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uBlock Origin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
UBlock Origin


Pop-up-Menü
Basisdaten

Hauptentwickler Raymond Hill
Entwickler Raymond Hill
Erscheinungsjahr 2014
Aktuelle Version 1.69.0[1]
(25. Januar 2026)
Aktuelle Vorabversion  
Betriebssystem plattformunabhängig
Programmier­sprache JavaScript
Kategorie Webfilter / Werbeblocker
Lizenz GNU General Public License, Version 3[2]
deutschsprachig ja
ublockorigin.com

uBlock Origin ist als Werbeblocker ein freies, plattformübergreifendes Webbrowser-Plug-in zum Filtern von Webinhalten, beispielsweise Werbung, Webtracking oder Malvertising. Es ist eine Weiterentwicklung des inzwischen eingestellten uBlock (ehemals µBlock). uBlock Origin steht für verschiedene Browser zur Verfügung, unter anderem für Mozilla Firefox, Google Chrome, Opera und Microsoft Edge. Stand Dezember 2025 hatte die Chrome-Version von uBlock Origin über 29 Millionen aktive Nutzer und die Firefox-Version über 10 Millionen aktive Nutzer, womit sie die beliebteste Erweiterung für Firefox ist.[3][4]

Entwicklungsgeschichte

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HTTP Switchboard

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HTTP Switchboard wurde am 20. September 2013 veröffentlicht.[5][6] Die Erweiterung ermöglichte es Nutzern, die vom Browser ausgehenden Anfragen nach Typ zu kontrollieren und so gezielt bestimmte Webinhalte zu blockieren. Die Entwicklung von HTTP Switchboard wurde am 18. Mai 2015 eingestellt.[7]

Nach dem Ende von HTTP Switchboard wurde am 24. Oktober 2014 uMatrix veröffentlicht.[8][9] Die für fortgeschrittene Nutzer konzipierte Erweiterung fungierte als Anfrage-Firewall, die eine Kontrolle über Browseranfragen in zwei Dimensionen ermöglichte: die Zieldomains und -subdomains sowie die Anfragetypen (etwa Cookies, Bilder, XMLHttpRequest, Frames und Skripte). uMatrix übernahm einen Großteil der Benutzeroberfläche von HTTP Switchboard, erweiterte den Funktionsumfang jedoch erheblich und bot eine feinere Kontrolle über Webanfragen.

Die Weiterentwicklung dieser Erweiterungen legte den Grundstein für uBlock, das Elemente von HTTP Switchboard und uMatrix zusammenführte und gleichzeitig die Benutzerfreundlichkeit für ein breiteres Publikum verbesserte.

Die Entwicklung von uMatrix lief mehrere Jahre parallel zu uBlock Origin weiter, wobei uMatrix als Option für „fortgeschrittene Nutzer“ positioniert wurde. In einer öffentlichen Diskussion am 2. August 2020 erklärte Hauptentwickler Raymond Hill, dass ihm die Zeit fehle, an uMatrix zu arbeiten, da es ein so großes Projekt sei, dass er nur daran arbeiten könne, wenn er nicht an uBO arbeite. Auf einen weiteren Kommentar hin erklärte Hill, er werde die Entwicklung nach früheren Erfahrungen nie an andere übergeben, und nannte Bedenken wie Monetarisierung und Feature-Bloat. Er werde das Projekt stattdessen „höchstens“ archivieren und anderen die Möglichkeit geben, es zu forken.[10]

Die Entwicklung von uMatrix endete ohne Ankündigung am 21. Juli 2021; das GitHub-Repository wurde in ein öffentliches Archiv umgewandelt.

Altes Logo von uBlock (bis 2015)

uBlock wurde 2014 von Raymond Hill auf der Codebasis von HTTP Switchboard entwickelt.[11] Im April 2015 gab Hill die Entwicklung an Chris Aljoudi ab.[12] Vom August 2015 bis März 2018 wurde die Software nur noch sporadisch weiterentwickelt.[13]

Im Juni 2018 wurde die Homepage uBlock.org vom Team von AdBlock übernommen.[14] Eine gemeinsame Erhebung von Sourcepoint und comScore berichtete von einem Wachstum von 833 % zwischen November 2014 und August 2015 – das stärkste Wachstum unter den untersuchten Werbeblockern.[15] Das Wachstum wurde auf den Wunsch der Nutzer nach einem reinen Werbeblocker ohne das von Adblock Plus betriebene Programm „Acceptable Ads“ zurückgeführt.[16]

Ab Februar 2019 unterstützte uBlock die Teilnahme an „Acceptable Ads“,[17] einem Programm von Adblock Plus, das bestimmte als „akzeptabel“ eingestufte Werbung zulässt.

