Sonntag, 5. April 2026
Auferstanden? Echt jetzt?
c. fabry, 00:53h
Glauben Sie, dass die biblische Geschichte von Jesu Auerstehung sich so zugetragen hat? Also erwiesener Exitus, Ca. 36 Stunden Verwesung und dann erneuter Stoffwechsel?
Viele meiner Mitchrist*innen fänden es ungeheuerlich, wenn ich bekenne, dass ich das nicht glauben will, weil es meiner Meinung nach nicht das ist, um das es geht. Denn was hat es für einen Nutzen, dass der Religionsgründer wieder atmen, reden, laufen konnte und dann doch für immer verschwand?
Ich lese gerade "Klasse" von Hanno Sauer, der zu diesem Kontext einen interessanten Gedanken entfaltet hat:
Der berühmte Ostergruß "Er ist wahrhaftig auferstanden!" stellt aus seiner Sicht den Abbruch der Brücke zu all denen dar, die nicht der christlichen Gemeinschaft angehören, weil hier etwas allgemeingültig Unmögliches als wahr konstatiert wird. Wer bereit ist, so etwas haarsträubend Unplausibles zu glauben und sich dazu zu bekennen, beweist damit gegenüber der Gruppe der Gläubigen seine Vertrauenswürdigkeit. (Hanno Sauer, "Klasse", 2025 bei Piper, Seite 57 ).
Gelegentlich finde ich Exklusivität zugegebenermaßen recht reizvoll, ich bin schließlich nicht besser als der Rest der Menschheit, aber grundsätzlich lehne ich sie ab. Und die Brücken zu den Agnostikern, Atheisten und sich zu anderen Glaubensinhalten bekennenden Mitmenschen möchte ich nicht abbrechen. Ein Dasein allein unter Kirchenmenschen erschiene mir trist, traurig, freudlos. Ich wäre sehr einsam.
Ostern ist für mich das Fest, an dem wir das Leben feiern, den Sieg des Lebens über den Tod, den Neuanfang. Es erinnert uns daran, dass das Leben immer weitergeht, notfalls auch ohne uns und dass wir an jedem Tag neu damit anfangen können, etwas besser zu machen.
🐣
Viele meiner Mitchrist*innen fänden es ungeheuerlich, wenn ich bekenne, dass ich das nicht glauben will, weil es meiner Meinung nach nicht das ist, um das es geht. Denn was hat es für einen Nutzen, dass der Religionsgründer wieder atmen, reden, laufen konnte und dann doch für immer verschwand?
Ich lese gerade "Klasse" von Hanno Sauer, der zu diesem Kontext einen interessanten Gedanken entfaltet hat:
Der berühmte Ostergruß "Er ist wahrhaftig auferstanden!" stellt aus seiner Sicht den Abbruch der Brücke zu all denen dar, die nicht der christlichen Gemeinschaft angehören, weil hier etwas allgemeingültig Unmögliches als wahr konstatiert wird. Wer bereit ist, so etwas haarsträubend Unplausibles zu glauben und sich dazu zu bekennen, beweist damit gegenüber der Gruppe der Gläubigen seine Vertrauenswürdigkeit. (Hanno Sauer, "Klasse", 2025 bei Piper, Seite 57 ).
Gelegentlich finde ich Exklusivität zugegebenermaßen recht reizvoll, ich bin schließlich nicht besser als der Rest der Menschheit, aber grundsätzlich lehne ich sie ab. Und die Brücken zu den Agnostikern, Atheisten und sich zu anderen Glaubensinhalten bekennenden Mitmenschen möchte ich nicht abbrechen. Ein Dasein allein unter Kirchenmenschen erschiene mir trist, traurig, freudlos. Ich wäre sehr einsam.
Ostern ist für mich das Fest, an dem wir das Leben feiern, den Sieg des Lebens über den Tod, den Neuanfang. Es erinnert uns daran, dass das Leben immer weitergeht, notfalls auch ohne uns und dass wir an jedem Tag neu damit anfangen können, etwas besser zu machen.
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Sonntag, 8. März 2026
Seltsamer Zufall...
c. fabry, 15:18h
...dass der Weltfrauentag immer in die Passionszeit fällt. Frauenleben sind ja meistens eine einzige Passionszeit.
Aber die Hoffnung auf bessere Zeiten bleibt. Millionenfach haben Frauen in der Geschichte bewiesen, dass Kämpfen sich lohnt, auch wenn es einen langen Atem braucht.
Wenigstens ist heute das Wetter schön. Da fällt das Hoffen leichter.

Aber die Hoffnung auf bessere Zeiten bleibt. Millionenfach haben Frauen in der Geschichte bewiesen, dass Kämpfen sich lohnt, auch wenn es einen langen Atem braucht.
Wenigstens ist heute das Wetter schön. Da fällt das Hoffen leichter.

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Sonntag, 20. Juli 2025
Abwarten und anständig bleiben
c. fabry, 16:48h
Bleibt ihnen auch dauernd die Luft weg vor Entsetzen, Empörung, Verzweiflung? Wenn nicht, sind Sie hier falsch, dann müssen Sie nicht weiterlesen.
