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Channel crossings & UK

Erster EU-Aktionsplan zur Kanalroute

Die Europäische Kommission legte im Juni erstmals einen Aktionsplan zur Bekämpfung der Migration auf der Kanalroute vor. Damit wies sie diesem Abschnitt ihrer Außengrenze eine vergleichbare Relevanz wie den Migrationsrouten über das Mittelmeer, den Atlantik und den Balkan zu. Der Plan implementiert die bislang auf bi- und multilateraler Ebene für die Ärmelkanalregion verfassten Strukturen in die Migrations- und Grenzpolitik der Europäischen Union, die für Großbritannien nun auf höchster Ebene zum Partner wird. Gleichzeitig schreibt der Plan die restriktive Linie der vergangenen Jahre fort, ohne humanitäre Belange zu berücksichtigen.

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Externe Berichte

Juli 2026

Wir verlinken hier eine Auswahl aktueller Meldungen aus den Medien und Beiträge von Exilierten und Aktivist_innen und mit Bezug zur Situation im kontinentaleuropäisch-britischen Migrationsraum.

Foto: Julia Druelle
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Channel crossings & UK

„One in, one out“-Abkommen wird fortgeschrieben

Vor zehn Monaten trat eine britisch-französische Vereinbarung in Kraft, die erstmals die Abschiebung von Geflüchteten nach Frankreich ermöglichte, die per Schlauchboot von dorther eingereist waren (siehe hier). Im Gegenzug sagte das Vereinigte Königreich zu, die gleiche Zahl Geflüchteter aus Frankreich legal aufzunehmen, sofern diese eng gefasste Kriterien erfüllen und insbesondere keine Bootspassage versucht haben – daher die inoffizielle Bezeichnung „One in, one out“. Ursprünglich bis zum Juni 2026 befristet, wurde das Abkommen nun bis zum 1. Oktober 2026 verlängert und inhaltlich angepasst. Der Fokus richtet sich dabei auf einige wenige Personen, die nach ihrer Abschiebung erneut nach Großbritannien eingereist bzw. von Schleusern dazu gezwungen worden waren.

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Channel crossings & UK

Todesfall auf See

Während einer Bootspassage nach Großbritannien kam am 20. Juni eine Frau ums Leben. Wie BBC unter Berufung auf die Behörden berichtet, wurde die Frau auf einem Boot, das sich bereits in britischen Gewässern befand, „leblos aufgefunden und starb trotz medizinischer Hilfe“.

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Calais

Demonstration gegen Räumungen

Mobilisierung zur Demonstration in Calais am 12. Juni 2026.

Nach mehrtägigen Protesten am Rand des derzeit größten Camps in Calais (siehe hier) zog am 12. Juni eine Demonstration aus der Innenstadt dorthin. Etwa 150 Menschen wandten sich unter dem Motto Non aux expolsions! gegen die permanenten Räumungen und Ausgrenzung im öffentlichen Raum.

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Channel crossings & UK

„Was wir hier sehen, ist ein rassistisch motivierter Pogrom“

Die Exzesse von Belfast. Eine erste Einordnung

Im nordirischen Belfast kam es in der Nacht zum 10. Juni zu massiven rassistischen Ausschreitungen, bei denen zahlreiche Wohnhäuser und Fahrzeuge in Brand gesetzt werden. Medienberichten zufolge marschierten vermummte Männer durch die Straßen, skandierten ausländerfeindliche Parolen und legten die Brände. Auslöser war die Gewalttat eines Geflüchteten aus dem Sudan, der 2023 aus Frankreich eingereist war. Dieser Umstand verknüpft den Gewaltexzess von Belfast mit der Migrationsthematik am Ärmelkanal, und rechtsextreme Akteure spielen diese Karte seit Langem aus.

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Calais

Proteste gegen Räumungen in Calais

Im weitläufigen Brachgebiet am Calaiser Krankenhaus befinden sich seit der Räumung des Jungle von Calais (2016) fast durchgängig informelle Camps Geflüchteter. Zeitweise – und auch momentan – der größte Lebens- und Rückzugsort Geflüchteter im Raum Calais, war das Areal immer auch von Räumungen betroffen (siehe etwa hier). Schützende Vegetation wurde gerodet und zuletzt ein martialisch wirkender Steinwall an der Grenze des Gebiets errichtet (siehe hier). Zwischen dem 2. und 4. Juni war das Areal nun Schauplatz politischer Proteste.

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Externe Berichte

Juni 2026

Wir verlinken hier eine Auswahl aktueller Meldungen aus den Medien und Beiträge von Exilierten und Aktivist_innen und mit Bezug zur Situation im kontinentaleuropäisch-britischen Migrationsraum.

Foto: Julia Druelle
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Channel crossings & UK

Rechtsextreme Agitation auf See

Kürzlich berichteten wir an dieser Stelle über die Ankündigung britischer Rechtsextremisten, künftig mit einem eigenen Schiff im Ärmelkanal zu patrouillieren, um Geflüchtete aufzuhalten (siehe hier). Wir argumentierten, dass keine belastbaren Hinweise für die Realisierung des Vorhabens vorliegen und wir es eher mit der neuesten Variante einer rechtsextremen Kampagne zu tun haben, die seit dem vergangenen Herbst unter dem Namen Operation Overlord läuft und auf Alarmismus, Desinformation und Hochstapelei beruht. Am Pfingstwochenende veröffentlichte der Anführer der Operation Overlord, Daniel Thomas, nun Aufnahmen, die ihn tatsächlich auf einem Boot im Ärmelkanal zeigen. Wie ist das einzuschätzen?

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Calais

Ein weiterer Todesfall bei Calais

In der Nacht auf den 29. Mai 2026 kam es bei Calais zu einem weiteren Todesfall im Zusammenhang mit der Migration nach Großbritannien. Ein Mann starb vermutlich beim Versuch, auf einen Lastwagen zu gelangen. Die Zahl aller Todesfälle in diesem Migrationsraum steigt damit auf vierzehn seit Beginn des Jahres.