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KIMIZION
AUTHENTISCHES ISRAEL-JUDENTUM
Tora - Halacha - Emuna
Lebensläufe
1. HaRav (Rabbiner) Awraham Jizchak HaKohen Kuk sel.
2. HaRav (Rabbiner) Zwi Jehuda HaKohen Kuk sel.
1. HaRav Awraham Jizchak HaKohen Kuk sel.
geb. 16. Elul 5625 (1865) in Griva bei Dwinsk (Kurland)
Schüler von Rabbiner Naftali Zwi Jehuda Berlin und Rabbiner Elijahu
David
Rabbinowitsch-Teomim in Poniewitsch (dem späteren Jerusalemer
Oberrabbiner), dessen
Schwiegersohn er im Nissan 5646 (1886) wurde.
Im Jahre 5648 (1888) wurde HaRav Kuk Rabbiner in Seimel (Litauen), 5657
(1897) in
Bausk (Kurland), 5664 (1904) in Jaffo und den benachbarten landwirtschaftlichen
Kolonien. In Palästina nahm HaRav Kuk an den öffentlichen
Angelegenheiten des neuen
Jischuw regen Anteil und förderte das Kolonisationswerk auch durch
halachische
Entscheidungen, die die Arbeitsmöglichkeiten im Brachjahre (Schmitta)
betreffen. 5674
(1914) reiste er nach Europa, um an der von der "Agudas Jisro'el" vorbereiteten
orthodoxen Weltkonferenz teilzunehmen, wurde jedoch vom Weltkrieg überrascht
und
blieb zunächst in der Schweiz. Im Winter 5676 (1916) ging er als
Rabbiner der Gemeinde
"Machasike ha-Dat" nach London. Auch hier wirkte HaRav Kuk für
den Gedanken der
jüdischen Palästinakolonisation und erließ 5678 (1918)
einen Aufruf zur Gründung der
Organisation "Degel Jeruschalajim", die den Aufbau Palästinas
im Geiste der religiösen
Überlieferung anstrebte, insbesondere die Schaffung eines autoritativen
Landesrabbinats
und einer zentralen Toralehranstalt in Jerusalem sowie die Förderung
des religiösen
Lebens in den Kolonien. 5679 (1919) wurde HaRav Kuk Oberrabbiner der
aschkenasischen Gemeinde in Jerusalem, 5681 (1921) Vorsitzender des
Bet Din ha-Gadol, das durch die Bestimmungen des Gemeindegesetzes von 5688 (1928)
als die
oberste geistliche Behörde der jüdischen Gemeinschaft Palästinas
anerkannt war. HaRav
Kuk trat, im Gegensatz zu den Trennungsbestrebungen der extremen Orthodoxie
in
Jerusalem stets für eine einheitliche Gemeindeorganisation der
palästinensischen
Judenheit ein. Obwohl kein Mitglied der zionistischen Organisation,
stand er ideologisch
dem Misrachi nahe und sprach sich wiederholt für die Förderung
des Jüdischen
Nationalfonds und anderer zionistischer Organisationen aus. 5682/3
(1922) gründete er
die "Jeschiwa merkasit olamit" (Zentrale Welt-Jeschiwa), die seitdem
von Studierenden
aus verschiedenen Ländern besucht wird. Vor der britischen Untersuchungskommission,
die die Hintergründe für die Unruhen im Jahre 5689 (1929)
klären sollte, verteidigte
HaRav Kuk das historische Anrecht des jüdischen Volkes auf die
Klagemauer.
Er starb am 3. Elul 5695 (1935).
Quellen: Encyclopaedia Judaica, "Ozrot HaRa'aja" I
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2. HaRav Zwi Jehuda HaKohen Kuk sel.
