Tobias Ebbrecht-Hartmann
Gewaltbilder dokumentieren nicht nur Gewalt, sie können selbst Teil von ihr werden. Der Beitrag untersucht die ambivalente Rolle von Gewaltbildern zwischen Sichtbarmachung und Unsichtbarmachung, Zeugenschaft und Instrumentalisierung. Dabei wird deutlich, wie digitale Bildzirkulation die Wahrnehmung von Gewalt verändert und neue ethische Herausforderungen schafft.

Körperbilder + Medien | Was sind Körperwahrnehmungsstörungen? Das Sprechen darüber hat in den letzten Jahren an Konjunktur gewonnen. Dabei weist das Störungsbild eine mehr als hundertjährige Geschichte auf, die uns auch etwas über den Umgang mit Medien verrät.ich.

Ästhetische Eingriffe + Medien | Die Zahl ästhetischer Eingriffe nimmt weiter zu – angetrieben von gesellschaftlichem Druck, der Dynamik sozialer Medien sowie Formaten rund um Beauty- und Schönheitsoperationen. Häufig kommen dabei Botox und Hyaluron zum Einsatz. mediendiskurs sprach mit Dr. med. Nuri Alamuti, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, über die Risiken der Behandlungen, über Schönheitsideale und die Frage, warum medienaffine Ärzt:innen nicht zwangsläufig die besten ihres Fachs sind.

Beauty-Formate | Schönheit ist im Fernsehen längst kein bloßes Thema mehr – sie ist ein System. Sie strukturiert Erzählungen, organisiert Aufmerksamkeit und definiert, wer sichtbar wird und wer nicht. Wer im Jahr 2026 durch Programme und Mediatheken scrollt, sieht dort nicht einfach Menschen, sondern kuratierte Körper: bearbeitet, bewertet, verbessert – oder zumindest auf dem Weg dorthin. Folgender Beitrag analysiert Beauty-Formate aus Perspektive des Jugendmedienschutzes.

Kennzeichnungspflicht | Kennzeichnungen für manipulierte und KI-Bilder wirken nicht in jedem Kontext gleich. Die Wirkungsforschung zu retuschierten Schönheitsdarstellungen zeigt, dass Disclaimer den sozialen Vergleich eher verstärken als unterbrechen. Dieser Bumerang-Effekt scheint aber eine Eigentümlichkeit des Beauty-Kontexts zu sein und lässt sich nicht pauschal auf die KI-Kennzeichnungspflichten des AI Act übertragen: Nicht jedes Kennzeichen wirkt in jedem Kontext gleich.
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Medien + Ethik | Medienethische Fragen spielen im Jugendschutz eine wichtige Rolle. Das zeigt sich nicht nur bei der Forderung nach einem Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche, sondern auch in aktuellen Debatten um Deepfakes. Wie reagiert die Medienethik auf solche Debatten und technologischen Entwicklungen? Hat sie Antworten auf Fragen, die sich durch Algorithmen, Bildmanipulationen, Deepfakes und KI ergeben?

Altern + Medien | Die Lebenswelt wird digitaler, die Gesellschaft „grauer“, d. h. mit dem demografischen Wandel im Schnitt immer älter. Ob und wie das zusammengeht, darum geht es in diesem Beitrag.

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk | Der Journalist Tilo Bernhardt plädiert mit seinem Buch Sieben Vorschläge für einen besseren öffentlich-rechtlichen Rundfunk für eine dringende Reform von ARD und ZDF. Im Interview analysiert er, warum die seiner Ansicht nach allzu einseitige Berichterstattung etwa über Corona oder den Ukraine-Krieg viele Menschen der AfD geradezu in die Arme getrieben hat.

Serie | In PLUR1BUS nimmt Vince Gilligan seine Zuschauer:innen mit auf eine Reise in eine dystopische, nicht allzu ferne Zukunft und erzählt mit cineastischen Bildern und in langsamen Tempo von einer Welt, in der die großen Probleme zwar gelöst sind, aber das Individuum ausgelöscht wurde. Damit adressiert die Serie eindrücklich eine Reihe ganz aktueller gesellschaftlicher Fragen.

Games + Selbstoptimierung | Folge diesen simplen Schritten für ein Happy End: Das autobiografische Videospiel Consume Me von Jenny Jiao Hsia und AP Thomson erzählt zugespitzt von einer Jugend zwischen Selbstoptimierung und Essstörung. Einfachen Lösungen verweigert es sich.

Kinder- und Jugendfilm | Bei der Berlinale 2026 wurden in der Sektion „Generation" Kplus 41 Kurz- und Langfilme präsentiert, die einen genaueren Blick auf den Kinder- und Jugendfilm abseits des Kinomainstreams ermöglichten. Mit dieser Sektion, gibt die Berlinale einer besonders kinoaffinen Zielgruppe die Möglichkeit zu einer diverseren Filmsozialisation.

