Big Techday 26
22. Mai 2026
Vorträge
Hier finden Sie die Vorträge unseres Big Techday 26, der am 22. Mai 2026 in der Motorworld München stattfindet. Die Liste wird nach und nach mit weiteren Vorträgen erweitert.
Die Vorträge unserer vergangenen Big Techdays finden Sie in unserem Rückblick. Sofern wir die Erlaubnis der Speaker erhalten haben, sind die Aufzeichnungen und die Präsentationsfolien in den Details des jeweiligen Vortrags hinterlegt.
Abenteuer
Zeit
14:50 Uhr
Ort
Dampfdom
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
Get comfortable being uncomfortable: The Great Pacific Escapade
Im Mai 2025 begann Seas the Day die große Pazifik-Expedition in Peru, Südamerika. Miriam Payne und Jess Rowe ruderten 15 Stunden am Tag in Richtung Westen und legten dabei 8.213 Seemeilen zurück. Am Samstag, dem 18. Oktober 2025, erreichten sie Cairns in Australien und wurden damit das erste weibliche Ruderteam, das den Pazifik von Festland zu Festland nonstop und ohne Unterstützung überquerte.
Das Duo stellte sich den Herausforderungen der hohen See und nutzte diese Gelegenheit, insbesondere junge Frauen zu stärken, mehrere Weltrekorde zu brechen und fast 120.000 Pfund für The Outward Bound Trust zu sammeln - eine britische Wohltätigkeitsorganisation, die Kindern durch Abenteuer dabei hilft, lebenslange Fähigkeiten zu entwickeln.
Die Geschichte ihrer „Great Escapade“ besteht aus zwei Teilen. Das Duo beleuchtet die Herausforderungen, vor denen sie standen, als ihr Ruder nur sieben Tage und 350 Meilen nach Beginn ihres ersten Versuchs brach, was sie zwang, an Land zurückzukehren und ihren Neustart zu planen. Bei ihrem zweiten Versuch zeigen sie die Entschlossenheit und Willenskraft, mit der sie sich trotz strömendem Regen und Wind, 30 Fuß hohen Wellen, Schlafentzug und dem Verlust eines Ruders im Meer ihre gute Laune bewahrten. Außerdem werden einige der eher technischen Probleme mit dem Antriebssystem und dem Ausfall der Not-Handpumpen-Wasseraufbereitungsanlage beleuchtet. Der Vortrag zeigt zudem, wie das Duo diese Probleme mit enormer Ausdauer und einer positiven Einstellung bewältigen konnten.
Die Geschichte von „Seas the Day” ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Kraft einer positiven inneren Haltung und den unermüdlichen Willen, weiterzumachen. Das Duo möchte sein Publikum dazu inspirieren, sich den eigenen Herausforderungen zu stellen und die nahezu grenzenlosen Möglichkeiten zu entdecken, die jenseits der eigenen Komfortzone liegen.
Architektur & Design
Zeit
14:50 Uhr
Ort
Kleine Lokhalle
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
Introduction to Zig's new async I/O
Es kommt häufig vor, dass Entwicklerinnen und Entwickler Programme erstellen sollen, die mehrere Aufgaben gleichzeitig ausführen können. In den letzten Jahren haben sich async/await-Konstrukte in den meisten modernen Programmiersprachen als zentrale Werkzeuge etabliert, um genau das zu ermöglichen.
In diesem Vortrag zeigt Loris Cro, wie Zig kürzlich seinen gesamten I/O‑Stack von Grund auf neu implementiert hat, um Entwicklerinnen und Entwicklern ein I/O‑System zu bieten, das Asynchronität von Nebenläufigkeit entkoppelt - und damit Zig‑Entwicklerinnen und Entwicklern erlaubt, Code über verschiedene Nebenläufigkeitsmodelle hinweg wiederzuverwenden, auf eine Art und Weise, die es so bisher noch nicht gegeben hat.
Cloud
Zeit
10:05 Uhr
Ort
Stellwerk
Sprache
DE
Speaker
Vortrag
Souveränität als Wettbewerbsvorteil - Vom Einzelhändler zum digitalen Souveränen Hyperscaler
In diesem Vortrag definiert Stephan Ilaender digitale Souveränität nicht nur als Sicherheitsmerkmal, sondern als entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Durch die strikte Vermeidung von Vendor-Lock-ins und die Nutzung von Open-Source-Standards (z. B. Kubernetes, openDesk, openCode) stellt STACKIT sicher, dass europäische Unternehmen agil und unabhängig von außereuropäischen Anbietern bleiben. Diese Unabhängigkeit schafft eine einzigartige Marktposition: Sie schützt vor geopolitischen Risiken - wie dem U.S. Cloud Act oder digitalen Zöllen - und garantiert gleichzeitig Betriebskontinuität und Datenhoheit. Für Kunden bedeutet dies die Freiheit, Workloads zu migrieren und zu skalieren, ohne an proprietäre Ökosysteme gebunden zu sein
Forschung & Innovation
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
All elementary functions from a single binary operator
Während in der digitalen Hardware bereits ein einziges Zwei-Eingangs-NAND-Gatter für die gesamte Boolesche Logik ausreicht, war bislang keine vergleichbare Grundoperation für die symbolische Mathematik bekannt: Die Berechnung elementarer Funktionen wie Sinus, Kosinus, Quadratwurzel und Logarithmus erforderte stets mehrere unterschiedliche Operationen. In diesem Vortrag wird Dr. hab. Andrzej Odrzywołek die Folgen der Entdeckung erörtern, dass ein einziger binärer Operator - eml(x, y) = exp(x) − ln(y) - zusammen mit der Konstanten 1 das Standardrepertoire eines wissenschaftlichen Taschenrechners erzeugen kann. In EML-Form („Exp-Minus-Log“) wird jeder entsprechende Ausdruck zu einem Binärbaum identischer Knoten, was zu einer Grammatik führt, die so einfach ist wie S → 1 | eml(S, S). Diese einheitliche Struktur ermöglicht außerdem gradientenbasierte symbolische Regression, bei der EML-Bäume als trainierbare Teilschaltung dienen. Des Weiteren wird er verwandte erschöpfende Suchmethoden, deren Grundprinzipien, die dahinterstehende Motivation sowie häufige Missverständnisse, die nach der Verbreitung des Ergebnisses in sozialen Medien auftraten, erläutern.