geboren in der Sedernacht des Jahres 5651 (1891) in Seimel,
Bezirk Kovno,Lit. Vater: Rabbiner Awraham Jizchak HaKohen Kuk sel. (erster
Oberrabbiner Israels, siehe oben) Mutter: Rabbanit Reisa Riwka bat HaRav Zwi Jehuda Rabinowitz
einziger Sohn, drei Schwestern
5656: Umzug der Familie nach Bausk bei Riga (Lettland), wohin sein
Vater zum Stadtrabbiner berufen worden war
28.Ijar 5664: Ankunft der Familie Kuk in Jaffo, wo sein Vater das Amt
des Oberrabbiners übernimmt
Dort Talmudstudium bei Rabbiner Reuwen Gottfried (Jedidja), dem
Schwiegersohn des Rabbiners Joel Moscheh Salomon, sowie bei
Rabbinern Moscheh Seidel und Benjamin Menachem Lewin,
hauptsächlich jedoch bei seinem eigenen Vater
5666: "Alijah" nach Jerusalem, um dort in "Torat Chaim", einer der
bedeutendsten Jeschiwot im Lande, zu lernen. Trotz seines jugendlichen Alters wird er sofort im höchsten Schiur
plaziert und gewinnt die besondere Zuneigung des Rosch Jeschiwa,
Rabbiner Serach Epsteins. Einige Jahre später Rückkehr nach Jaffo, um weiter von seinem
Vater
zu lernen
Mitinitiierung der Jeschiwa "Scha'arei Tora" in Jaffo, die von seinem
Vater und von Rabbiner Salman Schach hjd. geleitet wurde. Gleichzeitig beginnt er, die Manuskripte seines Vaters zu ordnen und
herauszugeben.
Die Unterstützung seines Vaters in öffentlichen Angelegenheiten
des
Rabbinats Jaffo und der jüdischen Siedlungen bringt eine zu starke
Ablenkung von seinen Studien mit sich, so dass er wieder nach
Jerusalem umsiedelt und in der Jeschiwa "Porat Josef" "untertaucht".
Als man ihn aber auch dort nicht in Ruhe lernen lässt, geht er
auf
Anraten Rabbiner Lewins an die Jeschiwa von Halberstadt, wo er lernt,
lehrt und nebenher sein Allgemeinwissen (Naturwissenschaft und
Philosophie) vertieft. 5674: Ausbruch des Ersten Weltkriegs; Inhaftierung wegen seiner
russischen Staatsangehörigkeit
Nach langwierigen Bemühungen wird seine Freilassung erreicht;
er
schließt sich seinem Vater, der nach Europa gekommen ist, um
am
Weltkongress der "Agudas Jisro'el" teilzunehmen, in der Schweiz an
5676: Übersiedlung seines Vaters nach London, er selbst bleibt
in der
Schweiz, um dort weiter zu lernen und zu lehren
5680: Rückkehr nach Jaffo, Fortführung der Studien, Unterrichten
an
der von Rabbiner Moses Auerbach gegründeten Schule "Nezach Israel"
5681: Reise nach Europa als Abgesandter der Bewegung "Degel
Jeruschalajim", um die größten Rabbiner und chassidischen
Häupter für
die Ideen der Erneuerung der Nation und des Aufbaus des Landes zu
gewinnen - Begegnungen in Warschau und dem übrigen Polen, Litauen
und Wien.
26.Schewat 5682: Heirat mit Chawa Lea bat HaRav Jehuda Leiw
Hutner (bis zu ihrem Tode nach Krankheit am 7. Schewat 5704)
5683: Gründung der Jeschiwa "Merkas HaRav" in Jerusalem
5689-5693: Beteiligung an Evakuierung von Jeschiwaschülern von
Russland und Litauen nach Israel
Nach dem Tode des Vaters am 3.Elul 5695 Schwerpunkt auf
Redaktion und Herausgabe dessen Schriften, Unterrichten an "Merkas
HaRav", Teilnahme am öffentlichen Geschehen infolge des
2.Weltkriegs und dem Kampf des Jischuws um Unabhängigkeit
5708: In der Gründung des Staates Israel sieht er die Verwirklichung
der biblischen Prophezeiungen und den Beginn der Erlösung
5712: Nach dem Tode Rabbiner Charlaps wird er Rosch Jeschiwa von
"Merkas HaRav", die seitdem ein ständiges Wachsen der Schülerzahl
verzeichnet und zu einer der bedeutendsten Jeschiwot des Landes
avanciert Schwerpunkte seines Wirkens in der Folgezeit bis zu seinem Tode Purim 5742:
-Leitung der Jeschiwa
-Herausgabe der Bücher seines Vaters
-Gewinnen Toraferner durch Überzeugen und Liebe; gegen Zwingen
zur Religiosität.
Nach dem Sechstagekrieg: Öffentlichkeitsarbeit für Vollkommenheit
des Landes, Verbot der Übergabe von Teilen des Landes an
Nichtjuden, politische und moralische Unterstützung der Besiedlung
aller Teile des Landes
Quelle: "Or LeNetiwati"
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