Aachener Untergrund Kultur

30. Mai 2011

Der Verdacht, Sounds und die Geheimnisse der Antoniusstraße

Filed under: Aachen in den 80ern, SMC — karl pach @ 10:44 am

Ein Stück wahren Aachener Untergrundes legte die Zeitschrift Sounds in der Ausgabe 7 des Jahrgangs 1981 frei. Sonia Mikich residierte zu dieser Zeit in der legendären WG in der Antoniusstraße. Dem Ursprung nächtlichen Gelärms auf der Spur, landete Sie in den Gewölben unter dem Haus. Dort befand sich ein Proberaum von „Der Verdacht“ und angeschlosener Subgruppen. Die dort stattfindenden musikalischen Aktivitäten fanden ihr Interesse. Sonia Mikich arbeitete zu der Zeit bei der Sounds und brachte den Artikel ins Rollen, welcher durch schlechte redaktionelle Koordination leider nicht Titelstory wurde. Offenbar verfasste Frau Mikich die Sache unter einem Pseudonym.

Eine genauere Betrachtung besagter Örtlichkeit ist lohnenswert. Die Wohngemeinschaft in der Antoniusstraße hatte ich persönlich 1983, als Partygäste Anhängsel, kennengelernt. Die Party gestaltete sich wie ein Früh-Siebziger Revival: man saß im großen Kreis auf dem Boden und hat Rauchwaren kreisen lassen. Dazu wummerte Pink Floyds Meedle aus den Selbstbauboxen. Die Romantik war anfangs irritierend aber die darauffolgenden allgemeinen freizügigen Intimitäten, mit vormals Unbekannten (huhu Annette), entlohnten.

Das beschriebene Haus war durch einen schmalen Eingang neben der Peepshow zu erreichen, müßte Nummer 31 gewesen sein. Unter einer roten Laterne durch gings Richtung Hinterhof und da befand sich ein freistehendes Haus uralter Bauweise, der Kasten war mindestens 200 Jahre alt. Das Haus ist mittlerweile verlassen aber steht noch (!). Vom Parkdeck des Parkhauses Büchel kann man das Dachgeschoss noch deutlich sehen.

Eingeweihte und alte Fischhäusler wissen um die weiteren verborgenen Dinge unter dem Puff. Eine Untersuchung der unterirdischen Komplexe und deren Dokumentation für diesen Blog dürfte hochinteressant werden. Als Kleinod gibts hier aber ein Originalfoto aus dem Jahr 1977 welches den Verdacht Proberaum zeigt.

Ein investigativer Abstieg in dieses Herzstück des Aachener Untergrundes ist in Planung.

25. Mai 2011

Get off my kraut – Rover Group

Filed under: Aachen in den 70ern, Aachener Musikszene — karl pach @ 11:32 am

Der befreundete Blog Spurensicherung hat gerade einen Sampler im Angebot mit Aachener Beteiligung. Die mir vollkommen unbekannte Gruppe „Rover Group“ ist mit der abgebildeten Single vertreten.

A saucerful of Sigrids…

Hier: http://spurensicherung.blogspot.com/2011/05/get-off-of-my-kraut-1968-1974-very.html

Der Blog Umzug – erste Effekte

Filed under: Uncategorized — karl pach @ 7:21 am

Der Umzug zu WordPress hat den erhofften Sichtbarkeitserfolg gebracht. Im Gugl Ranking bei den Suchbegriffen Aachen Kultur oder Kultur Aachen sind wir aktuell auf der ersten Seite gelandet, zusammen mit den Seiten der Stadt, etc (kicher). Sämtliche Artikel werden ebenfalls treffsicher gefunden.

Was bei WordPress leider nicht funktioniert sind die Kategorien. Die Links verweisen jeweils auf eine Suchseite. Der Einbau einer fremdgehosteten Shoutbox klappt auch noch nicht. Ich hoffe das diese Features demnächst laufen.