Hardware & Reality Hacking
Zeit
14:50 Uhr
Ort
Kohlebunker II
Sprache
DE
Speaker
Vortrag
Rennteam – Die Nachwuchsgeneration des Motorsports
Das Rennteam Uni Stuttgart e.V. gehört zu den erfolgreichsten studentischen Motorsport-Vereinen weltweit mit insgesamt elf Weltmeistertiteln. Nach einem kompakten Einblick in die Teamstruktur und Geschichte des Vereins liegt der Fokus auf der praxisnahen Entwicklung des elektrischen Formula-Student-Rennwagens. Im Rahmen des technischen Deep Dives stellt das Team die Systemarchitektur, die Fahrzeugauslegung sowie die interdisziplinäre Integration von Mechanik, Elektronik und Software vor. Der Schwerpunkt des Vortrags liegt auf dem selbstfahrenden autonomen System, das moderne Sensorik, präzise Lokalisierung sowie autonome Trajektorienplanung vereint. Der Vortrag präsentiert die erfolgreiche Zusammenarbeit von Studentinnen und Studenten sowie Industriepartnern im Rahmen der Entwicklung zukunftsweisender Technologien sowie deren Validierung unter realen Wettbewerbsbedingungen.
KI - Forschung
Zeit
9:00 Uhr
Ort
Kohlebunker I
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
AI for humans
Da KI-Systeme immer besser werden, stoßen wir auf unerwartete Hürden: Die Technologie scheint bereit zu sein, aber oft sind die Menschen, die sie nutzen sollen, noch nicht so weit. In diesem Vortrag befasst sich Gregor Schmalzried mit den interessantesten aktuellen und zukünftigen Entwicklungen im Bereich der generativen KI, insbesondere bei agentenbasierten Systemen, und geht noch einen Schritt weiter: Welche Produkte und Dienstleistungen werden in einer Welt voller Technologien wertvoll sein? Und was können wir tun, um Ängste abzubauen, Menschen zu inspirieren und alle mit auf die Reise ihres Lebens zu nehmen?
Zeit
16:10 Uhr
Ort
Stellwerk
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
Break me if you can: Evaluating safety robustness in AI models
KI-Sicherheit wird oft als ethische Frage betrachtet, doch für Unternehmen, die echte Produkte ausliefern, ist sie ebenso ein Thema von Sicherheit, Vertrauen und rechtlicher Integrität. Unsicheres Verhalten von Modellen kann Geheimnisse offenlegen, Vorurteile verstärken, Missbrauch ermöglichen und erhebliche Reputationsrisiken erzeugen. Dieser Vortrag vermittelt Entwicklerinnen, Entwicklern und Produktteams eine praxisnahe Einführung in KI-Ausrichtung und KI-Sicherheit - mit dem Fokus darauf, wie Systeme tatsächlich im Produktionseinsatz scheitern.
Darauf aufbauend untersuchen Áron Erdelyi, László Balázsik und Benjamin Balogh, wie sich das Feld des KI Red Teaming von manueller Erkundung hin zu automatisierter adversarialer Evaluierung im großen Maßstab entwickelt - einschließlich statischer Testsätze, agentischer Jailbreaks und optimierergetriebener Angriffsentdeckung. Abschließend präsentieren sie ein praxisorientiertes Bedrohungsmodell, konkrete Gegenmaßnahmen sowie einen Überblick über die aktuelle Landschaft der KI-Sicherheit und bieten Entwicklerinnen und Entwicklern damit ein fundiertes Rahmenwerk zum Aufbau sichererer und stabilerer KI-Systeme.
Zeit
10:05 Uhr
Ort
Dampfdom
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
Cosmological challenges for Artificial Intelligence
Um die grundlegenden Naturgesetze unseres Universums - die Kosmologie - zu verstehen, braucht man außer großen Teleskopen auch neue Analysen, die über das bisher Menschenmögliche hinausgehen. Hier hat die KI multiple Anwendungen: Geeignete Architekturen können systematische Fehler in Teleskopdaten exakt kalibrieren. Durch Emulation können numerisch komplexe Berechnungen beschleunigt und dadurch rechenaufwändige Analysen erst umgesetzt werden. KI kann zudem auf numerischen Simulationen oder echten Daten trainiert als Modell für komplexe Phänomene dienen, das die Fähigkeiten menschlicher Theoretiker übersteigt. Und möglicherweise sind LLMs gerade dabei, menschliche Wissenschaftler nicht nur zu unterstützen sondern zu ersetzen. In diesem Vortrag gibt Prof. Dr. Daniel Grün einen Überblick über diese Entwicklungen und Herausforderungen.
Zeit
10:05 Uhr
Ort
Strietzel
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
Research @ TNG: Our roadmap to distributed training on a B200 cluster
Gemeinsam geht es hinter die Kulissen des TNG KI-Forschungsteams: Dr. Andreas Rabenstein und Dr. Fabian Klemm teilen ihre Erfahrungen beim Aufbau eines 8×NVIDIA B200 GPU-Clusters für verteiltes Training und Inferenz – von Hardware-Einrichtung und Netzwerkkonfiguration über die Wahl des Software-Stacks bis hin zum Performance-Tuning.
