (Sic)
G saß übrigens mit einem Bandkollegen und Freund (Galip) eines der Täter aus meiner Kindheit (ich 12/13 er 23) in einer Klasse, brachte den sogar in die WG mit der Ansage, „daß er sich von mir ganz bestimmt nichts verbieten lässt“, einem der Typen, die damals mit dem Täter über mich und vor mir darüber hergezogen haben, daß ich es ja „im Bett“ nicht bringe. Meine Version hat er sich nie angehört, nur die der Täter.. wer solche Freunde hat braucht sicher keine Feinde.
Eifersucht auf die Mitbewohnerin war nicht mein Problem mit G (aber ihres). Man hätte das wissen können, wenn man mich gefragt hätte- hat man aber nicht.
Ich hätte noch so einen Verrat wie in der Lützi definitiv nicht überlebt, ich schwieg auch, um zu überleben. Ich konnte nach der Lützi niemandem mehr vertrauen, erstrecht keinen Frauen.
G. rief mich unmittelbar nach dem Überfall selbstverständlich auch nur mit dem Ziel an, ggf. die Einvernehmlichkeit bezeugen zu können, um den Täter zu schützen. In der Situation der allerletzte! Mensch, dem gegenüber ich (auch mir selbst in dem Moment/Situation) meine Ohnmacht hätte eingestehen können: „Wer sich unterwirft, will es doch insgeheim so und rächt sich ggf. auch noch hinterher, wenn er abgewiesen wird (sic)“ „Frauen die sich unterwerfen -weil die Opferrolle so bequem ist- sind die eigentlich Schuldigen, wenn sie unterdrückt werden“ (sic G) mit diesem toxischen „Alpha“ Mindset* und seinen Kontakten „musste“ er ja den Täter schützen.
(Wer zum Henker hat ausgerechnet den informiert ?)
*Es gibt keine Ohnmacht, wer nicht kann will halt nicht genug, wer schwach ist, will sich (ggf. unbewusst) unterwerfen, weil es halt bequemer ist, keine Verantwortung für seine Defizite zu tragen.
(Wir reden hier von GHB und professionell durchgeführter Atemkontrolle durch einen geschulten Täter über Stunden, ein neuer Kollege, mit dem ich bei der ersten Begegnung eine Auseinandersetzung wegen Catcalling hatte und der am selben Abend plötzlich in meinem Zimmer stand, um die Zecke mal so richtig einzunorden.) Es gibt Dinge, die sind so grausam, dass es eine (kurzfristige) Erlösung ist, sich einzureden (vor allem einreden zu lassen) , es sei alles garnicht „echt“ sondern nur ein Spiel gewesen. Klassiker.
Aber die Mär vom „freien allmächtigen Willen“ dient primär der Legitimation von Privilegien, Ignoranz und Unterdrückung. Sie hat mit der Realität nicht das Geringste zu tun, sondern ist die mentale Basis von Herrschaft. Toxische Ideologie der Täter, und leider immernoch viel zu oft -und gewollt- das Ende von Solidarität untereinander.
Ohnmacht bedeutet, dass das was du willst, gar keine Rolle spielt, egal wie „stark“ du bist. Ohnmacht ist weder eine „falsche Einstellung“ noch eine Attitüde, oder gar eine „Masche/Lüge um sich Zuwendung und Akzeptanz eines defizitären Status zu erschleichen“ (sinngemäß sic Lützi). Ohnmacht ist nicht nur das eingebildete Mindset der Unterdrückten mit dem sie sich damit abfinden und Herrschaft erst ermöglichen. Ohnmacht ist real, gefesselt und gefoltert kommst du mit positivem Denken halt nicht sonderlich weit bei deiner hübschen firstworld – Rebellion – weil du danach einfach nichts mehr fühlst und du reale Probleme hast, die nunmal mit „Denken“ oder Mindset nichts zu tun haben.
Mit der Idee ist man aber in „guter“ Gesellschaft – Omnia facit Voluntas -„der Wille entscheidet“ ist das Motto der KSK.
Hier schließt sich der Kreis.
#whyisaidnothing
Ihr habt von all dem gewusst, es war offen sichtlich direkt mitten in der Siedlung vor aller Augen. Und von dem eifersüchtigen, unerträglichen Gerede, vor dem ich aus der Lützi dorthin bei der ersten Gelegenheit geflohen war wusstet ihr auch und habt es z.T. sogar noch in die Siedlung und die Zusammenhänge getragen, mit den üblichen Folgen, die bis heute anhalten – ausser von „den Assis“ wurde ich gemieden, schon vor dem Überfall. Niemand redet mit einer Lügnerin. (Nur, daß ich keine bin) Wer mir das Recht abspricht, wegen dieser geballten Ignoranz verdammt Wütend zu sein, sollte sich nie wieder als Antisexist bezeichnen.
