Der Norden eröffnet die Ligasaison im Turnen der Frauen. Am Samstag treffen in Großhansdorf alle 16 Mannschaften der 3. Bundesliga Nord und der Regionalliga Nord beim Saisonauftakt in der Sporthalle im Schulzentrum aufeinander. Für viele Teams ist es der erste Härtetest nach der Wintervorbereitung, zugleich aber auch eine frühe Standortbestimmung im Kampf um Punkte und Tabellenplätze. Dabei steht der Auftakt auch im Zeichen einer sportlich wichtigen Neuerung: In der 3. Bundesliga gilt künftig das 10-4-4-System. Bis zu zehn Turnerinnen bilden das Team, vier gehen pro Gerät an den Start, alle vier Wertungen zählen. Eine Streichnote gibt es damit nicht mehr. Fehler lassen sich also weniger leicht auffangen, Stabilität und Nervenstärke gewinnen zusätzlich an Bedeutung. Für den SV Großhansdorf ist der Wettkampftag zugleich ein weiterer Schritt als Ausrichter auf Bundesliga-Ebene.
Die KTV Straubenhardt hat am vierten Wettkampftag der 1. Bundesliga ihre Spitzenposition eindrucksvoll gefestigt. Der Titelverteidiger gewann am Samstag die das Gipfelduell gegen den SC Cottbus in eigener Halle klar mit 65:12 Scorepunkten und setzte sich auch nach Geräten mit 11:1 Zählern durch. Damit bauten die Schwarzwälder ihren Vorsprung in der Tabelle auf acht Punkte bei +34 Gerätepunkten aus. Hinter dem Tabellenführer rückte die TG Saar mit einem deutlichen 53:25 (10:2) beim Aufsteiger StTV Singen auf Rang drei vor und schloss nach Punkten zum zweitplatzierten SC Cottbus auf. Ebenfalls einen wichtigen Auswärtssieg landete die KTV Koblenz, die sich bei TuS Vinnhorst mit 44:24 (10:2) durchsetzte. Die knappste Entscheidung des Abends fiel im ostwürttembergischen Remstal, wo sich Vizemeister TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau mit 32:30 gegen die Siegerländer KV behauptete.
Die TSG Balingen ist mit einem Heimsieg in die Regionalliga Süd der Frauen zurückgekehrt. Nach dem Abstieg aus der 3. Bundesliga setzte sich der Ausrichter in der Mey Generalbau Arena an die Spitze des Feldes. Mit 167,20 Punkten gelang der Mannschaft von Teamchef Oliver Merz am Samstag der beste Vortrag des Nachmittags. Die Balingerin Sonja Lubitz wurde mit 44,80 Punkten Topscorerin des Wettkampftags und prägte den gelungenen Start entscheidend mit. Aufsteiger TG Karlsruhe-Söllingen II lieferte auf Anhieb 165,25 Zähler und hielt den Rückstand trotz Stürzen mit 1,95 Punkten in engen Grenzen. Dahinter lieferten sich der TSV Nördlingen (164,75), der TV (164,35) und die KuSG Leimen (162,50) einen Schlagabtausch auf Augenhöhe. Auch TS NeckarGym Nürtingen II kam blieb mit 160,15 Punkte in Reichweite. Der VfL Kirchheim unter Teck II musste die Konkurrenz mit 154,05 Zählern dagegen ziehen lassen, die WKG Gäu Schönbuch (146,20) markiert nach der schwächsten Tagesleistung das Ende der Regionalliga Süd.
Der TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau hat den Auftakt der 3. Bundesliga Süd der Frauen gewonnen. Die WTG FilderNeckar blieb am ersten Wettkampftag in Balingen nur sieben Zehntelpunkte zurück. Die Riege aus dem ostwürttembergischen Remstal holte am Samstagmorgen 172,45 Punkte und setzte damit die Bestmarke des Tages. Topscorerin des Wettkampftags wurde Elizaveta Kharitonova (TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau) mit 47,85 Punkten. Die WTG FilderNeckar (171,75) startete ebenfalls stark in die Saison. Der SV Hülben folgte mit 169,45, über zwei Punkte dahinter. Eng blieb es auch im Mittelfeld: Der SV Leonberg-Eltingen turnte 166,80 Punkte und lag damit nur 55 Hundertstel vor der TG Breisgau. Die Riege aus dem Glemstal stellte in Kathrin Schleenvoigt (46,80) auch die zweitbeste Einzelturnerin Der SSV Ulm 1846 kam auf 163,75, der VfL Kirchheim unter Teck auf 161,45. Der TV Kempten schloss den ersten Wettkampftag mit 154,45 Zählern ab.