Raymond Hill, der ursprüngliche Entwickler von uBlock, begann, kurz nachdem er das Projekt am 1. April 2015 abgegeben hatte,[18] mit der Entwicklung einer Abspaltung von uBlock namens uBlock Origin[19] mit einem leicht anderen Funktionsumfang.[20] Neu dazugekommen sind unter anderem Funktionen zum Schutz der Privatsphäre sowie die Möglichkeit, Einstellungen und Filterregeln mit den von manchen Browsern zur Verfügung gestellten Synchronisierungsdiensten wie zum Beispiel Firefox Sync zwischen verschiedenen Computern zu synchronisieren. Aufgrund des größeren Funktionsumfanges beschreibt der Entwickler das Programm als Inhaltsblocker, im Gegensatz zu einem reinen Werbeblocker. Die erste Veröffentlichung als uBlock Origin fand am 11. April 2015 statt.[21] Anfänglich wurde auch die Schreibweise „uBlock₀“ gewählt, wobei die tiefgestellte Null symbolisch für das „O“ von „Origin“ stand.[22]

Hill erklärte, dass die Projekte kein Vollzeitjob seien:

“These projects are to me, not a full-time job. It stopped being a hobby when it felt more and more like a tedious job.”

„Diese Projekte sind für mich kein Vollzeitjob. Es war kein Hobby mehr, als es sich immer mehr wie eine mühsame Arbeit anfühlte.“

[23]

Seit Oktober 2017 ist uBlock Origin vollständig von Aljoudis uBlock getrennt.[24] Aljoudi hatte ublock.org erstellt, um uBlock zu bewerben und Spenden zu sammeln. Hill stellte daraufhin klar, dass die über ublock.org erbetenen Spenden nicht denjenigen zugutekämen, die am meisten zur Entwicklung von uBlock Origin beigetragen hätten.

uBlock Origin Lite

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Die Entwicklung von uBlock Origin Lite (uBOL) begann im August 2023[25] mit dem Ziel, die Vorgaben des angekündigten „Manifest V3“ für Chromium-basierte Browser und deren Erweiterungen zu erfüllen. Mit dem Manifest V3 wird unter anderem die von uBlock Origin verwendete webRequest-API durch eine neue ersetzt, welche technische Limitierungen vorgibt.[26] Erweiterungen, die sich zukünftig nicht an diese Vorgaben halten, werden deaktiviert.[27][28] uBOL erfüllt diese Anforderungen und ist zugleich abwärtskompatibel zum Manifest V2, arbeitet aufgrund der Einschränkungen aber weniger effizient als uBlock Origin.

uBOL konnte bis Anfang September 2024 auch als Firefox-Erweiterung über den offiziellen Add-on Store installiert werden. Aufgrund wiederkehrender Probleme mit dem Freigabeprozess entschied sich Entwickler Raymond Hill, die Erweiterung aus dem Add-on Store zu entfernen[29] und nur noch über GitHub bereitzustellen.[30]

Die Unterstützung für uBlock Origin in Safari war zuvor mit macOS 10.15 Catalina beendet worden, da Apple die Legacy-Safari-Erweiterungs-API zugunsten eines eingeschränkten Content-Blocker-Frameworks eingestellt hatte, welches die Werbeblocker-Funktionalitäten begrenzte und mit uBOs Funktionalität inkompatibel war.[31][32][33][34] Im Jahr 2025 wurde die Entwicklung jedoch wieder aufgenommen, nachdem Apple die notwendigen Komponenten zu Safari hinzugefügt hatte, und uBlock Origin Lite ist erneut über den App Store verfügbar,[35] was es Nutzern ermöglicht, es sowohl auf macOS als auch auf iOS zu installieren.[36][37]

