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Mittwoch, 04.03.2026

Bürotag.

Die meiste Zeit im Entwicklerbüro meines Zweitprojekts verbracht. Wir aktualisierten die Kundenwebsite auf die neueste Version des darunterliegenden Portalsystems. Ich trug zwar operativ nichts bei, wollte aber gemeinsam mit dem Product Owner Präsenz & Wertschätzung für die Arbeit der Entwickler zeigen, die Kommunikation bündeln und nah dran sein um schnell und direkt reagieren zu können falls etwas passierte. Das war ’ne gute Entscheidung, denn das Upgrade verlief nicht ganz nach Plan und verzögerte sich in einem Ausmaß, dass wir zwischenzeitlich kurz davor waren das ganze abzubrechen und auf eine stabile Version zurückzurollen (die Entscheidung lag bei mir, das war kein sonderlich angenehmes Gefühl). Die Kommunikation von Richtung Kundin/Auftraggeberin war dementsprechend auch etwas angespannt, aber das händelte ich laut Rückmeldung meiner Kollegen sehr professionell (fühlte sich nicht so an).
Die geäußerte Kritik konnte ich jedenfalls nachvollziehen und auch annehmen, zum einen leistete ich mir tatsächlich einen Schnitzer den ich so nicht wieder machen werde (hoffentlich), zum anderen gab es quasi eine Gratis-Lehrstunde in Firmenpolitik– auch das ist (mit etwas Abstand) ’ne gute Sache und zeigt mir etwas auf, das ich gern beim nächsten Mal berücksichtigen werde.
Wir waren nach dem erfolgreichen Update jedenfalls allesamt sehr erleichtert und froh. Den Rest des Tages merkte ich richtig, wie die Anspannung und der Stress nachließen– meinem Product Manager gings wohl ähnlich, das beruhigte mich ein bisschen.


Zwischendrin ein Gespräch mit meinem Team Lead zu aktuellen Themen. Bzgl. meiner Eskalationsmail wurde mein Lösungsraum/Möglichkeitshorizont aufgemacht/erweitert (so sprechen die Menschen da wo ich arbeite…), ich hab also einen neuen Punkt wo ich ansetzen kann um eine Lageverbesserung zu erzielen. Außerdem nochmals ein Update zur im November angefragten Gehaltsanpassung eingefordert. Der Drops ist erstmal gelutscht, da es auf individueller Ebene kein Budget gibt. Wir sprachen über mögliche Alternativen, vielleicht such ich mir ’ne schicke Weiterbildung raus.


Der DevOps-Kollege aus dem „war room“ zum Upgrade empfahl die deutsche Übersetzung vom Witcher, die sei wohl wesentlich besser als die englische Übersetzung. Jetzt bin ich natürlich versucht, mir auch die deutsche Ausgabe zuzulegen (ich hab schon geschaut was die fünf Bände bei Medimops kosten)…


Fahrradstress. G möchte gern Fahrrad fahren, aber bei ihrem Rad springt ständig die Kette raus. Aktuell nimmt sie Ms Rad, aber das ist keine dauerhafte Lösung. Ich weiß nicht, weshalb die Kette dauernd rausspringt, müsste mich mal damit beschäftigen und fühle mich davon leicht überfahren.
Außerdem verstellt sich der Sattel bei Ms Fahrrad weiterhin (trotz neuem Sattelkloben), ich hab keine Ahnung woran es liegt. Auch damit müsste ich mich beschäftigen.
Sowohl der Gedanke, selbst tätig werden zu müssen, als auch die Vorstellung, das beim Fahrradladen unterbringen zu müssen, stressen mich.


Abends für nichts mehr aufnahmefähig gewesen, vermutlich hätte ich einfach ins Bett gehen oder mir Kaminfeuer im Fernsehen ansehen sollen. Stattdessen schauten Jott und ich in Young Sherlock rein, viel bekam ich aber nicht mehr mit.

