Oh, was haben wir für einen wundervollen Ausdruck für das Unausweichliche gefunden: Ins Gemüsegeschäft fahren! Gell, das hast du noch nicht vor, obwohl das Alter schon ein bisschen passt! In einem knallroten Buch („Aua!“ von Axel Hacke) las ich vom recht einzigartigen Tod seines Vaters, der mit 73 an einer Straßenkreuzung einen Herzinfarkt bekam, noch irgendwie aufs Gas trat und tot in einem Gemüseladen zum Stehen kam. Das beeindruckte mich dermaßen, dass Sterben bei uns ab jetzt so heißt!
Bemerkt haben wir auch, dass es mehr und mehr im persönlichen Umfeld und aus den Adressbüchern tun, außer Mick Jagger natürlich, dessen Adresse wir nicht haben, den wir aber spindeldürr und springlebendig immer wieder beim Konzert in Havanna funkelig tanzen sehen. Und gestern Abend die Doku über die klasse Barbara Sukowa, hach, es gibt so viele wunderbare Menschen, die man als beispielhafte Nichtgemüseladenfahrer für sich selbst betrachten kann!