Mir ist aufgefallen, dass die Bezeichnungen für Werkzeuge in verschiedenen Sprachen teilweise ziemlich schräg sind oder für uns heute schräg klingen. Meistens werden die Bezeichnungen irgendwann mal sinnvoll gewesen sein, aber seitdem ist Kontext verlorengegangen oder der Sprachgebrauch hat sich verändert, und nun Weiterlesen „Falsches Laub und schnarchende Geräte“
Schlagwort: Sprache
Denken Sie an unsere Umwelt
Es passiert erstaunlich oft, dass Leute nicht das sagen bzw. schreiben, was sie eigentlich meinen, sondern wie mit der Schrotflinte ungefähr in die richtige Richtung zielen und abdrücken, sodass am Ende eine Äußerung herauskommt, die schon mit dem Gemeinten zu tun hat, es aber eben nicht trifft (das ist hier nicht zum erstenmal Thema).
Mit „meinen“ meine ich hier übrigens nicht irgendwelche philosophischen Tiefsinnigkeiten, die vielleicht sowieso kaum in Worte zu fassen sind, sondern ganz banale Dinge. Wegbeschreibungen, Definitionen, Appelle, einfache Aussagen und Weiterlesen „Denken Sie an unsere Umwelt“
Mal was anderes
Meine große Vorliebe für das neudeutsche Wort shoppen ist hier schon mehrfach zur Sprache gekommen, da muss ich also gar nicht mehr Weiterlesen „Mal was anderes“
Mischformen
In der deutschen Sprache gibt es bekanntlich haufenweise Fremdwörter. Derzeit wird v.a. Vokabular aus dem Englischen importiert und mehr oder weniger schnell eingedeutscht. Am Ende werden die meisten dieser Wörter kaum noch (oder gar nicht mehr) als Fremdwörter erkannt, etwa Soße, Büro, Fassade, Keks, Pullover. Oder fair, trotz der Schreibweise mit ai statt des im Deutschen zu erwartenden ä oder e.
Das Beispiel fair zeigt auch gleich, dass der Weg zur vollständigen Assimilation lang sein kann und nicht immer zuendegegangen wird. Bei vielen Fremdwörtern Weiterlesen „Mischformen“
Zeichensetzung
Zeichensetzung ist wichtig, Fehler können erhebliche Missverständlichkeiten auslösen. Zur Illustration gibt ja diese hübschen Beispielsätze, in denen ein hinzugefügtes oder weggelassenes Komma eine deutliche Veränderung der Aussage des Satzes nach sich zieht (Komm, wir essen, Opa! vs. Komm, wir essen Opa!) oder die Aussage ins Gegenteil verkehrt (Nicht, aufhören! vs. Nicht aufhören!).
Manchmal gibt es sogar mehr als zwei Möglichkeiten:
Er versprach, mir jedes Jahr ein neues Auto zu kaufen.
Er versprach mir, jedes Jahr ein neues Auto zu kaufen.
Er versprach mir jedes Jahr, ein neues Auto zu kaufen.
Im ersten Fall sollte er mir jedes Jahr ein neues Auto kaufen. Im zweiten Fall wollte er jedes Jahr ein neues Auto anschaffen. Im dritten Fall schleppt er das Versprechen, ein neues Auto anzuschaffen, Jahr für Jahr mit, mutmaßlich ohne es zu erfüllen.
Manchmal kann man aber Weiterlesen „Zeichensetzung“
Wesentliche Vermeidungseffekte
Vor einer Weile hat der Deutsche Verkehrssicherheitsrat sich öffentlich für ein allgemeines Tempolimit von 130km/h auf deutschen Autobahnen ausgesprochen. Damit würde die gegenwärtige Praxis ins Gegenteil verkehrt: Statt dass wie bisher Geschwindigkeitsbegrenzungen auf einzelnen Autobahnabschnitten konkret gerichtsfest begründet werden müssen, müssten nach dieser Empfehlung örtlich begrenzte Ausnahmen vom Tempolimit Weiterlesen „Wesentliche Vermeidungseffekte“
Einverleibungen
Es gibt im Deutschen ja eine beständig wachsende Menge Anglizismen, was öffentlich zu beklagen sich manche berufen sehen, wofür sie dann wiederum von anderen öffentlich kritisiert werden.