Die TSG Balingen startet mit einem Heimwettkampf in die Regionalliga Süd – und mit ihr die gesamte Südschiene des Unterhauses der Frauen. In der Mey Generalbau Arena treffen am Samstag beide Ligen aufeinander: Um 11:00 Uhr beginnt die 3. Bundesliga Süd, ab 15:30 Uhr folgt die Regionalliga. Für Balingen ist es nach dem Abstieg aus der 3. Liga ein Neustart vor eigenem Publikum – und zugleich die nächste große Ausrichterrolle für einen Verein, der sich in den vergangenen Jahren regelmäßig als Gastgeber bewährt hat. Sportlich steht die TSG vor einer anspruchsvollen Saison. Der Kader hat sich verändert, wichtige Leistungsträger fehlen, die Rollen innerhalb der Mannschaft müssen sich neu sortieren. Das Ziel ist entsprechend klar: stabil turnen, geschlossen auftreten und früh Punkte sammeln. «Der erste Wettkampf wird zeigen, wo wir stehen», sagte Teamchef Oliver Merz der Zeitung Südwestpresse.
Alle Blicke richten sich an diesem Wochenende auf das Spitzenduell der 1. Bundesliga der Männer: Der Tabellenführer KTV Straubenhardt und sein engster Verfolger SC Cottbus liegen vor dem Gipfelreffen des vierten Wettkampftags am Samstagabend (18:00 Uhr) punktgleich auf Tuchfühlung, letzte Gelegenheit vor der Sommerpause für die beiden Kontrahenten noch einmal ein Statement in Richtung Titel zu setzen. «Ich denke es wird der spannendste Wettkampf seit langem in der Straubenhardthalle werden», fieberte auch Teamchef Lukas Dauser schon Tage vorher dem Aufeinandertreffen des Rekordmeisters und seines Vorgängers entgegen. Dazu verspricht sich der ehemalige Barren-Weltmeister eine bis unters Dach vollgepackte Halle, die den Schwarzwäldern zusätzlich den Rücken stärken wird.
Vereine, die ein Bundesligateam an den Start bringen wollen, haben seit heute wieder die Gelegenheit, ihren Hut in den Ring zu werfen. Denn die Deutsche Turnliga hat am Mittwoch die Ausschreibung für den Qualifikationswettkampf zur 3. Bundesliga 2027 in der Rhythmischen Sportgymnastik veröffentlicht. Der findet im Herbst 2026 statt, weitere Details zu genauem Termin und Ausrichtung werden zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Geturnt wird ein Kür-Vierkampf nach dem Code de Pointage der FIG für die Meisterklasse. Startberechtigt sind Gymnastinnen der Jahrgänge 2013 und älter. Pro Mannschaft können bis zu 15 Gymnastinnen gemeldet werden, von denen mindestens vier am Wettkampftag zum Einsatz kommen müssen. Das Mannschaftsergebnis setzt sich aus zwölf Übungen zusammen, je drei mit dem Reifen, dem Ball, den Keulen und dem Band. Meldeschluss ist Samstag, 12. September 2026.
Die Deutsche Turnliga hat die Ausschreibungen für die Saison 2026 in der Rhythmischen Sportgymnastik veröffentlicht. Zunächst betrifft dies die Wettbewerbe der drei Bundesligen. Der Auftakt der 1. und 2. Bundesliga ist für den 24. Oktober vorgesehen, der zweite Wettkampftag folgt am 7. November. Jeweils einen Tag später geht die 3. Bundesliga auf die Fläche. In allen drei Ligen wird nach dem internationalen Wertungssystem der FIG geturnt. Die Mannschaften treten dabei mit Übungen mit dem Reifen, dem Ball, den Keulen und dem Band an. Weitere Einzelheiten zu Meldungen, Abläufen und organisatorischen Fragen hat die Deutsche Turnliga in den veröffentlichten Ausschreibungen zusammengefasst.