Auch sind einige Kommentare verloren gegangen. Die wertvollen Kommentare zum Strassenstrich Neupforte sind z.B. verschwunden, das ist ärgerlich. Die Kommentatoren sind herzlichst eingeladen fehlende Kommentare nachzuschieben, unsererseits sind manuell keine Kommentare gelöscht worden.

16. Mai 2011

Chaos im Dreiländereck

Filed under: Punk auf dem Land, Punk in Aachen — Bübbes Kehr @ 5:33 pm

1986 erschien dieser Sampler mit einem Überblick diverser Punkbands rund um Aachen. Herausgeber war Benno, der damals zusammen mit Tuberkel auch das AUSGEBUNKERT-Fanzine herausgab, später dann das ADOS machte und mittlerweile mit verändertem Themenschwerpunkt auch als Blogger tätig ist. Das Schöne an diesem Sampler ist, daß sich hier einige Bands finden, von denen sonst kaum etwas veröffentlicht wurde.

AUSBRUCH müssen ja nicht unbedingt noch mal vorgestellt werden. Bei SCREAM OF SAIGON aus Geilenkirchen handelt es sich um die Vorgängerband von DIE GRUPPE LINDT, über die hier ja auch bereits berichtet wurde. Dort spielte für kurze Zeit auch mal ein gewisser Herr Scholl Gitarre, dem LILY OF THE VALLEY (Heinsberg) hier ein musikalisches Denkmal setzten und der momentan als Sänger der überregional bekannten NAZI DOGS neue Maßstäbe in Sachen Bühnenposen setzt. Aus VIRUS 96 aus Alsdorf wurden kurze Zeit später YOUR FUNERAL IS MY PARTY, PIG, die auf dem hier bereits geposteten INVASION OF THE BLOOD FARMERS-Sampler zu hören sind. Der Schlagzeuger ist mittlerweile Gitarrist bei den BOVVER BOYS. Auch bei den Blutfarmern vertreten sind BLOCKADE aus Stolberg, von denen es später auch noch eine 7″ gab. Die NATOPARTNERS aus Eygelshoven haben zu dieser Zeit auch ein sehr brauchbares Demo eingespielt, der Sänger war zu dieser Zeit auch Pächter vom Coffeeshop DE KACHEL. LORD LOUIS & THE ENEMY OF MAN aus Jülich sind eher von der poppigen Fraktion, die gab es danach auch noch eine Weile. Zu CRISIS C aus Maastricht habe ich keine weiteren Informationen, ebensowenig zu HUMAN DISASTER, die aber wohl aus Aachen waren, leider waren die Kontaktadressen nicht so ganz gerade draufkopiert. Würde mich nicht wundern, wenn man da doch irgendwen von kennt. Weitere Informationen und Hinweise sind wie immer gerne in den Kommentaren gesehen.

Seite 1:
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13. Mai 2011

Sport im Westen Pt.1

Filed under: Aachen in den 80ern, Aachener Bands, SMC, Sport im Westen, Uncategorized — karl pach @ 7:49 am

Seinerzeit war es kaum möglich einem Sport im Westen Auftritt auszuweichen. Die Combo legte eine beeindruckende Live Aktivität an den Tag. Musikalisch irgendwo im Deutschrock aber ohne, die seinerzeit unumgänglichen, Wave Anklänge. SIW legten hohen Wert auf aufwendige Textlyrik. Beides dekoriert die Band als lobenswert Eigenständig. Erinnere mich noch gut an das damalige Stammpublikum bei SIW Auftritten. Dies bestand zur einen Hälfte aus Langharigen und zur Anderen aus „seit kurzem nicht mehr Langhaarigen“. Diese teilten sich dann in Trenderkenner mit ganz kurzen, womöglich sogar gefärbten und nicht ganz so kurz Geschnittenen. Letztere fielen mir so ins Auge weil deren Muselpunk Frisuren meist hochgradig seltsam ausfielen.

