Die größte Vertuschungsaktion der Medizin

15. Juni 2026von 3,4 Minuten Lesezeit

Die Schulmedizin interessiert sich bekanntlich wenig für tatsächliche Krankheitsursachen. Man fürchtet die Bestätigung, dass Behandlungen die häufigste Krankheits- und Todesursache sind. Investigationsverweigerung ist aber nur ein unzureichender Schutz vor Entlarvung. Das beste Alibi ist es, einen anderen Täter zu präsentieren.

Das Vorgehen gehört zu den bewährten Maßnahmen des medizinisch-industriellen Komplexes. Für schlaffe Lähmungen durch Pestizide präsentierte man das „Poliovirus“ als vermeintliche Ursache. Als Auslöser für arteriosklerotische Gefäßverschlüsse hat man bis heute Cholesterin den Schwarzen Peter zugeschoben, um Industriezucker aus der Schusslinie zu bringen. Mit der Entschlüsselung unseres Genoms rollt man seit einiger Zeit die umfassendste Vertuschung tatsächlicher Krankheitsursachen aus.

Vermeintliche individuelle genetische Besonderheiten werden jetzt zum Schlüssel für jede Krankheit erklärt. Der Glaube an die alleinige Macht der Gene ist lange genug gepredigt worden. Wer ein Medikament nicht verträgt, Krampfanfälle nach einer Impfung oder eine Krebserkrankung bekommt, ist angeblich Träger einer sehr seltenen genetischen Variante, die eine weitere Ursachenforschung entbehrlich macht. Die Büchse der Pandora ist längst geöffnet. Eine „Erbgutsünde“ soll die Wurzel allen Unglücks darstellen.

Dafür hat man lange genug in Schule und Studium die Sequenz unserer DNA als alleinigen Marker unserer Biologie zelebriert. Tatsächlich unterscheidet sich aber die Abfolge der Basenpaare und deren Menge selbst bei einer Maus kaum von der eines Menschen. Beide Genome umfassen etwa 30.000 Gene, von denen ca. 95% ähnlich sind. Etwa drei Viertel der Gene entsprechen sich funktional. Über unsere Krankheit und Gesundheit entscheidet jedoch vor allem die Aktivierung oder Inaktivierung von Genen. Diese Epigenetik wird maßgeblich von unserem Verhalten und den Umwelteinflüssen geprägt. Von wegen, dass Menschen Bioroboter wären, die nach der Zeugung ein vorgezeichnetes Schicksal hätten.

Da man die Epigenetik und deren komplexe, noch weitgehend unverstandene Regulationsaktivitäten ziemlich erfolgreich selbst vor Akademikergehirnen ferngehalten hat, werden heute angebliche genetische Auffälligkeiten arglos in der Bevölkerung als Krankheitsursache akzeptiert. In einem mir kürzlich bekannt gewordenen Fall, bei dem ein vorher gesundes Kind wenige Tage nach einer MMR-Impfung Krampfanfälle entwickelte und beteiligte Ärzte einen Impfschaden nicht in Abrede stellten, wurde einige Monate später bei der behördlichen Ablehnung einer Impfkausalität eine genetische Ursache präsentiert. Die inzwischen misstrauisch gewordene Mutter konnte dann feststellen, dass bei ihrem Kind in den behandelnden Einrichtungen gar kein Gentest gemacht wurde!

Dieses Vorgehen ist die Blaupause für die Zukunft – ob mit oder ohne Test. Es ist es einfach, irgendein auffälliges Resultat zu präsentieren, da Sequenzierungen von Genomen weder aussagekräftig sind, noch deren Ergebnisse zwischen verschiedenen Laboren die nötige hohe Übereinstimmung aufweisen. Dass im Falle einer tatsächlichen genetischen Auffälligkeit noch lange keine Kausalität für irgendeine Krankheit vorliegt, wird ignoriert.

Was ist zu tun?

Niemand kann als einzelner unsinnige Gensequenzierungen verhindern, aber man kann immer noch sein Einverständnis dafür verweigern. Jeder sollte sich bewusst sein, dass jeder Abstrich, jede Biopsie und jede Blutprobe dafür missbraucht werden kann. Liegt das vermeintliche Ergebnis erst einmal in der elektronischen Patientenakte wenig geschützt vor, ist es schwer, dieses wieder aus der Welt zu schaffen. Krankheit überlasst man am besten zunächst seinem inneren Arzt und folgt ausnahmsweise der Empfehlung der Pandemisten: „Stay at home“.


Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der fixen Autoren von TKP wider. Rechte und inhaltliche Verantwortung liegen beim Autor.

Univ.-Doz.(Wien) Dr. med. Gerd Reuther ist Radiologe, Medizinaufklärer und Medizinhistoriker. Er hat eine reihe von Büchern veröffentlicht. Darunter „Heilung Nebensache. Eine kritische Geschichte der europäischen Medizin“, „Hauptsache krank?“ und „300 Jahre Immunisierungsversuche„.


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3 Kommentare

  1. Daisy 15. Juni 2026 um 7:50 Uhr - Antworten

    Ich bin nicht bei ELGA, ich war seit fünf Jahren nicht mehr bem Arzt, zuletzt Scaling beim Zahnarzt, esse kaum Zucker, putz mir die Zähne immer gründlich. Dass ich gute Zähne habe, ist wohl Veranlagung, dass ich nicht auf Süßes steh, auch. Dass ich mich so verhalte, dass ich gesund und fit bleibe, ist aber auch Veranlagung, denn ich bin nicht blöd :-)

    Ich habe keinen PCR-Test machen lassen. Von mir dürfte also kein Abstrich vorliegen.
    Dass die meisten an ärztlichen Fehlbehandlungen stxrben, glaub ich sofort. Da habe ich selbst genug beobachtet, vor allen, was so verschrieben wird, weswegen ich schon seit vielen Jahren vorsichtig bin. Man sollte nicht bei jedem Zwickerchen zu Arzt rennen. Krankschreibungen wegen Tachinitis brauchte ich zum Glück nicht in unserem kl. Büro…eben auch keinen PCR-Test. Das ist Glück gewesen. Früher habe ich das Pulverlzeugs, das man mir gegen Schnupfen & Co verschrieben hat, weil ich eine Krankschreibung gebraucht habe, einfach weggeworfen…

    Aber es gibt immerhin Statistiken, wieviele jährlich an Krankenhauskeimen stxrben. Das toppt die C-Txten „mit und an“. Krankenhauskeine entstehen durch das zu frühe Absetzen von Antibiotika. Dadurch werden sie resistent. Überhaupt ist es sehr gefährlich, ins Spital zu müssen. Da kannst du sofort dein Testament machen und wers braucht, sollte einen Priester bestellen für die letzte Ölung….
    Geduckduckt..
    „10. Mai 2025: Krankenhauskeime: Jährlich 95.000 Infektionen und 5.000 Tote in Österreich…“

    Ich frage mich ja nur, wo geht man mal hin, wenn man einen Arzt braucht? Es wäre gut, gäbe es eine Liste der Alternativen und jener Ärzte, die nicht geimpft haben…

    • Oekologe 15. Juni 2026 um 8:22 Uhr - Antworten

      Hi Daisy, ich gehe damit so um: ÄRZTE KANN MAN FÜR DIE DIAGNOSTIK BRAUCHEN – DIE THERAPIE MACHEN WIR SELBST.
      Jedenfalls in der Regel, mitunter ist die Schulmedizin ja brauchbar (Insulin, Laborergebnisse, Chirurgie mitunter etc.), das zu sortieren – ob Schwachsinn oder nicht – ist jedenfalls für den Nichtfachmann schwierig.
      Was die – nicht existierende – Liste der Ärzte angeht, da einfach in kritischen Kreisen (MFG-Leute, Anhänger von Liste Petrovic, evtl. FPÖ’ler) vor Ort nachfragen. Da spricht es sich herum, welcher Arzt vernünftig agiert und wer nicht.

      • Daisy 15. Juni 2026 um 8:50 Uhr

        Danke! Ein guter Rat. Was ich weiß, die alten Ärzte haben eher nicht mitgemacht, gehen aber jetzt in Pension…Alles, was geht, teste ich selbst und liege mit allem im grünen Bereich. Früher bin ich auch bei Interesse ohne Arzt ins Labor gegangen und habe auf eigene Kosten Tests machen lassen…

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