Aktuell

  • Freiheit · Frieden · Solidarität:

    Weil wir nicht vergessen haben, wofür der 1.Mai da ist!

    Frieden? Für wen eigentlich?

    Während in Berlin Waffenverbotszonen eingeführt werden, produziert im Wedding eine neue Fabrik Waffen für den Export in alle Welt. Während die Bundesregierung von Frieden spricht, treibt sie die Aufrüstung voran – allein 100 Milliarden Sondervermögen für die Kriegswirtschaft, während nur in Berlin im vergangenen Jahr über 13.000 Haushalten Strom bzw. Gas abgestellt wurde. Sozialabbau im Namen der Landesverteidigung. Kriegstüchtigkeit statt Menschentüchtigkeit.

    Der Imperialismus ist kein Gespenst. Der Imperialismus ist blutige Gegenwart. Er ist der Angriffskrieg gegen Rojava, der die kurdische Befreiungsbewegung zerschlagen soll. Er ist die monatelange Bombardierung des Gazastreifens und der Genozid an der palästinensischen Zivilbevölkerung. Er ist die Missachtung des internationalen Völkerrechts beim Überfall auf Venezuela und der Angriffskrieg der USA und Israels gegen Iran und Libanon. Er ist die Gewaltherrschaft des Regimes im Iran genauso wie die Bomben, die im Namen von Demokratie und Freiheit abgeworfen werden und die nun den gesamten Nahen Osten in Flammen setzen. Er ist die deutsche Außenpolitik, die Waffen liefert, wo sie Profite erwartet, und schweigt, wo Völkerrecht mit Füßen getreten wird.

    Aber der Imperialismus ist nicht nur dort, er ist auch hier – mitten unter uns. Die Wehrpflicht-Debatte ist keine ferne Drohung. Sie ist die Ankündigung, uns bzw. unsere Kinder in Kriege zu schicken, die einzig und allein den Geschäftsinteressen der Konzerne dienen. 

    Doch auch immer mehr Frauen und LGBTI+ sehen sich mit steigender Gewalt konfrontiert. Während in Deutschland fast jeden Tag eine Frau durch die Hand eines Mannes ermordet wird, zeigt die deutsche Klassenjustiz: Der Staat schützt uns Frauen und LGBTI+ nicht! Stattdessen sollen wir zu Gebärmaschinen der Interessen des deutschen Kapitals gemacht werden, um ihnen noch mehr Kanonfutter für ihre Kriege liefern zu können. 

    Die Militarisierung der Gesellschaft ist längst im Gange und im neuen Polizeigesetz von Berlin in neues Recht gegossen – Überwachung, Präventivhaft, Eingriffe in Grundrechte. Ein Gesetz, das sich gegen uns richtet. Gegen die Klasse, die sich wehrt.

    Freiheit? Wessen Freiheit?

    Die Freiheit, sich zu versammeln, wird eingeschränkt. Das Versammlungsrecht wird angegriffen, palästinasolidarische Demos kriminalisiert und Parks werden zu No-go-Areas erklärt. Der Görlitzer Park wird nachts geschlossen und Jugendlichen ein weiterer öffentlicher Raum entzogen, an dem sie sich in einer ansonsten durchkommerzialisierten Welt treffen konnten. Und das nur deshalb, weil eine durchgedrehte Clique um Kai Wegner, ihre Law-and-Order-Fantasien durchsetzen wollen. Wegnahme von Raum. Wegnahme von Sichtbarkeit.

    Gleichzeitig werden diejenigen kriminalisiert, die sich wehren. Die Verfahren in Düsseldorf und Dresden gegen Antifaschist:innen sind kein Betriebsunfall. Sie sind Strategie. Maja hat sich gewehrt und sitzt jetzt in Ungarn. Die »Ulm5« sitzen seit acht Monaten in Untersuchungshaft, weil sie palästina-solidarisch sind. Wer Gaza beweint, wird zur Gefahr erklärt. Wer Genozid benennt, wird verfolgt.

    Das ist die Freiheit, die der Staat meint: Freiheit für Racial Profiling, Überwachung, Abschiebungen und Polizeigewalt. Freiheit für Kapital, Geschäfte und den Warenverkehr. Aber keine Freiheit für uns.

    Solidarität? Mit wem?

