Fryboyter

Meine Konzerte - Teil 1

Viele Jahre bin ich nicht mehr auf ein Konzert gegangen. Keine Zeit. Keine Lust. Zu teuer. Was auch immer. Als ich letztes Jahr wieder damit angefangen habe auf Konzerte zu gehen, habe ich mich mit jemanden unterhalten, ob ich noch Eintrittskarten von früher habe. Was leider so gut wie nicht der Fall ist. Was ich schade finde.

Daher, und weil ich 2025 ein paar Konzerte besucht habe und schon für 2026 einige Karten gekauft habe (Monobo Son am 31.01.26 in Weiden (i.d.OPf.) und Monika Roscher Bigband am 21.11.26 in Nürnberg), möchte ich diese Artikelserie starten. Und zwar mit einer Band meiner Jugend. Skunk Anansie.

Durch einen Zufall habe ich letztes Jahr mitbekommen, das diese Band noch aktiv ist und anlässlich der 30-jährigen Bandgeschichte aktuell auf Tournee ist. Eines der Konzerte hat in Würzburg in der Posthalle stattgefunden. Was von mir aus gesehen nicht allzu weit entfernt ist. Da die Sängerin Skin (und wohl auch alle anderen Bandmitglieder) so langsam auf die 60 zugeht und es daher nicht sicher ist, wie lange es die Band noch geben wird (nicht jede Band sind die Rolling Stones), habe ich mir eine Karte organisiert. Zumal ich die Möglichkeit bei REM und Nirvana bereits verpasst habe.

Das Konzert dürfte eines der schlimmsten aber auch eines der besten Konzerte gewesen sein, die ich bisher besucht habe.

Fangen wir mit dem weniger guten Dingen an. Es hatte an dem Tag deutlich mehr als 30 Grad. Außentemperatur. In der Posthalle hatte es bereits nach der Vorband, mehr als 40 Grad. Es war also kein Spaß. Ich möchte mich an der Stelle bei den Leuten vom Bayerischen Roten Kreuz nachträglich bedanken, die vor, während und nach dem Konzert für den Fall der Fälle zur Verfügung standen. Glücklicherweise mussten laut einer Mitarbeiterin des BRK aber wenig Leute diesen Dienst in Anspruch nehmen.

Nun zu den guten Dingen.

Alle waren nett. Die Konzertbesucher, die Mitarbeiter und sogar die Security. Und die Band hat abgeliefert. Während ich bei 40 Grad plus froh war, trotz genügend antialkoholischer Flüssigkeitszufuhr und sehr stabilen Kreislauf, nicht einfach umzukippen, hat Skunk Anansie kompromisslos das Konzert durchgezogen. Und ich konnte endlich Weak live erleben. Aber auch die neuen Lieder, die sich deutlich von den alten unterscheiden, waren gut. Gesanglich hört sich Skin immer noch so gut, wenn nicht sogar besser, an. Das schafft nicht jeder nach mehreren Jahrzehnten.

Allerdings gab es einen Vorfall, bei dem ich nur mit dem Kopf schütteln konnte. Verständlicherweise wollten die Gäste in der ersten Reihe ihren Platz nicht aufgeben. Was aufgrund der Hitze keine gute Idee war. Die Sängerin hat daher irgendwann über das Mikrofon gebeten, für die Leute in der ersten Reihe Wasser zur Verfügung zu stellen. Keine Reaktion. Erst als Skin, wieder über das Mikrofon, die Aussage gemacht hat, für das Wasser zu zahlen, wurde reagiert. Ja, bei solchen Veranstaltungen geht es darum, Geld zu verdienen. Aber was kostet Wasser? Und welche Getränke würde jemand kaufen der umgekippt ist und vom BRK abtransportiert wird und daher vielleicht nie wieder die Posthalle besucht?

Allgemein

Wenn die Internetverbindung als eingeschränkt angezeigt wird aber alles funktioniert

Auf meinem Notebook verwalte ich die Netzwerkverbindungen mit NetworkManager. Gestern wurde mir angezeigt, dass die WLAN-Verbindung eingeschränkt funktioniert. Aber es hat alles funktioniert. Ein Bug?

Nicht wirklich. Einige Distributionen die NetworkManager anbieten, führen Pings auf eine bestimmte Internetadresse aus um die Internetverbindung zu testen. Verwendet werden hierfür beispielsweise die Adressen http://nmcheck.gnome.org/check_network_status.txt und http://static.redhat.com/test/rhel-networkmanager.txt. Oder in meinem Fall http://ping.archlinux.org/nm-check.txt.

Und genau diese Adresse war gestern nicht erreichbar. Somit war die Verbindung gestern für NetworkManager eingeschränkt, obwohl sie es nicht war. Dieser Test ist also nur dann aussagekräftig, wenn die angepingte Internetseite funktioniert.