Der Vortrag behandelt die technischen Herausforderungen, ausgewählte Experimente und die gewonnenen Erkenntnisse. Themen sind unter anderem Container-Orchestrierung, Frameworks für verteiltes Training und Inferenzoptimierung – inklusive Benchmarks und Ergebnissen aus realen Testszenarien.
Egal ob ein eigener GPU-Cluster geplant ist, die B200-Architektur interessiert oder KI-Infrastruktur generell fasziniert: Dieser Vortrag bietet praktische Einblicke und ehrliche Reflexionen darüber, was funktioniert hat und was nicht.
Sprache
EN
Speaker
Konstantin Dunas
Prime Intellect
Vortrag
Scaling LLM-RL for the age of agents
Reinforcement Learning (RL) hat sich als das zentrale Paradigma etabliert, um Basismodelle in autonome Agenten zu skalieren - in Bereichen wie Softwareentwicklung, Forschung und darüber hinaus. Doch das Skalieren von RL bringt grundlegend andere Herausforderungen mit sich als das Pretraining. Der asynchron und online geprägte Charakter führt zu neuen Problemen: von der Gestaltung eines geeigneten Lerncurriculums und der Erzeugung synthetischer Aufgaben über Off‑Policy‑Trainingsdynamiken bis hin zur großangelegten, isolierten Ausführung von Rollouts.
In diesem Vortrag zeichnet Konstantin Dunas nach, wie sich das Skalieren von Reinforcement Learning seit den frühen Ansätzen entwickelt hat und warum dieser Wandel neue infrastrukturelle Engpässe erzeugt. Er beleuchtet Herausforderungen wie Trainingsstabilität, Unterschiede zwischen Trainings‑ und Inferenzrichtlinien (Policy Mismatch) sowie Off‑Policy‑Lernen – und zeigt, wie prime‑rl, das Open‑Source‑Trainingsframework von Prime Intellect, anderen ermöglicht, diese Ansätze für das Training eigener Agenten zu nutzen. Abschließend wird er einen Ausblick darauf geben, welche nächsten Schritte im großskaligen LLM‑Reinforcement‑Learning zu erwarten sind.
Zeit
13:45 Uhr
Ort
Kleine Lokhalle
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
Scaling to human-level visual understanding with self-supervised learning
Zeit
14:50 Uhr
Ort
Kohlebunker I
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
Securing confidential AI workloads on untrusted GPUs with Intel TDX and NVIDIA Confidential Compute
Viele Jahre lang erforderte die Verarbeitung vertraulicher Daten mit KI den Einsatz lokaler („on‑premise“) Infrastrukturen. TNG ist diesem Ansatz gefolgt - doch in der Realität sind die Hardwarekosten und die betriebliche Komplexität eigener Cluster oft unpraktisch, insbesondere wenn schnelle Skalierung nötig ist. Die Nutzung von nicht vertrauenswürdigen Cloud‑GPU‑Anbietern birgt das Risiko, die Vertraulichkeit zu verlieren. Deshalb ist es notwendig zu untersuchen, wie sich durch hardwaregestützte Sicherheitsmechanismen Vertrauen schaffen lässt, ohne die Flexibilität von Cloud‑Ressourcen aufzugeben.
In diesem Vortrag zeigen Dr. Benjamin Merkel, Dr. Marcel Lippmann und Dr. Fabian Roll, wie Intel Trust Domain Extensions (TDX) und NVIDIA Confidential Compute kryptografisch verifizierbare Ausführungsumgebungen auf nicht vertrauenswürdigen Hosts ermöglichen. Durch den Einsatz von Remote Attestation wird die Integrität von Workloads bei sensiblen Vorgängen - etwa bei LLM‑Inferenzen - sichergestellt. Außerdem teilen sie ihre Erkenntnisse zu diesen Technologien, den Vertrauensgrenzen und den damit verbundenen betrieblichen Herausforderungen.
Zeit
11:25 Uhr
Ort
Kohlebunker I
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
The digital mind: Understanding AI through the lens of human cognition
Künstliche Intelligenz ist längst nicht mehr nur ein Thema für Entwicklerinnen und Entwickler. Dennoch wirken die inneren Abläufe oft wie komplexe Magie, die sich hinter hochdimensionaler Mathematik verbirgt. Wie können wir moderne KI verstehen, ohne uns im Fachjargon zu verlieren? Die Antwort liegt in uns selbst.
In diesem Vortrag schlagen Daniel Klingmann und Max Dietsch die Brücke zwischen biologischer und künstlicher Intelligenz, indem sie intuitive Analogien aus dem Alltag nutzen. Sie begeben sich auf eine Reise durch den „digitalen Geist" und untersuchen auf verständliche Weise, wie KI die menschliche Psychologie und die Lernprozesse eines Kindes widerspiegelt. Sie werden vorstellen, wie Maschinen gebaut werden, die denken, lernen und sich entwickeln - genau wie wir Menschen. Kein Doktortitel erforderlich - nur eine gesunde Portion Neugier.
Zeit
9:00 Uhr
Ort
Dampfdom
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
We downloaded our lives: What companies really know about us
Das Internet vergisst nie. Das haben wir alle schon mal gehört. Aber was bedeutet das eigentlich? In diesem Vortrag zeigen Dr. Dennis Schulz und Gregor Ziegltrum das Chaos, die größten Aha-Momente und die bizarrsten Details, die sie erlebt haben, als sie ihr europäisches Recht auf die eigene digitale Vergangenheit eingefordert haben.
Sie haben hunderte Unternehmen nach personenbezogenen Daten befragt: Online-Shops, soziale Netzwerke, Werbefirmen, Krankenkassen, Dating-Plattformen und viele mehr. Sie bekamen alles – von handgeschwärzten PDFs bis hin zu Gigabytes an CSV- und JSON-Daten – und versuchten, daraus das eigene Online- und Offline-Leben zu rekonstruieren. Um mit den Datenmengen umzugehen, ließen sie KI Ordnung ins Chaos bringen. Nur um plötzlich zu realisieren, dass sich daraus eine nahezu komplette Biografie ihres Lebens basteln ließ.