Hat sich jemals einer die Frage gestellt, was er mir angetan hat, wenn er sich irrt, als er ohne Rückfragen Leuten glaubte, die wirklich sehr guten Grund hatten, mich zu diskreditieren (und die nichts! von mir wussten, nie konkret mit mir gesprochen haben ) Wie leichtfertig wurde dieses Urteil gefällt geglaubt und verbreitet ? Niemand hat mich jemals! gefragt was passiert/los ist oder sich gar mit mir solidarisiert.
Niemand. Eure Lügen waren meine Ohnmacht. Nichts davon war wahr oder richtig.
Was soll ich nochmal alles gewesen sein? Eifersüchtig*, Abhängig*, hörig*, verlogen*, manipulativ*, passiv*, mit schlechtem Männergeschmack*, schwach auf der suche nach dem Prinz* Opferrolle*, Attentionseeking*, Krankheitsgewinn*, Borderline*… würde für Liebe alles tun*, aus Gefallsucht etwas mitmachen, was sie nicht will und sich hinterher rächen?* < (*sic! Lützi) Victim Blaming at its finest.
Nein, poplige firstworld Eifersucht war wahrlich nicht der Grund warum es mir so schlecht ging, warum ich nicht mehr Abends mitgegangen bin, warum ich mich immer mehr und mehr zurückgezogen habe, den Kontakt zu meinem Vater abbrach und offensichtlich immer depressiver wurde, und bei der ersten Gelegenheit aus der Lützi weg bin. Ich war retraumatisiert.
Aber Eifersucht war eine viel zu schöne einfache Erklärung, bei der sich alles um eine männliche Person zu drehen schien (Hallo Bechdel Test!), jede andere Erklärung von mir dazu wurde als Lüge/Ausrede/Rechtfertigung abgetan oder zurecht gedreht, oder schlichtweg ignoriert bis es wieder passte. Nur nicht hinsehen..
Und als ich dann wieder (für viele Jahre) verstummte, wurde das als Schuldeingeständnis gedeutet.
——–
Vielleicht wart in Wirklichkeit ihr „diese falschen Freunde“… Mein halbes Leben ist geprägt von schwerem sexuellen und emotionalen Mißbrauch, Gewalt, von Alkoholismus, Autismus, Ausgrenzung, Mobbing und NS-Traumata über Generationen (die Brüder meiner böhmischen Großmutter wurden als Antifaschisten von der Gestapo ermordet – sie mit einem „richtigen“ Deutschen verheiratet mein Vater als Kind dieser „Ehe“ war schwer gestört, Alkoholiker, gewalttätig und- pädophil).
Verdrängung und Totschweigen und Verschweigen müssen, vom Saufen und Kiffen gegen die Angst, um den „schönen“ Schein wahren zu können, um trotzdem zu funktionieren- das war meine Normalität. In meiner Kindheit war schon das Zeigen „negativer“ Gefühle tabu/lebensgefährlich. Starke Mädchen weinen nicht, zeigen nur positive Gefühle, stabilisieren die Eltern Verdrängen und funktionieren. Im „richtigen“ Leben tue ich das bis heute.
Und nein, ich hätte nicht „nur“ weniger Drogen nehmen müssen um „klar zu kommen“, ich nahm Drogen, um klar zu kommen, um zu funktionieren. Denn wenn man nicht mehr funktioniert, wird man fallen gelassen. Als WG Mutti, Thekentante, Putzfrau und Hausmeisterin gerne gesehen, aber als tief verletzter Mensch hinter der Fassade ohne Wert. qed
Und als ich endlich mit 17 diesen fam. Strukturen entkommen war und zum ersten mal den Raum und Kraft hatte, diese Normalität zu hinterfragen (bzw mit deren Abnormalitat konfrontiert wurde), und anfing nach Alternativen zu den alten Antworten zu suchen, als ich Begriff, daß ich „anders“ bin ohne es verstehen zu können… (Ich bin Autistin- wie meine beiden Kinder, und ja ich bin furchtbar schlecht in sozialer Interaktion, und bin ständig damit überfordert Situationen einzuschätzen, geschweige denn, mehr als einem Gesprächspartner zu folgen.
