UV-Druck war lange eine Technik, die man eher aus Werbetechnik, Personalisierung oder kleineren Produktionsumgebungen kannte. Entsprechend spannend ist die Idee hinter dem EufyMake E1. Das Gerät will UV-Direktdruck aus dieser Nische herausholen und in einen Bereich bringen, in dem auch kleine Studios, Maker oder ambitionierte Hobbyanwender sinnvoll damit arbeiten können. Im Test musste der EufyMake E1 deshalb vor allem zeigen, wie leicht sich das Ganze wirklich bedienen lässt, wie gut die Ergebnisse auf unterschiedlichen Materialien ausfallen und wo die Grenzen des Systems liegen.
Technische Daten des EufyMake E1
| Produkt | EufyMake E1 |
|---|---|
| Drucktechnik | UV-Direktdruck mit Reliefdruck |
| Maximale Druckfläche | 330 x 420 mm |
| Maximale Objekthöhe | 60 mm |
| Maximale Reliefhöhe | bis zu 5 mm |
| Farbsystem | CMYK, Weiß, Gloss |
| Positionierung | Kamera und Laservermessung |
| Anbindung | WLAN, Ethernet, App und Desktop-Software |
| Maximale Drucklast | bis zu 1,5 kg |
| Preis (UVP) | 2.299 € |
Der Anspruch ist nicht klein. Farbe auf Holz, Kunststoff, Metall, Filz oder Acryl zu bringen, ist die eine Sache. Spannend wird es dort, wo der E1 mehr will als nur ein Motiv auf eine Fläche zu legen. Reliefdruck, kameragestützte Positionierung und ein Workflow, der auch für Einsteiger beherrschbar bleiben soll, machen das System auf dem Papier jedenfalls sehr interessant.
Lieferumfang und erster Eindruck
Schon beim Auspacken hinterlässt der EufyMake E1 einen runden Eindruck. Der Karton enthält nicht nur den Drucker selbst, sondern auch das Zubehör, das für die ersten Drucke tatsächlich relevant ist. Das wirkt angenehm durchdacht und spart vor allem am Anfang unnötiges Improvisieren.
Im Lieferumfang enthalten sind:
- EufyMake E1 UV-Drucker
- Lade- beziehungsweise Netzteil und Anschlusskabel
- Tintenset samt Reinigungskartuschen
- UV-Schutzbrille
- Luftfilter
- Mini-Flatbed (33,5 × 9 cm) und Standard-Flatbed (33,5 × 42 cm) inklusive passender Adhesive Mats
- 3 Testmagnete für die ersten Versuche
Der erste Eindruck vom Gerät selbst ist insgesamt gut. Der E1 steht stabil, wirkt sauber verarbeitet und vermittelt ein stimmiges Gesamtbild. Die Acrylglasflächen zeigen sich allerdings recht kratzanfällig, was im Alltag ein Punkt ist, den man im Hinterkopf behalten sollte.
Der EufyMake ist schnell aufgebaut (allerdings nicht ganz narrensicher!)
Die Inbetriebnahme lief im Test insgesamt erfreulich entspannt. Aufbau und Einrichtung waren schnell erledigt, die ersten Schritte werden nicht nur durch den Quick Start Guide gut geführt, sondern auch durch die App – alles ist selbsterklärend.
Grundsätzlich ist der E1 kein Gerät, bei dem man sich erst einmal stundenlang durch Menüs und Handbücher kämpfen muss. Gerade für ein UV-System ist das ein echter Pluspunkt.
So ganz intuitiv lief es dann aber doch nicht ab. Wir hatten bei der Kalibrierung anfangs das Problem, dass wir die weiße Referenzfläche auf dem kleinen Flatbed zu früh entfernt haben. Dadurch wurde der Prozess unnötig schwierig und wir mussten uns mit passend zugeschnittenem weißem Papier behelfen. Darauf stand, dass man jenes erst nach dem Testdruck entfernen soll.
Unterm Strich hat es am Ende aber funktioniert. Allerdings war das aber auch ein guter Hinweis darauf, dass der E1 zwar einsteigerfreundlich wirkt, bei den ersten Schritten aber trotzdem sauberes Arbeiten verlangt. Ist die Kalibrierung einmal sauber durch, wird der Umgang mit dem Gerät deutlich einfacher.