In diesem Vortrag packen Dennis und Gregor all die Datensätze aus, die sie erhalten haben: Kleine Online-Shops, mittelgroße Tech-Firmen und die Silicon-Valley-Giganten. Haben sie wirklich noch nie jemanden beim Online-Dating geghostet? Können sie nachvollziehen, wo sie vor zehn Jahren im Urlaub waren? Und wollen sie überhaupt wissen, was deren Suchverlauf über sie verrät? Als Live-Demo lassen sie während des Talks einen Agenten auf ihre eigenen Daten los - denn was kann da schon schiefgehen? Schauen wir einmal, wie viele peinliche Details Firmen jetzt schon über uns alle wissen!
KI - Lösungen
Zeit
14:50 Uhr
Ort
Stellwerk
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
Cavity-free records: How AI reduces documentation effort in dental clinics
Durch den akuten Mangel an zahnmedizinischen Fachangestellten verschiebt sich der Dokumentationsaufwand zunehmend auf Zahnärztinnen und Zahnärzte - mit Folgen: Kompromisse bei der Behandlungsqualität, längere Wartezeiten, ökonomische Einbußen und juristische Risiken durch unvollständige Berichte. Martha Büttner, Sebastian Zett und Dr. Julian Bollig präsentieren eine innovative KI-Sprachdokumentation der Firma Dampsoft: Eine nahtlos ins Praxisverwaltungssystem integrierte Lösung transkribiert Behandlungsgespräche und generiert deren Dokumentation. Sie gewähren Einblicke in die Software-Architektur - von Audio-Preprocessing über Live-Transkription bis zur KI-generierten Zusammenfassung – und diskutieren Implementierungshürden. Vorgestellt wird ebenso ein Evaluationsframework, das als Qualitätssicherungs- und Entwicklungsgrundlage dient. Aktuell in der Beta-Phase zeigt das System: KI optimiert nicht nur Prozesse, sondern verbessert letztlich auch die Versorgung von Patientinnen und Patienten.
Zeit
14:50 Uhr
Ort
Rollprüfstand
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
Fiber trenches as long as the Earth’s circumference, verified on foot using a measuring wheel — where AI helps and where it doesn’t
Bei der Expansion der Glasfasernetze stehen die Betreiber vor enormen logistischen Herausforderungen. Allein das Grabennetz erstreckt sich über eine Länge, die nahezu dem Erdumfang entspricht. Die präzise Abrechnung dieser gewaltigen Baumaßnahmen erfordert innovative Lösungen. Derzeitige Verfahren zur Verifizierung von Streckenlängen basieren auf dem Einsatz von Personal vor Ort, das mit einem Messrad die gebauten Abschnitte zu Fuß ablaufen muss. Dieser Prozess ist nicht nur zeitaufwendig und personalintensiv, sondern bei diesen Dimensionen kaum skalierbar.
In dem Vortrag stellen Thorsten Nieser, Dr. Sebastian Stamminger und Dr. Tetyana Kyrey einen Ansatz vor, der KI-Bilderkennung zur automatisierten Analyse von Straßenbelägen bzw. Gehwegoberflächen nutzt. Als Datenbasis dienen georeferenzierte Kamerabilder und LiDAR-Scans. Ein von ihnen nachtrainiertes Deep-Learning-Modell wertet die Daten aus und identifiziert relevante Oberflächenstrukturen. Die präsentierte Lösung ermöglicht eine deutliche Qualitätssteigerung durch Vollprüfung statt Stichproben und beschleunigt gleichzeitig den Abrechnungsprozess erheblich. Zudem gewährleistet die maschinelle Auswertung eine höhere Objektivität und Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse.
Der Fokus des Vortrags liegt auf der praktischen Implementierung und den „Überraschungen des echten Lebens“ - und auf der klaren Antwort, wo KI hilft und wo nicht.
Zeit
11:25 Uhr
Ort
Strietzel
Sprache
DE
Speaker
Vortrag
Gebannt, ignoriert, unentbehrlich: Die stillste Kulturform dieses Jahrzehnts - LoreBary und AI Roleplay
Bevor etwas groß wird, wirkt es oft erst lächerlich. AI Roleplay wird behandelt wie ein seltsamer Randbereich. Das ist bequem. Millionen Menschen schreiben mit Sprachmodellen an Figuren, Welten, Leben, die sie sonst nirgendwo finden. Die stillste Kulturform dieses Jahrzehnts, und eine der größten. Wer sie prägt, prägt, wie eine Generation Nähe und Erzählung im Digitalen lernt.
Geboren aus Fanfiction, Pen-and-Paper und der Möglichkeit, unsterblich zu sein. Niemand hat das geplant. Dana Sophia Hylla auch nicht. Sie hat einen Teil der Infrastruktur dafür im Alleingang gebaut. Auf der größten Plattform dieses Feldes durfte ihr Name eine Zeit lang nicht einmal ausgesprochen werden. Danach riefen sie an.
LoreBary begann nicht mit einer Vision, sondern mit einem Fehler. Einem einzelnen Colab-Notebook, um Barrieren aufzubrechen und der Frage, was entsteht, wenn man aufhört, um Erlaubnis zu fragen. Erschaffen aus einer Weigerung, Menschen in starre Systeme einzusperren, entsteht dort Raum für kreative Werkzeuge, die nicht nur denen gehören, die es sich leisten können.
Wie baut man etwas, das nicht dasselbe Rad weiterdreht? Was schuldet man denen, die darauf schreiben - und schon alles gesehen haben?