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Dienstag, 03.03.2026

Auf Grund eines Workshops (Teil 2 von diesem) ins Büro gefahren. Viele Themen angesprochen, Sichtpunkte gespiegelt bekommen und ein paar Punkte gemeinsam entschieden. Im Anschluss desillusioniert gewesen weil der Fehler im System steckt und wir, außer unseren Schmerz eine Ebene höher zu verlagern, offenbar nicht viel machen können. Aber wer weiß– wenn der Schuh an anderer Stelle genug drückt, passiert vielleicht etwas.
Immerhin war das Catering gut, es gab kleine Falafel- und Pulled-Beef-Burger. Das war der Zeitpunkt, an dem ich mich freute das zwei Teilnehmende krankheits- und terminbedingt nicht teilnehmen konnten– mehr Mini-Burger für mich ^_^


Einige Rückmeldungen zu meiner Eskalationsmail bekommen, allerdings nichts wirklich hilfreiches. Einmal Bestätigung durch das Account Management (gut), einmal der Hinweis doch mal einen Termin mit den Gewerken aufzusetzen (ach was).
Morgen hab ich ein eingefordertes 1:1 mit meinem Team Lead, dort werde ich das Thema nochmals platzieren.


breadporn.

Jott machte mir mit Brotfotos den Mund wässrig.


Abends gründlichst k.o. und nur noch unproduktiv rumgepimmelt.

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Montag, 02.03.2026

Arbeit – Ergo mit Kind – Kieferorthopädie mit zwei Kindern – Sport mit zwei Kindern – ko am Rechner hängen

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Sonntag, 01.03.2026

Lange geschlafen, gefrühstückt & danach noch ein bisschen gelesen und gefreut, dass wir heute nirgends hinmussten und niemand zu uns kommt.
Den Tag sehr ruhig angehen lassen. Die Kinder gingen zum Spielen raus, wir pusselten in der Wohnung rum, machten dies und das und ließen Fünfe gerade sein.


Jott buk heute ein zweites Sauerteigbrot, wir inhalierten es zum Abendessen weg. Dieses Hobby darf sie keinesfalls beenden.

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Samstag, 28.02.2026

Haushalt & Einkaufen am Vormittag. Die Zwillinge waren währenddessen wieder allein draußen, M genoss die Ruhe beim Lego bauen & Podcast hören.


Elternbesuch am Nachmittag. Nach Kaffee und Kuchen spazierten wir allesamt an der Wuhle entlang, genossen die Nachmittagssonne und erzählten.
Beim verabschieden dann zufällig– ich hatte noch keine Nachrichten konsumiert– von Papa vom Angriff auf den Iran gehört. … das ist ein krasses Jahr.


Sport am (Vor-)Abend mit G und J, danach gründlichst k.o.


Jott ist nun im Sauerteig-Game und buk heute das erste Brot. Vermutlich kann ich nie wieder Brote vom Bäcker genießen.

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Freitag, 27.02.2026

Wieder kinderbedingt ins Wohnzimmer umziehen müssen und bei laufendem Spüler schlafen versucht. Zum Glück war die geräuschvolle Reinigungsphase nach einer halben Stunde vorbei, ich wachte nur später nochmal auf als er piepste weil er fertig war.


Der Rewe Wocheneinkauf kam heute gegen 9 Uhr, das war super. Normalerweise bestelle ich immer zu Abends, heute aus organisatorischen Gründen nicht. So war gegen 9:15 Uhr schon alles verräumt und ich musste weder in der Mittagspause noch am Abend auf die Lieferung warten. Vielleicht mach ich das in Zukunft öfter so?


Im dem Kundentermin anschließenden Smalltalk wurde von Smart Glasses geschwärmt. Auf dem Gebiet kenn ich mich Null aus und war umso überraschter, was mittlerweile offenbar alles geht, vor allem in punkto Foto/Video. Konkret wurde über die Nutzung der Oakley Meta HSTN bei Rennradausflügen gesprochen. Ich fahre kein Rennrad, aber die Vorteile leuchteten mir sofort ein– ein Tool für Musik hören via Knochenschall, Foto/Video, Orientierung, Anrufe… Sehr coole Sache– und aus Privacy- und Datenschutzsicht vermutlich ein Alptraum. In den Agentenfilmen vor 30 Jahren hatten die Spione solche Tools, mittlerweile kann man sie sich für relativ wenig Geld kaufen. Das in Verbindung mit Bilderkennung & KI ist schon ‘ne sehr krasse Sache.


M war am Nachmittag schwimmen, die Zwillinge mit Freunden auf dem Wuhlespielplatz. Ich konnte in aller Ruhe meinen Arbeitstag bzw. die Arbeitswoche zu Ende bringen und im Anschluss, ebenso in Ruhe, zum Spielplatz spazieren und mich über die Wärme (nicht drüber nachdenken, dass 15°C Ende Februar vllt doch nicht ganz alltäglich sind) und die aus dem Boden schießenden Schneeglöckchen freuen.