Software und Positionierung im Praxischeck
Vieles, was am E1 schnell überzeugt, hängt direkt an der Software. Der Drucker lässt sich:
- über die Desktop-Anwendung
- und über die App bedienen
Am Rechner gelingen Vorbereitung, Skalierung und exakte Platzierung natürlich komfortabler. Für einfache Jobs ist die App aber oft schon mehr als genug.
Besonders gelungen ist der Ablauf nach dem Scan. Das Objekt wird erfasst, die nutzbare Fläche sichtbar gemacht und das Motiv anschließend direkt auf das Werkstück gelegt. Dadurch wirkt der E1 deutlich weniger kompliziert, als man es von einem UV-Drucker vielleicht erwartet hätte.
Im Test funktionierte das bei den meisten Objekten erfreulich unkompliziert. Gerade bei kleinen bis mittleren Flächen hilft der Workflow enorm, weil man die reale Position des Werkstücks direkt sieht und sofort besser einschätzen kann, wie das Motiv am Ende sitzt. Auf den letzten Zehntelmillimeter war das nicht immer makellos, insgesamt arbeitet das System aber angenehm verlässlich und sehr nah an der Praxis.
Motiven und Materialien im EufyMake E1 Test – so schlägt sich der UV-Drucker in der Praxis
Spannend wurde der Drucker für uns erst dann richtig, als nach Setup und Kalibrierung die ersten echten Drucke anstanden. Gerade bei einem UV-Drucker zeigt sich die Qualität nicht nur an einer einzelnen Demo, sondern daran, wie unterschiedlichste Motive, Materialien und Druckmodi in der Praxis zusammenkommen.
Entsprechend haben wir nicht nur mit den mitgelieferten Testobjekten gearbeitet, sondern auch mit eigenen Materialien experimentiert. Genau an diesem Punkt wird im EufyMake E1 Test recht schnell sichtbar, wo das System besonders stark ist und wo es etwas hakt.
Die ersten Testdrucke als guter Gradmesser
Schon die ersten Testdrucke haben ziemlich klar gezeigt, dass der UV-Drucker nicht nur kräftige Farben aufs Material bringt, sondern auch bei der Detailwiedergabe viel richtig macht. Gerade die mitgelieferten Magnete waren dafür ein sinnvoller Einstieg, weil sich an ihnen gut ablesen lässt, wie sauber der Drucker mit unterschiedlichen Motivarten umgeht.
Das flache Motiv mit dem aquarellartig gezeichneten Hund war ein guter Test für weichere Übergänge, feine Konturen und eine insgesamt eher malerische Vorlage. Der Druck wirkte geschlossen, ohne dass die sanfteren Farbabstufungen matschig wurden.
Beim Mond aus dem Testprogramm zeigte sich dann auf andere Weise, was der E1 kann. Hier ließ sich gut erkennen, wie sauber Helligkeitsverläufe, Kontraste und kleinere Strukturen umgesetzt werden. Genau solche Motive sind hilfreich, weil man daran schnell sieht, ob ein Druck nur auf den ersten Blick ordentlich wirkt oder auch bei genauerem Hinsehen sauber aufgebaut ist.
Wie viel bringt der Reliefdruck wirklich?
Richtig spannend wurde es bei den Blumen als Fotomotiv mit Reliefaufbau. Hier zeigte sich schnell, dass die 3D-Funktion nicht bloß ein netter Effekt für Produktdemos ist. Der E1 trägt die Struktur nicht einfach flächig auf, sondern erweitert die Bildwirkung tatsächlich plastisch. Gerade bei einem Motiv wie diesem sorgt der Höhenaufbau dafür, dass das Ergebnis nicht mehr wie ein reiner Oberflächendruck wirkt, sondern deutlich greifbarer und räumlicher erscheint.
Praktisch ist dabei, dass EufyMake beim Reliefdruck mehrere Wege anbietet. Neben einem einfachen Modus, der kostenlos Höhe aufbaut, gibt es auch KI-gestützte Varianten, die sich stärker an Bilddetails orientieren und Strukturen differenzierter herausarbeiten. Genau diese KI-Funktion kam bei unserem Blumenmotiv zum Einsatz und kostete 5 Credits.