Wer diesen Test deaktivieren will, kann beispielsweise unter /etc/NetworkManager/conf.d/ die Datei 20-connectivity.conf mit folgendem Inhalt anlegen.

1[connectivity]
2enabled=false

Wer eine andere Adresse nutzen möchte, kann die gleiche Datei mit folgendem Inhalt anlegen (anstelle von xxx trägt man die gewünschte Adresse ein).

1[connectivity]
2uri=xxx
OSBN

In eigener Sache - Migration auf Uberspace 8 abgeschlossen

Vor ein paar Tagen hatte ich den Umzug auf Uberspace 8 angekündigt. Diese ist aktuell abgeschlossen.

Dass es mehrere Tage gedauert hat, lag nicht daran, dass ich zu blöd war. Also nicht nur. Es hat mehrere Domains und Dienste betroffen. Und andere Dinge, wie Weihnachten, waren einfach wichtiger. Daher habe ich die Umstellung auf mehrere Tage verteilt.

Was fryboyter.de betrifft, sollte alles wie gewohnt funktionieren. Nur die Kommentarfunktion habe ich, aufgrund der bisherigen Erfahrungen, komplett entfernt. Wer mir etwas mitteilen will, kann dies weiterhin per E-Mail oder Mastodon machen.

Da sich Uberspace 8 aktuell noch in der Beta-Phase befindet, können demnächst noch Änderungen nötig sein, welche ich möglichst zeitnah durchführen werde. Also meist am Wochenende.

OSBN

In eigener Sache - Anstehender Umzug auf Uberspace 8

Der von mir bevorzugte Webspace-Anbieter uberspace.de ist seit einiger Zeit dabei seine Plattform auf Version 8 zu aktualisieren, welche auf Arch Linux basieren wird. Also ähnlich wie das Steam Deck von Valve. Vor ein paar Tagen ist nun der öffentliche Beta-Test von U8 freigegeben worden.

Ich werde daher in Kürze meinen Krempel von Uberspace 7 auf Uberspace 8 umziehen. Hierbei wird es nötig sein, die DNS-Einträge anzupassen. Bis jeder DNS-Server diese Änderungen mitbekommen hat, kann es im schlimmsten Fall bis zu 72 Stunden dauern. Daher, und weil es bei meinem Glück vermutlich auch noch andere Probleme geben wird, wird die Erreichbarkeit von fryboyter.de daher die nächsten Tage eingeschränkt sein.

OSBN

Warum Spenden oft nicht helfen

Gerade bei kleineren Projekten wie micro fragen Nutzer öfter wie man Geld spenden kann. An sich eine löbliche Einstellung. Aber Spenden sorgen oft nicht dafür, dass ein Projekt schneller oder besser weiterentwickelt wird.

Denn bei kleineren Projekten fehlt es in der Regel nicht am Geld. Es fehlt an Zeit und Leuten die mitarbeiten.

Daher wäre es oft sinnvoller kein Geld spenden zu wollen, sondern sich selbst bei einem Projekt einzubringen. Zum Beispiel, indem man vorhandene Issues prüft. Oft wurden diese bereits durch Änderungen am Code behoben. Oder das Problem hat gar nichts mit dem jeweiligen Projekt zu tun. Solche Issues auszusortieren ändert zwar nichts am aktuellen Entwicklungsstand, sorgt aber für mehr Übersicht, sodass sich die Entwickler auf die wirklichen Probleme konzentrieren können.

Das Gleiche gilt für Pull Requests. Auch bei diesen kann es sinnvoll sein, wenn sie jemand überprüft oder neue erstellt.

Eine andere Baustelle wäre beispielsweise die Dokumentation sowie die Übersetzung einer grafischen Oberfläche. Hier können sich auch Nutzer beteiligen die nicht programmieren können.

All das nützt einem Projekt oft mehr als Geld.

Allerdings sehe ich das Thema auch aus einer anderen Perspektive. Nehmen wir mal Isso als Beispiel. Die letzte Version (eine Entwicklerversion) wurde im Februar 2023 veröffentlicht. Seit dem gab es 133 Commits. Seit der letzten stabilen Version (0.13.0) aus dem Jahre 2022 sind es sogar 185. Ich kann es daher gut verstehen, wenn sich jemand nicht an einem Projekt beteiligen will, wenn es zu keinem Ergebnis, also einer Veröffentlichung einer neuen Version, führt. Daher wäre es vielleicht sinnvoll, wenn diverse Projekte öfters mal neue Versionen veröffentlichen würden. Und wenn es nur ein Nightly Build ist. Denn nicht jeder möchte selbst kompilieren bzw. ein eigenes Paket bauen. Schon gar nicht mit dem aktuellen Entwicklerzweig.

Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass der Artikel im Grunde nur dazu gedacht ist, zum Nachdenken zu bewegen. Daher ist es auch absolut in Ordnung, wenn jemand weiterhin nur Geld spendet bzw. spenden will.

OSBN