Zeit
13:45 Uhr
Ort
Dampfdom
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
How not to blow up: Training a 400B MoE to 17T tokens without loss spikes
Der Fortschritt bei LLMs hängt inzwischen stark von einem praktischen Aspekt ab: der Trainingsstabilität bei der Skalierung. Sparse Mixture-of-Experts (MoE)-Modelle sind besonders anfällig, da Routing Drift zu einer Überlastung der Experten, einem Einbruch der Auslastung und einem Stillstand des Lernprozesses führen können.
In diesem Vortrag stellt Lucas Atkins ein „Anti-Loss-Spike“-Playbook aus einem kürzlich durchgeführten Open-Weights-Durchlauf vor: ein MoE-Modell mit 400 Milliarden Parametern und 13 Milliarden aktiven Parametern pro Token, trainiert für 17 Billionen Token mit einer ungeglätteten Loss-Kurve und ohne einzige Loss-Spike. Lucas Atkins wird zunächst auf die beobachteten Fehlermuster eingehen – Routing-Drift, Überlastung, MaxVio-Divergenz und Plateaubildung. Anschließend erklärt er die Gegenmaßnahmen, die eine stetige Konvergenz wiederhergestellt haben: Bounded und Momentum-Expert-Bias-Updates (SMEBU), z-Loss zur Logit-Stabilisierung, ein Präzisions-Fallback von MXFP8 auf BF16, besser ausbalancierte Optimierungsziele sowie Daten-/Packing-Strategien zur Reduktion der Schritt-zu-Schritt-Varianz.
Zeit
11:25 Uhr
Ort
Rollprüfstand
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
Implementation of an AI tool in the regulated banking sector
KI-Tools transformieren derzeit ganze Branchen durch ihr Potenzial zur Steigerung von Effizienz, Geschwindigkeit und Qualität bei (nicht nur) wissensintensiven Aufgaben. Die Einführung solcher Technologien im regulierten Bankensektor stellt jedoch Herausforderungen dar, da die einfache Nutzung öffentlicher Lösungen wie ChatGPT in vielen Anwendungsfälle verboten ist. In der Präsentation stellen Christopher Köhldorfer, Dr. Jannis Zeller und Johannes Esslinger auf Business-Ebene die Vision einer maßgeschneiderten, flexiblen und leistungsstarken KI-Lösung für den Arbeitsalltag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank Frick vor. Auf technischer Ebene zeigen sie, wie ein modularer Aufbau nicht nur die Integration interner Unternehmenssysteme ermöglicht, sondern auch mit der rasanten Entwicklung der KI-Entwicklungslandschaft Schritt hält.
Zeit
10:05 Uhr
Ort
Kohlebunker I
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
Lessons from the bleeding edge of AI/ML security
Large Language Models haben sich mit solcher Geschwindigkeit von einer Forschungsneuheit zu einer Produktionsrealität entwickelt, dass Sicherheitsteams kaum noch hinterherkommen. Unternehmen bemühen sich, LLMs in agentenbasierte Browser, KI-integrierte Entwicklungsumgebungen, Kundenservice-Chatbots und interne Wissenssysteme zu integrieren – oft ohne die damit verbundenen neuen Angriffsflächen vollständig zu verstehen.
Dieser Vortrag untersucht die Sicherheitsherausforderungen, die mit der Einführung von LLMs einhergehen: Prompt-Injection-Angriffe, die hilfreiche Assistenten zu unwissenden Komplizen machen, Risiken der Datenexfiltration, die sich in Konversationsschnittstellen verbergen, und die Gefahren, die damit einhergehen, dass KI-Agenten im Namen von Nutzerinnen und Nutzern reale Aktionen durchführen können. Ausgehend von akademischer Forschung, realen Implementierungen und dokumentierten Vorfällen wird in diesem Vortrag diskutiert, was gut funktioniert, was fehlschlägt und was Unternehmen verstehen müssen, wenn diese Systeme in kritische Arbeitsabläufe eingebettet werden.
Zeit
13:45 Uhr
Ort
Rollprüfstand
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
Robust state-based multi-agent systems
Um Ingenieurs-Fragestellungen mit fortschrittlichen KI-Fähigkeiten anzugehen, können Multi-Agenten-Systeme eingesetzt werden, die spezialisierte Tools orchestrieren. Diese Tools beinhalten große Teile des zugrundeliegenden Ingenieurwissens. Aufgrund der allgemein komplexen Natur von Ingenieurs-Fragestellungen, erfordern die entsprechenden Multi-Agenten-Systeme häufig besondere Sorgfalt hinsichtlich ihrer Robustheit. In diesem Vortrag stellen Dr. Marc Eric Vogt, Heinrich Schmidt und Dr. Thomas Hugle dar, wie sie diese Robustheit durch den Einsatz eines zustandsbasierten Multi-Agenten-Systems und deterministischer Logik an entscheidenden Stellen erreichen. Während sie sich auf den Ingenieurbereich konzentrieren, sollten die gewonnenen Erkenntnisse für alle Multi-Agenten-Systeme gelten, die komplexe Probleme mit einer großen Anzahl zugrundeliegender Variablen behandeln.
Zeit
9:00 Uhr
Ort
Strietzel
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
Visual computing and Machine Learning for next-generation image-guided interventions
Stetig zunehmende Rechenleistung, rasante Fortschritte im Deep Learning und die wachsende Menge medizinischer Daten verändern die medizinische Bildgebung grundlegend. In bildgestützten Interventionen erfordert die Nutzung dieser Entwicklungen jedoch eine sorgfältige Integration verschiedener Technologien und robuste Systemarchitekturen. ImFusion kombiniert klassische Bildverarbeitung, Echtzeit-Visual-Computing und moderne maschinelle Lernverfahren, um fortschrittliche Software für hochmoderne Medizinprodukte zu entwickeln.