Ganz unwichtig ist das nicht, denn Credits sind zwar nicht von Anfang an sofort ein Problem, aber eben auch kein unbegrenzter Gratisposten. Beim Kauf des EufyMake E1 sind aktuell zwölf Monate Plus-Mitgliedschaft für Make It Real enthalten, inklusive 600 AI-Credits pro Monat. Wer viel mit den KI-Reliefs experimentiert, sollte das trotzdem im Hinterkopf behalten, weil sich solche Versuche mit der Zeit natürlich summieren können.
Für viele Motive dürfte der kostenlose Modus aber schon reichen. Er baut ebenfalls Struktur auf, bleibt bei der Ausarbeitung aber gröber und weniger detailverliebt. Wenn ein grundlegender Relief-Effekt genügt, ist das oft die vernünftigere Wahl. Wer dagegen sichtbar mehr Tiefe und eine stärkere Orientierung an Motivdetails will, bekommt mit der KI-Variante das spannendere Ergebnis.
Wie schlägt sich der EufyMake E1 auf verschiedenen Materialien?
Das bedruckte Akustikpanel aus Filz war im Test einer der stärksten Praxisbelege für die Druckqualität des EufyMake E1. Die leicht raue, strukturierte Oberfläche ist kein einfacher Untergrund, weil hier Farbübergänge schnell unruhig werden und feine Details an Präzision verlieren können. Genau das war hier aber kaum zu sehen.

Laut Hersteller unterstützt der Drucker bis zu eine Million Farben, und auch wenn sich das im Test natürlich nicht numerisch überprüfen lässt, passt der visuelle Eindruck dazu erstaunlich gut. Der Hintergrund zeigt viele differenzierte Farbabstufungen, die kräftig, aber nicht plump wirken, während Logos und Schrift scharf genug bleiben, um sich klar von der Oberfläche abzusetzen. Gerade auf diesem Material wurde deutlich, dass der E1 nicht nur hohe Farbsättigung liefert, sondern auch bei Farbtrennung, Kantenwiedergabe und Flächenruhe überzeugend arbeitet.
Auch auf Holz machte der EufyMake E1 im Test eine gute Figur. Die Akazienholz-Untersetzer waren kein völlig neutraler Untergrund, sondern brachten eine eigene Oberflächenstruktur und Materialanmutung mit. Trotzdem blieb das Druckbild sauber, die Farbübertragung wirkte gleichmäßig und auch feinere Konturen wurden ordentlich abgebildet. Das zeigt recht gut, dass der UV-Drucker nicht nur auf glatten Standardmaterialien funktioniert, sondern auch mit natürlicheren Oberflächen brauchbar umgehen kann.
Ähnlich sah es bei Kunststoff aus, solange die Geometrie des Werkstücks nicht zum Problem wurde. Ein Deckel mit niedrigem Rand ließ sich sauber bedrucken und zeigte, dass der E1 mit solchen Formen problemlos zurechtkommt. Entscheidend ist hier weniger der Kunststoff an sich als vielmehr die Zugänglichkeit der Druckfläche.
Hier stößt der Drucker an Grenzen
So überzeugend viele Jobs auch aussahen, ganz ohne klare Grenzen kommt der E1 natürlich nicht aus. Das zeigte sich besonders deutlich bei Frischhaltedosen-Deckeln mit besonderer Geometrie. Die eigentliche Druckfläche lag vertieft, während der umlaufende Rand vergleichsweise hoch ausfiel. Anders gesagt: Die zu bedruckende Fläche saß gewissermaßen in einer kleinen Wanne.

Genau solche Formen sind für den Druckkopf ungünstig. Im Test blieb am Ende statt eines sauberen Ergebnisses nur eine Farbpfütze zurück. Das war kein Ausreißer, sondern ein ziemlich klarer Hinweis darauf, dass der E1 zwar viele Materialien beherrscht, aber nicht jede Objektform sinnvoll verarbeiten kann. Sobald Kanten, Ränder oder tieferliegende Flächen den Druckbereich geometrisch zu kompliziert machen, wird es kritisch.