Forscher der Goethe-Universität Frankfurt verglichen die Leistung von uBOL und uBO und bestätigten, dass uBOL die meisten Einschränkungen von Googles MV3 umgehen konnte. Die getesteten MV3-Erweiterungen blockierten in einer quantitativen Studie ebenso viele Anfragen an Tracker und Werbung wie ihre MV2-Gegenstücke.[38] Allerdings stellten die Forscher auch fest, dass kosmetische Filter in der getesteten Stichprobe über 20 % weniger effektiv waren. Die Studie ergab zudem, dass uBOL im Durchschnitt mehr Tracker blockierte als AdBlock, AdGuard und die Stands-Erweiterung.[38]

Stand August 2025 hatte die Chrome-Version von uBlock Origin Lite über 9 Millionen aktive Nutzer.[39]

Funktionsumfang

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Blockierung und Filterung

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uBlock Origin unterstützt den Großteil der Filtersyntax von Adblock Plus. Die populären Filterlisten EasyList und EasyPrivacy sind standardmäßig aktiviert. Die Erweiterung kann Hosts-Dateien importieren, und es stehen zahlreiche gemeinschaftlich gepflegte Listen zur Verfügung. Unter den verfügbaren Hosts-Dateien sind auch Peter Lowe's Ad Servers & Tracking List sowie Listen mit Malware-Domains wie uBlock Origins eigener Anti-Malware-Filter Badware Risks standardmäßig aktiviert, die Nutzer am Besuch bösartiger Websites wie Phishing-, Betrugs- und Malware-Seiten hindern.[40]

Eine vorgegebene Anzeige sogenannter Acceptable Ads per Whitelist ist nicht vorhanden. In der Standardinstallation sind Filterlisten zum Blockieren von Werbung, Webtracking und Websites mit Schadprogrammen aktiviert.

uBlock Origin bietet gegenüber dem ursprünglichen uBlock mehrere zusätzliche Funktionen:

  • Modus für Farbsehschwäche: Unterstützt Nutzer mit Farbenblindheit.
  • Dynamische URL-Filterung: Ermöglicht eine flexiblere und anpassungsfähigere URL-Filterung.
  • Protokollierungsfunktion: Erlaubt Nutzern, Protokolle der Erweiterungsaktivitäten einzusehen.
  • DOM-Inspektor: Ein Werkzeug zur Untersuchung des Document Object Model von Webseiten.
  • Blockierung von Link-Prefetching: Verhindert das Vorladen von Links durch den Browser.
  • Blockierung von Hyperlink-Auditing: Deaktiviert die Möglichkeit von Websites, Klicks auf Links mittels Hyperlink-Auditing zu verfolgen.

Seitenspezifische Schalter zum Umschalten der Blockierung von Pop-up-Fenstern, strikter Domain-Blockierung, kosmetischer Filterung, Blockierung entfernter Schriftarten und JavaScript-Deaktivierung wurden ebenfalls hinzugefügt.[41] Die Firefox-Version von uBlock Origin verfügt über eine zusätzliche Funktion, die dabei hilft, Umgehungsversuche von Websites zu vereiteln.[42]

uBlock Origin unterstützt zudem die Modifikation des Antwortkörpers einer Anfrage mittels der =replace-Direktive, wodurch die modifizierte Antwort direkt an den Browser ausgeliefert werden kann. Diese Funktionalität wird derzeit nur in Firefox und auf Firefox basierenden Browsern unterstützt.[43]

Leistung und Effizienz

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Gegenüber Adblock Plus benötigt uBlock Origin laut eigener Analyse und unabhängiger Tests deutlich weniger Arbeitsspeicher und CPU-Zyklen bei vergleichbarem Funktionsumfang.[44][45] Ein Benchmark-Test mit zehn blockierenden Erweiterungen im August 2015 zeigte uBlock Origin als die ressourceneffizienteste unter den getesteten Erweiterungen.[46]

uBlock Origin ermittelt, welche Stilressourcen für eine einzelne Webseite erforderlich sind, anstatt auf ein universelles Stylesheet zurückzugreifen. Die Erweiterung erstellt einen Schnappschuss der vom Nutzer aktivierten Filter, was zu einer beschleunigten Startgeschwindigkeit des Browsers beiträgt, verglichen mit dem Abrufen der Filter aus dem Cache bei jedem Start.[47]

