Am heutigen Freitag, 12. Juni 2026, tritt der EU-Asyl- und Migrationspakt in Kraft. Papst, EU und Europas Parteien verbinden damit gänzlich unterschiedliche Signale.
Nach einem Marathon-Hearing wurde Clemens Pig mit 21 von 35 Stiftungsrats-Stimmen zum neuen ORF-Chef gewählt. Er steht für einen durch Technologie gestützten, digitalen Journalismus. Das wird dem ORF guttun. Ob es umgekehrt auch so ist, wird sich zeigen. Ein Porträt.
Alberto Moravia hat 1951 mit „Der Konformist“ einen aufregenden Roman geschrieben, der erzählt, wie man Faschist wird, ohne auch nur an eine der ideologischen Erzählungen zu glauben. Es ist ein Faschismus aus dem Inneren der menschlichen Seele heraus. Jedem und jeder möglich.
Während der Krieg weitergeht, zeigt sich Israels Wirtschaft erstaunlich robust. Ein Gespräch mit dem Wirtschaftsjournalisten Sever Plocker über Resilienz, Innovation – und die Grenzen des Geldes.
Vor hundert Jahren, am 25. Juni 1926, wurde Ingeborg Bachmann in Klagenfurt geboren. Sie schrieb Werke, die bis heute nichts an Brisanz verloren haben. Wir baten mit Laura Freudenthaler, Lydia Mischkulnig und Sabine Gruber drei Schriftstellerinnen um ihren Blick auf Bachmanns Vermächtnis. Ein Dossier mit weiteren Beiträgen aus unserem Navigator.
Während über Israel Raketen abgefangen wurden, erzählten sich Menschen im Bunker ihre Geschichten. Eine davon führte zurück nach Wien und zum legendären Fußballklub Hakoah.
Der evangelische Theologe und langjährige FURCHE-Autor Ulrich Körtner veröffentlicht in einem Sammelband nur einen kleinen Teil seines publizistischen Schaffens.
Ein letztes Mal Wiener Kammeroper, ein unkonventioneller „Hoffmann“ und eine „Fledermaus“ in Pride-Edition an der Volksoper Wien: Walter Dobner über melancholisches und buntes Musiktheater.
Zuletzt zieh das Innenministerium den freiheitlichen Ersten Nationalratspräsidenten der Unwahrheit. Was muss noch alles passieren, bis die anderen Parteien aufwachen und handeln?
Am 10. Juni jährt sich der Amoklauf am BORG Dreierschützengasse in Graz zum ersten Mal. Damals wurden neun Jugendliche und eine Lehrerin von einem 21-jährigen ehemaligen Schüler erschossen. Eine langjährige Lehrerin der Schule erinnert an die Opfer.
Können Korallenriffe klimaresistent gemacht werden? Und kann man Moskitos davon abhalten, lebensgefährliche Infektionskrankheiten zu übertragen? Zwei biologische Experimente lassen erste Rückschlüsse zu.
Am Donnerstag wählt der Stiftungsrat einen neuen Generaldirektor. Die Suche war von Skandalen und Vertrauensverlust geprägt. Der Öffentlich-Rechtliche verdient Besseres.
Früher habe ich es teilweise vermieden, zu erwähnen, dass ich drei Kinder habe. Dann habe ich mich gefragt: warum eigentlich? Persönliche Gedanken zum Vatertag.
In seinem neuen Roman „Vaterlos“ verarbeitet Thomas Medicus den Suizid des Vaters. Neben der Frage nach dem Warum stehen Erinnerungen an die Eltern und Trennungsschmerz.
Neben Betroffenen suchen auch Angehörige Auswege aus der Spielsucht-Spirale. In ihrer Autobiografie beleuchtet die Schauspielerin Karin Thaler ihre eigene Co-Abhängigkeit.
Warum DIE FURCHE lesen?
Zum 80-Jahr-Jubiläum der FURCHE haben wir Wegbegleiter:innen gefragt, warum sie DIE FURCHE lesen - und was dieses Blatt ausmacht.
Der Russe Grigori Perelman löste als bisher einziger Mensch ein „Millennium-Problem“ der Mathematik. Danach tauchte er ab. Auch zu seinem 60. Geburtstag bleibt er ein Rätsel.
Inklusionsaktivist und Politiker Franz-Joseph Huainigg wird 60. Statt einer Bilanz liefert er in seinem neuen Buch Geschichten zwischen Ausgrenzung und Durchbrüchen.
Während Elon Musk bald der erste Billionär werden könnte, spart die österreichische Regierung unter anderem bei Familien, Geringverdienern und Menschen mit Behinderungen.
Raketenalarm und Bunker prägen den Alltag an Israels Grenze zum Libanon. Doch eine Geschichte über Drusen, Muslime, Juden und Christen zeigt, dass Zusammenleben hier mehr ist als eine Hoffnung.
Raketenalarm in Tel Aviv: Im Schutzraum begegnet Wolfgang Machreich einem Ehepaar aus Nordisrael, dessen Familiengeschichte nach Wien zurückführt – und zur legendären Hakoah Wien.