Als ich mich zum ersten mal wirklich öffnete, als ich zum ersten mal anfing, überhaupt über Gefühle, Beziehungen und Ängste und meine Verwirrung dazu zu schreiben, als ich zum ersten (und letzten) mal konkret um Hilfe und Rat bat, als ich zum ersten mal versuchte, diese ganze Scheisse zu überwinden und „Nähe“ überhaupt erstmal zu verstehen…und auf ein Gebirge aus Scham traf…
…Als ich, nachdem was mir klar wurde, den Kontakt zu meinem Vater abbrach (ich habe ihn bis zu seinem Tod vor ein paar Jahren nicht mehr gesehen oder gesprochen): „Ist ja schon seltsam, was dir plötzlich alles so einfällt“ (sic G Lützi…Als ich versuchte, darüber zu sprechen) wurde ich bevormundet („reeducation“ sic G) und letztlich als dependante Lügnerin und Dramaqueen stigmatisiert, als ich mich dieser „Umerziehung“ verweigerte. „Je mehr du versuchst zu beweisen, dass ich mich irre, desto mehr beweist du, dass ich Recht habe“ (gemeint war Gefallsucht). (sic G)
Und als ich mich dagegen wehrte, wütend wurde – war es ja nur die Opferrolle, und nicht der reaktionäre Bockmist, den man selbst verzapft hat. So kann man sich natürlich jeglicher Verantworung entziehen- so funktioniert Silencing.
Mir fällt kaum etwas ein, das in dieser Situation mehr Schaden angerichtet hätte. Erneut verstummt und retraumatisiert habe ich die Lützi und dieses vergiftete Umfeld fast fluchtartig verlassen. Nie wieder sollte mich jemand wieder als „schwach“(Fühlend!) sehen, nie wieder als bedürftig verurteilen, nie wieder hinter die tüchtig/taffe Fassade schauen können, niewieder wollte ich jemanden um Hilfe bitten. Ich wollte wieder unsichtbar werden. (Doch es folgte mir.)
Bis vor 7 Jahren.
Die Ohnmacht des Schweigens ist brutal, der Blog sollte diese Hilflosigkeit beenden, diese Wunden Schließen, auch wenn niemand die Wahrheit hören will, weil sie nicht schön ist, weil sie euch eures Privilegs der „nicht Betroffenheit“ beraubt, aber in Wahrheit wart und seid auch ihr und eure Entscheidung, nicht mit mir zu sprechen ein aktiver Teil des Ganzen, damals wie heute.
Ihr habt mich -am Ende- einfach sehenden Auges verrecken lassen.
Und einige wären immernoch froh, wenn ich wieder und für immer mit ihr verschwände – das Gerede und das Lügen geht weiter, sobald ich mich dem Umfeld/Szene nähere, und sei es, um sich selbst zu schützen. Ich glaube auch nicht mehr daran, dass sich das ändert, dass mich irgendwer dieses mal schützt, oder gar seine Irrtümer eingesteht. Es gibt keine Gerechtigkeit für mich.
Solange niemand offen Stellung bezieht, gab und gibt es keine sicheren Orte für mich, hält der Verrat an, ist das hier nie vorbei, und das liegt nicht mehr in meiner Hand, ich habe alles getan was ich tun konnte, alles und viel zu viel gesagt – was ich in einer besseren Welt wohl nie hätte Preis geben müssen. Dennoch bleiben eure „Freiräume“ mir verschlossen, in den letzten 7 Jahren kein Besuch in Lev oder Köln ohne daß mir von einem von euch signalisiert wurde, daß ich unerwünscht bin.
Wer schweigt, stimmt zu. Es ist ein Todesurteil ohne Prozess. Es gibt kein Zurück für mich und auch keine Zukunft. Nur eine Gegenwart, die ein isoliertes Leben hinter einer Maske bedeutet. Die einzigen 2 Menschen, denen ich etwas bedeute, wissen nichts von mir und so muss es auch bleiben.
Ignoranz ist ein Privileg und kein Recht, in diesem Boot sitzen wir aber gemeinsam, ob ihr nun wollt oder nicht- mein Schweigen ändert nichts an euren Fehlern und es wird auch nichts an der Vergangenheit ändern, damit müssen wir nun so oder so Leben. Das Einzige, was es verändert ist meine Gegenwart, wer so ein Geheimnis verbirgt, muss ohne Liebe leben, und wer es Preis gibt, auch. -Das habe ich inzwischen eingesehen, ich habe es schon viel zu oft vergeblich versucht. Isolation oder hinter einer DIS Fassade leben sobald Menschen in der Nähe sind, sind nach 7 Jahren nach wie vor die einzigen Optionen. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich das akzeptiere oder nicht. Es ist eure Entscheidung, nicht meine.
Jeder Satz, den ich mir abgerungen habe und der Wahrheit und Befreiung davon bedeutete wurde mir als das Gegenteil davon vorgeworfen.
Eure Ignoranz ist meine Ohnmacht.
Wenn eure Solidarität mich nicht befreit, bleibt mir wieder nur mein Zorn, um zu Überleben, dabei wollte ich nur endlich Frieden finden. Denn ohne diesen Zorn wäre diese Einsamkeit nicht zu ertragen.