In diesem Vortrag wird Dr. Wolfgang Wein Beispiele aus Projekten vorstellen, in denen mehrere Echtzeit-Bildströme – etwa Ultraschall, Video und Röntgen – gemeinsam verarbeitet werden. Er wird die architektonischen Prinzipien hinter dem Software-Stack erläutern und aufzeigen, wie ImFusion hybride Lösungen entwickelt hat, die Medizingeräte, browserbasierte Anwendungen und Cloud-Backends verbinden. Der Vortrag schließt mit Perspektiven zu aktuellen Trends und Herausforderungen bei der Einführung innovativer Software in das regulierte Umfeld von Medizinprodukten.
KI - Tools
Zeit
16:10 Uhr
Ort
Kohlebunker I
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
2 Million Dollars worth of code for $2,000: Rewriting large software projects with AI agents
ScanCode ist der Open-Source-Industriestandard für das Scannen von Software nach Lizenzen und Copyrights – ein substanzielles reales System mit mehr als 60.000 Zeilen Python-Code. Die klassische Annahme wäre: So etwas neu zu schreiben braucht ein Ingenieursteam und ein siebenstelliges Budget. Dr. Maxim Stykow und Dr. Adrian Braemer wollten herausfinden, wie weit man mit 2.000 US-Dollar, drei Wochen und einem Schwarm von KI-Agenten wirklich kommt.
Das ist ihre War Story. Ihren ersten Versuch starteten sie im Februar 2025, als Coding Agents noch ganz neu waren. Das war vielversprechend, aber noch zu betreuungsintensiv, um praktisch zu sein, also legten sie das Projekt erst einmal auf Eis. Anfang 2026 änderte sich das Bild: bessere Modelle, bessere Harnesses und bessere Workflows machten es möglich, KI-Agenten bei lang laufenden Engineering-Aufgaben deutlich weiter zu treiben.
Maxim und Adrian erzählen die Details: den Mix aus externen Frontier-Modellen und Open-Weight-Modellen auf TNGs eigener Skainet-Infrastruktur. Den dramatischen Qualitätsunterschied zwischen Modellen – wobei stärkere Modelle in Minuten lösen, woran schwächere stundenlang scheitern. Den Moment, in dem ein Agent tausende Tests einführte und damit die Iterationsgeschwindigkeit komplett ausbremste, sodass sie ihm erst beibringen mussten, seinen eigenen Feedback-Loop zu optimieren, bevor es weitergehen konnte. Fortschritt, der durch versehentliche Git-Operationen verloren ging. Orchestrator-Agenten, die ihre eigenen Subagenten vergaßen und gegen sich selbst arbeiteten. Die Sucht nach „nur noch einem Prompt“. Und den überraschenden Wert von AGENTS.md, lebender Dokumentation und engen Feedback-Loops mit eigenen Lintern und Tests.
Egal ob Sie sich für große Software-Rewrites, autonomes Coden oder einfach mehr Produktivität als Entwickler oder Entwicklerin interessieren: Dieser Vortrag ist ein praxisnaher Bericht von der aktuellen Grenze des agentischen Engineerings – was funktioniert hat, was nicht und was als Nächstes kommt.
Zeit
11:25 Uhr
Ort
Stellwerk
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
LLM benchmarks in the time of agents
Bei jedem Release von großen Sprachmodellen (LLMs) wird sich oft direkt auf die Performance in einschlägigen Benchmarks wie GPQA oder SWE-bench Verified gestürzt. Der Unterschied von wenigen Prozentpunkten gegenüber der Konkurrenz werden schnell als Fortschritt, Rückstand oder Durchbruch interpretiert. Kritische Stimmen sagen jedoch, dass viele Benchmarks wenig oder gar keine Aussagekraft haben und von der Realität entkoppelt sind.
In diesem Vortrag geht Florian Brand auf die Herausforderungen von LLM Evaluationen ein: von den Unterschieden in der Implementierung von Benchmarks, Auswirkungen von unterschiedlichen Parametern bis hin zur nötigen Infrastruktur. Zudem weist er auf Probleme bei der Erstellung von Benchmarks, insbesondere von agentischen Systemen, hin, da diese neue Herausforderungen an das Design der Evaluationen und die Infrastruktur stellen.
Zeit
11:25 Uhr
Ort
Kleine Lokhalle
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
Notes on the synthesis of time: The art of engineering with AI
Seit über einem Jahrzehnt wird Sonic Pi in Klassenzimmern auf der ganzen Welt eingesetzt, um Programmierung durch Musik zu lehren. Schülerinnen und Schüler erforschen Sequenzen, Schleifen, Datenstrukturen und Algorithmen, indem sie Beats, Basslines und funkelnde Synthesizer klanglich gestalten. Gleichzeitig haben professionelle Musiker Sonic Pi auf Bühnen und in Konzertsäle getragen - und Programmieren selbst als Instrument musikalischen Ausdrucks genutzt.
Nun wird die Geschichte mit Tau5, einem neuen Live-Coding-System mit Fokus auf Zusammenarbeit, fortgeschrieben. In der Musik sind Synchronität, Verteilung und Fehlertoleranz nicht bloß Sicherheitsnetze - sie sind kompromisslose Anforderungen. Wenn man sie bewusst einsetzt, werden sie zu kraftvollen kreativen Werkzeugen menschlichen Ausdrucks und Verbindung.
In diesem Vortrag reflektiert Dr. Sam Aaron über ein Jahr der Entwicklung von Tau5 unter Einsatz agentischer KI - insbesondere Claude Code - als zentralem Partner bei Prototyping, Architektur und Implementierung. Während KI oft als Werkzeug betrachtet wird, um bereits „gelöste“ Systeme umzusetzen, deutet diese Erfahrung eine andere Möglichkeit an - eine, die viele unserer Annahmen darüber infrage stellt, wie Software entwickelt wird.