Ein zweiter Punkt betrifft sehr glatte Oberflächen in Kombination mit besonders filigranen Motiven. Hier waren die Ergebnisse nicht durchweg schlecht, aber auch nicht immer so überzeugend wie auf strukturierteren oder etwas dankbareren Materialien. Der E1 kann viel, bleibt aber trotzdem ein System, das von sinnvoll gewählten Trägern und realistischen Motiven profitiert.
Weiß und Gloss treiben die Druckkosten
Beim Verbrauch zeigt sich recht schnell, dass beim E1 nicht CMYK der große Kostentreiber ist. Richtig ins Gewicht fallen vor allem Weiß und Gloss. Genau diese beiden Kanäle steigen spürbar an, sobald Relief, Unterlegung und Finish ins Spiel kommen.
Das Akustikpanel ist dafür das beste Beispiel. Bei 1 Stunde und 39 Minuten Druckzeit kamen insgesamt 30,85 ml zusammen, der Großteil davon entfiel auf Weiß und Gloss. Die eigentlichen Farbtinten spielten dagegen eine deutlich kleinere Rolle.
Dasselbe Bild zeigte sich auch bei den kleineren Motiven:
- der Mond-Magnet mit leichter Erhebung lag bei 1,66 ml Gesamtverbrauch
- der Blumenmagnet mit Relief bei 3,17 ml
- während das flache Fotomotiv mit 0,12 ml fast schon zurückhaltend ausfiel
In allen Fällen wurde deutlich, dass vor allem Weiß und Gloss den Ausschlag geben.
Unterm Strich bedeutet das, dass die spektakulärsten Drucke natürlich nicht die sparsamsten sind. Wer mit starkem Relief, kräftiger Weißunterlegung und vollflächigem Gloss arbeitet, holt optisch viel mit dem EufyMake heraus, bezahlt das aber mit höherem Materialeinsatz. Flachere Drucke auf geeigneten Untergründen bleiben deutlich günstiger. Der E1 belohnt damit vor allem einen bewussten Workflow und nicht einfach blind den maximalen Effektmodus.
Was man im Umgang mit einem UV-Drucker bedenken sollte: Die fertigen Drucke riechen deutlich nach
Am klarsten negativ aufgefallen ist uns im Test der Geruch der fertigen Drucke. Das ist bei UV-Druck nicht völlig ungewöhnlich, fiel bei unseren Ergebnissen aber deutlich und vor allem erstaunlich lang anhaltend aus. Nicht nur direkt nach dem Druck, sondern auch noch Tage später war auf allen bedruckten Materialien klar etwas wahrnehmbar. Selbst nach einer Woche war der Geruch noch nicht vollständig verschwunden.
Wichtig zu wissen ist dabei aber, dass das kein spezielles Problem des EufyMake E1 ist, sondern eher eine Eigenheit von UV-Drucken. Praktisch heißt das für uns vor allem: Die fertigen Teile sollten nach dem Druck erst einmal auslüften, bevor sie verschenkt, dauerhaft im Wohnraum platziert oder direkt weiterverarbeitet werden. Dann ist das alles deutlich weniger dramatisch, bleibt aber trotzdem etwas, das man vor dem Kauf wissen sollte.
Gibt es aktuell Konkurrenz zum EufyMake E1?
Der EufyMake E1 ist nicht der erste Desktop-UV-Drucker überhaupt, wohl aber eines der ersten Systeme, das diese Technik so klar in Richtung Maker, kleine Studios und ambitionierte Einzelanwender zieht. Genau da liegt auch die Besonderheit des Geräts. EufyMake positioniert den E1 nicht einfach nur als kompakten UV-Drucker, sondern als persönliches 3D-Texture-System mit Reliefdruck, App-Anbindung und vergleichsweise niedrigem Einstiegspreis. Das ist etwas anderes als die klassische UV-Welt, die bisher meist stärker in Richtung Werbetechnik, Personalisierung und Kleinserienproduktion gedacht war.
Schaut man auf die Konkurrenz, landet man schnell bei Epson und Roland. Dort gibt es schon länger kompakte UV-Flachbettdrucker, die technisch sauber aufgestellt sind, preislich aber in einer ganz anderen Liga spielen oder einen deutlich klassischeren Produktionsfokus haben. Epson setzt beim SureColor V1070 etwa auf ein A4-Format mit CMYK, Weiß und Varnish. Roland deckt das Segment mit Modellen wie dem kleinen BD-8 und dem größeren BF-16 ab, die eher auf professionelle Personalisierung, Werbemittel und kleine Produktionsumgebungen zielen.
