Zitat des Tages

Es ist schwer, kreativ zu sein, und es ist auch schwer, nicht zu glauben, daß das, was du machst, kreativ ist, oder nicht als kreativ bezeichnet zu werden, weil alle Leute immer davon und von Individualität reden. Jeder ist ständig kreativ.

Andy Warhol (1928-1987)
War ein amerikanischer Pop-Art Maler, Objektkünstler und Fotograf

Heilige Madonna – Wenn aus Mehr weniger wird

So, nun ist es ein bald da, das neue Album von Madonna. MDNA soll es heißen..nun ja, was genau es mit der Verknappung auf Konsonanten in dem Titel auf sich hat, weiß Frau Madonna sicher selbst am besten. Dass es sich bei dem Namenskürzel –rein zufällig natürlich– obendrein um eine Anlehnung an den korrekten Namen der Party Droge Ecstasy handelt, wird dem ganzen Werbetrommel Ballyhoo nicht abträglich sein.

Denn was ihre Aktivitäten für das Jahr 2012 angeht, kann man ihr jedenfalls alles andere als Verknappung vorwerfen..ja Madonna ist fleißig:

Nun wo ihr Deal mit einem neuen Plattenlabel unter Dach und Fach ist, kann sie sich getrost der Promotion für ihr neues Album, das im März erscheint, annehmen. Nachdem sie eben noch einen Spanier hat verhaften lassen, der im November 2011 Demoversionen ihres aktuellen Single Hits Gimme all your luvin´ illegal erworben und unter falschem Titel vertrieben hatte, tauchte sie kürzlich mal eben ganz spektakulär in der Halbzeitpause des American Fooball Endspiels, dem sog. Super Bowl auf, um von dort aus die weltweite Vermarktungsmaschine in Gang zu setzen.

Denn Madonna liegt das kleckern nicht, sie klotzt. Zahlreiche weltweite Tourdaten stehen bereits fest, die Vorbestellungen für das Album lassen den nächsten Millionenseller erahnen und die Single kommt nach trägem Start auch langsam auf hohe Charts-Touren…es läuft also alles..so weit so gut.

Wäre da nur nicht ein kleines, mal wieder hyperkritisch anmutendes Detail: die Musik an sich!

Allein das etwas überdrehte, Hubba-Hubba-Pop lastige „Gimme all your Luvin´“ lässt wenig Hoffnung, dass Madonna nach ihren nun hinlänglich durchexerzierten Dance-Pop Eskapaden, die 2008 unter Mithilfe Amerikas Hip Hop Producer Elite zum wenig schmeichelhaften Ergebnis HARD CANDY führte und in den USA nicht mal die 1 Millionen Marke in den Verkaufszahlen knackte (In den Sphären einer Madonna also ein veritabler kommerzieller Fehlschlag), nun wieder auf einen Pfad der Rückbesinnung kommt.

Nein, Madonna scheint sich bei allem inflationär gebrauchten Neuerfindungs-Gestus treu zu bleiben! Denn auch mit bald 54 Lenzen scheint sie sich selber immer noch im juvenilen Gefieder wohl zu fühlen. Ein Indiz mag dabei sein, dass sie sich im besagten Song auch standesgemäß als „Girl“ besingt und scheint dabei zu vergessen, dass sie den Wettlauf mit der Zeit nur verzögern, keinesfalls aber gewinnen kann. Und dass sie nach wie vor ungefährdet auf dem Pop-Olymp residiert und so schnell auch keine Lady Gagas, Beyoncés oder Rihannas zu fürchten braucht, lässt sich nach wie vor in jeglicher Statistik ablesen.

Warum sie aber nach wie vor so verkrampft versucht sich dem Dancefloor anzubiedern, scheint allein sie selber zu wissen. Nötig hätte sie es nicht mehr!

Eine legale Hörprobe der finalen Version könnte auch so klingen:

http://soundcloud.com/ze4president/gimme-all-your-luvin-crazy

Matter of Taste…

e.

Hör-Bar

Vom wunderbaren Album „Making Mirrors“, auf dem sich Willem de Backer, alias GOTYE mit Bindungen und Beziehungen auseinandersetzt und welchen Einfluss sie nehmen können. In diesem Track geht es ein Stück weit um die Dankbarkeit für eine gemeinsame Zeit, trotz der Tasache, dass ER für das Scheitern der Beziehung verantwortlich ist!

e.

