Kritischer_Realist Beamter
Was spricht denn dagegen, diese Zeiten wieder herbeizuführen?
+36
Ostufer Kritischer_Realist
Abgesehen davon, dass es Unsinn ist, so etwas wieder anzustreben, nur weil es einigen Zeitgenossen dann angeblich besser ginge und sie wieder zufriedener morgens aufstehen und frohgemut in den Spiegel schauen könnten ("Sieh da — ein Deutscher! Was ist die Welt doch schön!!"), wäre Deutsch sicher nicht die optimale Sprache. Die Grammatik mit den vielen komplizierten Endungen und Unregelmäßigkeiten sowie die Aussprache sind für die meisten zu schwer zu lernen. Ich glaube nur Sprachen wie Russisch oder Litauisch wären noch schwerer ;-).
+1
TheMaster
Welche Perspektiven bietet Deutschland in einem internationalen Umfeld damit sich jemand den Aufwand macht 1. die Sprache zu erlernen und 2. seine Arbeiten letztendlich auch auf Deutsch zu verfassen? Praktisch keine. Man könnte sich genau so gut fragen warum wissenschaftliche Arbeiten nicht auf Spanisch oder Griechisch verfasst werden.
Man muss sich bestimmte Fragen bspw. aus der Sicht eines Chinesen stellen. Man lernt Jahre lang Deutsch und dann? Dann lieber Englisch in der US-Variante mit der Option in den Staaten eine echte Karriere zu machen und evtl. dort auch sein Leben aufzubauen.
o +17
Groundzero
Ich hab es gerade hinter mir, meine Diplom-Forschungesarbeit. Zitieren durfte ich, nach Lehrstuhlvorgaben, nur aus mindestens B-gerankten Journals (deutsche Journals wurden meist schlechter gerankt und fielen somit raus). Zudem waren deutsche Quellen generell unerwünscht, was Max Weber kaum gefreut hätte. Und wenn man sich dann einmal die Zirkularität der Editoren der amerikanischen Journals anschaut, wird einem nur noch schlecht. Der Anreiz eines Editors ein Paper im eigenen Journal aufzunehmen ist natürlich dann gegeben, wenn man selbst, als Autor, in einem Journal publizieren will, bei dem der jeweils andere Autor selbst zum Editorenzirkel gehört. Man wäscht sich gerne wechselseitig die Hand und zuviel Kritik schadet dabei nur. Somit überprüfen die Editoren die eingereichten Arbeiten oft gegenseitig und recht wohlwollend. Und wie wir aus Studien von Informationsübertragungen wissen (Granovetter, 1972), zirkulieren Informationen lediglich in solchen durch strong ties verbundenen Cliquen und werden somit gegen neue Informationen abgeschottet. Das Ergebnis sind reichlich Redundanz und bestenfalls inkrementell-neue Erkenntnisse. Schlimmstenfalls heisst das, dass die in den USA freigegebenen Forschungsgelder — und damit deren utilitaristische Fragestellungen — unser Forscherverhalten in Deutschland beeinflussen und wir somit unsere Unabhängigkeit aufgeben (die aufgrund von Drittmitteln eh kaum noch gegeben ist). Und so wird dann die deutsche Forschung zunehmend ein Abbild dessen, was in Amerika als wichtig erachtet wird.
Schade ...
o +86
Rookie Groundzero
Man erkennt, dass Sie gerade erst Ihre Diplomarbeit gemacht haben....
+16
Dieser Kommentar wurde entfernt
TheMaster Kurt L.
Definitiv ein beliebig gespanneter Bogen. Es ist in der Tat so, dass Deutschland heute für viele Dinge nicht mehr steht für die es zu anderen Zeiten viel Lob und Anerkennung erhalten hat. Und genau diese Lücken lassen sich nicht beliebig mit nationalen Ideen und Machtfantasien füllen. Wo bspw. leben heute die Ideen und Inhalte der berühmtesten deuschen Philosophen? Wo ist der Kern des grünen Gedankens wenn wir für unseren Konsum die Verseuchung ganzer Kontinente in Kauf nehmen solange der Schein vor der eigenen Haustür bewahrt wird. Wo ist die Vision einer fortschrittlichen und gerechten Gesellschaft in einem Land wo sich jeder der erste ist und nach ihm der Tod kommen mag und auch vor den schwächsten nicht halt gemacht wird. Wo ganze Bevölkerungsgruppen ins Abseits gedrängt werden damit man sich über sie her machen kann. Die Idee der nationalen Identität hat die letzten 20 Jahre versagt und nur dazu beigetragen die zunehmenden Kern und Inhaltslosigkeit des "Gerüsts" Deutschland vor den eigenen Augen zu verschleiern.
+19
PolitBeobachter Kurt L.
Selten so gelacht... denn einen Minderwertigkeitskomplex sehe ich wesentlich ausgeprägter jenseits der deutschen Grenzen.
+11
Maik Kurt L.
Heute sind alle bedeutenden Länder psychisch angeknackst. Auch die Briten und die Amerikaner. Die Briten hatten mal ein Weltreich. Heute ist das einzige, was in GB noch von Bedeutung ist, der Finanzplatz London. Ansonsten schert sich um dieses Land kein Mensch mehr. Und die Amis mussten in Vietnam erfahren, dass sie besiegbar sind.
+18
Jürgen Joschka Grünlich Kurt L.
Also, ich bin Deutscher und nicht psychisch krank, sondern mir geht's richtig gut! Ich find Deutschland klasse und die deutsche Sprache schön! Andere Sprachen sind auch sehr nett! Ganz oben steht für mich das Niederländisch! Klassesprache!
+18
Silverager Kurt L.