SIW war zwischen 81 und 92 aktiv und hatten einige Kassetten, meist bei SMC,  veröffentlicht. Intimitäten der Band sowie weiteres Archivmaterial kommen in weiteren Posts. Als Downloadlink unten ein Interview mit den Musikern aus dem Jahr 1981. Der dämliche Interviewer läßt u. A. die unsterblich behämmerte Frage „und was wollt Ihr besonderes mit euren Liedern ausdrücken“ fallen…

Sport im Westen Interview 1981: http://www.megaupload.com/?d=A2CHI1B4

27. April 2011

Die Aachener Nachrichten und die Szene

Filed under: Aachen in den 80ern, Aachener Musikszene — karl pach @ 6:16 am

Die Musik-Kiste wieder auf der Höhe der Zeit. Die Kassetten Welle ging auch an den Aachener Nachrichten nicht vorbei. Hans-Hubert Franke trifft auf Ramon und Frank Papst. Haben wir hier etwa Den Herrn Franke welcher später Frau Ingrid Peinhard geehelicht und zu dem gloriösen Doppelnamen verholfen hat? Der Zeitungsausschnitt ist leider etwas abgerockt und bekritzelt…

21. April 2011

Schavan: Aachen durchdrungen von göttlichem Licht

Filed under: Aachen bizarr, Aachen in den 80ern, absoluter Bockmist, Politik — Dieter Antonio Schinzel @ 11:33 pm

In den Untergründen des Flohmarkts am Tivoli stießen wir unvermutet in höchste Sphären der Lyrik, Theologie und des Bundeskabinetts:

Schavan schrieb nicht nur diese schönen Verse. Gemeinsam mit Heinz Malangré (Bruder des opus dei-Bruders) gab sie auch das Buch heraus, in dem sie erschienen:

Gerne greifen wir diese Vorlage auf und versprechen unseren Blog-Lesern weiterhin Bilder und Gedanken zur Heimat.

Zehntausend – Hinaus in die Ferne

Filed under: Aachener Bands, Uncategorized — karl pach @ 6:46 am

Das Veröffentlichungsdatum der Kassette müßte so um 82 gewesen sein. Jedenfalls eine sympatische Zeit, in der man Kassetten noch per Telefonanruf bestellen konnte. Vermutlich hat sich Jupps Nummer bis heute nicht geändert… Musikalisch Punk`n Roll Geschrammel mit Übungskeller Ambiente. Die Nudelsalat Mädels  und deren Rezept würden mich noch interessieren.

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1. April 2011

Hans Zeisig, Nachschlag

Filed under: Aachener Komponisten — karl pach @ 9:11 am

Dank des Kommentars eines aufmerksamen Lesers kann das Thema Hans Zeisig vertieft werden. Nach Erscheinen seiner „Tonfilmmelodien“Kassette bei SMC ging es mit ihm in der Elektronikszene steil bergauf. Bei der Ars Electronica 1982 hat ihn seine Klanginstallation in die Endausscheidung geführt. Im wahren Leben heißt Zeisig Uwe Hüter. Anbei was ich vom Ars Electronica Archiv rauskopiert habe:

Uwe Hüter

Jahrgang 1940. Zunächst Unterweisung im Klarinettenspiel und Ausbildung als Elektronikingenieur. Seit 1970 vereinzelt öffentliche Konzerte für Elektronik und Schlagzeug (mit Erich Schiffer). Aufenthalt im EMS-Studio, Stockholm. Dort entstand ein Computerprogramm, das „Musik aus der Formel“ hörbar macht, allerdings nach den Vorgaben des Tonsetzers. Nach der Rückkehr aus Schweden im Herbst 1976 begann die Konzeption und der Bau eines komplexen Synthesizers mit Raumklangsteuerung, rein manuell spielbar. Weiterhin Mitarbeit bei verschiedenen Licht-Klang-Installationen (Cages Musik-Zirkus Bonn) und Improvisationsmusiken (Biotron).

