Am 1. Juni ist das letzte Frühjahrsbuch erschienen: »Teslokratie. Ideologien des Tech-Kapitalismus«, ein Sammelband mit internationalen Beiträgen von Dirk Baecker, Francesca Bria, Jay Jordan, Geert Lovink, Quinn Slobodian und vielen weiteren. Was verbirgt sich hinter dem titelgebenden Neologismus? Als Elon Musk 2025 im Rahmen seines kurzen DOGE-Abenteuers die Kettensäge an die US-amerikanische Verwaltung anlegte, blitzte kurz das Schreckbild einer möglichen Zukunft auf, in der Kapital und Denken der Tech-Bros auf politische Macht treffen – eine Zukunft der Teslokratie?
Am 20. Mai wäre Ingvar Ambjørnsen 70 Jahre alt geworden.
Sein neuer Erzählungenband »Niemand da« hatte anlässlich des runden Geburtstags erscheinen sollen, doch am 19. Juli 2025 ist Ingvar Ambjørnsen nach langer Krankheit in Norwegen gestorben. Er war uns ein langjähriger, liebgewonnener Weggefährte und fehlt noch immer. Umso froher sind wir über sein letztes Buch, das wir nun posthum veröffentlicht haben, aus dem Norwegischen übersetzt und mit einem Geleitwort versehen von Gabriele Haefs.
Am 16. März ist die Flugschrift »Lob der Überwachung. Für eine kollektive Datenpolitik« von Timo Daum erschienen!
Überwachung und Datenerfassung genießen keinen guten Ruf. Ob durch staatliche Akteure oder Digitalunternehmen – sobald Informationen über uns gesammelt, gespeichert und verarbeitet werden, denkt man schnell an das Angstregime der Stasi, autoritäre Überwachungsdystopien, die Allmacht der Tech-Konzerne. Der Politikwissenschaftler Timo Daum hält mit einer provokanten Kritik des bürgerlichen Datenschutzes dagegen: Er zeigt, dass privacy und Datenschutz bürgerliche Kategorien sind, die letztlich ein Privateigentum im Digitalen konstituieren. Statt uns die Potentiale des digitalen Wandels für ein radikal solidarisches Projekt anzueignen, sind wir in die…
Der größte Teil unseres diesjährigen Frühjahrsprogramms ist erschienen! Der Kriminalroman »Die kleine Faschistin« von Jérôme Leroy erzählt von identitären Schlägertrupps, einem Staatsstreich von unerwarteter Seite und einer jungen Frau, die mit ihrem bisherigen Leben brechen wird. Ingvar Ambjørnsens Erzählband »Niemand da« nimmt uns mit in eine Hütte am Meer, in die Unterwelt einer Kneipe, auf eine Ostseefähre und nach St. Peter-Ording. Sophie Sumburanes Kriminalroman »Keine besonderen Auffälligkeiten« widmet sich dem wahren Fall des letzten Serienmörders der DDR und einer ohnehin verunsicherten Gesellschaft im Vakuum der Wendezeit. Die Flugschrift »Sichere Häfen. Städte als Zuflucht« von Volker M. Heins untersucht das Konzept…
Wir freuen uns, dass der Kriminalroman »Die Josephsbrüder« von Max Bronski für das Bloody Cover 2026 nominiert wurde! Gestaltet hat das Cover wie bei den meisten unserer Bücher Maja Bechert. Auf der Suche nach dem »originellsten, stimmigsten, markantesten oder kurzum dem schönsten Krimi-Cover« hat die Jury des Bloody Cover aus ungefähr 400 deutschsprachigen Krimi-Neuerscheinungen aus dem Jahr 2025 ihre zwölf Favoriten ausgewählt. Über das Gewinner-Cover entscheiden nun die Leser*innen – stimmen Sie mit ab!