Deutsche sind psychisch krank? Kompletter Unsinn.
Was allerdings bei uns Älteren nachwirkt, sind die grauenhaften Verbrechen des "Dritten Reichs". Das wird alles auf "die Nazis" geschoben und dabei unterschlagen, dass zu derartigen Greueltaten eine breite Unterstützung bei der Mehrheit der Bevölkerung nötig war.
Daher ist es mit der "deutschen Leitkultur" auch etwas schwierig.
Das wird sich nach dem Ableben unserer Generation schon geben.
"Stolz" hingegen können wir auf die deutschen Erfolge nach dem Krieg sein auf den Aufbau einer funktionierenden Wirtschaft, auf die weitgehende Aussöhnung mit den alten "Erbfeinden" und auf das friedliche Zusammenleben der europäischen Völker — zumindest bis zur Einführung des unseligen Spaltpilzes "Euro", der die alten Ressentiments wieder aufleben lässt.
Die Einführung der alternativlosen europäischen "Friedens- und Wohlstandswährung" war der schlimmste Fehler der Nachkriegszeit.
+9
Swen Andrew Silverager
Sie tuen ja geradeso als wäre der Aufbau nach dem Krieg von ganz anderen Menschen gemacht worden. LOL
+3
Demokrat Silverager
Gerade diejenigen, die uns täglich gewisse 12 Jahre aufs Butterbrot schmieren, und das meist eher aus der teils gesetzlich vorgeschriebenen Sicht der damaligen Feindstaaten, sind merkwürdigerweise meist an vorderster Front mit dabei, um uns ständig tiefer in das nächste totalitäre Konstrukt (EU) und eine Euro- Inflationszwangsjacke hereinzuziehen.
+1
Der_lachende_Hellene Kurt L.
Ich glaube, um in Ihrer Definition zu bleiben, daß die Deutschen auch vorher, vor dem 2. WK psychisch krank waren.Sonst wäre es zur Machtergreifung Hitlers und zum 2. WK nicht gekommen.
+1
Demokrat Der_lachende_Hellene
Als der Vorgeschichte heraus, speziell dem Ende des 1. Weltkriegs und der daraus folgenden Krise der Weimarer Republik, die z. B. an der hohen Zahl der Regierungswechsel zu erkennen ist, ist das besser verständlich, als manche wahrhaben wollen.
Zum Kriegsausbruch gäbe es auch noch einiges zu sagen, aber:
"Die Geschichte schreibt immer der Sieger".
+1
Duke_of_Swords
Sprachwissenschaftler schätzen die deutsche Sprache wegen ihrer Exaktheit. Deshalb wurde die deutsche Sprache auch in der Philosophie und in den Rechtswissenschaften als die Wissenschaftssprache benannt.
o +44
hixel Duke_of_Swords
Nein, manche Sprachwissenschaftler tun das. Andere widersprechen dem bzw. sehen das nicht als Vorteil gegenueber dem Englishen, Manche sehen das auch umgekehrt.
Nimmt sich eh nix, denn derlei Stereotypen sind ja eh nur vorgeschoben. Jemand will halt gern Deutsch behalten. Das steht in der Regel dahinter. Gewoehnung halt, Ueberforderung mit Veraenderungen usw... Englisch ist aber grobmotorisch betrachtet eh ein deutsch-nordischer Dialekt mit romanischen Einschlaegen ...
Was glauben meisten eigentlich wo Woerter wie Body, Download, Shop, Store, Girl, Brother usw. herkommen? na? raten wir mal ...
+3
Der_lachende_Hellene Duke_of_Swords
Hahahah! Deutsch als Sprache der Philosophie! Der war gut! Deutsch als Sprache der Philosophie aber selber kein Wort über Philosophie erfunden sondern aus dem Griechischen entnommen. Bald ist ja Karneval, mal sehen was wir sonst noch hören.
+1
colombo
Deutsch ist nicht nur eine Sprache, sondern eine Denkweise. Sie unterscheidet sich vom englischen. Die deutsche Denkweise ist exakter und deshalb für Wissenschaft und Technik besser geeignet als Englisch. Demgegenüber haben englische Begriffe mehr Bedeutungen, so daß man mit Englisch besser andeuten und umschreiben kann. Deshalb eignet sich Englisch besser für die Politik oder die Kunst (Musik).
Nun muß man sich fragen, wie es dann bei dieser ungeeigneten Techniksprache zu einer industriellen Revolution in England kommen konnte. Die industrielle Revolution war in erster Linie keine technologische sondern gesellschaftliche Umwälzung. Dafür war die englische Sprache sehr gut geeignet.
o +53
Konfliktforscher colombo
"Die industrielle Revolution war in erster Linie keine technologische sondern gesellschaftliche Umwälzung"
Es war beides, da sich beide Entwicklungen gegenseitig bedingen.
+6
Schlesischer Weber Konfliktforscher
Aufgrund der technischen Erfindungen erfolgten gesellschaftliche Umwälzungen. Beides nennt man heute industrielle Revolution.
+4
Lars Michel Schlesischer Weber
Oder anders.Eine Revolution,die bedingt durch ihre Zielsetzung, nach hinten losging.
Auch mit revolutionärem Tempo kann man in der Steinzeit landen !
+3
Chatti Schlesischer Weber
"Die Weber"! ;)
+4
Der_lachende_Hellene colombo
Dann frage ich mich, wieso die ganzen technischen Begriffe im Deutschen aus dem Griechischen kommen.