Kurt Szilier weiß, wie schmal der Grat im Turnen sein kann. Zwischen Talent und internationaler Klasse, zwischen guter Ausbildung und verpasster Entwicklung, zwischen Potenzial und Karriere. Wenn der 69-Jährige über Nachwuchs redet, spricht er deshalb nicht zuerst über Ergebnisse, sondern über Grundlagen. «Man erkennt Talent früh», sagt er. «Nicht an Medaillen, sondern an Bewegungen.» An der Art, wie ein Kind die Halle betritt, wie es springt, landet, Körperspannung aufbaut. «Und vor allem daran, ob es gerne turnt.» Szilier, der 2019 auch Träger des Alfred-Schwarzmann-Wanderpreises der Deutschen Turnliga wurde, spricht dabei aus zwei Perspektiven: aus der des ehemaligen Weltklasse-Turners und aus der des erfahrenen Trainers. Nachwuchsarbeit betrachtet er nicht als Nebenschauplatz. Für Szilier ist sie die Grundvoraussetzung dafür, dass die Liga auch morgen noch Spitzenturner hervorbringt
Die KTV Straubenhardt und der SC Cottbus marschieren in der 1. Bundesliga weiter im Gleichschritt: Nach ihren Siegen am dritten Wettkampftag liegen beide Teams mit der optimalen Ausbeute weiter punktgleich an der Spitze. Während Tabellenführer Straubenhardt beim Aufsteiger StTV Singen mit 45:25 (8:4) gewann, ließ auch Cottbus beim 48:15 (12:0) gegen TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau nichts anbrennen. Dahinter schob sich TG Saar mit dem 39:23 (8:4) in Koblenz auf Rang drei vor und nutzte zugleich die klare Niederlage des TuS Vinnhorst, der bei der Siegerländer KV mit 22:45 (0:12) unterlag. Für die Siegerländer war es der erste Saisonsieg, mit dem die Mannschaft einen großen Sprung ins Mittelfeld machte. Am Tabellenende bleibt StTV Singen nach dem dritten Wettkampftag weiter ohne Punkte, Wetzgau und Vinnhorst verharren trotz jeweils zwei Zählern in der unteren Tabellenhälfte. Damit hat sich das Bild in der Liga weiter geschärft: Vorn setzen sich Straubenhardt und Cottbus ab, dahinter ist das Rennen um die weiteren Plätze in vollem Gange.
Beim Auftakt der Nachwuchsbundesliga Nord lieferten sich Deutschlands beste Talente in einen engen und hochklassigen Schlagabtausch. Titelverteidiger Turn Team Nord setzte sich dabei mit 200,45 Punkten knapp vor dem SV Halle durch, der auf 199,65 kam. Dahinter belegte das Turnteam Berlin-Halle mit 197,35 Rang drei. Der SC Cottbus folgte mit 185,10 auf Platz vier. Die Siegerländer KV konnte aus Personalmangel nicht teilnehmen und blieb deshalb ohne Wertung. In der Nachwuchsbundesliga Süd setzte sich am 1. Wettkampftag das Turn Team Bayern mit 199,75 Punkten an die Spitze der Tabelle und verwies dabei die TG Saar mit 196,50 auf Rang zwei. Dahinter reihte sich der TSV Pfuhl mit 193,40 Zählern ein. Damit war schon zum Ligastart zu sehen, wie eng die Leistungen auch im Feld der Süd-Staffel beieinanderliegen. Lediglich das Turn Team Baden-Württemberg mit 172,80 nur weniger als einen Punkt vor Gastgeber TSG Grünstadt lag, der auf 172,00 Punkte, mussten den Kontakt zur Konkurrenz etwas abreißen lassen.
Am Samstag rückt in der Deutschen Turnliga wieder der Nachwuchs in den Mittelpunkt. Die iwa Nachwuchsbundesliga startet mit zehn Mannschaften in die Saison 2026 und bietet den besten Talenten des Landes erneut eine wichtige Bühne. In beiden Staffeln geht es darum, sich früh in Stellung zu bringen und den Grundstein für eine erfolgreiche Runde zu legen. Für viele Turner ist die Liga dabei weit mehr als ein Nachwuchswettbewerb. Sie ist die erste echte Standortbestimmung auf Bundesebene und für manche zugleich ein erster Schritt in Richtung Bundesliga. Auch in diesem Jahr soll die NBL damit wieder zeigen, wie groß das Potenzial der kommenden Generation im deutschen Turnen ist. Wie in den Vorjahren qualifizieren sich die besten sechs Teams für das DTL-Finale. Dies findet in diesem Jahr am 28. November wieder im SNP dome in Heidelberg statt.