    Während Milliarden in Aufrüstung fließen, wird dort gespart, wo Solidarität notwendig wäre. Frauenhäuser werden gekürzt, obwohl die Zahl der Femizide steigt. Sozialprogramme werden gestrichen, während Armut und Unsicherheit wachsen. Jugendliche erleben eine Politik, die ihnen vor allem eines anbietet: Disziplin, Kontrolle und im Zweifel den Dienst an der Waffe, um am Ende für Merz und Blackrock im Schützengraben zu landen. 

    Doch Solidarität entsteht nicht von oben. Sie entsteht dort, wo Menschen beginnen, sich gemeinsam zu organisieren.

    In den Betrieben.
    In den Schulen.
    Auf der Straße.

    Darum kämpfen wir am 1.Mai genau auf jenen Straßen für soziale Rechte, feministische Kämpfe und internationale Solidarität, denn der Hauptfeind steht im eigenen Land.

    Nicht in Moskau, nicht in Teheran, nicht in Washington – sondern hier. In den Konzernzentralen, in den Ministerien, in der Waffenfabrik von Rheinmetall im Wedding.

    Die Zukunft ist nicht festgeschrieben. Sie wird von Menschen gemacht.

    Darum kämpfen wir gegen Krieg und Imperialismus.

    Darum kämpfen wir gegen Repression, Polizei und Knast.

    Darum kämpfen wir für soziale Rechte, feministische Kämpfe und internationale Solidarität.

    Für eine Welt ohne Kriege, ohne Zäune und ohne Ausbeutung.

    Wir lassen uns nicht vertreiben. Weder aus den Parks, noch aus den Kiezen, noch aus der Geschichte.

    Auf die Straße – am 1. Mai, 18 Uhr, Oranienplatz! 

    Für Freiheit. Frieden. Solidarität.

    Bündnis Revolutionäre 1. Mai-Demonstration

  • Heraus zum 1. Mai – auf in den Anarchistischen Block!

    Wir rufen auf zur Teilnahme am Anarchistischen Block auf der Revolutionären 1. Mai Demo, denn die Zeiten sind hart und die Lage ernst!

    Wir müssen unserer Wut über die Zustände Luft verschaffen und Gründe um wütend zu sein gibt es mehr als genug:

    Repression gegen Anarchist*innen und Linke Bewegung

    Die Welle an Razzien vom 24.03. hat uns einmal mehr gezeigt mit welcher Willkür und Gewalt der deutsche Staat gegen unsere Bewegung vorgeht. Die Repressionen gegen Anarchist*innen und Linke Bewegungen generell verschärfen sich Weltweit immer weiter. Antifa-Ost auf der Terror-Liste der Trump-USA, Kontosperrungen, eingeknastete Antifas, Berufsverbote und brutale Repression gegen die Pro-Palästinensische Bewegung mit tausenden Anzeigen. All das zeigt uns aber auch, dass wir den Staat da treffen, wo es wehtut. Lasst uns also weiter widerständige und selbstorganisierte Strukturen aufbauen, um die Maschinerie jedes Staates zu zerschlagen.

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  • Antifa in die Offensive

    Antifa steht zusammen

    Als antifaschistische Bewegung werden wir kriminalisiert und sind von Repression betroffen. Gegen Antifaschist:innen laufen derzeit Prozesse in Düsseldorf, Stuttgart-Stammhein und Dresden. Den Angeklagten wird vorgeworfen, Faschist:innen angegriffen oder Rüstungsunternehmen sabotiert zu haben. Hinzukommt, dass Maja illegal nach Budapest verschleppt worden ist und dort in einem Schauprozess zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt wurde. Antifaschismus lässt sich weder verbieten noch einsperren. Er ist politischer Grundpfeiler einer Welt ohne Unterdrückung, Ausbeutung und Herrschaft.

    Antifa heißt Free Palestine

    Antifaschismus endet nicht an Grenzen. Wir sind Internationalist:innen und solidarisieren uns mit unseren Genoss:innen weltweit – in Rojava, im Iran, im Sudan, in Palästina und überall. Ohne eine klare internationalistische, antikoloniale und antigenozidale Position kann es keine konsequente antifaschistische Bewegung geben.