+1
Demokrat Der_lachende_Hellene
Die Sprache nimmt manchmal seltsame Wege. Zum Beispiel behaupten böse Zungen, Altgriechisch und viele andere Sprachen würde vom Althochdeutschen abstammen. Auch beim Englischen sind gemeinsame Wurzeln mit Deutsch erkennbar, in alten Dialekten wie Plattdeutsch sogar noch stärker als im Hochdeutschen.
+1
Guderian
Englisch ist deshalb so beliebt in der Wissenschaft, weil es für Leute vom Typ Karl-Theodor zu Guttenberg eine Möglichkeit bietet, die eigene Unwissenheit hinter einem Schleier von Lost in Translation zu verstecken.
o +48
Dieser Kommentar wurde entfernt
peng Duke_of_Swords
Staendig dieser Unsinn. Englisch ist nicht nur fuer Deutschland die lingua franca , sondern fuer ALLE Laender und Kulturen! Der Rest ist eher eine Frage der Ausbildung. In manchen Laendern ist die Englischausbildung eben besser, in anderen schlechter, manche sind noch etwas nationalistisch zurueckhaltender, andere offener. Aber das aendert nichts daran, dass Englisch die lingua franca ist (gaebe es keines, waere es halt eine andere Sprache) und auch bleiben wird (Chinesisch oder gar Spanisch haben NULL Chancen das zu aendern) ... typisch deutsch waere wenn schon das Gejammer und die Unfaehigkeit zu erkennen, dass das alle anderen auch betrifft. Aber eigentlich ist nicht mal das typisch deutsch.
+3
salsa
Deutsch als Sprache der Forschung???? Vielleicht im Ostblock.
Deutsch war eine Sprache der Technk, heute may be nicht mehr:)
o +1
Reiner Schmidtche
Englich ist eine Sprache die anderes Denken ins sich hat wie die deutsche Spache. Man kann in Deutsch die Gedanken für was Neues deutlich leichter nutzen. Weiter ist das Misshandeln der englichen Sprache an deutsch Hochschulen sehr schlimm. Lieber einen Übersetzer, als diesen Mist den Stundenten oder Kollegen hören müssen. Es ist doch schlimm wenn die viel gar nicht mehr verstehen was andere wirklich sagen.
Wir sind Deutche und sollten unsere Spareche nicht verleugenen!!!
o +25
schmittla
na hoffentlich gehen die meisten Trottel, die hier kommentieren, mit der deutschen Sprache unter, wäre zumindest wünschenswert. Die Sprachbarriere weltweit muss endlich endgültig durchbrochen werden, dazu gehört gerade in der Wissenschaft, dass sich auf eine Sprache geeinigt wird. Zukünftig Englisch bitte Hauptsprache #1 in jedem Land
o +4
ingo45
Deutschland ist der größte Nettozahler in der EU. Deutsch wird in Österreich, der Schweiz, Belgien, Luxemburg, Lichtenstein, Dänemark, Holland und eben auch in Deutschland gesprochen. England will die EU verlassen und trotzdem ist deutsch keine europäische Amtssprache. Jeder Antrag bei der EU muss in englisch ausgefüllt werden und selbst deutsche EU Beamte sprechen auf den Brüsseler Fluren englisch. Wen wundert es da, dass deutsch auch in den wissenschaftlichen Sprachen immer mehr zurück gedrängt wird. Selbst in Deutschland gibt es Bereiche, wo gar nicht mehr deutsch gesprochen wird. Es ist leider sehr sehr traurig.
o +54
Guest ingo45
In unserer Schweiz werden sowohl auf den deutschsprachigen Universitäten (z.B. ETH Zürich), als auch auf den französischsprachigen Universitäten (z.B. Genève, Lausanne) alle wichtigen Publikationen in Englisch verbreitet. Dies gilt auch für unsere international, tätigen Konzerne, wie Nestlé oder Novartis. Ohne Englisch geht überhaupt nichts. Dies trifft auch auf Cern zu, obwohl die Organisation in der französischsprachigen Schweiz angesiedelt ist.
+3
Groundzero Guest
Wenn der Inhalt einer Publikation unwichtiger wird, als die Sprache, in der sie verfasst wird, dann können sie ihre Forschungsergebnisse behalten.
+16
Tamerlan Guest
Sie können mir nicht weismachen, dass alle diese wichtigen Universitätspublikationen von Autoren mit Englisch auf muttersprachlichem Niveau erstellt wurden oder, wenn nein, immer extrem teure Übersetzungsfirmen mit den Übersetzungen oder zumindest mit den Lektoraten betraut wurden. Entsprechend dürften die Resultate dann auch aussehen.
Bei international tätigen Konzernen ist das etwas anderes, weil dort die Millionenbudgets für interne oder externe Lektorate und Übersetzungen vorhanden sind.
+7
Guest Tamerlan
Was ist denn "muttersprachliches" Niveau ? ... gehen Sie einfach einmal davon aus, dass WissenschaftlerInnen, die tagtäglich fast ausschliesslich in Englisch kommunizieren, grundsätzlich in der Lage sind ihre Publikationen und Forschungsergebnisse auch in englischer
Sprache nieder zu schreiben. Nach dem Korrekturlesen werden sie dann veröffentlicht ... das ist so üblich.
Meine Muttersprache ist auch nicht Deutsch und trotzdem würde ich mir zutrauen in Deutsch eine Publikation zu verfassen. Natürlich wäre das Korrekturlesen notwendig; aber das ist auch bei MuttersprachlerInnen notwendig.
+2
Der_lachende_Hellene ingo45
Luxemburg, Lichtenstein, Dänemark, alles Länder, die einen gewissen Status in der Welt haben und zusammen mit Ländern wie die USA, China, Japan usw genannt werden.
+1
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−
lesender Gast Kompa
Es gab aber einen großen Unterschied zu heute.