Für den heutigen Sonntag ist der folgende Psalm vorgesehen, lesen Sie mal!
Psalm 73 | Neue Genfer Übersetzung :: ERF Bibleserver
Fällt Ihnen auf, wie aktuell das ist? Manche Dinge ändern sich nie. Immer wieder maßen Menschen sich Macht und Entschidungsbefugnis an, die ihnen von Rechts wegen gar nicht zusteht, aber sie gehen einfach dreist und rücksichtslos zu Werke, überrumpeln alle mit ihrer staccatoartigen Abfolge von Ungeheuerlichkeiten, sodass man mit Empörung, Protest und Widerstand gar nicht hinterherkommt. Das geschieht im Großen wie im Kleinen.
Seien es die faschistischen Umtriebe von Trump und Musk, die volksverhetzenden Aktivitäten von Spahn und Klöckner, der militärische Überfall Russlands auf die Ukraine, Mobbing und Grenzverletzungen am Arbeitsplatz, Übervorteilungen innerhalb der Familie.
Man fühlt sich hilflos und ohnmächtig, ist wütend und verletzt und würde am liebsten um sich schlagen. Lieber Täter als Opfer sein. Sicher, das bringt die Seele aus dem Lot, aber wenn die Seele verletzt wird und keine ausgleichende Gerechtigkeit in Sicht ist, kommt sie auch aus dem Lot. Das ist ein Dilemma.
Doch ich bin sicher, dass die Übeltäter nicht ewig siegen. Erinnern Sie sich doch einmal an Hitler, Mussolini, Stalin, Saddam Hussein, Muammar Al Gaddafi, Jörg Haider, Sebastian Kurz, Jair Bolsonaro, so manchen korrupten Bürgermeister, allzu dreiste betrügerische Industrielle oder Menschen aus ihrem privaten Umfeld, die ihnen übel mitgespielt haben, einfach so, weil sie es konnten.
Sagen Sie sich, dass das Blatt sich wenden wird. Das ist keine Aufforderung, sich alles gefallen zu lassen. Wehren Sie sich, suchen Sie sich Verbündete, seien Sie laut, wenn nötig, erstatten Sie Anzeige, aber bleiben Sie fair und anständig. Spinnen Sie keine Intrigen, verletzen Sie niemanden, lassen Sie sich nicht zu Anschlägen hinreißen. Warten Sie einfach ab, schöpfen Sie Kraft aus guten Erfahrungen und bleiben Sie anständig.
Für den heutigen Sonntag ist der folgende Psalm vorgesehen, lesen Sie mal!
Psalm 73 | Neue Genfer Übersetzung :: ERF Bibleserver
Fällt Ihnen auf, wie aktuell das ist? Manche Dinge ändern sich nie. Immer wieder maßen Menschen sich Macht und Entschidungsbefugnis an, die ihnen von Rechts wegen gar nicht zusteht, aber sie gehen einfach dreist und rücksichtslos zu Werke, überrumpeln alle mit ihrer staccatoartigen Abfolge von Ungeheuerlichkeiten, sodass man mit Empörung, Protest und Widerstand gar nicht hinterherkommt. Das geschieht im Großen wie im Kleinen.
Seien es die faschistischen Umtriebe von Trump und Musk, die volksverhetzenden Aktivitäten von Spahn und Klöckner, der militärische Überfall Russlands auf die Ukraine, Mobbing und Grenzverletzungen am Arbeitsplatz, Übervorteilungen innerhalb der Familie.
Man fühlt sich hilflos und ohnmächtig, ist wütend und verletzt und würde am liebsten um sich schlagen. Lieber Täter als Opfer sein. Sicher, das bringt die Seele aus dem Lot, aber wenn die Seele verletzt wird und keine ausgleichende Gerechtigkeit in Sicht ist, kommt sie auch aus dem Lot. Das ist ein Dilemma.
Doch ich bin sicher, dass die Übeltäter nicht ewig siegen. Erinnern Sie sich doch einmal an Hitler, Mussolini, Stalin, Saddam Hussein, Muammar Al Gaddafi, Jörg Haider, Sebastian Kurz, Jair Bolsonaro, so manchen korrupten Bürgermeister, allzu dreiste betrügerische Industrielle oder Menschen aus ihrem privaten Umfeld, die ihnen übel mitgespielt haben, einfach so, weil sie es konnten.
Sagen Sie sich, dass das Blatt sich wenden wird. Das ist keine Aufforderung, sich alles gefallen zu lassen. Wehren Sie sich, suchen Sie sich Verbündete, seien Sie laut, wenn nötig, erstatten Sie Anzeige, aber bleiben Sie fair und anständig. Spinnen Sie keine Intrigen, verletzen Sie niemanden, lassen Sie sich nicht zu Anschlägen hinreißen. Warten Sie einfach ab, schöpfen Sie Kraft aus guten Erfahrungen und bleiben Sie anständig.
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