    Antifa kämpft gegen politische Verfolgung

    In Deutschland werden palästinasolidarische Menschen, die gegen den Genozid in Gaza protestierten, vom Staat angegriffen und kriminalisiert. Manche haben ihre Lohnarbeit verloren, andere wurden diskreditiert, verurteilt oder von Bullen schwer verletzt. Auch Aktivist:innen aus der kurdischen Bewegung werden unter dem Vorwand verurteilt, sie seien Mitglied einer terroristischen Organisation. Repression trifft zuerst migrantisierte und aus der Arbeiter:innen-Klasse stammende Menschen. Politisch will der Staat uns erdrücken, vereinzeln und mundtot machen. Wir stehen zusammen gegen ihre Repression.

    Antifa ist Feminismus

    Patriarchale Unterdrückung ist nach wie vor Alltag – in der Schule, in der Familie oder am Arbeitsplatz. Femizide sind nur die Spitze der durch antifeministische und transfeindliche Hetze angestachelten Gewalt. Das Patriarchat hat viele Gesichter: Niedriglohn, Altersarmut und Besitzdenken sind einige davon. Im Kampf gegen patriarchale Gewalt und antifeministischem Verhalten darf es keine Kompromisse geben – auch nicht innerhalb unserer Strukturen.

    Antifa bedeutet Solidarität

    In Berlin kann der Eindruck entstehen, dass Antifaschist:innen in der Überzahl sind. Doch bereits auberhalb des Rings sieht das anders aus. Solidarität muss gelebt werden. Unsere Genoss:innen brauchen für ihre gute Arbeit Unterstützung vor Ort. Gemeinsam müssen wir dem Faschismus etwas entgegensetzen.

    Antifa heißt Selbermachen

    Während rechte Ideologie normalisiert wird, sind angebliche „Brandmauern nichts wert im Kampf gegen die AfD und den sie umgebenden Sumpf aus „Neuen Rechten“ und völkischen Faschistinnen. Im Gegenteil: Eine CDU steht der AfD kaum nach. An der Regierung sorgt Merz dafür, dass unsere Klasse weiter verarmt, die Überwachung ausgebaut wird, Geflüchtete rassistischen Repressalien ausgeliefert sind sowie erkämpfte Rechte von FLINTA – und queeren Menschen beschnitten werden.

    Schulter an Schulter gegen Faschist:innen auf der Straße und im Parlament.

    Gegen Angriffe auf unsere Klasse. Für die inhaftierten Antifaschist:innen und für alle politischen Gefangenen weltweit.

    Für ein gutes Leben für alle.

    Kommt am 1. Mai in den antifaschistischen Block! In die Offensive!

    Wir sind alle Antifa – auf der Straße, im Untergrund oder im Knast.

  • Gegen die Gesamtscheiße! Rein in den antiautoritären Block!

    Wir feiern das Leben, die Rebellion und die Befreiung

    Heraus zum Revolutionären 1. Mai 2026, 18 Uhr, O-Platz, Berlin-Kreuzberg

    Weg damit:
    Wehrpflicht, Militarisierung und Kriegsregime. Feminizide, Männlichkeit und Patriarchat. Nationalismus, Faschismus und AfD. Wasserprivatisierung, Autobahnausbau und Klimakatastrophe. Regierende Bürgermeister, Zäune und nächtens geschlossene Parks. Autoritarismus, Dogmatismus und scheinbar einfache Wahrheiten. Angriffe auf Rojava, Krieg in der Ukraine und Genozid in Gaza. Racial Profiling, »kriminalitätsbelastete Orte« und neue Polizeigesetze. Finanzielle Kürzungen, Demontage des Sozialstaats und der restliche Monat am Ende des Geldes. Gefangennahme von Cilia Flores mit Ehemann, von Antifaschist*innen und unserer langjährigen Nachbarin Daniela Klette. Private Wohnungsunternehmen, steigende Energiekosten und hohe Mieten. Merz, Pistorius und alle anderen da oben. Alles Würg!

    Wann, wenn nicht wir?
    Wir finden das Leben viel zu interessant, um es für all das herzugeben. Deshalb soll die ganze Scheiße zerfallen, wie es einst Karl Marx formulierte, und dazu werden wir beitragen. Wir spielen nicht mit, wir rebellieren, wir widersetzen uns. Wir verweigern uns den auferlegten Pflichten. Wir desertieren aus diesen Verhältnissen. Wir brechen aus und nehmen uns am Ersten Mai die Straße. Denn wenn schon die Gegenwart verloren ist, so wollen wir doch die Zukunft erobern.

