HAU1 Hebbel am Ufer
Stresemannstraße 29, 10963 Berlin
Für eine Welt frei von Folter, Ausbeutung und abgeschotteten Grenzen. Mit Recht.
Das ECCHR ist eine gemeinnützige und unabhängige Menschenrechtsorganisation mit Sitz in Berlin. Sie wurde 2007 von Wolfgang Kaleck und weiteren internationalen Jurist*innen gegründet, um die Rechte, die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie anderen Menschenrechtsdeklarationen und nationalen Verfassungen garantiert werden, mit juristischen Mitteln durchzusetzen. Gemeinsam mit unserem weltweiten Netzwerk setzen wir Menschenrechte durch und machen Unrecht sichtbar. Vor Gericht und in der Gesellschaft.
Aktuelles
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Q&A: Was das BGH-Urteil zum vorzeitigen Verbrenner-Aus für Klimaklagen bedeutet
Der Bundesgerichtshof hat im März Klagen auf ein vorzeitiges Verbrenner-Aus abgewiesen. Die laufenden Klimaklagen gegen RWE und Heidelberg Materials sowie gegen Holcim bleiben von dem Urteil unberührt.
Ausweitung der Todesstrafe in Israel: Offener Brief an die Bundesregierung
Die israelische Knesset verabschiedet das seit langem diskutierte Gesetz zur Ausweitung der Todesstrafe. Dieses Gesetz, das die Todesstrafe de facto ausschließlich für Palästinenser*innen vorsieht, ist zutiefst diskriminierend und verstößt gegen zahlreiche internationale Bestimmungen und Mindeststandards.
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65 Jahre nach der Ermordung Lumumbas: Belgisches Gericht lässt Anklage zu
Nach jahrzehntelanger Straflosigkeit hat die belgische Justiz beschlossen, die Anklage gegen den ehemaligen Diplomaten Étienne Davignon zuzulassen. Er wird für seine Rolle bei der Ermordung von Patrice Lumumba, dem ersten demokratisch gewählten Premierminister des unabhängigen Kongo und Symbol der afrikanischen Unabhängigkeitsbewegungen.
Neuer Report zur Lage der Wissenschaftsfreiheit in Deutschland
Abgesagte Veranstaltungen, Ausladungen renommierter Wissenschaftler*innen, polizeiliche Räumung von Studierendenprotesten, wachsende Selbstzensur: Die Wissenschaftsfreiheit gerät in Deutschland zunehmend unter Druck. Unser neuer Report stellt rechtliches Wissen bereit, um gemeinsam Räume für freie Forschung und Lehre zu verteidigen.
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Bundesanwaltschaft soll blutige Niederschlagung der Proteste im Iran untersuchen
Anfang Januar schlugen iranische Sicherheitskräfte die regierungskritischen Proteste mit massiver, teils gezielter Schusswaffengewalt nieder und töteten Tausende Menschen. Diese mutmaßlichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit dürfen nicht straffrei bleiben. Das ECCHR hat deshalb bei der Bundesanwaltschaft beantragt, sie zum Gegenstand eines Strukturermittlungsverfahren zu machen.
Prozessauftakt gegen Mitarbeiter von TÜV-Süd und Vale
Sieben Jahre nach dem Dammbruch eines Rückhaltebeckens für giftige Bergbauabfälle im brasilianischen Brumadinho beginnt nun in Brasilien der Strafprozess gegen Mitarbeiter des Bergbaukonzern Vale und des Zertifizierers TÜV-Süd, während die Münchner Staatsanwaltschaft immer noch nicht über eine Anklage entschieden hat.
Arbeitsschwerpunkte
Gemeinsam mit Betroffenen und Partner*innen weltweit nutzen wir juristische Mittel, damit die Verantwortlichen für Folter, Kriegsverbrechen, sexualisierte Gewalt, wirtschaftliche Ausbeutung und abgeschottete Grenzen nicht ungestraft davonkommen.
Für Gerechtigkeit spenden
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Institut für juristische Intervention
Critical Legal Training
Was uns antreibt und was unsere Arbeit ausmacht, das wollen wir weitervermitteln. Ausbildung, gemeinsames Lernen und Netzwerken machen daher das Wesen des Critical Legal Training des ECCHR aus. Um eine strategische und kritisch-progressive Menschenrechtsarbeit auch in Zukunft zu gewährleisten, bilden wir junge Jurist*innen aus.
Internationale Summer School zu Unternehmensverantwortung und Klimagerechtigkeit
Zusammen mit der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Tilburg Law School organisiert das ECCHR eine internationale Summer School für Menschenrechtsverteidiger*innen und fortgeschrittene Studierende zum Thema Unternehmensverantwortung und Klimagerechtigkeit.