Film | Der Beitrag beleuchtet anhand aktueller Filme im Kino und Stream, wie Filmemacher in ihren Erzählungen die gegenwärtigen gesellschaftlichen Veränderungen und Krisenzustände thematisieren, kommentieren und zu bewältigen versuchen.
Amra Havkić:
Fernsehkinder. Eine mehrmethodische Studie zur ungesteuerten L2-Aneignung durch audio-visuelle Medien (De Gruyter Brill)
Regina Kostrzewa:
Familie leben mit Smartphone, Tablet & Co. Elternratgeber Medienkonsum (Kohlhammer)
Kerstin Michalik / Katrin Alt (Hrsg.):
Mensch, Maschine – Menschmaschine? Philosophieren mit Kindern über KI, Roboter und ChatGPT (kopaed)
Domenik H. Wendt/Tamay Schimang/Sebastian Schüßler/Henrik von Wehrs:
Digitalisierung und Recht (Nomos)
Frank Mehring , Hermann Strasser:
Die USA im kollektiven Ausnahmezustand. Zwischen Amok und Reality-TV (Springer)

KI + Regulierung | Innovationen bei Kommunikationsmedien gab es immer. Aber noch nie hat sich eine Technik so schnell entwickelt wie aktuell die Künstliche Intelligenz. Im Interview spricht Prof. Michael Schwertel über algorithmische Zukunftszenarien, die Chancen und Risiken für Nutzende sowie Verbote und Teilhabe.

Games + Medienkompetenz | Medienkompetenz lässt sich auch spielerisch fördern: zum Beispiel mit Lernspielen (Serious Games), die Themen wie Cybermobbing oder Datenschutz interaktiv erfahrbar machen. Ein Gespräch mit der Mediendidaktikerin Dr. Lisa König – und ein Listicle mit Spielempfehlungen.

Glücksspiel | Mit der Digitalisierung hat sich die Zahl der Glücksspielangebote in den letzten Jahren rasant vervielfacht. Zunächst verboten, sind Online-Glücksspiele seit 2021 frei zugänglich und über den Glücksspielstaatsvertrag geregelt. Dr. Tobias Hayer ist Psychologe und beschäftigt sich an der Universität Bremen mit den verschiedenen Facetten der Glücksspielsucht.

Jugendmedienschutz | Verbote, Altersgrenzen, Age Checks: 2026 erlebt der Jugendmedienschutz ein Comeback der vermeintlich einfachen Lösungen. Stephan Dreyer nimmt in seiner Glosse die politische Sehnsucht nach dem Stopp-Knopf gegen digitales Unbehagen unter die Lupe und zeigt, warum Symbolpolitik beruhigt, aber selten befähigt.

True Crime | In einer Ausstellung über Serienmörder wurden reale Verbrechen in einer Art präsentiert, die vielen Besucher*innen vertraut sein dürfte: Biografien, Tatabläufe und psychologische Deutungen fügen sich zu Erzählungen, wie man sie aus True-Crime-Dokumentationen kennt – nur diesmal nicht auf dem Bildschirm, sondern im realen Raum.

Medien + Forschung | Polit-Talkshows sollen ein Schaufenster politischer und gesellschaftlicher Vielfalt sein – doch wer bekommt tatsächlich das Wort? Der Beitrag untersucht dies am Beispiel der MDR-Sendung Fakt ist!. Die Ergebnisse verweisen auf ein Spannungsfeld, in dem öffentlich-rechtliche Talksendungen zwischen Vielfalt und dem Umgang mit kontroversen Akteuren agieren.

Games + Medienkompetenz | Fast alle Kinder und Jugendliche nutzen Social-Media-Plattformen und Online-Games. Medienkompetenz wird deshalb immer wichtiger – und lässt sich auch spielerisch fördern: zum Beispiel mit Lernspielen, die Themen wie Cybermobbing oder Datenschutz interaktiv erfahrbar machen. Ein Gespräch mit der Mediendidaktikerin Dr. Lisa König – und ein Listicle mit Spielempfehlungen.

Manifestieren + Social Media | Der Jahresanfang gilt traditionell als Zeit der guten Vorsätze. Neu ist jedoch der Ort, an dem sie heute verhandelt werden: die sozialen Netzwerke. Rund um den Jahreswechsel häufen sich dort Beiträge zu Selfcare-Routinen und Erfolgsgeschichten eines „besseren Ichs“. Ein Versprechen, das dabei besonders häufig auftaucht, soll die Umsetzung erleichtern: die Manifestation.

Kino | Körperbilder sind so alt wie die Bildenden Künste und die Fotografie, erfuhren aber durch die Erfindung bewegter Filmbilder neue Darstellungsdimensionen, die über den „frozen moment“ des Gemäldes oder des Fotos hinausweisen. Der Beitrag arbeitet anhand historischer und aktueller Filmbeispiele Facetten der Darstellung des menschlichen Körpers heraus, die von jeher konstitutiv für Schaulust und Kinofaszination waren.

Medienbildung | Die Rechtsanwältin Gesa Gräfin von Schwerin klärt mit ihrem Präventionsprojekt „Law4School“ Schüler:innen, Eltern und Lehrkräfte über Rechte und Pflichten im digitalen Raum auf. Im Gespräch mit mediendiskurs wird deutlich, dass das Thema „digitale Gewalt“ in der Bildungspolitik, insbesondere in der Lehramtsausbildung, bislang kaum berücksichtigt wird.

ADHS + Social Media | Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) wird auf Social Media neu verhandelt: Zwischen Selbstdiagnosen, „Superpower“-Erzählungen und Community-Begriffen entstehen Deutungsräume, die weit über die medizinischen Kriterien hinausreichen.
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