    Wer, wenn nicht hier?
    Mit Zehntausenden werden wir am Abend des 1. Mai in Berlin zur jährlich größten Manifestation der radikalen Linken zusammenkommen. Uns eint unsere Unzufriedenheit mit dem Bestehenden und der Widerspruch zum Herrschenden, das kein Versprechen mehr für uns hat. Mit rebellischer Munterkeit laden wir zu einem Block auf der revolutionären 1.Mai-Demo alle ein: Wütende und Traurige, Lohnabhängige und vermeintlich Überflüssige, Kind und Kegel, Schlawinerinnen und Rabauken, Militante und die gesamte Bagage. In unserer Vielfalt finden wir die Einheit.

    Wo, wenn nicht jetzt?
    Wir wissen zu gut: Wer Besseres will, muss das Falsche angreifen. Deshalb brauchen wir nicht nur Überzeugungen. Wir brauchen Mut. Und Entschlossenheit. So wird es uns gelingen, am Ersten Mai einen weit über unseren Kiez hinaus sichtbaren kollektiven Mutausbruch zu organisieren. Dafür brauchen wir euch und all eure Freund*innen mitsamt eurem Widerspruchsgeist. Bringt außerdem Symbole, Schilder und andere Gegenstände eurer Verweigerung mit. Die Form wird den Inhalten ein Gesicht geben.

    Wir werden das, was wir denken, sagen. Wir werden das, was wir sagen, tun. Wir werden das, was wir tun, dann auch sein.
    Der Erste Mai wird der Anfang einer aufregenden Zeit. Wir sehen uns danach schon wieder Ende Mai bei Ende Gelände im Ruhrpott, im Juli bei den Aktionstagen gegen die Rüstungsproduktion in Berlin-Wedding und im September bei Rheinmetall Entwaffnen in Köln und Hamburg. Schließlich wird die Pyramide der Macht – wie wir es von den Zapatistas gelernt haben – in Flammen aufgehen.

    Glück und Befreiung liegen nicht am Ziel, sondern auf unserem Weg. Kommt mit uns in den rebellischen, antiautoritären Block gegen die Gesamtscheiße.

    Freitag, 1. Mai, 18 Uhr, O-Platz.

    Voilà tout.

    Ende Gelände Berlin, Rheinmetall Entwaffnen Berlin, Interventionistische Linke und Freund*innen

  • Revolutionärer 1. Mai zieht am Görli vorbei: »Kein Zaun hält ewig«

    Der Park ist zu. Gegen den Willen von Anwohnerinnen und Anwohnern, gegen den Willen der Besucherinnen und Besucher, ja selbst gegen den Willen des Bezirks verfügt der Berliner Senat nun endgültig, dass der Görlitzer Park ab dem 1. März nachts geschlossen wird, so eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Verkehr, Mobilität und Umwelt. Monatelange Proteste und auch eine Klage konnten die Law-and-Order-Fantasien des Regierenden Bürgermeisters nicht verhindern.

    Das wollen wir nicht unbeantwortet lassen. Aus diesem Grund wird die Route der diesjährigen Revolutionären 1. Mai-Demo vom Oranienplatz über die Wiener Straße, direkt am Görlitzer Park vorbeiführen und dann werden wir sehen, was Stahl und Beton gegen den Widerstand von Zehntausenden so alles aushalten kann.

    Oder um es poetisch auszudrücken: Keine Mauer steht für immer, kein Zaun hält ewig und auch diese Ordnung ist auf Sand gebaut.


    Die vollständige Presseerklärung findet sich hier:
    https://1maiberlin.noblogs.org/presse/