Am 2. Februar ist der neue, historische Kriminalroman von Robert Brack erschienen – und steigt gleich auf Platz 2 der Krimibestenliste Februar ein. »Die nackte Haut« führt uns ins Hamburger Jazzmilieu der Nachkriegszeit: Martha Kiesler, einst das Idol der von den Nazis verfemten Swing-Jugend, kehrt 1951 aus New York nach St. Pauli zurück und versucht, in der Stadt wieder Fuß zu fassen. Dort trifft sie auf alte Freunde, einen geheimnisvollen GI, toughe Ringerinnen sowie einige zwielichtige Gestalten, und sie wird mit einem Todesfall aus ihrer Vergangenheit konfrontiert…
»Robert Brack weiß, wie man einen Krimi in ein Stück Bebop verwandelt«, meinte…
Seit dem 27. September ist die Ausstellung »Daniel Spoerri – ICH LIEBE WIDERSPRÜCHE. Im Dialog mit Werken aus der Sammlung Falckenberg« in der Sammlung Falckenberg in Hamburg-Harburg zu sehen. In der Ankündigung heißt es:
»Die Ausstellung gibt mit rund 130 Arbeiten aus der Zeit von 1961 bis 2023 einen umfassenden Überblick über das Werk Daniel Spoerris. Dabei setzt sie dessen Kunst in einen direkten Dialog mit ebenso vielen Werken aus der Sammlung Falckenberg – US-amerikanischen und europäischen Positionen von Hanne Darboven über Ray Johnson bis hin zu Jonathan Meese oder Mariella Mosler. So wird Spoerris Werk in einer breiteren…
Unter dem Titel von Etel Adnans gleichnamigem Buch zeigt das Lenbachhaus in München seit dem 14. Oktober die Ausstellung »Shifting the Silence. Die Stille verschieben. Gegenwartskunst im Lenbachhaus«, kuratiert von Eva Huttenlauch und Matthias Mühling. Ein Raum der Ausstellung ist Etel Adnans Gemälden gewidmet. In der Ankündigung zur Ausstellung heißt es:
»›Die Stille verschieben‹ ist der Text einer Malerin, deren künstlerische Karriere als Schriftstellerin und Philosophin begann. (…) Die Ausstellung möchte sich ein zentrales Anliegen von »Shifting the Silence« zu eigen machen: das Nachdenken über die Schwierigkeit, Werke Bildender Kunst vollständig in Worte zu fassen und erfahrbar zu machen.…
Wir freuen uns, dass der Gangster-Jazzroman »Viper’s Dream« von Jake Lamar neu auf der Krimibestenliste Oktober 2025 eingestiegen ist. Die Jury über den vom Hamburger Krimiautor Robert Brack übersetzten Roman: »Harlem 1936–1961. Am Abend seines dritten Mordes hat Clyde Morton aka Viper drei Stunden Zeit, um zu fliehen oder sich zu stellen. Wie erstarrt sinnt er über sein Leben nach. Rasanter, schwarzer Trip durch die Jazzgeschichte aus der Sicht des Mannes, der die Großen mit Dope versorgte und einer Amour fou verfiel.«
Ebenfalls im Oktober kommt Jake Lamar auf Lesereise mit Stationen in Köln, Marburg, Hamburg, Berlin und Braunschweig.
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Max Liebermann erwirbt zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Stück Baugrund am Ufer des Wannsees und entwirft eigenhändig Haus und Garten – ein Ort der Inspiration für zahlreiche Gemälde. In flüchtigen Bildern, eindringlich und poetisch erzählt Magdalena Saiger von der wechselhaften Geschichte des Hauses.
Hamburg, Mittwoch, 17. Juni, 19 Uhr
Sonja Eismann analysiert den sexistischen Normalzustand in der Musikindustrie. Sie schreibt über die Rolle junger Frauen und ihrer Körper, über weibliche Fans, Groupies und Songtexte, Missbrauch und Pädosexualität.
Graz, Samstag, 20. Juni, 14.30 Uhr
Wien, Montag, 22. Juni, 13.15 Uhr
Bamberg, Donnerstag, 25. Juni, 20 Uhr
Wo können flüchtende Menschen noch ankommen, wenn der Staat sie zum Problem erklärt? Eine Antwort findet sich in Sanctuary Cities und Sicheren Häfen, in jenen Städten, die die praktische Unterstützung Geflüchteter und das solidarische Zusammenleben mit Migrant:innen zu ihrem Selbstverständnis gemacht haben.
Aue-Bad Schlema, Donnerstag, 25. Juni, 18 Uhr
München, Donnerstag, 9. Juli, 19 Uhr
Frankfurt a.M., Dienstag, 14. Juli, 19 Uhr
Wir freuen uns, beim 21. Fest der unabhängigen Verlage in Berlin dabei zu sein! Über 40 Verlage hat das LCB in seinen großen Garten am Wannsee eingeladen. Aus unserem Programm liest Karsten Krampitz aus seinem Buch »Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung«. Zum Abschluss gibt’s Livemusik!
Berlin, Samstag, 11. Juli, ab 14 Uhr
In einem Heim für behinderte Jugendliche beschließen vier Freunde: Wir brechen aus. So beginnt die Geschichte einer Kommune, die völlig aus der Zeit und aus dem Land gefallen ist. In Anlehnung an realexistierende Figuren erzählt Karsten Krampitz die unglaubliche Geschichte einer gelebten Utopie mitten in der DDR.
Berlin, Samstag, 11. Juli, 16.30 Uhr