Großer Preis der Ars Electronica

Donnerstag, 30. September 1982, 20 Uhr
Brucknerhaus Mittlerer Saal

Während einer öffentlichen Veranstaltung wird von einer internationalen Fachjury zum dritten Mal der „Große Preis der Ars Electronica für die originellste und zukunftsweisendste Neuentwicklung im Bereich der elektronischen Klangerzeugung“ vergeben.

Für die Endausscheidung wurden folgende TEILNEHMER gewählt:
Serge Blenner (BRD)
Joel Chadabe (USA)
Hans Deyssenroth (BRD)
Benjamin Heidersberger und Peter Kohlrusch (BRD)
Uwe Hüter (BRD)
Ivan Tcherepnin (USA)
Dr. Martin Wichtl (Österreich)

Uwe Hüter zur Präsentation:

Syntouch. Der hier beschriebene Synthesizer ist insbesondere nach folgenden Kriterien entwickelt worden: keine Mechanik-Tasten kleinste Bauform große Klangvielfalt. Das Instrument hat etwa die Größe und Form einer elektrischen Gitarre, der eine Teil des Korpus ist allerdings nach oben pultförmig abgewinkelt, um besseren Zugang zu den Reglern zu haben. Auf dem Hals des Instruments befinden sich zwei Reihen von Sensor-Kontakten, die wie zwei Saiten über die ganze Länge des Halses laufen, aber aus voneinander getrennten „Bünden“ bestehen (19 Bünde x2). Im weiteren Verlauf des Halses, dort, wo er auf dem Korpus aufliegt, sind für die rechte Hand fünf weitere Sensoren angebracht, die bei Berührung verschiedene (einstellbare) Erhöhungen der gesamten Synthesizerstimmung (Te, Qui, Qua) zur Folge haben, der fünfte macht einen vom Fingerdruck abhängigen pitchbend. Gespielt wird das Instrument ähnlich wie eine Gitarre: die linke Hand spielt auf den beiden im Quartabstand gestimmten „Sensorsaiten“ und liefert die Tonhöhe und den Gatepuls oder nur die Tonhöhe und die rechte Hand den Gatepuls. Die Elektronik des Synthesizers (2VCO, 2VCA, 1ADSR, 1VCF) ist auf einer Europakarte im Inneren untergebracht (Curtis ICs), samt LFO und Doppelbandbaßfilter für Sprachformanten (joystick controlled). Die Sensorelektronik ist auf einer weiteren Europakarte aufgebaut, und die dritte Karte enthält string ensemble, noise generator und noch etwas Platz für Erweiterungen. Das Netzteil ist direkt am Netzstecker untergebracht. Der Hals des Instruments kann vom Korpus gelöst und so auf dem Korpus verschoben werden, daß auf beiden Seiten gleichviel übersteht. So ist es möglich, das Instrument auf dem Tisch wie mit einem Manual zu spielen. Die klanglichen Möglichkeiten: der Ton ist mischbar aus zwei VCOs mit je drei Kurvenformen, Güte und Frequenz des Filters sind ENV-geformt, zwei Formanten lassen sich mit einem Joystick verschieben. Zeitmodulation durch Phaser, Flanger, Stringensemble.

Foto: Anne Gold, Aachen

Was danach mit Uwe Hüter passiert ist oder ob es weitere Veröffentlichungen gegeben hat versuche ich rauszubekommen.

31. März 2011

Dünnschiss Nr. 2

Filed under: Fanzine — karl pach @ 11:05 am

Die zweite Ausgabe der Lifestyle Postille. Umfangreicher und teurer (80 Pf) als die erste Nummer aber genauso überflüssig. Mono hatte lt. Preisschild das Blatt vertrieben, Vielleicht kann sich der gute Paul ja noch an den Urheber erinnern.

Als PDF: duenn2

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