Große Begeisterung der Kinder: Es gab Kinoabend und Sandwiches. Schön, dass sie sich über solche kleinen Sachen noch freuen können.


Abends am Rechner gespielt und mich sehr gefreut, als Jott noch vor dem Zubettgehen von ihrer Büroeinweihungsparty nach Hause kam.

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Donnerstag, 26.02.2026

Tolles Datum :)


Vormittags ein sehr eindrücklicher Regeltermin mit meinem Kunden, nach dem ich mich hinsetzte, etwas überlegte und dann eine interne Eskalationsmail an meinen Teamlead sowie die Account Manager für den Kunden schrieb.

In der Zusammenarbeit laufen einige Dinge unschön (Produktqualität, Entwicklungsgeschwindigkeit, Lebensdauer von Fehlern, Silo-Denken verschiedener Gewerke, übergreifende Kommunikation). Ich habe schon viel probiert um sie abzubestellen und konnte auch kleine Fortschritte erzielen, erkannte aber nach dem Termin, dass das perspektivisch nur Ursachen, aber keine Symptome aufgreift weil die Probleme gar nicht in z.B. der Zusammenarbeit zwischen mir und dem Entwicklungsteam liegen, sondern an generellen organisationsbedingten Umständen die außerhalb meines Einflussbereichs liegen. Ich habe weder das Mandat noch die Position, um Organisationsstrukturen zu ändern oder personelle Veränderungen herbeizuführen– stattdessen muss ich mit dem arbeiten, was mir (nicht) gegeben wird.

In der Mail benannte ich also die kritischen Themenkomplexe, gab Beispiele, notierte was ich schon angestoßen habe, was noch fehlt, um gegenzusteuern bzw. perspektivisch erfolgreicher zu sein und erbat Support bei den strukturellen Themen.
Mal schauen, was zurückkommt.


Der Frühling ist da. Heute schien die Sonne, es war wärmer als 10°C… Sehr willkommen nach den letzten Monaten.


Nach Feierabend eine Runde mit G auf dem Wuhlespielplatz Sport gemacht. Sie hangelte und turnte, ich führte meine Übungen durch. Superschön.


Abends den Freitagabend vorgezogen und mit Jott bei Kaltgetränken und Knabbereien Bridgerton geschaut.

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Mittwoch, 25.02.2026

Nicht das Omaze Penthouse gewonnen. Schade.


Meine Asphalte-Bestellung wurde versendet und wird Anfang März ankommen. Ich bin sehr gespannt, der Zeitpunkt passt auch– ich musste kürzlich eine Jeans entsorgen weil sie an verschiedenen Stellen durchgeschubbert war.


Es ist jetzt Abends wieder so lange hell, dass ich auf dem Wuhlespielplatz Sport machen könnte ^_^ Da das Wetter die nächsten Tage superschön werden soll, schreit das geradezu nach einer ersten Sporteinheit dort :)


Krasser Neid auf Wenigschläfer. Wenn ich nicht wenigstens 7h/Nacht schlafe bin ich nach drei Tagen krank…


Große Empfehlung: Der Weird Newsletter von Krautreporter. Leser seit der ersten Ausgabe & ich entdecke in fast jeder Ausgabe etwas zum nachdenken/relaten.


Mein Immunsystem ist nicht stark, sondern flexibel: 7 Mythen über das Immunsystem, die zu viele Menschen glauben.

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Dienstag, 24.02.2026

M blieb heute mit Bauchschmerzen zu Hause bei Jott, ich fuhr ins Büro. Nicht um des Büros Willen, sondern um den anstehenden Hautarzttermin einigermaßen sinnvoll in den Tagesablauf einzuweben.


Unfreiwilliger Fußmarsch am Morgen: Die U-Bahn fuhr nach einer Türstörung ab Unter den Linden nicht mehr. Zum Glück wars nur eine Station, die noch übrig blieb.


Vormittags den vom TK-Terminservice vermittelten Hautarzttermin wahrgenommen. Lief ziemlich gut: Ich fuhr mit der U-Bahn 15 Minuten nach Tempelhof rein, wartete eine Minute im Wartezimmer, wurde 3 Minuten untersucht und fuhr anschließend 15 Minuten mit der U-Bahn zurück zum Checkpoint Charlie. Wie gründlich die Untersuchung war, kann ich nicht abschätzen. Ich tröste mich aber mit dem Gedanken, dass größere Auffälligkeiten auch in kurzer Zeit entdeckt worden wären.