In Tel Aviv erlebt Wolfgang Machreich eine irritierende Gleichzeitigkeit: Während wenige Kilometer entfernt Raketen einschlagen, pulsiert an der Strandpromenade das Leben.
Die Ernennung der 39-jährigen EWTN News-Präsidentin Maria Montserrat Alvarado ist die wohl spannendste Personalie unter Papst Leo XIV. Klar ist, die Vatikan-Kommunikation braucht eine Frischzellenkur. Alvarados bisheriger Arbeitgeber ist allerdings nicht unumstritten.
Am 7. Juni 2026 entscheidet Armenien, ob der Pro-EU-Kurs von Nikol Paschinjan fortgesetzt wird. Schärfster Widerpart ist just Kirchenoberhaupt Karekin II.
Bisher liefen Sterbeverfügungen nach einem Jahr aus. Ab sofort sind sie unbefristet gültig, weil die Regierung eine Reparaturfrist verstreichen lassen hat.
Die angekündigten Budgetkürzungen bei den Hochschulen sorgen für Unmut. Vor allem Grundlagenforschung, Nachwuchswissenschaftler und Studierende könnten darunter leiden. Ein Gastkommentar.
Egal ob Abiy Ahmed in Äthiopien, Baschar al-Assad in Syrien, Aung San Suu Kyi in Myanmar oder Erdoğan und Orbán – sie waren alle einmal Hoffnungsträger für ihre Länder und die Welt – bis sie kippten.
Lokale Proteste gegen Asylheime in den Niederlanden zeichnen ein europaweites Bild: Der von rechts außen befeuerte Streit um die Flüchtlingspolitik ist zum Symbol im (Straßen-)Kampf für nationale Identität, gegen Abstiegsängste und um die Zukunft der Demokratie geworden.
Statt der „Entzauberung“ des Peter Thiel boten die Wiener Festwochen aufregende Selbstbeschädigung – und ein Lehrstück: Das Böse ist kompliziert. Es lässt sich nicht einfach canceln.
Der ultrarechte Präsidentschaftskandidat für Kolumbien, Abelardo de la Espriella, geht am 21. Juni in die Stichwahl gegen den Linkskandidaten Iván Cepeda. Seinen Wahlkampf führt der Trump-Fan mit einer harten Rhetorik gegen Kriminalität, die an den autoritär regierenden Nayib Bukele in El Salvador erinnert.
Das Eucharistiefest galt in Österreich über Jahrhunderte als Demonstration der Verwurzelung des katholischen Glaubens in Gesellschaft und Politik. Vieles davon ist heute kritisch zu sehen, prägte aber auch die Geschichte des Landes. Ein Rückblick.
Produktivitätsrekorde ohne Jobs, KI-Systeme ohne Grenzen: Warum Ethiker Peter G. Kirchschläger jetzt eine internationale KI-Behörde, neue Steuern und ein bedingtes Grundeinkommen verlangt.
Öffentlicher Protest mag Kriege nicht stoppen und das Weltklima nicht retten, doch wenn Bürgerinnen und Bürger für ihre Anliegen auf die Straße gehen, geraten Parlamente und Regierungen unter Rechtfertigungsdruck – und manchmal ins Wanken.
Eugene Gendlin fand einen Zugang zu wertvollen Informationen aus unserer Innenwelt. Zu seinem 100. Geburtstag findet die internationale Focusing-Konferenz heuer in Wien statt.
Die ukrainische Menschenrechtsanwältin und Friedensnobelpreisträgerin Oleksandra Matwijtschuk dokumentiert russische Kriegsverbrechen. Europäer müssen verstehen, dass Besatzung kein Frieden ist, sagt sie.
Am 10. Juni wird Leo XIV. den frisch fertiggestellten Christus-Turm der Sagrada Família segnen. Schon jetzt besuchen jährlich fünf Millionen Touristen die weltberühmte Kirche, Tendenz steigend. Ein Lokalaugenschein.
Es gibt Ohnmacht, die sich in Moral verwandelt und Rache, die sich als Tugend tarnt. Wie man mit diesen Gefühlen umgeht, erklärt die Philosophin Katharina Lacina.
In der Kolumne „Hingehört“ geht es um Dinge, die die Autorin unterwegs aufschnappt. Diesmal: das Einreichen von Rechnungen bei der Krankenkassa und andere Arbeiten, für die man nicht in Podcasts eingeladen wird.
Die Ausstellung zum Bauernkrieg 1626 im Schlossmuseum Linz zeigt, wie brüchig das Wissen über den Aufstand ist und wie wirkmächtig die Bilder, die man sich von ihm gemacht hat. Ein Lehrstück, wie aus historischen Leerstellen politische Erzählungen werden: von der Reformation bis zur NS-Propaganda.
Die Dachsteingletscher schwinden – und mit ihnen sichere Wege und Hüttenzugänge. Der Alpenverein reagiert mit neuer Messtechnik und Alternativen für die Bergsport-Zukunft ohne Eis.
Das Reden über „die Flüchtlinge“ hilft beim Schweigen über all die sozialen Missstände. Eine großangelegte Studie hat jetzt den Blick dorthin gerichtet.