  • Nach den Repressionen am Abend des 1. Mai 2025

    Nachdem die Revolutionäre 1.Mai Demonstration in Berlin, an der 30.000 Personen teilnahmen, sehr friedlich beendet wurde, kam es zu einem Angriff der Berliner Polizei, versteckt vor aller Öffentlichkeit. Ohne Ankündigung stürmten vier Polizisten die Räumlichkeiten eines Neuköllner Jugendclubs. Mit der Ausrede einzelne Personen zu suchen, drangen sie ohne Durchsuchungsbefehl in das Haus und sprühten im Innenraum Pfefferspray. Mit Schlägen und Tritten gegen Köpfe und Bäuche versuchten sie sich Zutritt zu verschaffen. Dabei wurden zwei Frauen gewalttätig auf den Boden gedrückt. Die Jugendlichen wehrten sich gegen den rechtswidrigen Angriff und die Polizei musste sich nach vier willkürlichen Festnahmen zurückziehen. Trotz der massiven Gewalt und der Festnahmen sind die Jugendlichen standhaft geblieben und ließen ihre Parolen nicht abreißen. Innerhalb von einer halben Stunde kamen solidarische Personen zusammen und zeigten ihre Unterstützung. Auch durch diese geschlossene Solidarität von Antifaschist:innen, Internationalist:innen und Genoss:innen verschiedener Organisationen musste die Polizei in ihren illegalen Machenschaften einschränken. Die Polizei verweigerte den 150 Kundgebungsteilnehmer:innen fast 2 Stunden eine Anmeldung. Auch hier kam es zu Festnahmen.

    In Berlin beobachten wir seit Monaten, wie die Gewalt der Polizei gegen fortschrittliche und revolutionäre Kräfte zunimmt. Sie dienen der Einschüchterung und Spaltung unserer Bewegung. Berlin ist und bleibt unsere Stadt, wir stellen uns geschlossen gegen die Repression!

    Es lebe der revolutionäre 1. Mai!

  • Grußwort von Daniela Klette zum Revolutionären 1. Mai

    An alle, die heute zur revolutionären 1. Mai-Demo zusammengekommen sind, lässt Daniela herzliche und kämpferische Grüße aus dem Frauenknast in Vechta ausrichten. Sie hat sich sehr über die Einladung des Berliner Bündnisses »Revolutionärer 1. Mai« gefreut. Sie ist voller Freude, auf diesem Weg dabei sein zu können.

    Der 1. Mai ist ein internationaler Kampftag. In Berlin ist er ein powervoller Ausdruck der Vielfalt von antikapitalistischem und internationalistischem Kampf, in denen das Bewusstsein wächst, dass wirkliche Befreiung nur mit der Überwindung von Kapitalismus und Patriarchat zu erreichen ist.

    Wie gern wäre Daniela jetzt, hier und heute an eurer Seite, um dieses Bewusstsein in die Straßen Berlins und die ganze Welt zu tragen und die Atmosphäre der gemeinsamen Kraft und Solidarität mitzuerleben. Für eine Welt ohne jede Ausbeutung und Unterdrückung!

    In Briefen und Besuchen hat sie mitbekommen, dass es vielen Menschen ähnlich geht wie ihr, nämlich von einem Entsetzen ins nächste zu geraten, über so viel Abgründiges, das dem Kapitalismus innewohnt und wogegen wir uns auf unterschiedliche Weise gestellt haben und stellen.

    Das ist der mit immer weiteren brutalen Menschenrechtsverletzungen laufende Völkermord an der palästinensischen Bevölkerung und dessen tatkräftige Unterstützung durch die Bundesregierung mit Waffenlieferungen an die rechtsextreme israelische Regierung und durch die Verfolgung jeder palästinasolidarischen Aktivität.

    Das ist die zunehmende Militarisierung, Kriegsertüchtigung, der Drang, den Krieg in der Ukraine immer weiter mit immer weitreichenderen Waffenlieferungen zu befeuern und damit die Eskalation bis hin zum direkten Krieg Deutschlands gegen Russland zu riskieren oder zu ermöglichen. Wen wundert’s, wo doch der voraussichtlich nächste Bundeskanzler Merz jahrelang Lobbyist für die Blackrock-Gesellschaft war, die unter den führenden Funktionären von Rheinmetall und seit drei Jahren offizieller Koordinator des »Wiederaufbaus« der Ukraine ist. Die also für Superreiche den Gewinn am Krieg direkt und in Zukunft die Ausbeutung der Bodenschätze der Ukraine organisiert.

    Das ist der Sozialabbau hin zur Verarmung der Gesellschaft, zur Finanzierung der Militarisierung; dazu kommt die Faschisierung, die Entsolidarisierung durch die Hetze gegen Geflüchtete und alle, die auf gesellschaftliche Unterstützung angewiesen sind, die Brutalisierung, schon wieder tödliche Polizeischüsse, diesmal gegen Lorenz, einen jungen Schwarzen Deutschen in Oldenburg, das Zurückdrängen der Klimagerechtigkeitsbewegung und queerfeministischer Errungenschaften und die Repression gegen alle, die dagegen Widerstand leisten.