Differenzielle Aktualisierungen

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Ab Version 1.54 führte uBlock Origin differenzielle Aktualisierungen ein, bei denen nur die Änderungen an Filterlisten heruntergeladen werden statt der gesamten Liste. Dies führt zu geringerem Bandbreitenverbrauch und häufigeren Aktualisierungen. Die Änderung war Teil der Bestrebungen von uBlock Origin, sowohl Anfragen als auch Bandbreitennutzung zu reduzieren, um nicht zu den bandbreitenintensivsten Projekten auf jsDelivr zu zählen.[48]

Umweltauswirkungen

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Einer Studie zufolge konnte uBlock Origin die Ladezeiten von Webseiten um 28,5 % reduzieren – die höchste Effizienz im Vergleich zu anderen Werbeblockern wie Adblock Plus und Privacy Badger. Die Nutzung könnte den Energieverbrauch erheblich senken und dem durchschnittlichen Internetnutzer weltweit geschätzte 100 Stunden Surfzeit pro Jahr einsparen.[49]

Bei breiter Verbreitung in den Vereinigten Staaten könnten jährlich über 117 Millionen US-Dollar an Stromkosten eingespart werden; weltweit wären Einsparungen von über 1,8 Milliarden US-Dollar möglich. Die Studie legte zudem nahe, dass eine weitverbreitete Nutzung von uBlock Origin ökologische Vorteile haben könnte, indem umweltbedingte Todesfälle durch Kohlekraftwerke, die den zusätzlichen Energieverbrauch durch Werbung decken, vermieden werden könnten.[49]

Einschränkungen in Chromium-basierten Browsern

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Laut dem Entwickler Raymond Hill funktioniert uBlock Origin am besten unter Firefox.[50] Der Hauptgrund dafür sind mehrere technische Einschränkungen in Chromium-basierten Browsern, die zu einer weniger effektiven Werbeblockierung, potenzieller Exposition gegenüber unerwünschten Inhalten und langsamerer Leistung führen können.[50]

CNAME-Enttarnung

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Im November 2019 wurde eine Technik entdeckt, bei der einige Websites die Blockierung von Drittanbieter-Trackern umgehen, indem sie URLs verwenden, die Subdomains der Seitendomain sind, welche jedoch über einen CNAME-Eintrag zu Drittanbieter-Servern auflösen. Da die ursprüngliche URL eine Subdomain der aktuellen Seite enthielt, wurde sie vom Browser als First-Party-Anfrage interpretiert und von den Filterregeln nicht erfasst. Der uBlock-Origin-Entwickler fand eine Lösung über eine DNS-API, die exklusiv für Firefox 60+ verfügbar ist.[51] Die Funktion wurde in uBlock Origin 1.25 implementiert, das am 19. Februar 2020 veröffentlicht wurde.[52]

Chromium-basierte Browser sind nicht in der Lage, über CNAME-Einträge als First-Party getarnte Drittanbieter-Server zu enttarnen, was die Effizienz der Tracker-Blockierung einschränkt.

Weitere Einschränkungen

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  • IP-Adress-Filterung: In Version 1.60 führte uBO die Möglichkeit ein, Netzwerkanfragen anhand ihrer IP-Adressen zu blockieren. Volle Unterstützung besteht für Firefox-basierte Browser, während Chromium-basierte Browser nur filtern können, wenn eine IP-Adresse direkt in der URL statt eines Hostnamens verwendet wird.
  • HTML-Filterung: Die Fähigkeit von uBO, den Antwortkörper von HTML-Dokumenten vor dem Parsen durch den Browser zu filtern, ist in Chromium-basierten Browsern eingeschränkt. Diese Funktion, ermöglicht durch die webRequest.filterResponseData()-API, ist derzeit nur in Firefox verfügbar.
  • Antwortkörper-Filterung: Die replace=-Option in der Netzwerkfilterung, die eine Modifikation des Antwortkörpers ermöglicht, ist in Chromium-basierten Browsern weniger effektiv. Firefox bietet hier eine vollständige Unterstützung.
  • Filterung beim Browserstart: In Chromium-basierten Browsern ist uBO möglicherweise nicht sofort nach dem Browserstart bereit, Netzwerkanfragen von bereits geöffneten Tabs zu blockieren. Dies kann dazu führen, dass Tracker- oder Werbeinhalte geladen werden, bevor uBO aktiv wird.
  • Pre-Fetching: In Chromium-basierten Browsern können Websites die Nutzereinstellungen bezüglich Pre-Fetching überschreiben, was zu unerwünschten Netzwerkanfragen führen kann. Firefox verhindert Pre-Fetching zuverlässig, wenn es in uBO deaktiviert ist.
  • WebAssembly-Nutzung: uBO verwendet in Chromium-basierten Browsern kein WebAssembly für zentrale Filterpfade, da die dafür erforderlichen zusätzlichen Berechtigungen im Erweiterungsmanifest die Veröffentlichung im Chrome Web Store erschweren könnten.
  • Speicherkompression: uBO kann in Chromium-basierten Browsern die LZ4-Kompression nicht effektiv nutzen, da IndexedDB-Instanzen im Inkognito-Modus zurückgesetzt werden, wodurch uBO mit veralteten Filterlisten startet.

