Die Sixtinische Kapelle – Touristenmagnet und Ort der Papstwahl
Aufgekreuzt - 23.03.2026 (00:30:35)

Die Sixtinische Kapelle – Touristenmagnet und Ort der Papstwahl

Mit der Sixtinische Kapelle verbinden viele Michelangelos berühmte Fresken und das Konklave. Doch wie wurde aus der Kapelle so ein Touristenmagnet und wie läuft die Papstwahl an diesem Ort ab? Darüber spricht Host Beate Kampen mit Kunsthistoriker Ulrich Pfisterer und Radio Vatikan-Redakteurin Stefanie Stahlhofen.
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Karfreitag

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Ausgerechnet einen Gekreuzigten als den Gesalbten (Christus) Gottes verkünden? Für Paulus' Umwelt musste das entweder eine "Torheit" oder gar ein "Ärgernis" sein (vgl. 1 Kor 1,23). Heute ist das Kreuz zentrales Symbol des christlichen Glaubens und irgendwie alltäglich geworden. Da gerät leicht in Vergessenheit, wofür es im Römischen Reich stand: Das Kreuz war nicht nur eine grausame Foltermethode, die sicher zum Tod führte – für die Menschen der Antike war es zudem die größte nur vorstellbare Schande. Gekreuzigt wurden vor allem politische Widerstandskämpfer; aus römischer Sicht allesamt Terroristen. Wer bei einer solchen Kreuzigung Sympathien mit dem Verurteilten zeigte, der geriet schnell selbst in das Fadenkreuz der römischen Behörden. Und so hatten auch Jesu Jünger bei seiner Kreuzigung längst das Weite gesucht, um sich selbst in Sicherheit zu bringen. Wer so beschämt und verlassen starb, der musste von Gott verflucht sein, da waren sich die Vorbeikommenden sicher. Kopfschüttelnd höhnten sie: "Er hat auf Gott vertraut, der soll ihn jetzt retten, wenn er an ihm Gefallen hat; er hat doch gesagt: Ich bin Gottes Sohn." (Mt 27,43). Und selbst der sterbende Jesus schrie verzweifelt: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"(Mk 15,34). Was soll das für ein Sohn Gottes sein? Ein urchristlicher Hymnus versuchte dieses Geheimnis bereits im ersten Jahrhundert so zu beschreiben: "Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihr Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters." (Phil 2,6–11) 

Auf dem Bild sieht man eine Dornenkrone und ein Kreuz auf grauem Hintergrund. 

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Missbrauch

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2010 wurde erstmals eine größere Zahl von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche in Deutschland bekannt. Seitdem bemüht sich die Kirche um eine Aufarbeitung der Geschehnisse. Bei ihrer Vollversammlung veröffentlichten die deutschen Bischöfe am 25. September 2018 eine Studie, die die Missbrauchsfälle im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz zwischen 1946 und 2014 dokumentiert.
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Papst Leo XIV. winkt lächelnd im September 2025 auf dem Petersplatz im Vatikan.

Papst Leo XIV.

Seit dem 8. Mai 2025 ist Robert Francis Prevost der 267. Bischof von Rom. Der US-Amerikaner gab sich den Namen Leo XIV. Auf dieser Themenseite bündelt katholisch.de die Berichterstattung über das amtierende Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.
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Weltweiter synodaler Prozess

Weltweiter synodaler Prozess

Papst Franziskus hat 2021 die gesamte katholische Kirche auf einen weltweiten synodalen Prozess geschickt. In mehreren Stufen von den Pfarreien über die Diözesen und die Bischofskonferenzen bis zum Vatikan sollten die Gläubigen und ihre Bischöfe beraten, welche Reformen die Kirche braucht. Bei der Bischofssynode "Für eine synodale Kirche – Gemeinschaft, Teilhabe und Mission" beraten in zwei Sitzungen im Herbst 2023 und im Herbst 2024 die Bischöfe, Kleriker, Ordensleute und Laien über die Eingaben des Prozesses. Bei dieser Synode dürfen zum ersten Mal auch Frauen abstimmen.