    Da werden äußerst dicke Mauern aufgebaut, die schon das Denken gefangen nehmen. Diese werden nur dann durchbrochen, wenn sich Proteste und Widerstandsbewegungen dagegen Gehör verschaffen.

    Daniela freut sich über Besuche und Briefe, die von Diskussionen und Aktivitäten erzählen, die der Dreistigkeit der reaktionären Macht etwas entgegensetzten.

    Sie sagt: »Es gibt so viel Wissen auf unserer Seite, Ideen von Menschen, die sich nicht der kapitalistischen Profitjagd unterwerfen. So viele Erfahrungen von Selbstorganisationen in kleinen und großen Zusammenhängen, von Fabrikbesetzungen, Enteignungskampagnen, bis hin zur Selbstverwaltung der kurdischen Befreiungsbewegung. All diese Erfahrungen sollten in die Gedanken und Versuche auf dem Weg zu einer befreiten Gesellschaft, für ein Leben in Freiheit miteinander und im Einklang mit allen Lebewesen einbezogen werden.«

    Daniela sagt, es sei ihr wichtig, auch heute gemeinsam den Protest gegen den Völkermord in Gaza und Westjordanland auf die Straße zu bringen. Stoppt die Waffenlieferungen!

    Zum 1. Mai möchte sie solidarische Grüße ausrichten. Solidarität unter allen Unterdrückten und Ausgebeuteten und allen in der Legalität, der Illegalität oder in den Gefängnissen, deren Sehnsucht ein gutes Leben für alle ist!

    • Nach mehr als 40 Jahren Gefangenschaft: Freiheit für Mumia Abu-Jamal!
    • Solidarische Grüße an die in der JVA Tegel gegen die unzumutbaren Knastbedingungen Kämpfenden wie Andreas Krebs und seine Mitgefangenen!
    • Solidarische Grüße an die in bayerischen Knästen eingesperrten N. und M.!
    • Solidarität mit dem Kampf der kurdischen und türkischen politischen Gefangenen in der Türkei!
    • Freiheit für Zaid und Maja und alle Antifas!
    • Solidarische Grüße an Marianna, Dimitra und Dimitri in Griechenland und Alfredo Cospito in Italien!
    • Freiheit für alle politischen Gefangenen in Deutschland und weltweit!
    • Liebe und Kraft für Volker, Burkhard und alle Untergetauchten!

    »Nicht nur für die Gefangenen, sondern für die gesamte Menschheit gilt: Frei sein können wir nur, wenn alle frei sind!« (Burkhard Garweg)

    In diesem Sinne wünscht Daniela euch eine kraftvolle, geschlossene und schöne 1. Mai-Demo!

    Solidarische Grüße zum 1. Mai an euch alle von Daniela Klette.

  • Antirepressionshinweis 1. Mai

    Der Ermittlungsauschuss ist um die Tage des 1. Mai telefonisch und über Anrufbeantworter erreichbar.

    Festnahme beobachtet? Dem EA melden:
    Telefon: 030-69 22222.

    Angaben, die hilfreich sind: Name, Geburtsdatum, Meldeadresse, Staatsangehörigkeit.

    Selbst festgenommen? Rufe den Umstehenden diese Daten zu!

    Ansonsten? Klappe halten! Keine Aussage machen!
    Es ist dein Recht zu schweigen. Bei den Bullen, im Transporter und in der Gefangenensammelstelle (Gesa). Damit belastest du weder dich noch andere.
    Unterschreibe nichts und melde dich beim EA telefonisch ab, sobald du freigelassen wurdest.

    Aktuelle Infos gibt es auf unseren Kanälen:

    Website: https://1maiberlin.noblogs.org
    Bluesky: https://bsky.app/profile/1mai.bsky.social
    Mastodon: https://mastodon.berlin/@1mai
    X/Twitter: https://x.com/Rev1MaiBerlin

    Hashtag: #R1MB

  • Heraus zum 1. Mai: Free Görli!

    Gegen Zäune, Law & Ordner und Aufrüstung!
    Für ein solidarisches Berlin, Frieden und Sozialismus!

    Aufruf von Rave against the Zaun Vol. 3:

    Sozialismus oder Barbarei – Dass es so weitergeht ist die Katastrophe.