Anglizismen sind also allgegenwertig in der heutigen deutschen Sprache, und Anglizismen zu erfinden muss ein beliebtes Hobby sein. In der Werbung wird sowas geradezu zwanghaft gemacht, und in Managementkreisen wird auch häufig ein bisweilen schwerverdauliches Denglisch gesprochen. Schwer zu verstehen, wenn man entweder mit der Denkweise oder dem Fachgebiet der jeweiligen Wortimporteure nicht vertraut ist und darum nicht ohne weiteres erschließen kann, was die ausdrücken wollten, oder weil man die importierten englischen Wörter gar nicht erst kennt.
Und einfach nachschlagen kann man so etwas auch nicht so ohne weiteres, weil erstens das Englische ein paar Laute hat, die im Deutschen nicht vorkommen, zweitens der Zusammenhang zwischen Schreibweise und Aussprache im Englischen recht unübersichtlich ist, und weil drittens so mancher Denglischsprecher seine Importware in der Aussprache derart vermurkst, dass vom Klang nicht immer ganz einfach auf die Schreibweise geschlossen werden kann.
Dabei haben wir noch gar nicht davon angefangen, dass manchen Wörtern beim Import die Bedeutung ziemlich verdreht wird oder englisch klingende Wörter gelegentlich gleich ganz erfunden werden (das berühmte urdenglische Handy lässt grüßen). Bis die im Duden auftauchen, gibt es nichts, wo man die nachschlagen könnte. Obwohl, im Internet Weiterlesen „Einverleibungen“
Wörter, die drölfzigste
Nach Jahr und Tag nun wieder ein paar sortierte Wörter, die gefühlt drölfzigste, tatsächlich erst vierte Folge.
Wörter die ich nicht ausstehen kann:
Pubertier für pubertierende Heranwachsende. Das mag witzig klingen und ist als launische Verbalisierung des pubertätsbedingten Leidensdrucks in der Eltern-Kind-Beziehung auch durchaus verständlich. Aber trotzdem, meine Kinder sind keine Tiere, und ich mag sie nicht so nennen, auch nicht zum Spaß und schon gar nicht in angespannten Zeiten.
vermögen für können: Er hat dies oder das zu tun vermocht o.ä. Das ist so eine Marotte in journalistischen Texten, ähnlich wie das allgegenwärtige & Co., wenn jemand die Möglichkeit andeuten möchte, dass die davor erfolgte Aufzählung womöglich nicht ganz vollständig sein könnte, v.a. wenn der Text in dem beliebten locker-flockig-humorigen Tonfall gehalten ist, der Feierabendtauglichkeit und Nahbarkeit signalisiert.
Aber zurück zu vermögen – ich weiß gar nicht, wo man Weiterlesen „Wörter, die drölfzigste“
Pentatonisches
Vor einer Weile hatte ich ja ein schon etwas älteres Gedankenspiel zur Übertragung der grundlegenden Idee der Zwölftonmusik auf die Sprache wieder aufgenommen. Und jetzt frage ich mich pünktlich zum heutigen Internationalen Tag der Muttersprache, ob man nicht auch in die andere Richtung gehen und ein sprachliches Äquivalent zur Fünftonmusik bauen könnte, sozusagen als Muttersprachgymnastik.
Anderswo wird nur wieder (und oft reichlich larmoyant) über den unmittelbar bevorstehenden Untergang der deutschen Sprache wegen Anglizismenschwemme und Gendersprech gejammert. Das halte ich für völlig verfehlt – Weiterlesen „Pentatonisches“
The Quick Brown Fox
Pangramme, also Sätze, die jeden Buchstaben des Alphabets enthalten, sind hübsch. Echte Pangramme (sogenannte Isogramme), die jeden verfügbaren Buchstaben genau einmal enthalten, sind hübscher. Das in der Überschrift angesprochene englische Pangramm ist mit 35 Buchstaben recht lang und enthält mehrere Buchstaben mehrmals: The quick brown fox jumps over the lazy dog. Es gibt elegantere englische Pangramme, also kürzere, mit weniger doppelten Buchstaben, trotzdem ist der schnelle braune Fuchs wohl das bekannteste englische Pangramm.
Auf Deutsch gibt es laut Wikipedia mindestens drei echte Pangramme mit Umlauten und ß, davon zwei in neuer Rechtschreibung, die wenn schon nicht inhaltlich sinnvoll dann doch wenigstens grammatisch korrekt Weiterlesen „The Quick Brown Fox“
