Insta360 geht mit dem neuen Produkt den begrenzten Speicherplatz von Actioncams und 360-Grad-Kameras wie der X4 Air oder Ace Pro 2 an. Der Insta360 Quick Reader kommt als kompakte externe SSD mit 512 GByte Speicher und funktioniert auch an PC, Smartphone und Co. Wir haben uns die handliche Speicherlösung in der Größe einer 50-Cent-Münze im Test einmal genauer angeschaut.
Technisch Daten des Insta360 Quick Reader
| Produkt | Quick Reader |
| Kapazität | 512 GB |
| Gewicht | 5,4g |
| Max. Lese-/Schreibgeschwindigkeit (MB/s) | 420 MB/s |
| Anschluss | USB-C |
| Preis | 156,99 Euro |
Insta360 Quick Reader Test Design und Verarbeitung
Im Vergleich zu klassischen externen SSDs ist der Insta360 Quick Reader geradezu winzig. Nur ein paar Zentimeter klein, flach, robust und 5,4 Gramm leicht. Viel zu entdecken gibt es nicht. Auf der Vorderseite prangen die Herstellerlogo von Insta360 sowie Lexar, die für den Speicher zuständig sind.
Hinten sitzt ein USB-C-Port für den Anschluss. Das war’s. Mehr gibt’s eigentlich nicht zu erzählen. Die flache Bauweise ist äußerst praktisch, da der Quick Reader so kaum über das Gehäuse der Actioncams hinausragt. Das verringert das Risiko, die Speicherlösung in der Hitze des Gefechts zu verlieren.
Im Lieferumfang enthalten sind zudem drei gummierte Aufsätze für verschiedene Kameraarten, mit denen eine feste Montage möglich ist. Je nach System, also Actioncam oder 360-Grad-Kamera, sollte man den passenden Aufsatz wählen, aber der Insta360 Quick Reader funktioniert auch gänzlich ohne.
Insta360 Quick Reader im Praxistest
Dank USB-C-Direktverbindung ist der Insta360 Quick Reader direkt an Actioncams, Smartphones, PCs und Notebooks einsatzbereit. Einfach anschließen und loslegen, der Speicher wird sofort erkannt. Plug-and-Play, wie s sein soll.
Die Installation zusätzlicher Software entfällt. Auf dem Smartphone meldet sich nach der Verbindung die Insta360 App zu Wort, die die Erkennung des Quick Reader bestätigt. Und das war’s. Schon kannst du loslegen. Das funktioniert in der Praxis ganz wunderbar und erleichtert den Workflow deutlich.
Gerade im Vergleich zu einer microSD-Karte, die einen entsprechenden Kartenleser voraussetzt. Den Insta360 Quick Reader steckst du an deine Kamera, nimmst auf, ziehst ihn ab und verbindest ihn dann mit Smartphone oder PC, um die Dateien zu übertragen. Das spart Zeit und vereinfacht mobile Workflows erheblich.
Dabei lässt sich der Insta360 Quick Reader auch direkt mit dem Smartphone verbinden und nutzen, um so den oftmals begrenzten internen Speicher um satte 512 GByte zu erweitern. Sehr praktisch, da Aufnahmen mit dem Handy so ebenfalls direkt über die externe Speicherlösung möglich sind.
Aufgrund der Bauweise und Form funktioniert der Speicher aber nicht mit den meisten Handyhüllen. Ich musste mein Pixel 10 Pro beispielsweise aus seinem Ledercase schälen, damit die Speicherlösung per USB-C im Smartphone Platz finden konnte. Das hätte man etwas eleganter lösen können.
Performancetest des Insta360 Quick Reader
Der Insta360 Quick Reader kommt mit 512 GByte Speicherplatz daher und wird direkt per USB-C angebunden. Die Performance des externen Speichers haben wir mithilfe von Benchmarks wie CrystalDiskMark und AS SSD getestet.
Dabei fällt auf, dass der Speicher hinsichtlich der reinen Geschwindigkeit deutlich hinter modernen externen SSDs zurückliegt. Selbst recht günstige Modelle wie beispielsweise eine PNY RP60 Extreme (unser Test) kommen hier mit 2.000 MB/s lesend und 1.800 MB/s schreibend auf ein deutlich höheres Tempo, fallen natürlich aber auch um ein Vielfaches größer aus.
Der Insta360 Quick Reader hingegen bietet laut Herstellerangabe Geschwindigkeiten von bis zu 420 MB/s. Das ist natürlich deutlich langsamer, wenngleich man damit klassische microSD-Karten wie beispielsweise eine Samsung PRO Plus (unser Test) deutlich hinter sich lässt, die maximal mit 180 MB/s lesen und 130 MB/s schreiben.
Hinsichtlich der Geschwindigkeiten ordnet sich der Insta360 Quick Reader also irgendwo zwischen externen SSDs und microSD-Karten ein. Die Geschwindigkeiten sind absolut ausreichend, um große 4K- oder gar 8K-Videos ohne Probleme zu sichern.
Viel mehr sollte man aber auch nicht erwarten, zumal die Zugriffszeiten mit 0,129 ms lesend und 0,286 ms schreibend eher gemächlich ausfallen. Dennoch kam es im Rahmen meines Tests zu keinen Problemen beim Sichern von großen Videos. Mit einer externen SSD lassen sich aber deutlich höhere Geschwindigkeiten realisieren. Gerade für Smartphone-Creator dann doch die bessere Wahl.
Insta360 Quick Reader Test: Fazit
Mit dem Insta360 Quick Reader bietet der Hersteller eine interessante Speicherlösung an, die vor allem für die Nutzung an Actioncams und 360-Grad-Kameras einen echten Vorteil bietet. Eine kompakte Erweiterung um satte 512 GByte Speicher, die kaum aufträgt und die Mobilität der Cams nicht einschränkt.
Die breite Kompatibilität und die schnelle sowie simple Übertragung vom beziehungsweise auf den PC beziehungsweise das Notebook erleichtern den Workflow deutlich.
Allerdings liegen die Geschwindigkeiten, wenn auch für die meisten Szenarien absolut ausreichend, auf durchwachsenem Niveau: Schneller als eine microSD-Karte, aber eben deutlich langsamer als externe SSDs. Der Insta360 Quick Reader eignet sich gut für das, wofür er gemacht ist. Besonders das kompakte Design gefällt. Der Preis fällt allerdings, gemessen an der Leistung innerhalb dieser Kategorie, zu hoch aus.
VORTEILE
- Unglaublich kompakt
- Sehr leicht
- Intuitive Bedienung
- 512 GB
NACHTEILE
- Transferraten könnten schneller sein
- Teuer
Fazit
Extrem handliche Speicherlösung für Actioncams und 360-Grad-Kameras, deren Schreib- und Leseraten aber nicht an externe SSDs heranreichen.