Genau hier sitzt der E1 zwischen den Stühlen, im positiven Sinn. Er ist deutlich zugänglicher als viele klassische Desktop-UV-Systeme aus dem Profi-Bereich, will aber klar mehr sein als ein reines Gimmick für Bastelprojekte. A3-Druckfläche, kameragestützte Positionierung, Reliefdruck und der recht einfache App-/Software-Workflow geben ihm im Moment eine ziemlich eigene Rolle. Wer also nach einem klassischen Produktionsdrucker sucht, findet am Markt längst Alternativen. Wer dagegen ein vergleichsweise erschwingliches UV-System mit starkem Kreativfokus und 3D-Textur-Funktion sucht, landet derzeit ziemlich schnell wieder beim E1.
Starker Einstieg in den UV-Druck mit klaren Grenzen
Nach einer Woche mit wiederkehrenden Tests bleibt vor allem ein Eindruck hängen: Der EufyMake E1 macht UV-Druck deutlich zugänglicher, ohne das Thema künstlich zu vereinfachen. Einrichtung, Software, Positionierung und die ersten Drucke gelingen schnell genug, dass man nicht erst wochenlang lernen muss, bevor etwas Vorzeigbares entsteht. Genau das macht das Gerät spannend für Maker, kleine Studios und kreative Workflows, in denen nicht nur flach gedruckt, sondern auch mit Struktur, Materialwirkung und Oberflächen gespielt werden soll.
Seine stärksten Momente hatte der EufyMake E1 im Test immer dann, wenn Material, Motiv und Geometrie zusammenpassten. Das bedruckte Akustikpanel war dafür das beste Beispiel, weil dort Farbwirkung, Schärfe und Materialcharakter besonders gut zusammenkamen. Auch Holz, kleinere Kunststoffteile und die Magnetmotive zeigten, dass der Drucker nicht nur auf ideal glatten Flächen überzeugen kann. Richtig interessant wird das System dann, wenn Reliefdruck dazukommt und aus einer Fläche mehr wird als nur ein farbiges Motiv.
Ganz ohne Einschränkungen funktioniert das aber nicht. Problematisch wird es bei ungünstigen Objektformen, vertieften Druckflächen oder sehr speziellen Oberflächen. Dazu kommt, dass Weiß und Gloss den Verbrauch deutlich stärker treiben als die eigentlichen Farbtinten. Und auch der Geruch der fertigen Drucke ist etwas, das man vor dem Kauf kennen sollte. Das ist kein spezielles E1-Problem, gehört in der Praxis aber klar mit zur Gesamtbewertung.
Unterm Strich ist der EufyMake E1 für uns kein perfektes Gerät, aber ein sehr spannendes System mit echtem Kreativpotenzial. Wer einfach nur irgendetwas bunt bedrucken will, findet auch andere Wege. Wer aber ein vergleichsweise zugängliches UV-System sucht, das Farbbrillanz, Materialvielfalt und Reliefdruck in einem kompakten Format zusammenbringt, bekommt hier ein Werkzeug, mit dem sich schon nach kurzer Zeit sehr beeindruckende Ergebnisse erzielen lassen.
VORTEILE
- Kameragestützte Positionierung erleichtert präzise Platzierung
- Einsteigerfreundliche Software für Desktop und App
- Reliefdruck bis zu 5 mm möglich
- Vielseitig: Druck auf bis zu 300 Materialien (laut Hersteller)
- Umfangreiches Zubehör inklusive 3 Testmagnete
- Schnelle Inbetriebnahme ohne stundenlange Einarbeitung
NACHTEILE
- Acrylglasflächen vom Gehäuse sind etwas kratzanfällig
- Kalibrierung anfangs nicht so einfach
- Positionierung nicht immer auf Zehntelmillimeter genau
- Hoher Preis von 2.299 Euro UVP
Fazit
Der EufyMake E1 macht UV-Druck alltagstauglich: ordentliche Druckqualität, durchdachte Software und clevere Positionierung per Kamera. Für Maker, kleine Studios und Kreative mit 2.300 Euro eine lohnende Investition.