Das Publikum wird erkunden, wie KI tiefgreifende Systemprogrammierung unterstützen kann - und warum dies erfordert, unsere Ansätze zu Technik, Kreativität und Bildung neu zu denken. Letztlich geht es darum, zu lernen mit KI zusammenzuarbeiten - nicht zu fragen, was sie ersetzen kann, sondern wie sie mit uns gemeinsam improvisieren kann.
Zeit
14:50 Uhr
Ort
Strietzel
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
Using Cursor as a PO: How to scale yourself using agentic coding tools
Der Scrum Guide macht die klare Vorgabe, dass der Product Owner eine einzelne Person ist - das funktioniert gut für einzelne Teams. Doch sobald mehrere Teams am selben Projekt arbeiten, wird diese Person schnell zum Bottleneck. In dieser Situation können AI Coding Tools helfen, trotz einer Flut an Aufgaben und Informationen die Kontrolle zu behalten.
In diesem Vortrag zeigt Jonathan Roland, wie er deterministische Skripte mit KI-Verarbeitung für folgende Anwendungsfälle kombiniert:
- In einem 40-Personen-Team den Überblick über Jira-Aktivitäten zu behalten
- Das Backlog einer ERP-Integration mit 200 Stories zu verwalten
- Aus Teams-Transkripten faktengeprüfte Meeting Notes zu erstellen, ohne in KI-Slop abzudriften
Das Publikum erfährt, wie er Cursor zur Workflow-Plattform umgebaut hat, welches Tooling er nutzt und was es braucht, um ein eigenes System aufzubauen.
Quantum Computing
Zeit
9:00 Uhr
Ort
Kleine Lokhalle
Sprache
DE
Speaker
Dr. Marcus Hennig
planqc
Vortrag
From quantum breakthroughs to industrial applications: Neutral-atom quantum computing
Quantencomputing entfaltet seine Relevanz dort, wo aus physikalischen Durchbrüchen konkrete technologische Perspektiven entstehen. Der Vortrag zeigt am Beispiel neutraler Atome, wie sich moderne Quantenhardware von einem vielversprechenden Forschungsfeld zu einer Plattform mit wachsender industrieller Relevanz entwickelt. Im Mittelpunkt stehen die technologischen Grundlagen dieses Ansatzes, Fortschritte bei Skalierbarkeit, Kontrolle und Fehlerkorrektur sowie die Frage, welche realen Arten von Problemen sich damit künftig adressieren lassen. Beleuchtet werden Potenziale in Simulation, Optimierung und Materialforschung ebenso wie die Voraussetzungen, um Quantencomputing sinnvoll in bestehende Innovations- und Technologielandschaften einzuordnen. So entsteht ein technischer und zugleich anwendungsnaher Blick darauf, wie Quantenhardware und Quantenalgorithmen schrittweise in industrielle Anwendungen überführt werden.
Zeit
10:05 Uhr
Ort
Kleine Lokhalle
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
The future of quantum computing and the challenges you rarely hear about
Quantencomputer versprechen erhebliche Geschwindigkeitssteigerungen für eine kleine, aber wichtige Art von Problemen. Dennoch schwankt die heutige Diskussion oft zwischen übertriebenen Erwartungen und unnötigen Ängsten. In diesem Vortrag stellt Prof. Dr. Patrick Glauner einen realistischen Fahrplan vor, was Quantencomputer in den nächsten zehn Jahren leisten können - und was nicht. Dabei hebt er praktische Einschränkungen wie Dekohärenz, Fehlerkorrekturaufwand, geringe Programmierabstraktion und verschiedene andere, oft übersehene Herausforderungen hervor. Das Publikum erhält ein klares Verständnis dafür, wo Quantencomputer einen echten Mehrwert schaffen, wo klassische Systeme weiterhin überlegen sind und wie sich Unternehmen vorbereiten können, ohne dem Hype zu verfallen.
Robotik
Zeit
16:10 Uhr
Ort
Kohlebunker II
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
Just like the simulations: Teaching robots to play chess
Schachfiguren sind schwer und unsere Arme sind schwach. Glücklicherweise gibt es starke Roboter – und mit Simulationsumgebungen und Robot Foundation Models (RFMs) war es noch nie einfacher, ihnen beizubringen, wie man Schachfiguren bewegt. In diesem Vortrag zeigt unser Innovation Hacking-Team, wie Roboter in Simulationsumgebungen trainiert und in der realen Welt eingesetzt werden können.
Der Vortrag beginnt mit einer Einführung in RFMs, was sie so besonders macht und wie sie eingesetzt werden. Dann taucht das Team tief in NVIDIAs Gr00t ein, wie es aufgebaut ist, wie es trainiert wurde und wie es genutzt werden kann. Danach geht es um synthetische Datengenerierung: Unser Team zeigt, wie in NVIDIA Isaac Sim Roboter-Trainingsdaten generiert und wie die Daten mit generativer KI weiter verbessert werden können. Schließlich ist es an der Zeit, das simulierte Modell in die reale Welt zu übertragen: Unsere Speaker erläutern, wie die Lücke zwischen Simulation und Realität geschlossen werden kann, und zeigen, wie weit die Sprach- und Schlussfolgerungsfähigkeiten des trainierten Modells tatsächlich ausgereizt werden können.
Nebenbei werden die Inhalte mit Code-Beispielen und Live-Demos untermalt, die sowohl die beeindruckenden Fähigkeiten als auch die urkomischen Fehlschläge dieses Projekts zeigen. Spoiler-Alarm: Nicht jedes Spiel endet mit einem Schachmatt.
Zeit
10:05 Uhr
Ort
Kohlebunker II
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
LeRobot: Making AI robotics more accessible with end-to-end learning
Wie kann man das Lernen von Robotern für alle zugänglich machen? In diesem Vortrag stellt Steven Palma LeRobot vor – eine Initiative von Hugging Face, die darauf abzielt, Künstliche Intelligenz in die physische Welt zu bringen, indem sie KI für Robotik durch Ende-zu-End-Lernen leichter zugänglich macht.