In meiner Besatzungszone(ein schöner Traum) war zwar Russisch ein Plichtfach in der Schule, aber ich mußte niemals im Lebensmittelgeschäft sagen das ich einen Liter Moloko(Milch) oder ein Chleb(Brot) haben will.
Wie es in den anderen Besatzungszonen war weiß ich nicht.
Vorige Woche habe ich mir den Spaß gemacht und habe in einem Textilgeschäft gefragt ob sie Sale auch in meiner Größe haben.
Die Verkäufern hat mich ganz entgeistert angeschaut, als ob ich Freigänger einer psychatrischen Einrichtung wäre.
Das schöne daran ist, daß ich bei solchen Späßen keine Miene verziehe und man niemals wissen kann wie ich das jetzt gemeint haben könnte. :-)
Gruß lesender Gast
+12
Gast11
D hat als Wissenschafts- und Forschungsstandort nur noch eine Nebenrolle. Deshalb verschwindet Deutsch als Forschungssprache, und nicht wegen zweier verlorener Weltkriege. Aber klar, man kann halt alles auf die unselige Vergangenheit schieben, dann braucht man sich mit der Gegenwart nicht auseinander zu setzen.
o +9
Maik Gast11
Wenn nun aber die Gegenwart die Folge der Vergangenheit ist?
+6
Klarstellung
Man hat sich nie darum bemüht die deutsche Sprache zu etablieren. Nicht in der Wissenschaft und nicht im gesellschaftlichen Leben. Anglizismen beherrschen den Alltag und verdrängen die deutsche Sprache. Englisch gilt als smart und hip. Da gilt selbst der Türkischdeutschslang "Waischt Du isch hau Dir in die Fresse, Alde!" in manchen Kreisen noch angesehener als Hochdeutsch. Weder in der Politik gab es Regelungen, wie z.B. in Frankreich, noch in der Fernsehwerbung. Man ist sich gar nicht bewußt daß das Eindringen einer fremden Sprache in eine andere Kultur eine subtile Manipulation des jenigen Volkes auch in der Denkens- und Handelsweise bedeutet. Im Grunde genommen kann man klar zwischen Klassen einer Gesellschaft unterscheiden. Wer gut Englisch spricht ist eine Stufe höher als dernenige der n u r des Deutschen mächtig ist. Wer dazu noch im breiten Dialekt daher kommt gehört in die dritte Gesellschaftsklasse.
o +11
Student
Was waren das für Zeiten, als James Watt noch deutsch gelernt hat um Schriften der Wärmetheorie lesen zu können.
Die Zeiten sind aber vorbei, da die deutsche Wissenschaft ein Zerfleischungsprozess durchläuft, da die kognitiven Fähigkeiten von Deutschen auf englisch zu lernen extrem beschränkt sind! Die Qualität der Deutschen Wissenschaft wird darunter extrem leiden...
Ich zum Beispiel (Student eines technischen Studiengangs) kann nur mäßiges englisch. Obwohl ich vom technischen Verständnis keine Probleme habe, entstehen mir gerade durch das Englische Hindernisse. Und so wird es vielen gehen...
o +17
Demokrat Student
Je nach Fachgebiet kann es sinnvoll sein, sich alte Fachbücher antiquarisch zu besorgen, falls sich auf dem jeweiligen Spezialgebiet nicht allzuviel getan hat. Oft sind die sprachlich sehr viel sorgfältiger formuliert, als heutzutage noch möglich (übrigens auch erschwert durch die Rechtschreibreform, die einige prägende Strukturelemente der deutschen Sprache eingeschränkt oder teils unpraktikabel gemacht haben.
+0
ExportartikelAusSH
Ich glaube, das hat mit etwas anderen zu tun. Englisch ist der erfolgreichste Exportartikel aus Schleswig-Holstein den es je gegeben hat. Während die deutsche Sprache erst seit 150 Jahren, mit Bismarck und Duden als einhaltliche Sprache in Deutschland etabliert wurde war die englische Sprache schon immer eine Volkssprache. Selbst die deutschen literarischen Grössen, wie Goethe und Schiller haben ihre Werke so mit Latinismen (was heute die "Anglizismen" sind) gespickt, dass ihre Werke für den Ottonormalverbraucher schwer war, diese zu verstehen. Ausserdem ist die Deutsche Sprache von Mönchen geschaffen worden, die vom Latein ausgegangen sind und die deutsche Grammatik auf die Lateinische Grammatik draufgesetzt haben, was somit eine Kunstsprache ist. Sieht man sich Flämisch, Dänisch, Luxembourgisch, Schwedisch, Friesisch, Norwegisch, Isländisch und Niederländisch an, so sind dies echte Germanische Sprachen und keine Hybridschaffungen, wie Deutsch, was man schon an der Einfachheit der Grammatik erkennt. Aber die Deutsche Sprache ist wie die Walhalla bei Regensburg. Ein römisch-griechischer Tempel, der eigentlich nicht sehr viel mit Bayern zu tun hat und Nutzlos ist. Aber am Besten lässt sich dies auf der Architekturebene ausdrücken. Wer heute einen Wolkenkratzer, einen Tunnel, ein erdbebensicheres Haus oder eine lange Brücke bauen will, der muss Variationsrechnung können, wo die Kinetik und die Kinematik der Gebäude brerücksichtigt wird. Wer nur die Statik berechnet, der konstruiert einstürzende Neubauten, wie die Spezies beim U-Bahnbau in Köln, die durch ihre mangelnden Rechenkünste ein ganzes Stadtarchiv im Tunnel versenkt haben. Die Analogie zur deutschen Sprache liegt da sehr nahe.
o +4
Tamerlan ExportartikelAusSH
Einfache Grammatik beim Isländischen? Diese Sprache ist sehr schwer zu erlernen. Übrigens wurde im Laufe der Jahrhunderte auch an den anderen germanischen Sprachen herummanipuliert. Vom Norwegischen gibt es beispielsweise zwei Formen, verbunden mit einem Chaos bei der Orthographie.