Der dritte Wettkampftag am Samstag verspricht in der 1. Bundesliga der Männer weiter ein großes Maß an Spannung. Tabellenführer KTV Straubenhardt reist nach zwei klaren Siegen mit vier Punkten und einer Gerätpunktdifferenz von +20 ins wunderschöne Hegau zum noch sieglosen Aufsteiger StTV Singen. Die Riege vom Bodensee hat dann in Andrei Mihai und Alexander Niscoveanu gleich zwei Neuzugänge in ihren Reihen. Verfolger SC Cottbus hat nach dem Heimerfolg gegen TG Saar (47:28) und dem Auswärtssieg in Koblenz (45:33) vier Zähler auf dem Konto und empfängt in Kolkwitz vor den Toren der Stadt Vizemeister TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau, der trotz Heimsiegs bislang nicht über Rang sechs hinauskam. Dahinter liegt das Feld eng beisammen: KTV Koblenz, TuS Vinnhorst und TG Saar drängen sich mit zwei Punkten im Mittelfeld, die Siegerländer KV wartet neben Singen ebenfalls noch auf den ersten Saisonsieg.
Die KTV Straubenhardt und der SC Cottbus haben am zweiten Wettkampftag ihren zweiten Saisonsieg in der 1. Bundesliga gefeiert. Straubenhardt landete dabei am Samstag bei TuS Vinnhorst mit 58:20 (10:2) Scorepunkten ebenso seinen ersten Auswärtserfolg wie Cottbus, das sich bei der KTV Koblenz mit 45:33 (8:4) durchsetzte. Damit setzt sich das Führungsduo in der Tabelle früh vom Verfolgerfeld ab. Hinter den beiden punktgleichen Mannschaften bleibt das Feld dagegen eng beisammen. Vier Teams weisen nach zwei Runden jeweils zwei Punkte auf und liegen nur über die Gerätepunktdifferenz auseinander. Einen wichtigen Schritt machte dabei der TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau, der sich in eigener Halle mit 47:17 (9:3) gegen den StTV Singen durchsetzte und damit die ersten Punkte der Saison holte. Die knappste Entscheidung des Abends fiel in Dillingen, wo die TG Saar die Siegerländer KV mit 31:30 (6:6) bezwang.
Seit Michael Götz 2022 die Führung der Deutschen Turnliga übernahm, prägt er die Liga mit einem Stil, der auf Sachlichkeit, Ordnung und Kontinuität setzt. Schon zuvor hatte er als Vizepräsident Finanzen daran mitgewirkt, die DTL in wirtschaftlich und organisatorisch schwierigen Jahren zu stabilisieren. Seither wurden Zuständigkeiten klarer geordnet, Entscheidungswege präziser gefasst und mit dem Ethikrat ein neues Gremium geschaffen, das sich mit Fragen der Integrität und verantwortungsvollen Verbandsführung befasst. Auch die strategische Ausrichtung bis 2030, die weitere Professionalisierung der Liga, die Digitalisierung und die wirtschaftliche Stabilisierung sind eng mit seinem Namen verbunden. Michael Götz erscheint dabei nicht als Mann der großen Geste, sondern als jemand, der Strukturen verlässlicher macht. Vergangene Woche hat der TV Hilpoltstein Michael Götz zum Ehrenmitglied ernannt.
Rekordmeister KTV Straubenhardt ist am Sonntagnachmittag mit einer eindrucksvollen Machtdemonstration in die Saison 2026 gestartet. Im Spitzenduell gegen Vizemeister TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau setzte sich das Team am Sonntag in der Straubenhardthalle deutlich mit 64:11 (12:0) durch und unterstrich damit früh seine Ambitionen im Titelrennen. Bereits in der ersten Wettkampfhälfte stellte Straubenhardt mit einer nahezu fehlerfreien Vorstellung die Weichen klar auf Sieg, während Wetzgau früh den Anschluss verlor. «Es war ein sehr, sehr guter Auftakt für mich.Die Jungs haben es mir auch leicht gemacht, gerade in der ersten Wettkampfhälfte», erklärte Teamchef Lukas Dauser nach der Partie. Den Grundstein legte der Gastgeber am Boden mit einem klaren 13:0, gefolgt von einem ebenso deutlichen 12:0 am Pauschenpferd. Auch an den Ringen dominierte Straubenhardt (15:0) und sorgte damit bereits zur Halbzeit für eine Vorentscheidung.