Das Büro war heute sehr ruhig, das war richtig entspannt. Die ausführenden Gewerke (Entwicklung, SEO, Data Operations) waren bei den firmeninternen KI-Tagen, meine Projektpartnerin im Urlaub und unser Product Owner krank. Mit anderen Worten: Niemand wollte was von mir und die Terminsituation war auch hervorragend (nur anderthalb Stunden, das ist nichts). Ich kam daher dazu, mich mal intensiv um Tickets und Wegarbeite-Themen zu kümmern und hatte am Ende des Tages das gute Gefühl, ordentlich was geschafft zu haben.


Innovationstreiber Faulheit: Weil ich wenig Lust verspüre, mehrfach im Jahr das selbe Angebot für die selbe Leistung zu erstellen, stimmte ich mit dem Kunden ein deutlich sinnvolleres Vorgehen ab das auch auf seiner Seite weniger Aufwände verursacht. Ich bin eine Effizienzmaschine :)


Unspektakulärer Heimweg, es fiel nach den letzten Fahrten positiv auf.


Vor ein paar Tagen über eine Abbuchung auf meiner Kreditkarte gewundert. Weder Betreff noch Tag sagten mir was. Leichte Panik, diverse Sachen gecheckt (wo war ich zum Zeitpunkt der Abbuchung, Postfächer, Jott)… Nichts. Weil auch die Details der Abbuchung („Online Ticket Hamburg DE“) keinerlei brauchbare Informationen enthielten– ich hatte für/in Hamburg keine Tickets gebucht– meldete ich das ganze bei der Bank und erstattete eine Anzeige bei der Internetwache.
Vorspulen zum heutigen Tag: Antwort der Bank. Sinngemäß: Kein Betrug, da starke Authentifizierung/aktive Freigabe. Irritation meinerseits, ich hatte doch nichts authenti… Dabei fiel mein Blick auf ein von G gemaltes Bild und dann kam ich drauf: Ich hatte am besagten Tag tatsächlich eine Abbuchung authorisiert– nämlich Tickets für 6k United!, wo M und G mitsingen. Schneller Abgleich von Summe und Zeitraum und ja, es passte dann alles. Wie peinlich… Morgen dann der Anruf bei der Polizei um zu sagen, dass nicht weiter ermittelt werden muss. Das wird sehr, sehr unangenehm.
Immerhin: Meine Kreditkarte ist nicht kompromittiert.


Am Abendbrottisch sehr neugierige, halb entrüstete, halb verschämte Fragen der Kinder rund um Pubertät und Sex beantwortet. Das Interesse am Thema stieg die letzten Wochen, die Kinder werden wohl tatsächlich älter.
Gut, dass sie uns fragen– manchmal blitzt durch, dass sie auch an anderen Stellen drüber sprechen und dann nicht unbedingt die qualifiziertesten Antworten erhalten.

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Montag, 23.02.2026

Viele Termine auf Arbeit, inklusive längerer, sehr detaillierter Urlaubsübergabe meiner Projektpartnerin. Uff. Einerseits blicke ich ein bisschen besorgt auf die kommenden Tage (es ist viel zu tun), andererseits freu ich mich weil ich gedenke, das Projekt etwas mehr nach meinen Vorstellungen anzugehen. Soll heißen: Nicht ganz so proaktiv & auch etwas gelassener was Anfragen/Tickets angeht, die nicht durch SLA abgedeckt oder kritisch sind.


Vormittags ein Anruf der Schule: M habe Bauchschmerzen und müsse abgeholt werden. Er sah dann auch ziemlich blaß und leidend aus und flitzte zu Hause zuerst ins Klo. Nachdem er nebenbei erwähnte, dass in der Klasse/Schule Magen-Darm umgeht, erstmal alles inklusive Kind desinfiziert.


Abends wetterbedingt eine (kleine) Sporteinheit im Wohnzimmer. Für ein paar Übungen reichte es, Spaß hatte ich eher nicht- es ist in der Wohnung einfach zu warm.


J konnte wieder nicht schlafen und tapperte gegen halb Zehn ins Wohnzimmer und anschließend in unser Bett. Es ist so nervig. Dadurch ist der einzige Rückzugsraum belegt.


Abends The Witcher gespielt während Jott Netflix schaute. Nach ungefähr einer Dreiviertelstunde verkündete leises Schnarchen von der Couch, dass es Zeit zum ins Bett gehen war.