+2
Dieser Kommentar wurde entfernt
Der_lachende_Hellene Henlein Gutenberg
1500 Jahre? Seit wann waren die Römer Germanen?
+0
pawel
Ich bin Pole, spreche Deutsch. Wenn ich ab und zu in Deuschland
geschaeftlich bin, merke ich dass mir Leute freundlicher
entgegenkommen, wenn ich English spreche, als Deutsch mit fremdem
Akzent. Deshalb neige ich in Deuschland in Hotels, Gaststeatten usw.
Engish zu sprechen. Dasselbe tun andere Auslaender, die ich kenne und
in Deuschland mittlerweile ein paar Jahre arbeiten ! Als Englisch
sprechender wird man ernster genommen und freundlicher bedient. Der
fremde Akzent im Deuschen laesst einen Zugereiseten schnell in der
Schublade "noch ein Auslaender, der uns auf der Tasche liegt"
landen. Ich glaube, da liegt einer der Gruende, warum das Deutsche es
so schwer hat als Weltsprache.
o +7
gast007
Deutsche Muttersprachler gibt es ca. 100 Millionen. Eng verwandte Sprachen wie Niederländisch, Letzeburgisch, Schwedisch, deren Sprecher kaum Probleme haben Deutsch zu verstehen, gibt es vielleicht noch einmal 40 Millionen. Englisch Muttersprachler gibt es lt. Wikipedia 340 Millionen. Verkehrssprache ist Englisch allerdings auch in Indien und Malaysia und den meisten der ehemaligen Kolonien, deren verschieden Völker sich anders nicht untereinander verständigen können. Dabei gibt Wikipedia eine Milliarde Zweitsprachler an, wobei hier nicht übersehen werden darf, dass das oft nur die Ober- und Mittelschicht der jeweiligen Länder sind, wodurch diese 1 Milliarde Zweitsprachler Entscheidungen treffen, die für weit mehr Menschen eine Rolle spielen. Selbst Spanisch hat in diesem Sinne mehr Ausstrahlung als Deutsch. Wir müssen uns also nicht wundern, sondern sollten uns der erforderlichen Zweisprachigkeit anpassen. Dabei ist eines wichtig: Wer seine eigene Kultur nicht kennt und schätzt, kann auch andere Kulturen nicht wirklich schätzen! Das Deutsche und die entsprechende Kultur dürfen deshalb von den Muttersprachlern nicht vernachlässigt werden, auch nicht wegen der zwölf Jahre extrem schlimmer Geschichte. Daran krankt es in unserem Land.
o +5
Ostufer gast007
Schweden können also ohne Weiteres Deutsch verstehen? Wirklich? Ich dachte das geht nur mit den anderen skandinavischen (nordgermanischen) Sprachen. Umgekehrt jedenfalls geht es nicht: Ich kann, wenn ich Schwedisch höre, zwar irgendwie heraushören, dass es eine im weiteren Sinne verwandte Sprache ist, aber verstehen kann ich rein gar nichts! Obwohl ich Schwedisch vom Klang her sehr mag, diese Sprache hat so einen schönen Singsang, jedenfalls empfinde ich es so. Dänisch dagegen... na ja.
+1
pythia2010
Schade, schade, schade, aber der Finanzmarkt kennt keine Gnade.
Welche deutsche Intelligenzbestie wird nicht eine Professur in den USA oder GB annehmen, wenn Ansehen (Prestige) und Kontostand stimmen? Wegen der Muttersprache in D verweilen? Nein, danke.
Wenn es den sogenannten Eliten gleichgültig wird oder bereits geworden ist, daß die eigene Muttersprache keinen Wert besitzt, dann könnte das ja der Rest der Bevölkerung übernehmen und die deutsche Sprache der klassischen Dichter und Denker hoch halten. Anglizismen: Nein, danke.
o +7
Leo
Viele Kommentatoren fühlen sich offensichtlich in ihrer deutschen Seele zutiefst gekränkt. Dass Deutsch als Wissenschaftssprache kaum noch eine Rolle spielt, wird schon als beleidigend gesehen. Aber dass Deutsch ausgerechnet von Englisch abgelöst wurde, wird als unerträglich gesehen. Schließlich ist Englisch die Sprache der Engländer und Amerikaner, denen man die Niederlagen in zwei Weltkriegen "verdankt" und die man seit jeher als "intellektuell minderwertig" ansieht.
o +7
Guest Leo
Nicht zu vergessen, das traurige Ende der Stasiwelt. In Russland gibt es eine Menge Menschen, die mit ganz ähnlichen Minderwertigkeitskomplexen zu kämpfen hat. So ist es eben, wenn Nationen tief fallen.
+3
Ostufer Leo
Genau so ist es! Auf den Punkt gebracht!
+0
Klarstellung
Der deutsche stirbt an seiner Selbstverleugnung eines Tages aus und damit auch seine Sprache.
o +22
ValerianetVeronique
Hallo Herr Vitzthum. Benennen Sie doch bitte einmal 5 wegweisende wissenschaftliche Neuerungen, die in den letzten 10 Jahren in Deutschland gemacht wurden! Und ich meine ausdrücklich NICHT deutsche Wissenschaftler, die in die U.S.A. gegangen sind. Ich bin gespannt auf Ihre Auflistung.
o +2
Demokrat ValerianetVeronique
Es gibt durchaus welche, wenn man scharf genug ins Detail geht.
