Die Sixtinische Kapelle – Touristenmagnet und Ort der Papstwahl
Aufgekreuzt - 23.03.2026 (00:30:35)

Die Sixtinische Kapelle – Touristenmagnet und Ort der Papstwahl

Mit der Sixtinische Kapelle verbinden viele Michelangelos berühmte Fresken und das Konklave. Doch wie wurde aus der Kapelle so ein Touristenmagnet und wie läuft die Papstwahl an diesem Ort ab? Darüber spricht Host Beate Kampen mit Kunsthistoriker Ulrich Pfisterer und Radio Vatikan-Redakteurin Stefanie Stahlhofen.
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Kalenderblatt
Gründonnerstag

Gründonnerstag

Jesus wusste um seinen baldigen Tod und kam ein letztes Mal mit seinen Freunden zusammen. Doch statt ein Testament vorzutragen, hinterließ er seinen Jüngern ein ganz anderes Vermächtnis. Die synoptischen Evangelien (Markus, Matthäus und Lukas) berichten, dass Jesus nach dem jüdischen Pessach-Mahl das Brot brach, es seinen Jüngern reichte und als seinen Leib deutete. Ebenso reichte Jesus ihnen den Kelch mit Wein, den er als sein Blut bezeichnete. An die Stiftung dieses Neuen Bundes mit Gott sollen sich die Jünger immer erinnern: "Tut dies zu meinem Gedächtnis!" (Lk 22,19). Darum gedenkt die Kirche am Abend des Gründonnerstags in besonderer Weise der Einsetzung der Eucharistie. Der Evangelist Johannes setzt einen anderen Schwerpunkt und berichtet von der Fußwaschung: Nach dem Mahl legte Jesus sein Gewand ab, umgürtete sich mit einem Leinentuch und wusch seinen verwunderten Jüngern wie ein Sklave die Füße. "Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe." (Joh 13,15). Bis heute vollzieht auch der Papst jedes Jahr den Ritus der Fußwaschung (siehe Bild). Nach dem Mahl ging Jesus mit seinen Jüngern hinaus und sprach zu ihnen: "Meine Seele ist zu Tode betrübt. Bleibt hier und wacht mit mir!" (Mt 26,38). Und so wird es auch nach der Gründonnerstagsliturgie ganz still, viele Gläubige bleiben zur eucharistischen Anbetung zusammen: Die "heiligen drei Tage" (Triduum Sacrum) haben begonnen. 

Thema
Missbrauch

Missbrauch

2010 wurde erstmals eine größere Zahl von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche in Deutschland bekannt. Seitdem bemüht sich die Kirche um eine Aufarbeitung der Geschehnisse. Bei ihrer Vollversammlung veröffentlichten die deutschen Bischöfe am 25. September 2018 eine Studie, die die Missbrauchsfälle im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz zwischen 1946 und 2014 dokumentiert.
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Papst Leo XIV. winkt lächelnd im September 2025 auf dem Petersplatz im Vatikan.

Papst Leo XIV.

Seit dem 8. Mai 2025 ist Robert Francis Prevost der 267. Bischof von Rom. Der US-Amerikaner gab sich den Namen Leo XIV. Auf dieser Themenseite bündelt katholisch.de die Berichterstattung über das amtierende Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.
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Weltweiter synodaler Prozess

Weltweiter synodaler Prozess

Papst Franziskus hat 2021 die gesamte katholische Kirche auf einen weltweiten synodalen Prozess geschickt. In mehreren Stufen von den Pfarreien über die Diözesen und die Bischofskonferenzen bis zum Vatikan sollten die Gläubigen und ihre Bischöfe beraten, welche Reformen die Kirche braucht. Bei der Bischofssynode "Für eine synodale Kirche – Gemeinschaft, Teilhabe und Mission" beraten in zwei Sitzungen im Herbst 2023 und im Herbst 2024 die Bischöfe, Kleriker, Ordensleute und Laien über die Eingaben des Prozesses. Bei dieser Synode dürfen zum ersten Mal auch Frauen abstimmen.