Hoffnungsträger

Ende Mai soll, worauf später noch einzugehen sein wird, Joachim Gauck, der neueste Bundespräsident der Deutschen, nach Israel und “Palästina” reisen.

Vom Hoffnungsträger (nicht nur) der deutschen Sozialdemokratie erwartet der Sozialdemokrat und Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Reinhold Robbe, dieser werde

“mit dessen bekannter Kraft der überzeugenden Rede rasch dafür [..] sorgen [..], dass in Israel Gras über Grass wächst.”

Günter Grass, für dessen Verwendung im Wahlkampf seiner Partei sich Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse einsetzt, hatte Israel vorgeworfen, es gefährde einen “ohnehin brüchigen Weltfrieden”.

Darüber hinaus hat der deutsche Nazionaldichter herausgefunden, Israel wolle mit einem U-Boot, dessen Lieferung “mit flinker Lippe als Wiedergutmachung deklariert” werde, die Islamische Republik Iran ausradieren.

Darüber, daß solches Gereime nicht nur an Antisemitismus grenze, sondern schlicht antisemitisch sei, herrscht weite Einigkeit, was freilich zahlreiche Deutsche nicht daran hindert, sich mit Günter Grass zu solidarisieren.

Die einen distanzieren sich wie Außenministerdarsteller Guido Westerwelle nur zum Schein, um ihre “Israelkritik” umso vehementer vorzutragen, die anderen verdienen sich Lob aus Teheran auf der deutschen Straße:

“The spokesman for the German peace movement, Peter Strutynski stressed it was not Grass who should be criticized for his anti-Israel comments but those politicians who are escalating tensions in the Near and Middle East by tightening economic sanctions against Iran. [..]

Strutynski lambasted also the Zionist regime for its ongoing military threats against Iran.”

Günter Grass’ “Gedicht” ist mithin kein Tabu-Bruch, es macht nur einmal mehr deutlich, daß Antisemitismus in Deutschland kein Randphänomen ist, sondern im Mainstream und Eliten tief verankert.

2003 erklärten 65% der Deutschen Israel zur größten Gefahr für den Weltfrieden und lagen mit dieser Einschätzung noch über dem europäischen Durchschnitt (59%); im Deutschen Bundestag gibt es keine Parteien mehr, gilt es, Israel an den Pranger zu stellen.

Doch Reinhold Robbe hofft, dem Demagogen Bundespräsidenten Joachim Gauck werde es in Israel gelingen, mit ein paar wohlgesetzten Worten “Gras über Grass” wachsen zu lassen.

Wer so Antisemitimus bekämpfen und “dazu beitragen [will], die menschlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Verbindungen zwischen dem deutschen Volk und den Israelis zu festigen und weiterzuentwickeln”, könnte seinen Posten auch Günter Grass überlassen.

Der ist schließlich “dem Land Israel” doch auch “verbunden”.
tw24

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