Der wesentliche Punkt ist allerdings: Will man hinterherhecheln oder will man etwas Neues schaffen? Der Trend zum Englischen scheint ersteres zu begünstigen, zumal heute selbst innerhalb von vielen Spezialgebieten ein Flut von Fachliteratur auf dem Markt ist, die kein Mensch mehr verfolgen kann, der noch eigenständig arbeiten kann. Die Veröffentlichungs-Hitlisten führen dazu, daß jede Kleinigkeit dazu führt, daß eine neue Veröffentlichung gemacht oder jemand als Coautor genannt wird. In meinem Studium habe ich noch gelernt, daß ein seriöser Wissenschaftler maximal eine handvoll Veröffentlichungen pro Jahr schaffen kann.
Große wissenschaftliche Theorien kann man auf so einer Basis nicht entwickeln.
Zum Beispiel hat der Physiker Burkhard Heim, der eine Art "Erweiterte Realitätstheorie" entwickelt hat, die möglicherweise eine "Weltformel" darstellt, jahrelang abseits des Mainstreams vor sich hin gearbeitet und seine Ergebnisse fast nur als Bücher veröffentlicht, da sie in Artikeln, der heute üblichen Veröffentlichungsform, kaum darstellbar gewesen wäre.
+0
Klarstellung
Auch das Englisch hat seinen Zenith schon überschritten. In der Wissenschaft wird die erste Geige in 20-30 Jahren in China gespielt und man wird sich rühmen an einer shanghaier Universität studiert haben zu dürfen. Wer die Sprache der Zukunft lernen möchte der sollte sich ans Mandarin halten. Die Chinesen sind, im Gegensatz zu den Deutschen, ein stolzes und wissenbegieriges Volk.
o +3
Leo Klarstellung
Chinesisch als internationale Wissenschaftsspache? Wohl kaum! Diese Vorstellung entspringt wohl eher Ihrem Wunschdenken — und dieses basiert auf Ihrer Abneigung gegenüber den USA.
Wissenschaftler wollen, dass Ihre Veröffentlichungen weltweit gelesen werden. Und daher werden sie weiterhin in englischer Sprache publizieren — Englisch bleibt nämlich noch lange die einzige Sprache, mit der man weltweit ein Publikum findet.
+7
Lars Michel
Ich kann den Artikel nicht bestätigen.Ich kommuniziere ausschließlich in deutscher Sprache.Sie ist doch die schönste Sprache der Welt.Wenn man sie sprechen kann !
o +16
Thomas Tarantino
Rechtstexte sind im Englischen äußerst schwierig zu lesen, weil man so gut wie keine Komposita kennt und auch keine Bindestriche benutzt; in romanischen Sprachen gibts zur Strukturierung immerhin 'genitivische' Funktionswörter zwischen den Nomen. Und wer sich dann mal an Dickens im Original versucht, merkt sodann, dass das Englische auch eine konsequentere Kommasetzung bräuchte, um lesbarer zu werden.
o +9
Leo Thomas Tarantino
Juristische Texte sind in fast jeder Sprache "äußerst schwierig zu lesen" — jedenfalls für Nichtjuristen. Die mangelnde Klarheit und Eindeutigkeit der juristischen Texte ist aber notwendig, um den Juristen die Arbeit zu erhalten. Wäre nämlich die Rechtslage öfter mal klar, gäbe es für Juristen weniger Arbeit.
+10
ping
Deutsche, Schweizer, Niederlaender haben noch Glueck, denn Englisch ist mit ihnen verwandt. Ueber das Englische lebt u.a. Deutsch (daneben noch ein Latein, Griechisch, Franzoesisch, Italienisch usw.) weiter. Das waere bei einer anderen lingua franca sehr anders . Das waere tatsaechlich der Tod des Deutschen. ... Im uebrigen hat Sprache zwar mit Kultur zu tun, ist aber nicht die ganze Kultur. Musik aus dem deutschsprachen Raum wie Literatur und sonstiges leben ja weiter und sind heute sogar dank Internet zugreifbarer als je zuvor. Es waren auch noch nie so viele Touristen in Deutschland und gucken sich deutsche Museen und Staedte an bzw. beschaeftigen sich mit der Kultur. Man sollte Sprache nicht mit der ganzen Kultur verwechseln. Kultur wird eh immer mehr zur Weltkultur, globalisiert sich. Wem gehoert schon "Einstein" oder "Beethoven", "Mozart" usw.? Es wird zum gemeinsamen eines jeden, der sich daran erfreut bzw. es benoetigt — weltweit.
o +3
Adina
Das ist kein ausschliesslich deutsches Problem,andere europaesche Sprachen wie franzoesich,italienisch und selbst englisch sind auch davon betroffen oder werden bald sein. Und das hat mit dem Aufstieg neuer Maechte im Osten zu tun wo beispielsweise China die USA in Forschung bereits ueberholt haben duerfte. Dazu kommt wachsende Nationalismus in nicht-westlichen Laender wo gedacht wird Sprachen wie mandarin,hindu,swahili und amharisch mehr Einfluss zu geben.
o +6
Guest Adina
Na ja, wenn Sie sich mit Mandarin auseinandergesetzt hätten, würden Sie so etwas nicht schreiben. Mandarin ist, ähnlich wie Hindi, für wissenschaftliche Publikationen mehr als ungeeignet. Die Schreibweise ist viel zu kompliziert, die sprachliche Semantik viel zu inkonsistent, als dass sie jemals eine Bedeutung jenseits der chinesischen MuttersprachlerInnen erlangen könnte.