Wasser Fall

„Ich kann dein Leben nicht länger verderben und ich denke 2 Menschen können garnicht glücklicher sein, als wir es gewesen sind. Ich weiß, wenn irgendjemand mich hätte retten können, dann wärst du es..aber ich kann nicht mehr weitermachen; ich kann nicht mehr schreiben…ich kann nicht mehr weiterleben!“

So in etwa hat es Virginia Woolf in ihren Abschiedsworten an ihren Ehemann  zum Ausdruck gebracht. Gebrochen und verzweifelt von immer wieder kehrenden Depressionen und dem Verlust ihrer Fähigkeit zum Schreiben, entschloss sie sich ihrem Leben ein Ende zu bereiten. Sie füllte ihre Taschen voller Steine um 1941 in einem See durch die Last dieser Steine zu ertrinken…

Erinnert hat mich und uns an diese wahre Begebenheit im letzten Jahr Florence Welch und ihre Maschine mit Ihrem Indi-Pop / Art-Rock anmutenden What the Water gave me !

So schaurig und düster die Geschichte auch ist, so großartig ist sie musikalisch umgesetzt. Toll!

Hier ne kleine Hörprobe:

http://soundcloud.com/uidnewmediaberlin/what-the-water-gave-me

e.

vorgeGAUCKelt

Da redet der 70 jährige Pastor von den Podesten herunter und erzählt den Jungen von Heute was von Freiheit, Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und demokratischen Verständnis…naja…das klingt nicht für jeden überzeugend, weil man sich ja auch immer fragt, was hat der alte Mann denn für Erfahrungen in Bezug auf die Lebensgewohnheiten der Jugend?

Ist er bei Facebook und regt sich darüber auf, dass er wie Millionen anderer User stundenlang keine virtuellen sozialen Kontakte Pflegen kann, weil es technische Probleme gibt?

Wohl eher nicht.

Und genauso wenig können die meisten Menschen heute auch nicht mehr nachvollziehen, unter welchen Umständen das Leben im Ost-Teil Deutschland stattgefunden hat.

Und warum redet der alte Mann dann von „cooler Feigheit“ derjenigen, die sich heutzutage aus der Verantwortung für die Gesellschaft herausziehen und meinen, dass es ausschleißlich um die Erfüllung der persönlichen Lebensbedürfnisse geht … und sich über Unerreichbarkeit bei Facebook aufregen, während andere Menschen auf der Straße für die Interessen aller einstehen ?

Vielleicht, weil er recht hat?‘

Gauck wird gerade den Menschen durch seine Emotions-Rhetorik vieles näher bringen, was den Politikern in ihrer Sprechblasen und Worthülsen-Sprache verwehrt bleibt.

Wenn es Politiker wie Merkel gibt, die die Köpfe derjenigen erreicht, die sich eh dem Bildungs-Bürgertum und der Intellektuellen Elite des Landes zugerörig fühlen, so ist es Gauck, der die Herzen der Menschen erreicht……wohlgemerkt a l l e r Menschen!

Aber man sollte vorsichtig sein Gauck nicht als Messias zu überhöhen und von ihm Dinge zu erwarten die er nicht leisten kann.

Besonders die Politiker sollten vorsichtig sein ihm die Verantwortung aufzubürden, Politik(er)-Verdrossenheit zu mindern. Die Mühe müssen sie sich schon selber machen!

Er wird allen weiter etwas vorGAUCKeln…und das ist gut so!

e.

Denk-Bar

Das ist also der Einstieg in die Welt des Bloggens..meine „Denk-Bar“.

Ichwerde ich in unkontrollierter und zeitlich unregelmäßiger Abfolge Gedanken zum Ausdruck bringen.

Ein Platz für Erlebtes, Gelebtes, Erdachtes, Gesehenes, Gehörtes und manchmal auch Gefühltes…

Alle sind eingeladen, sich mit mir an diese Denk-Bar zu setzen und mit mir zu diskutieren, philosophieren, zu streiten, aber auch Lob nehme ich gerne an 🙂

Los geht´s…

e.