Dabei wird er das Publikum auf eine umfassende Tour durch die LeRobot-Plattform mitnehmen und die zentralen Säulen von Open-Source-Robotik vorstellen:
- Roboter & Simulation: Einsatz kostengünstiger realer Hardware wie dem SO‑101‑Arm in Kombination mit leistungsfähigen Simulationsumgebungen
- Steuerung & Teleoperation: Effiziente Datenerfassung durch vereinheitlichte Systeme zur Teleoperation und Steuerung von Robotern
- Datensätze: Einblick in das rasante Wachstum gemeinschaftlich erstellter Datensätze auf dem Hugging Face Hub – ein Anstieg auf nahezu 30.000 Datensätze, der als das mögliche „ChatGPT‑Moment der Robotik“ gilt.
- Modelle: Training mit sofort nutzbaren, modernsten Vision‑Language‑Action‑Modellen (VLA) in PyTorch, darunter Action Chunking with Transformers (ACT) und SmolVLA.
- Inferenz & Evaluierung: Testen und Bewerten von Steuerungsrichtlinien über verschiedene Szenarien und Zielsetzungen hinweg, etwa mit Umgebungen wie LIBERO.
Abschließend wird Palma die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten hervorheben, die durch die globale Community entstehen – beispielsweise Multi‑Task‑Co‑Training für Zero‑Shot‑ und Few‑Shot‑Bewegungsübertragung. Zudem stellt er die jüngsten Weiterentwicklungen in der LeRobot‑Version 0.5.0 vor, die das Open-Source-Lernen von Robotern in jeder Hinsicht auf ein neues Niveau heben.
Zeit
13:45 Uhr
Ort
Kohlebunker II
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
Let's dance! – Teaching your robot some moves with reinforcement learning
Ist Ihnen das auch schon einmal passiert: Sie haben gerade 50.000 € für einen humanoiden Roboter ausgegeben, aber er ist auf Partys nicht besonders unterhaltsam, also müssen Sie ihm mit Reinforcement Learning in einer Simulationsumgebung auf Ihrem 100.000 € teuren GPU-Cluster das Tanzen beibringen? Nein?
In diesem Vortrag zeigen Ihnen Thomas Endres, Jonas Mayer und David Winderl wie Sie Ihren humanoiden Roboter mit Reinforcement Learning (RL) in Simulationsumgebungen zum Tanzen bringen können. Sie starten mit einer Einführung in RL, in der sie auf Grundlagen zu Policies und Belohnungen eingehen. Anschließend stellen sie Ihnen NVIDIA Isaac Sim und das Unitree RL Lab vor und begleiten Sie durch Ihre ersten Schritte in Simulationsumgebungen. Dabei gehen unsere Sprecher Schritt für Schritt vor, um eine Geh-Policy zu entwickeln, begleitet von einem lustigen Sturz nach dem anderen. Abschließend wird eine Tanz-Policy vorgestellt: Die Zuschauerinnen und Zuschauer lernen, wie menschliche Bewegungen aus Videos auf den Unitree-G1-Roboter übertragen werden können, um eine Imitations-Policy zu trainieren, die genauso schlecht tanzen kann wie sie selbst.
Während des Vortrags werden unsere Kollegen live auf der Bühne eine Geh-Policy trainieren. Damit beginnen sie bereits am Anfang des Vortrags und überprüfen den Fortschritt regelmäßig. Zum Abschluss wird der anwesende humanoide Roboter die Session mit einer Tanzeinlage ohne einen einzigen Fehltritt beenden.
Zeit
11:25 Uhr
Ort
Kohlebunker II
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
Skill issue: Teaching robots to play Counterstrike with imitation learning
Wünschen auch Sie sich einen Gegner, der Counterstrike genauso gut spielt wie Sie? Dank der jüngsten Entwicklungen im Bereich der Robot Foundation Models (RFMs) können Roboter lernen, Videospiele genauso zu spielen wie Sie, indem sie Ihr bestes und schlechtestes Verhalten imitieren.
In diesem Vortrag zeigen Thomas Endres und Jonas Mayer, wie Sie mithilfe von Imitationslernen einem RFM beibringen können, beliebige Spiele zu spielen. Sie beginnen mit einer Einführung in Robot Foundation Models. Dabei zeigen sie, wie RFM funktionieren, welche Art von Daten sie verarbeiten können und warum NVIDIA Gr00t dadurch perfekt für Videospiele geeignet ist. Anschließend geben sie einen kurzen Überblick über das Konzept des Imitationslernens, welche Daten sie für das Training von Gr00t benötigen und wie sie diese aus Spielen sammeln können. Abschließen berichten sie, wie sie das Modell von einem absoluten Neuling zur globalen Elite gebracht haben und teilen alles, was sie dabei gelernt haben.
Während des gesamten Vortrags werden immer wieder Live-Demos gezeigt. Zum Abschluss wird ein Mitglied des Publikums eingeladen, Gr00t live auf der Bühne in einem 1-gegen-1-Spiel zu schlagen.
Wissenschaft & Philosophie
Zeit
16:10 Uhr
Ort
Dampfdom
Sprache
EN
Speaker
Vortrag
Human nature and human progress
Der Kognitionswissenschaftler Steven Pinker beschreibt seinen intellektuellen Werdegang, der ihn vom Studium sprachlicher und visueller Wahrnehmung über eine Synthese aus Evolution und Informatik zur Erklärung des menschlichen Geistes bis hin zu seinem Plädoyer für das Konzept der menschlichen Natur führte und schließlich darin gipfelte, dass er sich für die Realität und Zukunftsperspektive des menschlichen Fortschritts einsetzt.












