+3
Chatti
Ein Land, das seine besten Leute in Wissenschaft und Technik ins Ausland schickt bzw. gehen lässt und somit gezwungen ist, Ausländer ins Land zu holen, um zu retten was noch zu retten ist, muss sich nicht wundern, wenn es selbst seine Sprache verliert!
o +13
Der_lachende_Hellene
So ist das. Wenn eine Gesellschaft intolerant ist, und Fremde immer misstraut und nicht als gleichberechtigte Individuen sieht, dann kann man nicht erwarten, daß diese Menschen auf Deutsch publizieren oder Deutsch die Fahne halten.
o +1
Dieser Kommentar wurde entfernt
−
Guest UlrichZ
Was hat das mit dem Thema zu tun?
+0
UlrichZ Guest
Es ist der Ausdruckes des Zeitgeistes in D, der Zeitgeist der sogar alles Lehrstüle in Radiochemie, Atom- und Kenphysik, Nuklearmedizin abgeschafft hat.
Der Erfolg ist groß: Man muß sich nur die Ausbildung unserer Volksvertreter von Grün anschauen.
+8
Maik
Die Zitate-Übersetzungen da oben können doch wohl nur Google-Übersetzugnen sein.
o +0
Golfball
Man braucht sich doch nur anzusehen was aus unserer Sprache wird, ein Blick in die Kindergärten, Grundschulen und Oberschulen reicht vollkommen.
o +10
Sven Forbis
Was soll nur das Gejammer? Die Deutschen und das Deutsche ist nun einmal dem Untergang geweiht. Die Deutschen haben es eben nicht geschafft, sich einen wichtigen Anteil und Platz in der Weltgeschichte zu sichern. In etwa 30 Jahren werde ich nicht mehr leben. Warum sollte ich also Stolz sein auf meine Nation und Sprache? Man hat uns aus politischer Bequemlichkeit sogar die Ostgebiete nach der "Wiedervereinigung" vorenthalten und der Artikel 146 GG wurde auch nicht umgesetzt. Soviel zu der Wichtigkeit des deutschen in dieser Welt.
o +4
Gast
Deutsch ist als Wissenschaftssprache einfach nur deshalb unwichtig, weil sich Wissenschaft ebenso wie Wirtschaft globalisiert hat.
Und das hat garantiert nichts mit jüdischer Intelligenz zu tun.
o +4
Guest
seit 1933 ist die philosophie ohnehin im eimer.
man merkt es auf den kongressen, was da für ein ist verbreitet wird. egal wo, yale, oxford, jerusalem. kann man alles vergessen...
o +2
Chatti
Auf der Straße ist es mit der deutschen Sprache auch nicht mehr weit her!
o +3
UlrichZ
Als Gerd Schröder Ministerpräsident in Niedersachsen war, da hätte beispielsweise die Möglichkeit gehabt etwas für die Wissenschaft in Niedersachsen zu tun. Das Gegenteil hat er gemacht. Als es darum ging in Hannover den ersten Lehrstuhl für Informatik in D einzuführen. Er hat ihn verhindert. Eine schöne Weitsicht, um sich als Bundeskanzler zu qualifizieren. Als Student (Jura) gehörte er zu den Wortstarken Schreihälsen.
Unabhängig davon gibt es in Brüssel, Straßburg und Luxemburg wohl niemand, der Deutsch auch als Amtssprache. Man findet dort nicht einmal Hinweisschilder in D — für verirrte Besucher.
o +3
egal...
Vielleicht, weil man hierzulande zuviel mit der Energiewende befaßt ist.
Und das interessiert außerhalb Deutschlands halt niemanden wirklich...
o +6
overnewsed
Ein ellenlanger Artikel, der dennoch verschweigt, daß der Niedergang der deutschen Sprache in erster Linie mit Bildungsmangel zu tun hat. Der politische Flickenteppich aus 16 Bundesländer egalisiert Bildung auf dem Niveau der Schwächsten. Allgemeinbildung ist so schwach ausgeprägt, das kaum noch "Dichter und Denker" aus der Vernetzung von Univeralität hervorgehen können. Anstatt durch eine intellektuelle Elitenförderung einen fruchtbaren Boden für Koryphäen auf allen wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Feldern zu bilden, kämpft die jetzige "Elite" einen Kampf mit Billiglohnländer um den niedrigsten Niedriglohn. Der Mangel an Geld schließt den Kreislauf des Bildungsmangels, denn wo Menschen Geld fehlt, fehlt auch der Sinn für Bildung.
o +5
albi
nur mal zwei beispiel :: getriebe heist auf spanisch ::Caja also kiste
oder
dann versuche mal einer das wort senkkopfschraube auf spanisch oder englisch
zu uebersetzen
o +3
Der_lachende_Hellene albi
Vielleicht countersunk bolt? Oder was wollte der deutsche Künstler uns damit sagen? Versuchen Sie mal die Wörter Software und Hardware ins deutsche zu übersetzen.
+2
Kritischer_Realist
Wir sollten uns für ein Gesetz starkmachen, daß es Angehörigen von Hochschulen, die mit DEUTSCHEN Steuergeldern finanziert werden, verbietet, in einer anderen als der DEUTSCHEN Sprache zu veröffentlichen. Auch sollten alle von der jeweiligen Hochschule organisierten Veranstaltungen zwingend in DEUTSCHER Sprache stattfinden müssen.
Ausnahmen für Fremdsprachenfächer sollten möglich sein.
o +9
Leo Kritischer_Realist
Wenn deutsche Wissenschaftler nur noch in deutscher Sprache publizieren dürfen, versinkt die deutsche Wissenschaft international in der Bedeutungslosigkeit. Ist Ihnen Ihr deutsches Nationalgefühl dies wert?