    Vor über einhundert Jahren schrieb Rosa Luxemburg diese mahnenden Worte und wie es ausging wissen wir alle. Die Katastrophe ist eingetreten. Es ging so weiter wie bisher. Die Barbarei hat gewonnen… und wenn wir uns die Weltlage heute so anschauen, dann scheint sich wenig geändert zu haben.

    Krisen und Kriege wohin man schaut. Der imperialistische Kapitalismus befindet sich in einer immer aggressiver werdenden Abwehrschlacht. Die Länder des globalen Westens befinden sich im Niedergang und schlagen dabei immer wilder um sich. Die freie Marktwirtschaft steckt in der Dauerkrise und scheint sich nur noch durch Aufrüstung und Kriegstaumel am Leben erhalten zu können. Alles zusammenschlagen, um es danach marktgerecht wieder aufbauen zu können. Überall Krieg, Aufrüstung, Zäune, Mauern, Gewalt, Abschottung, Säbelrasseln und Militarisierung.

    Das ist im Kleinen wie im Großen, im Innern wie im Äußern. Denn wer denkt, dass Aufrüstung und Militarisierung an unserer Gesellschaft spurlos vorbei gehen werden, der irrt sich. Die zunehmende Brutalisierung der Politik ist schon jetzt und die ganze Zeit spürbar. In unterschiedlicher Intensität zwar, aber genauso hier in Berlin, wie in Gaza und den besetzten palästinensischen Gebieten. Sie ist genauso an den Außengrenzen Europas spürbar, wie in der zunehmenden Polizeigewalt hierzulande, der Brutalität auf den Demos, der Einschränkung der Bürgerrechte, der Demonstrationsverbote, der Abschiebungen von unliebsamen Aktivist:innen sowie der zunehmenden polizeilichen und geheimdienstlichen Überwachung.

    Statt auf soziale Konzepte in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten und den Anwohner:innen setzt Kai Wegner und der CDU-geführte Senat mit dem geplanten Zaun um den Görlitzer Park auf polizeiliche Härte.

    Statt sämtliche Hebel in Bewegung zu setzen, um endlich einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina herzustellen, setzt die israelische Regierung auf die Vernichtung der palästinensischen Bevölkerung, mit tatkräftiger Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland, dem gesamten Westen und der USA.

    Statt die Abkehr der USA aus der europäischen Politik dafür zu nutzen, endlich friedliche und kooperative Lösungsansätze für die Konfliktherde dieser Welt zu suchen, insbesondere zur Beendigung des Kriegs in der Ukraine, schwadronieren europäische Regierungschefs (oder die, die es werden wollen) von europäischen Streitkräften und einer europäischen Atombombe.

    Statt auf die Fluchtbewegungen der Welt mit nachhaltigen Kooperations- und Austauschprogrammen zu reagieren, setzen die Länder des globalen Westens auf Gewalt, Abschottung und Zäune, damit die Probleme der Welt, ihre imperialen Zentren nicht erreichen.

    Doch genauso wie das größenwahnsinnige Zaunprojekt um den Görlitzer Park zum Scheitern verurteilt sein wird, ist diese Politik der Abschottung und der Gewalt zum Scheitern verurteilt. Kein Zaun steht ewig. Keine Mauer hält für immer. Jeder Krieg und jede Unterdrückung endet.

    Genauso wie die palästinensische Bevölkerung nicht aufhören wird, sich gegen ihre Einkerkerung zu wehren, genauso wenig werden sich die Massen derjenigen, die unter den imperialistischen und neokolonialen Bedingungen des Westens zu leiden haben, davon abhalten lassen, sich in Bewegung zu setzen, um die Grenzen Europas eines Tages zu überwinden. Die Frage ist nur – wie blutig soll das alles werden? Wie viele Menschen müssen ihr Leben dafür lassen? Wie viele Menschen müssen für diese Idee der Abschottung sterben, die schon im Voraus zum Scheitern verurteilt ist?

    The World today is a mess – aber wir haben es in der Hand, sie zu verändern. Die Zukunft ist nicht festgeschrieben. Vor genau 50 Jahren endete der Vietnamkrieg mit einem Sieg der vietnamesischen Befreiungsbewegung über die imperialistische Supermacht USA und in den Straßen von Kreuzberg und Friedrichshain schallte es damals gleichermaßen: „Rot ist der Mai – Saigon ist frei“. Das zeigt: Die Geschicke der Menschen lassen sich verändern – im Großen wie im Kleinen.

