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Im Bereich Unternehmensfinanzierung haben wir untersucht, dass Unternehmen bei der Vergütung ihrer Aktionäre verschiedene Optionen haben. Sie können diesen Aktionären entweder Bardividenden aus dem Gewinn des laufenden Jahres zahlen oder alternativ ein Aktienrückkaufprogramm durchführen und mit dem gleichen Erlös Aktien zurückkaufen. Die finanziellen Auswirkungen wären identisch. Etwaige Unterschiede ergeben sich aufgrund der Steuerpolitik des jeweiligen Landes.

Bei der Bewertung besteht jedoch ein großer Unterschied zwischen Bardividenden und Aktienrückkaufprogrammen. Einige Unternehmen bevorzugen jedoch Aktienrückkäufe. Daher ist es für Analysten wichtig zu verstehen, wie sich Aktienrückkäufe auf den Wert eines Unternehmens auswirken.

Dieser Artikel erklärt das Gleiche sehr ausführlich:

Warum kann es schwierig sein, den Wert eines Aktienrückkaufs zu bestimmen?

  • Aktienrückkaufprogramme führen zu einer Reduzierung der Anzahl der ausgegebenen Aktien. Dies ist anders, da die Anzahl der Aktien in der Regel konstant bleibt. Wenn sich die Anzahl der Aktien ändert, wirkt sich dies auch auf die Bewertung pro Aktie aus. Dieser Zusammenhang ist schwer zu modellieren und vorherzusagen.
  • Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass Unternehmen einmal angekündigte Dividenden nicht kürzen dürfen. Bei Aktienrückkäufen gibt es diese Regel jedoch nicht. Unternehmen sind nicht verpflichtet, Jahr für Jahr Aktien zurückzukaufen. Dividenden sind daher systematisch und vorhersehbar, während Aktienrückkäufe unregelmäßig sein können.
  • Es besteht fast immer ein direkter Zusammenhang zwischen Gewinn und Dividendenausschüttung. Das bedeutet, dass ein höherer Gewinn automatisch zu einer höheren Dividende führt. Dasselbe gilt nicht für Aktienrückkäufe. Aktienrückkäufe werden vom Marktpreis bestimmt und zielen darauf ab, den Markt zu timen. Daher verzichten Unternehmen möglicherweise auf Aktienrückkäufe, obwohl sie über reichlich Bargeld verfügen, weil sie die Aktie zum aktuellen Kurs für überbewertet halten. Dies führt wiederum zu Unvorhersehbarkeit hinsichtlich der Höhe und des Zeitpunkts der Cashflows.

Daher sind Aktienrückkaufprogramme nicht so zuverlässig oder konsistent wie Dividendenausschüttungsprogramme. Unternehmen können sich jedoch auf solche Transaktionen einlassen und es müssen Bewertungen durchgeführt werden.

Wie bewertet man Aktienrückkäufe?

Bei Aktienrückkäufen muss der Analyst möglicherweise über die Daten pro Aktie hinausgehen. Dies liegt daran, dass sich die Anzahl der ausgegebenen Aktien ständig ändert und die Daten pro Aktie des Vorjahres daher möglicherweise nicht mit den diesjährigen Zahlen vergleichbar sind. Hier sind die üblichen Schritte bei der Bewertung von Aktienrückkäufen:

  • Zunächst wird der Gesamtgewinn eines Unternehmens geschätzt. Dies geschieht auf die gleiche Weise wie bei Dividendendiskontierungsmodellen.
  • Anschließend wird die Höhe der an die Anleger auszuschüttenden Gewinne ermittelt. Auch hier kann die Ausschüttungsquote empirisch ermittelt werden oder auf der Grundlage spezifischer Informationen, die einem Unternehmen zur Verfügung stehen.
  • Drittens muss der Marktpreis der zu diesem Zeitpunkt im Umlauf befindlichen Aktien prognostiziert werden. Dies ist der schwierige und subjektive Teil. Das Angebot des Unternehmens für die eigenen Aktien muss über dem aktuellen Marktpreis liegen. Die Schätzung zukünftiger Preise ist jedoch sehr schwierig und mit einem hohen Fehlerrisiko behaftet.
  • Schließlich können wir anhand der Höhe des auszuschüttenden Gewinns und des Preises pro Aktie die Anzahl der Aktien ermitteln, die vernichtet werden, und somit die neue Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien.
  • Sobald dies bekannt ist, kann auch die Bewertung dieser ausstehenden Aktien abgeleitet werden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Verfahren weitgehend auf der Prognose des zukünftigen Aktienkurses beruht. In naher Zukunft ist eine fundierte Vermutung noch möglich. Die Vorhersage des Aktienkurses in fünf oder zehn Jahren ist jedoch reine Spekulation. Aus diesem Grund haben Analysten Schwierigkeiten, Unternehmen zu bewerten, die Aktienrückkäufe als Instrument zur Belohnung der Aktionäre nutzen.

Artikel Geschrieben von

Himanshu Juneja

Himanshu Juneja, der Gründer von Management Study Guide (MSG), hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften von der Universität Delhi und einen MBA vom renommierten Institute of Management Technology (IMT). Er war schon immer ein Mensch, der sich durch akademische Exzellenz auszeichnete und von dem unermüdlichen Wunsch angetrieben wurde, Werte zu schaffen. Kürzlich wurde er mit dem Preis „Most Aspiring Entrepreneur and Management Coach of 2025 (Blindwink Awards 2025)“ geehrt – ein Beleg für seine harte Arbeit, seine Vision und den Wert, den MSG der globalen Gemeinschaft weiterhin bietet.


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Himanshu Juneja

Himanshu Juneja, der Gründer von Management Study Guide (MSG), hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften von der Universität Delhi und einen MBA vom renommierten Institute of Management Technology (IMT). Er war schon immer ein Mensch, der sich durch akademische Exzellenz auszeichnete und von dem unermüdlichen Wunsch angetrieben wurde, Werte zu schaffen. Kürzlich wurde er mit dem Preis „Most Aspiring Entrepreneur and Management Coach of 2025 (Blindwink Awards 2025)“ geehrt – ein Beleg für seine harte Arbeit, seine Vision und den Wert, den MSG der globalen Gemeinschaft weiterhin bietet.

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