+4
Sonnebaer Leo
So ein Quatsch! Nennen Sie mir, neben Latein, eine Sprache, die so eindeutig und schön ist wie die unsere! Unsere Sprache ist geradezu prädestiniert zur Wissenschaftssprache Nr.1.
+2
Demokrat Kritischer_Realist
Das wäre nun übertrieben, nur auf wenigen Fachgebieten wie der Chemie gibt es noch angesehene deutschsprachige Fachzeitschriften. Aber wie wäre es, wenn die Veröffentlichung mindestens zuerst auf Deutsch (und möglichst kostenlos öffentlich zugänglich) erfolgen müßte, wenn die Arbeit mit Steuergeld finanziert war?
+0
Swen Andrew
Ich sehe nicht das English den Standort Deutschland voran gebracht hat. Ehere das Gegenteil ist der Fall.
o +9
Starost
Der Artikel weist den Weg: Wenn die deutsche Sprache in Forschung und Wissenschaft wieder zu der Weltgeltung zurückfinden soll, die sie vor dem Aderlass von 1933 anderthalb Jahrhunderte lang innehatte, dann wird zunächst die deutsche Wissenschaft selbst wieder dorthin zurückfinden müssen. Die Publikation in englischer Sprache ist nämlich lediglich das Eingeständnis, nichts mehr mitzuteilen zu haben, das so weltbewegend wäre, dass es auch auf Deutsch von der englisch sprechenden Konkurrenz nicht ignoriert werden dürfte. Einstein hatte es nicht nötig, auf Englisch zu publizieren!
o +5
Deutscher Wissenschaftler
Ich kenne mindestens zwei Wissenschaftszweige, in denen Deutsch als Publikationssprache nach wie vor eine führende Rolle spielt und die bezeichnenderweise im Artikel nicht genannt werden: Evangelische Theologie (hier ist Deutsch wohl bis heute wichtiger und prestigeträchtiger als Englisch) und Klassische Philologie (hier ist kaum zu entscheiden, ob Deutsch oder Englisch als wichtiger anzusehen ist).
o +2
Bergmann
In Philosphie käme es nur auf Klarheit an? Das ist aber ein sehr technisches Denken!
Von Philosophie versteht der Professor aus Regensburg wohl nichts!
Amerikaner rätseln in Forschungen über den deutschen Begriff des RAUMES, den es so eben nicht im angelsächsichen und romanischen oder slavischen oder gar asiatischen gibt! Sie kennen dort nur so eine Art "Zwischenraum", nicht aber Raum. Deutsches kann ich eben nur auf deutsch denken. Für richtiges Philosophieren muss man immer noch in der Welt deutsch lernen. Das ist Fakt! Und wird so bleiben!
Wollen wir jetzt Kant auf englisch lesen. so ein Unsinn, was dieser "Professor" da zusammenredet!
Das Problem ist doch eher: seit der Übernahme der Forschungskultur durch das (allzu opportunistische) Bürgertum um 1920 wird Forschung dem US/GB- Utilitarismus unterworfen!
Seitdem ist Deutschland nicht mehr erstrangig. Alte deutsche Forschung war wesentlich freier als die immer königstreue englische und staatsnahe franz. Forschung. Das war ihr Vorteil im 17. bis 19. Jahrhundert.
Wenn Amerika sogar einen spezifischen Noblesse- Stil vorschreibt, also derart despotisch -aristokratisch in altenglischer Manier vorgeht, werden wir in vielen Fächern bald wieder an der Spitze stehen. Denn dümmer gehts nicht...! Aber dann ohne diesen Regensburger Provinz- Professor — ganz vorne !
o +2
Der_lachende_Hellene Bergmann
"Für richtiges Philosophieren muss man immer noch in der Welt deutsch lernen. Das ist Fakt! Und wird so bleiben!"
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Für richtiges Philosophieren sollte man immer noch Griechisch lernen, die Sprache der Denker und Philosophen.
+2
Bergmann
Deutschland war um 1900 eines der größten Länder der Erde, jetzt unter ferner liefen.
Kein Land außerhalb Europas spricht deutsch- aberhin der Osten Europas recht gerne!
Überall REx- Commenwealth, da machen sich dann natürlich andere als deutschsprachige breit, aber auf welchem Niveau, fragt sich, denn Phil. ist heute zu 95 Prozent ja NUR reiner Akademiker- Lehrbetreib.
Aber:
Als NIchtseefahrer und LAND- Volk sind wir aber die besten Philosophen.
Piraten können das nicht.
Engl.Philosophie ist genaugenommen seit Thomas Hobbes nur Interessenpolitik, also Zynismus. Albertus Magnus war schon viel besser als der englische Krampf vor 800 Jahren!
Frankreich, Italien , Spanien und USA sind ebenso egozentrisch.
Philosophie benötigt aber das Überwinden des unmittelbaren Interesses.
Das können fast nur die Deutschsprachigen!
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Pseudonymnutzer
Das ist insofern schade, weil Sprache Ausdruck von Bewußtseinspotential ist. Deutsch ermöglicht ein höheres Bewußtsein. Das merkt man vor allem daran das es in englisch z.B. kein Unterschied zw. Realität und Wirklichkeit gibt. Alle denken es wäre ein und das selbe. Dies ist aber ein großer Irrtum, der durch Forcieren der Englischen Sprache noch weiter genährt wird. Deutsch betrachte ich als English extended for bigger Minds.
Wenigstens werden fehlende Wörter eingeenglischt. wie z.B. Zeitgeist.
o +3