    Aus diesem Grund kämpfen wir gegen die Festung Europa – Bewegungsfreiheit für alle! Gegen Frontex und die militärische Grenzsicherung!

    Aus diesem Grund kämpfen wir für die Freiheit Palästinas und der palästinensischen Bevölkerung – Kein Zaun um Gaza, keine Mauer ums Westjordanland! Für einen gerechten Frieden in Palästina!

    Aus diesem Grund kämpfen wir gegen Wehrpflicht, Militarisierung und Aufrüstung – für eine friedliche und kooperative Wirtschaftspolitik! Für eine Demokratisierung der Produktionsverhältnisse hier und überall auf der Welt!

    Aus diesem Grund kämpfen wir für den Erhalt eines nicht-kommerziellen Lebensraums im Herzen von Kreuzberg. Kein Zaun um den Görlitzer Park!

    Aus diesem Grund gehen wir auf die Straße – „Rave against the Zaun – Gegen Kriege und Zäune“ am 1. Mai ab 13 Uhr im Görlitzer Park, ab 17 Uhr vom Lausitzer zum Hermannplatz, ab 18:30 auf der Revolutionären 1. Mai Demonstration.

    El Pueblo unido, jamás será vencido.
    Wenn sich die Bevölkerung zusammenschließt, dann ist sie unbesiegbar.
    Schließen wir uns also zusammen – auf dass es nicht so weitergeht wie bisher!
    Schließen wir uns also zusammen – auf dass die Barbarei nicht gewinnt!

  • Heraus zum revolutionären 1. Mai – Antifa in die Offensive!

    Der 1. Mai gehört uns – den Arbeiter:innen, den Unterdrückten, den Antifas!
    Während die Yuppies ihre Profite steigern, nach noch mehr Macht und Krieg geiern, kämpfen wir mit steigenden Mieten, teuren Lebensmitteln und um unsere Freiheit.
    Wer sich gegen die Agenda der Herrschenden wehrt, wird mit Repressionen überzogen. Doch wir lassen uns nicht unterkriegen!

    Baseballschlägerjahre 2.0: Faschos fühlen sich so sicher wie lange nicht mehr, Angriffe am helllichten Tage, Verfolgung durch Kieze … und der Staat schaut weg – wenn er nicht sogar mitmacht. Mehr als 500 Faschist:innen abgetaucht, aber sie fahnden lieber öffentlich nach Antifaschist:innen, verhängen brutale Strafen oder liefern sie sogar an einen autoritären Staat wie Ungarn aus. Neonazis bekommen dort ein bisschen auf die Finger, aber Maja muss sich einem Schauprozess stellen. Es stehen bis zu 24 Jahre Haft im Raum.
    Wir werden in diesem System keine Gerechtigkeit bekommen – wir müssen selbst für sie sorgen!
    Dutzende unserer Genoss:innen sind in Knästen eingesperrt. Der Blick in die Zukunft, auf die parlamentarische Politik und ihre Faschofantasien, lässt uns zwar erschauern, aber niemals auseinander treiben! Ihre Repression wird uns nicht einschüchtern, wir lassen uns nicht spalten! Gefangen sind Einzelne – gemeint sind wir alle, also gibt es eine gemeinsame Antwort!

    Antifa – das bedeutet Vielfalt. Es gibt verschiedene Kämpfe – sie alle gehören zusammen. Schulter an Schulter für eine bessere Welt.
    Gegen die kapitalistische Ausbeutung, gegen rassistische, sexistische Strukturen, gegen die zunehmende Repression, gegen ihre rückwärtsgewandte Agenda des Hasses.
    Sie können uns abhören, unsere Freiheit einschränken und unsere Knochen brechen, aber unsere Bewegung ist unbezwingbar. Ihre Unterdrückung ist Benzin für unsere brennenden Herzen.
    Lasst uns gemeinsam am 1. Mai zeigen, dass wir uns nicht bezwingen lassen!
    Schließt euch mit uns zusammen, kommt auf die Straße und erhebt eure Stimmen gegen den Bullenstaat und seine Handlanger!

    📍Revolutionäre 1.Mai-Demo
    📍18:00 am U-BHF Südstern
    📍Antifa-Block

    Infos auf Mastodon: https://mastodon.berlin/@1mai
    Infos auf Bluesky: https://bsky.app/profile/1mai.bsky.social