Oh, was haben wir für einen wundervollen Ausdruck für das Unausweichliche gefunden: Ins Gemüsegeschäft fahren! Gell, das hast du noch nicht vor, obwohl das Alter schon ein bisschen passt! In einem knallroten Buch („Aua!“ von Axel Hacke) las ich vom recht einzigartigen Tod seines Vaters, der mit 73 an einer Straßenkreuzung einen Herzinfarkt bekam, noch irgendwie aufs Gas trat und tot in einem Gemüseladen zum Stehen kam. Das beeindruckte mich dermaßen, dass Sterben bei uns ab jetzt so heißt!

Bemerkt haben wir auch, dass es mehr und mehr im persönlichen Umfeld und aus den Adressbüchern tun, außer Mick Jagger natürlich, dessen Adresse wir nicht haben, den wir aber spindeldürr und springlebendig immer wieder beim Konzert in Havanna funkelig tanzen sehen. Und gestern Abend die Doku über die klasse Barbara Sukowa, hach, es gibt so viele wunderbare Menschen, die man als beispielhafte Nichtgemüseladenfahrer für sich selbst betrachten kann!

Waschlappen

Was

las ich heute Früh in unseren beiden Zeitungen außer Kriegsberichterstattung. Zum Beispiel, dass Alkohol eine Akademikerdroge sei, dass es neuerdings ein duales Lehramtsstudium gibt, Modellprojekt der Universität Magdeburg, was ich sehr gut finde, dass es auf dem Weg zur Börse rutschig sein kann, einiges an Fußball- und Rennsportzeugs, dass der Heylshof Museum des Monats ist, zum Weltfrauentag gibt es eine ganze Seite über eine „Pionierin der Stadtpolitik“ in Worms namens Mathilde Geiger, die ab 1919 Stadträtin ist und sich echt was getraut habe laut einer Nachfahrin, davon lese ich, auch wird einer einen Vortrag halten über die dramatische Bildungssituation afghanischer Mädchen und Frauen, und anderes mehr, beispielsweise über Dorfbrunnen und welche Schule einen Preis gegen Mobbing erhalten hat.

Richtfest

Eskapismus

Doppelstockbett

Bolero

Sermon

Bloß noch nicht die Rosen schneiden. Das ist erst eine Gartenarbeit für wenn die Forsythien blühen. Aber wenn doch eh alles durcheinander ist…? Dann eben nicht. Dann eben nur ein bisschen Braunes abzwicken, beispielsweise am Farn!

Oder zum Nachbarn gucken, der unrasiert und unruhig seinen Pool umschreitet.

Oder gewisse Naturbeobachtungen tätigen oder einfach im Sonnenwärmewinkel Ansichten von 33 verschieden alten Frauen lesen, herausgegeben von Lina Muzur. Man findet immer was. Am besten nicht die gefährlich fackelnde, heiße Tageszeitung!

Tunnelbau

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