Es gibt zwei Möglichkeiten, sich von diesem Beitrag zu New Work (auch Modern Work) inspirieren zu lassen: Entweder Sie fühlen sich bestätigt oder wachgerüttelt. Diese Punkte halten wir für essenziell und gut umsetzbar:
New Work verbindet Technologie, Flexibilität und Unternehmenskultur zu einer produktiven Arbeitswelt von heute.
1. Kollaboration
Moderne Kollaboration ist die effektivste Form der Teamarbeit und damit elementar für schnelle, gute Ergebnisse in unserer schnelllebigen Zeit. Sie bündelt die Kompetenzen der Beteiligten in Echtzeit über gemeinsame Plattformen mit Online-Zugriff auf digitale Informationen und Medien. Allen berechtigten Beteiligten ist der aktuelle Stand der Informationen und Ergebnisse jederzeit zugänglich. Prozesse bekommen eine starke Dynamik. Es kommt zu weniger Fehlern und Missverständnissen. Applikationen wie z. B. Teams, SharePoint oder OneDrive bringen massive Synergien, Projektbeteiligte superspontan zusammen und Unterlagen, Fotos oder Videos blitzschnell „auf den Tisch".
2. Flexibilität
Verrückte Welt, oder? Aus „schneller, höher, weiter" wurde „schneller, besser, anders". Flexibilität ist King – und das gleich auf zwei Ebenen: mental und organisatorisch. Seien Sie neugierig auf alles, was kommt, und bereit, neue Wege mitzugehen. Mit dieser Grundhaltung wirft Sie nichts aus der Bahn. Nehmen Sie Veränderungen nicht als notwendiges Übel, sondern als ein Erlebnis oder gar Abenteuer. Betrachten Sie die Arbeitswelt von heute mit der gleichen Vorfreude, mit der Sie als Kind in den Vergnügungspark gegangen sind. Und organisieren Sie Arbeiten, Dokumente und Unterlagen so, dass sie orts- und personenunabhängig erledigt werden können.
3. Weiterbildung
Von Vorteil war Weiterbildung schon immer. Noch nie war sie so wichtig wie heute. New Work schließt die ständige Orientierung über und das Reagieren auf neue Methoden, neue Technologie und neue Rahmenbedingungen ein. Früher galt Stillstand als Rückschritt. Heute kann Stillstand Rücksturz bedeuten. Bereits im Jahr 2019 stellte das Zukunftsinstitut in dem Beitrag „Die Neuerfindung der Arbeitswelt" fest:
Die Arbeitswelt von morgen wird die Menschen überall auf der Welt stärker fordern, sich selbst in ihr immer wieder neu zu definieren.
Wir wissen alle: Die erwähnte Arbeitswelt von morgen ist heute.
4. Dokumentenmanagement
Daten und Informationen sind das neue Gold, sagt man. Sie können damit glänzen – ganz besonders, wenn Sie E-Mails, Belege, Verträge, Personaldaten, Präsentationen, Protokolle und mehr überall verfügbar haben. Machen Sie mit unserem DMS-Check den ersten Schritt:
Machen Sie den DMS-Check:
- E-Mail-Archivierung: E-Mails rechtssicher, gesetzeskonform, perfekt geordnet und schnell verfügbar aufbewahrt?
- Digitale Personalakte: Alle Informationen zu Ihren Mitarbeitern klar strukturiert zentral gespeichert und die Zugriffsberechtigungen geregelt?
- Vertragsverwaltung: Verträge in ein zertifiziertes Archiv digital abgelegt, mit Zugriffsberechtigungskonzept und praktischer Volltextsuche?
- Belegerkennung: Belege mit OCR-Zeichenerkennung digital und rechtskonform archiviert?
- Digitalisierter Postausgang: Post so bequem versendbar wie eine E-Mail und mit voller Tracking-Kontrolle?
- Mobile DMS-Anwendungen: Wichtige Unterlagen jederzeit auf dem Notebook, Tablet oder Smartphone parat – bei Kundenterminen, Mitarbeitergesprächen und fürs Arbeiten unterwegs?
Gut organisiertes Dokumentenmanagement schafft Überblick, spart Zeit und minimiert Fehlerquellen im Arbeitsalltag.
5. KI-Einsatz
Eigentlich sollte es keiner Anregung zur Nutzung von künstlicher Intelligenz bedürfen. Richtig eingesetzt bringt sie erhebliche Effizienzvorteile, liefert Fakten und Orientierung. Doch während die einen fasziniert auf KI zugreifen, zögern oder blockieren andere – aus Vorbehalten oder einfach einem Unbehagen heraus. Es empfiehlt sich, die Einbindung von KI in die Workflows vorzugeben und deren Anwendung zu schulen. Mitarbeitende brauchen eine konkrete Ansage, welche KI für welche Zwecke in welchem Umfang genutzt werden soll.
Petra Schindler-Carter, General Manager Retail/CPG Amazon Web Services, sagte auf dem ECR-Tag 2025 zum Umgang mit KI, dass Rollen und Ziele klar definiert werden sollten. Eine Grundsatzfrage dabei laute, wo man Zeit verschwende und durch KI einen Freiraum schaffen könne.
6. Fehlerkultur
Fehlerkultur steht für einen offenen und konstruktiven Umgang mit Fehlern von Mitarbeitenden. In einer Arbeitswelt mit häufig neuen Anforderungen und wechselnden Rahmenbedingungen ist die Fehlerwahrscheinlichkeit hoch. Der Umgang mit neuen Technologien und veränderte Anforderungen können sehr belastend sein. Deshalb sollte gezielt ein Klima geschaffen werden, in dem weder Ängste vor Fehlern noch vor Fehlereingeständnissen geschürt werden. Eine ermutigende Grundhaltung entlastet Mitarbeitende – und trägt entscheidend zu einem ständigen Verbesserungsprozess bei, wenn alle aus den Fehlern lernen dürfen, die einer macht.
7. Augenhöhe
Wie geht man heute miteinander um – der Chef mit dem Angestellten, der Lieferant mit dem Kunden, die Geschäftspartner untereinander? Die weitverbreitete schnelle Du-Ansprache ist dafür ein starker Indikator: Man zieht sich nicht auf Rollen und Positionen zurück, sondern sucht die maximal konstruktive Ebene. Und das ist die gemeinsame. Das Zurücknehmen der eigenen Person und Position schafft Freiraum für die Sache – sei es eine Leistung, eine Idee oder eine Lösung. Statt Reibungsverlusten entstehen Zeitgewinn und Ergebnisqualität. Statt verunsichert ist man beflügelt. Augenhöhe kommt nicht von Schulterklopfen und einem freundlichen Du allein. Sie ist eine Frage des Respekts: Zuhören, ernst nehmen, Zugeständnisse und Eingeständnisse machen, sich entschuldigen, loben.
Fazit zu New Work
New Work umfasst eine Vielzahl von Aspekten. Dazu zählen technische Standards wie ein digitales Dokumentenmanagement und Tools – z. B. Teams, SharePoint oder OneDrive – für hoch effektive Kollaboration. Aber auch Mindset, Skills und die Unternehmenskultur spielen eine wichtige Rolle in der Gestaltung einer produktiven, wettbewerbs- und zukunftsfähigen Arbeitswelt.