Das Investigative Commons denkt rechtliche Ermittlungen neu
Um die Produktion von (forensischen) Beweisen auf Akteur*innen jenseits von staatlich ernannten Expert*innen auszuweiten und andere Foren als Gerichte für die Verantwortlichkeit zu nutzen, gründeten wir 2020 gemeinsam mit unserem langjährigen Partner Forensic Architecture und deren deutscher Schwesteragentur Forensis das Investigative Commons.
Das Institut für juristische Intervention beschäftigt sich aus machtkritischer Perspektive mit dem Recht. Wir wollen nachhaltig auf gesellschaftliche Debatten ebenso wie auf rechtspolitische und rechtswissenschaftliche Diskurse einwirken: im fachlichen Austausch mit Universitäten und Forschungseinrichtungen, durch unsere Aus- und Fortbildungsaktivitäten, in der Zusammenarbeit mit Partner*innen weltweit sowie im Dialog mit Künstler*innen und Aktivist*innen.
Veranstaltungen
30.04.2026, 19:00 Uhr, Berlin
Understanding Prison MENA Prison Forum in Berlin #7
Das ECCHR in den Medien
Kolonialverbrechen vor Gericht: Wer tötete Patrice Lumumba?
Wolfgang Kaleck: »Das Ende ist längst noch nicht geschrieben«
Test fürs Lieferkettengesetz: Ein Fehler in der Kette
Private Waffengeschäfte ohne Konsequenzen
Politisch bankrott: Das Völkerrecht ist keine Option – sondern Verfassungspflicht
Umkämpftes Völkerrecht: «Zynismus als politische Haltung ist nicht angesagt»
Iran-Krieg: Wie gefährdet ist Deutschland wegen der US-Airbase Ramstein?
„Was ist denn, wenn Trump sich demnächst entscheidet, gegen Grönland loszuschlagen“
Bevor die Beweise gegen das Regime verschwinden
Bleiben wir in Kontakt
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Publikationen
Ein Palästinenser aus Gaza fordert Gerechtigkeit in Karlsruhe
Abdel J. aus Gaza hat alles verloren, was ihm lieb war: seine Frau und sein Kind kamen bei Angriffen ums Leben. Nun klagt er gegen den Export von deutschen Waffen und Rüstungsgütern, die nachweislich weiterhin in Gaza eingesetzt werden – selbst nach dem aktuellen, brüchigen Waffenstillstand.
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The Pretense of Justice
Mit dem Bericht “The Pretense of Justice” legt das ECCHR eine ausführliche Analyse der systematischen Unwilligkeit des israelischen Justizsystems vor, schwerste Menschenrechtsverletzungen gegen die palästinensische Bevölkerung wirksam zu verfolgen. Der Bericht zeigt: Israels Selbstbeschreibung als „Rechtsstaat“, der Menschenrechtsverletzungen unabhängig aufklären könne, ist eine Farce.
© ECCHR
Einführung in die EU-Zwangsarbeitsverordnung
Es sind gezielte Maßnahmen erforderlich, um Zwangsarbeit zu beseitigen, die am stärksten gefährdeten Gruppen zu schützen und die Ursachen von Zwangsarbeit wirksam anzugehen. Im Rahmen unserer Advocacy-Arbeit in diesem Bereich haben wir ein Modellgesetz mit den wichtigsten Elementen für eine arbeitnehmerorientierte Verordnung, eine Analyse der Beweisstandards, ein erstes Positionspapier sowie eine Beweisvorlage an die Europäische Kommission veröffentlicht.
Um Recht nachhaltig zu verändern, bedarf es eines Wandels gesellschaftlicher Kräfteverhältnisse – dabei geht es auch darum, Recht neu zu schaffen. Deshalb initiiert und beteiligt sich das ECCHR an rechtsbezogenen sowie rechtspolitischen Debatten. Wir organisieren öffentliche Veranstaltungen und publizieren zu ausgewählten Themen.
15 Jahre Engagement
Menschenrechte müssen fortwährend gegen Widerstände erkämpft und gegen Angriffe verteidigt werden – dies sind zentrale Herausforderungen juristischer Menschenrechtsarbeit, für die es einen langen Atem braucht. Sie beschäftigen uns seit der Gründung im Jahr 2007.
Lesen Sie dazu unseren Multimedia-Beitrag „15 Jahre Kampf für die Menschenrechte“.
Das ECCHR ist weltweit aktiv
Das European Center for Constitutional and Human Rights steht für gelebte Solidarität über geographische, soziale und kulturelle Grenzen hinweg.