In dieser Geschichte hat jeder von uns Entscheidungen getroffen, die Auswirkungen hatten und- bis heute haben. Diese zu benennen, ist ein Akt der Eigenverantwortung, ich habe diese Last viel zu lange alleine ertragen und euch so erspart was uns allen galt, es ist euer Privileg, für das ich mit meinem Leben bezahlt habe.
Diese Geschichte hat auch mitnichten in einem Vakuum oder in einem anderen Umfeld stattgefunden, sondern mitten unter uns, es ist unsere Geschichte, nicht nur meine -nur, daß ich mich eurem Anteil daran nur durch Isolation entziehen konnte, 15 Jahre grausame Isolation (+7Jahre schreiben gegen Mauern), die euch die Konfrontation mit unserer Wahrheit ersparte.
Ich habe nie mit Absicht die Unwahrheit gesagt – wenn auch in einer Panikreaktion und getriggert nicht immer die richtigen Schlüsse gezogen und der falschesten Person vertraut habe – und mich der Verantwortung dafür schon vor Jahren gestellt, ich kann zu jeder meiner Entscheidungen stehen und jede Frage beantworten, ich bin vieles, aber ich war niemals! eine Lügnerin. Es gibt nichts was ich mehr verachte.
Aber ich bin Autistin und Gesichtsblind, ich vermeide Augenkontakt (typisch für Traumatisierte, ebenso das sog. Numbing und die Affektarmut) und ich erkenne keine Lügen, kann Mimik nur aktiv deuten – und mich dann auf nichts anderes mehr konzentrieren – es gibt nichts, was ich mehr verachte-und fürchte-als Lügner.
Die letzten Worte des Täters zum „Abschied“, ich solle meine Freunde von ihm grüßen, wenn ich denn noch welche hätte…
Also seid gegrüßt.
Vielleicht wollte ich auch nur wissen, ob er recht hatte. Das galt nie mir allein ich war nur das Werkzeug, aber ich kann -und will- euch nicht mehr davor beschützen, denn keiner von euch schützte jemals mich. Ich gebe auf.
Ich bin der Abgrund, ich bin, wenn alle versagt haben. Und ich werde keine Lüge für Liebe leben, die keine ist.
** Wer belastet wen er liebt ist schwach und wertlos, wird verstoßen, bestraft, zerstört die Familie, stirbt ..so hatte ich es gelernt, als Kind und in der „Szene“ -wer „negativ“ fühlt, wer schwach und unnütz ist, hat kein Recht auf Liebe(n).
P brauchte mich, er war genauso traumatisiert wie ich & der einzige, der da war, der einzige, der mir geholfen hat.
Wie hätte ich ihn denn verrecken lassen können ? Er bedeutete Sicherheit, endlich nach Monaten! (voller Psychoterror durch den Täter auf der Arbeit) – ohne Angst vor weiteren Besuchen schlafen können.
Er hielt zu mir, als jeder mich hatte fallen lassen inkl. meiner Familie.
Was sind dagegen schon die paar Ausraster ? Gewalt ist wenigstens! ehrlich. Was hatte ich denn noch zu verlieren? Die Monster wegballern solange es funktioniert und dann ab in den Brückenpfeiler, wenn die Hunde nicht mehr leben, so war der Plan. (Immerhin war diese Info eine verächtliche Textzeile in „Dosenpfand“ wert) Ja der Plan war zu sterben, nichts hielt mich am Leben, ausser den Hunden, und dann das Kind.
Manchmal geht es einfach nur noch ums tägliche Überleben, nicht darum, ob einem jemand gut tut oder“ Tja, halt dann doch nicht so gut tut, wie man zuerst gedacht hat.“ (sic HEP2020) <= Das ist übrigens genau so ein Satz, den jemand braucht, der sich 15 Jahre aus Scham sozial völlig isoliert hat.
Genauso toxisch wie jemandem, der seit Jahren nicht in der Lage war zu weinen, zu sagen, er solle doch einfach mal „positiv Denken“. Oder jemandem der versucht, seine emotionale Taubheit (Numbing) zu überwinden zu sagen, er würde sich nur hineinsteigern und seine Gefühle wären gar nicht echt. Oder jemandem, dem vom pädophilen Vater seit frühester Kindheit unterstellt wurde ihn zum Inzest verführen zu wollen, wenn er Nähe suchte (und der ihn nie berühren durfte) zu sagen, daß er sich ja nur Zuwendung „erschleichen“ will, wenn er an seinem Bindungstrauma verzweifelt und gegen diese Angst/Tabu ankämpft. Oder jemandem zu sagen, daß er sich ja nur wegen des Krankheitsgewinns nicht verändern will, sobald er versucht, mit dem Verdrängten aufzuräumen und die Maske ablegt.
Ignoranz ist ein Privileg.
#whyisaidnothing #punktoo #FUA