Wer hat ein Problem?
Und wie viele sind es eigentlich?
In der Problemanalyse fällt mir oft der Unterschied zwischen Zahl und Wahrnehmung auf. Alles wirkt überwältigend?
Probier, diese Fragen schriftlich (!) zu beantworten:
Wer hat das Problem?
Manchmal gerät diese Zuordnung durcheinander. Zwei Beispiele:
Deine Führungskraft wünscht sich, dass du Montag Abend für eine Aufgabe parat stehst. Du bist verabredet. Jetzt sorgst du dich.
Wer hat das Problem? Die Führunskraft. Ihr müsst klären, ob du die Lösung bist (oder nicht).Dein Kind will morgens ausschlafen und dann spielen. Es rastet aus, wenn es das nicht darf. Du willst unbedingt zur ersten Bringzeit in der Kita sein, um entspannt in den Arbeitstag zu starten.
Wer hat das Problem? Du. Und deshalb wirst du dein Kind nicht mal eben so überzeugen können (wobei es natürlich trotzdem Lösungen gibt, vor allem in der Neu-Organisation).
Wie viele Probleme sind es?
Alles ist überwältigend? Keine Frage. Aber mach dir mal eine Liste, wie viele Probleme du gerade tatsächlich hast. Zähle sie. Wer hierbei realistisch bleibt, der kommt in der Regel auf eine recht kurze Liste
Komm gut ins Wochenende!
Isabell


