Aktuelles

Cover: Reinhard Zimmermann, Der Nachfolger – Leben, Werk und Wirken von Ernst Heymann (1870-1946)
Von 1937 bis 1946 leitete Ernst Heymann als Nachfolger Ernst Rabels das Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht. Anlässlich dessen 100-jährigen Gründungsjubiläums zeichnet Reinhard Zimmermann, Direktor emeritus des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht, das aus dem Kaiser-Wilhelm-Institut hervorgegangen ist, Heymanns Leben, Werk und Wirken nach.
Porträt Wijnand van Woerkom
Die International Association for Artificial Intelligence and Law (IAAIL) hat Wijnand van Woerkom, wissenschaftlicher Referent in der Minerva Fast Track-Forschungsgruppe Artificial Justice am Institut, mit dem Donald H. Berman Best Student Paper Award ausgezeichnet.
Cover Christian Stemberg, Clawback-Klauseln in Vorstandsverträgen
Christian Stemberg, ehemaliger wissenschaftlicher Assistent am Institut, widmet sich in seiner Dissertation dem in der Praxis weit verbreiteten Phänomen der sogenannten Clawback-Klauseln. Er geht der Frage nach, weshalb sich diese Vertragsklauseln durchgesetzt haben und welchen Nutzen sie bieten können.

Neuerscheinungen

Zeitschriftenartikel
Holger Fleischer, Ein internationales Konzernrechtspanoptikum: Allgemeines Gesellschaftsrecht oder spezielles Gruppenrecht, das ist hier die Frage, Zeitschrift für Unternehmens- und Gesellschaftsrecht 2026, 1–70.
Forschungspapier
Nicola Lucchi, Tim W. Dornis, Pascal T. Sierek, The Three-Step Test in International Copyright – A Global Framework for Generative AI Training, 2026, 77 S., https://doi.org/10.2139/ssrn.6447160, 23.03.2026.
Zeitschriftenartikel
Holger Fleischer, Christian Hallensleben, Der Konzern im Corporate Governance Kodex, Der Betrieb 2026, 716–722.
Zeitschriftenartikel
Holger Fleischer, Das Rätsel Konzerninteresse: Reflexionen zum geltenden und künftigen Aktienkonzernrecht, Neue Zeitschrift für Gesellschaftsrecht 2026, 243–251.
Monografie
Reinhard Zimmermann, Der Nachfolger – Leben, Werk und Wirken von Ernst Heymann (1870-1946) (Studien zur europäischen Rechtsgeschichte, 351), Klostermann, Frankfurt a. M. 2026, 190 S.
Zeitschriftenartikel
Anne Röthel, Kodifikation, Wandel und Familienrecht – Überlegungen aus Anlass von 125 Jahren BGB, Juristenzeitung 2026, 157–165.

Veranstaltungen

Florian Bode: Sachgrenzen als Rechtsgrenzen

Konzil
20.04.2026 15:00
Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

Karman Lucero (Yale Law School): What Kind of Innovation is e-CNY?

Hamburger Vorträge zum chinesischen Recht
20.04.2026 17:00
Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht

José Antonio Moreno Rodríguez: Private International Law in International Investment Contracts

MPI-ASADIP Trialogues in Private International Law
29.04.2026 18:30
Online-Veranstaltung

Junges Nachhaltigkeitsrecht 2026

JNR 2026
02.07.2026 - 03.07.2026
Koç University

Das Institut

Institutsportrait
Die Welt wächst immer weiter zusammen: ob europäischer Binnenmarkt, die weltweite Verflechtung multinationaler Wirtschafts- und Finanzunternehmen oder die zunehmende Internationalisierung unseres Alltags. Gleichzeitig stößt unser Recht an Grenzen. Das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Herausforderungen der Globalisierung wissenschaftlich zu untersuchen und kritisch zu begleiten.
Profil und Bestand der Bibliothek
Die Institutsbibliothek ist mit einem Bestand von 550.000 Medieneinheiten die größte Spezialbibliothek Europas zum ausländischen und internationalen Privatrecht und hinsichtlich ihrer Größe und ihres Serviceangebotes weltweit bekannt und gefragt. Ihr Bestand enthält Fachliteratur aus mehr als 200 Ländern. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Beschaffung von Literatur aus schwer zugänglichen Ländern gerichtet, um diese wenigstens an einem Ort der Welt gebündelt zugänglich zu machen.

TopThemen

Porträt Ernst Rabel

Rabels großer Wurf

7. Januar 2026
Mehrmals täglich fällt im Institut sein Name. Die von ihm ins Leben gerufene Zeitschrift für ausländisches und internationales Privatrecht ist ebenso nach ihm benannt wie unser großer Vortragssaal. Außerdem ist die alle zwei Jahre feierlich abgehaltene Ernst-Rabel-Vorlesung seinem Andenken gewidmet. 1926 wurde Ernst Rabel Gründungsdirektor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht, das in diesem Jahr als Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht sein 100-jähriges Bestehen feiert. 1937 aus dem Amt gedrängt, emigrierte er in die USA und kehrte nach dem Krieg für wenige Jahre zurück. Auskunft über sein Leben gibt in erster Linie sein wissenschaftliches Wirken.
 
Vergleichende Forschung zum türkischen Recht: Juristische Grenzen, Übergänge und Verbindungslinien
Die Beziehungen der Türkei und ihrem Vorgängerstaat, dem Osmanischen Reich, mit Europa reichen weit in die Geschichte zurück. Inzwischen ist das Land einer der größten Handelspartner und gleichzeitig Beitrittskandidat der Europäischen Union. Das türkische Recht zählt zu den wichtigsten ausländischen Rechtsordnungen, mit denen sich die juristische Praxis in Deutschland und der EU auseinandersetzt. „Ebenso groß ist die Relevanz des deutschen und europäischen Rechts für die Türkei“, sagt Biset Sena Güneş, Leiterin des Kompetenzzentrums Türkei am Institut. Sie forscht zum internationalen Privat- und Verfahrensrecht, zum Familien- und Erbrecht sowie zum Wirtschaftsrecht der Türkei, Deutschlands und der EU in vergleichender Perspektive.
Key Visual Unternehmensskandale
Betrügereien, Pleiten, Börsenkrach – der Stoff, aus dem Unternehmensskandale gemacht sind, lässt zunächst nicht an Fortschritt denken. Dennoch haben Bilanz-, Finanz- und Wirtschaftsskandale über Epochen hinweg die Entwicklung des Aktien- und Kapitalmarktrechts maßgeblich mitgeprägt. Dieses Rechtsgebiet, so heißt es häufig, sei eine Geschichte seiner Reformen. Tatsächlich sind viele von ihnen aus dem Handlungsdruck von Skandalen hervorgegangen. Eine von Institutsdirektor Holger Fleischer ins Leben gerufene Forschungsreihe widmet sich der rechtlichen Aufarbeitung von Unternehmensskandalen rund um den Globus.
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