OneXPlayer 3: 3-in-1-Handheld mit Intel Arc G3 Extreme startet ab 1.399 US-Dollar

Philipp Briel
Philipp Briel · 4 Min. Lesezeit
OneXPlayer 3
Bild: OneXPlayer

Der OneXPlayer 3 ist auf Indiegogo gestartet und ab 1.399 US-Dollar zu haben. Er ist der erste Gaming-Handheld mit Intels neuem Arc G3 Extreme und lässt sich dank abnehmbarer Controller und magnetischer Tastatur als Handheld, Tablet oder Mini-Laptop nutzen. Im Zentrum stehen ein 8,8-Zoll-OLED mit 144 Hz und ein üppiger 85-Wh-Akku.

Das Wichtigste zum OneXPlayer 3 in Kürze

  • Erster Handheld mit Intel Arc G3 Extreme (Panther Lake, Intel-18A-Fertigung)
  • 8,8 Zoll großes AMOLED-Display, 1920 × 1200 Pixel, 144 Hz mit VRR und HDR
  • 3-in-1-Design: abnehmbare Controller plus magnetische Tastatur
  • 85-Wh-Akku, 35-Watt-Modus, Dampfkammer-Kühlung
  • Preise: 1.399 / 1.499 / 1.699 US-Dollar je nach Ausstattung

Intel Arc G3 Extreme: das Herzstück

One Netbook setzt beim OneXPlayer 3 auf Intels Arc G3 Extreme, der auf der Panther-Lake-Plattform basiert und im hauseigenen 18A-Verfahren gefertigt wird. Der Chip kombiniert 14 CPU-Kerne mit einer integrierten Arc-Grafik aus zwölf Xe3-Kernen, die in etwa auf dem Niveau einer Arc B390 spielt. Intel hatte den Chip auf der Computex 2026 vorgestellt und dabei OneXPlayer, Acer und MSI als erste Partner genannt.

Die GPU soll je nach Titel 50 bis 77 Prozent mehr Leistung liefern als die Vorgängergeneration und unterstützt Raytracing in Echtzeit sowie Intels XeSS-3-Upscaling samt Frame Generation. Dazu kommt eine eigene NPU für KI-Aufgaben. In Sachen Anschlüssen liegt die Plattform mit Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0 und Thunderbolt 4 vor vielen aktuellen AMD-Handhelds.

Display, Akku und Kühlung

Das 8,8-Zoll-Panel ist ein nativer Querformat-OLED – sprich: kein gedrehtes Hochformat-Display, wie es bei vielen Handhelds zu Subpixel-Eigenheiten führt. Es löst mit 1920 × 1200 Pixeln auf, deckt 100 Prozent DCI-P3 ab, schafft bis zu 1.100 Nits Spitzenhelligkeit und läuft mit 144 Hz inklusive variabler Bildwiederholrate.

Beim Akku geht OneXPlayer in die Vollen: 85 Wh sind einer der größten Werte im Handheld-Segment. Zum Vergleich steckt im Steam Deck OLED ein 50-Wh-Akku, im Lenovo Legion Go 2 sind es 72 Wh, im ROG Ally 2 rund 80 Wh. Gekühlt wird über eine 11.203 mm² große Dampfkammer und ein 16.644 mm² großes Aluminium-Lamellenpaket. Wie lange der Akku unter Last wirklich durchhält, hängt am Ende stark vom Stromhunger des Arc G3 Extreme ab.

3-in-1: Handheld, Tablet, Mini-Laptop

Das eigentliche Alleinstellungsmerkmal ist der modulare Aufbau. Die Controller links und rechts lassen sich abnehmen – wer sie dranlässt, hält einen klassischen Handheld in der Hand. Nimmt man sie ab und klemmt die magnetische, hintergrundbeleuchtete Tastatur an, wird daraus ein kompakter Mini-Laptop. Lässt man auch die weg, bleibt ein eigenständiges 8,8-Zoll-Tablet.

OneXPlayer 3
Bild: OneXPlayer

Die Controller selbst sind keine Sparlösung: Hall-Effekt-Sticks gegen Drift, zweistufige Trigger, ein kapazitives Touchpad für die Maussteuerung und zusätzliche Tasten auf der Rückseite. Damit zielt das Gerät klar auf Leute, die ein einziges Gadget für Gaming, Surfen und etwas Produktivität wollen.

Konfigurationen und Specs im Überblick

Komponente OneXPlayer 3
Prozessor Intel Arc G3 Extreme (14 CPU-Kerne, 12 Xe3-GPU-Kerne, Arc B390)
Display 8,8 Zoll AMOLED, 1920 × 1200, 144 Hz, VRR, HDR, bis 1.100 Nits, 100 % DCI-P3
Arbeitsspeicher 24 GB LPDDR5X (7.467 MT/s) oder 32 GB (8.533 MT/s)
Speicher 512 GB oder 1 TB NVMe
Akku 85 Wh, 35-Watt-Vollleistungsmodus
Kühlung Dampfkammer (11.203 mm²) + Alu-Lamellen (16.644 mm²)
Konnektivität Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, Thunderbolt 4
Betriebssystem Windows 11
Besonderheit 3-in-1: abnehmbare Controller + magnetische Tastatur

Preise und Verfügbarkeit

Der OneXPlayer 3 läuft als Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo. Die Einstiegsvariante mit 24 GB RAM und 512 GB Speicher kostet 1.399 US-Dollar, die 24-GB/1-TB-Version 1.499 US-Dollar, das Topmodell mit 32 GB und 1 TB liegt bei 1.699 US-Dollar. Early-Bird-Unterstützer bekommen Controller-Connector, Magnettastatur und eine Schutztasche obendrauf. Wichtig zu wissen: Die schnellere RAM-Anbindung gibt es erst ab der 32-GB-Variante.

Damit positioniert sich OneXPlayer unter der MSI Claw 8 AI+-Linie, deren Arc-G3-Extreme-Modell je nach Händler zwischen 1.699 und 1.799 US-Dollar kostet. Günstig ist hier trotzdem keiner: High-End-Handhelds mit Intels neuem Chip bewegen sich inzwischen klar im vierstelligen Bereich. Und weil es sich um Crowdfunding handelt, gilt wie immer: Eine Kampagne ist keine Liefergarantie.

Einordnung: Lohnt sich der OneXPlayer 3?

Auf dem Papier ist der OneXPlayer 3 eines der spannendsten Geräte des Jahres – starker Chip, sehr gutes OLED, riesiger Akku und ein modulares Konzept, das es so kaum gibt. Wer einen reinen Spiele-Handheld sucht, bekommt aber auch deutlich günstigere Optionen; einen Überblick liefert unser Ratgeber zu den besten Steam-Deck-Alternativen. Spannend wird vor allem, wie sich der Arc G3 Extreme im echten Alltag gegen die etablierten AMD-Handhelds schlägt. Tests dazu stehen noch aus – sobald belastbare Benchmarks vorliegen, liefern wir nach.

Quellen: OneXPlayer, Indiegogo