Unterstützte Plattformen

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uBlock Origin wird aktiv für Anwendungen auf Basis zweier großer Layout-Engines entwickelt. Mit der Abschaffung von Manifest V2 zugunsten von Manifest V3 durch Google sind Browser, die nicht auf Chromium basieren, wie Firefox, nicht betroffen.[53]

Aktiv unterstützt

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Chromium-basierte Browser

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Eingeschränkte Unterstützung

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  • Google Chrome: Aufgrund der Abschaffung von Manifest-V2-basierten Erweiterungen seit Oktober 2024 ist uBlock Origin im Chrome Web Store als veraltet markiert und wird aus Chrome-Installationen entfernt.[55] uBlock Origin Lite wurde als Manifest-V3-basierte Version mit reduziertem Funktionsumfang entwickelt.
  • Safari: Die Unterstützung war mit macOS Catalina beendet worden, da Apple die Legacy-Safari-Erweiterungs-API eingestellt hatte. 2025 wurde die Entwicklung wieder aufgenommen, nachdem Apple die notwendigen Komponenten zu Safari hinzugefügt hatte. uBlock Origin Lite ist über den App Store für macOS und iOS verfügbar.[56]
  • Mozilla Thunderbird: In Thunderbird wirkt uBlock Origin nur auf RSS-Feeds; die Inhaltsblockierung ist für E-Mails nicht möglich.

Ehemals unterstützt

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  • Pale Moon (Goanna): Nutzer mussten die Firefox-Legacy-Version verwenden, deren letzte Aktualisierung am 20. Juli 2021 erfolgte. Ein Fork, der zahlreiche Fehler behebt, ist die empfohlene Werbeblocker-Erweiterung für Pale Moon seit Anfang 2024.[57]
  • Microsoft Edge Legacy (EdgeHTML): Edge Legacy wurde am 15. Januar 2020 durch die auf Chromium basierende Neuentwicklung von Edge abgelöst, woraufhin die Unterstützung für uBO auf der alten Plattform endete.[58]

Aufgrund der höheren Effizienz von uBlock gaben die Entwickler von Adblock Edge, einem populären Adblock-Plus-Fork, im Frühjahr 2015 bekannt, ihr Projekt einzustellen.[59]

uBlock Origin wurde von Mozilla zum „Addon des Monats“ für den Mai 2016 gekürt.[60] uBlock Origin zählt seitdem zu den nunmehr 94 aus rund einer halben Million ausgewählten bzw. besonders empfohlenen Erweiterungen für Firefox[61] und belegt dabei nach Benutzerzahlen den ersten Platz bei über 2000 Erweiterungen zu Datenschutz und Sicherheit.[62]

Stand Dezember 2025 hatte die Chrome-Version über 29 Millionen und die Firefox-Version über 10 Millionen aktive Nutzer, womit uBlock Origin die beliebteste Erweiterung für Firefox ist.[63][64]

In einem Sicherheitsratgeber empfahl der SWR den Einsatz der Erweiterung uBlock Origin, da diese durch entsprechend voreingestellte Filterlisten auch Websites mit Schadprogrammen blockieren kann.[65]

Die Stiftung Warentest untersuchte im September 2017 die zehn populärsten Programme zum Blockieren von Online-Trackern. Die „besten Erfahrungen“ machte Warentest dabei mit uBlock Origin, da es 77 Prozent aller Online-Tracker erfolgreich blockiere und dabei einfach zu bedienen sei.[66]

  • uBlock Origin auf GitHub
  • uBlock Origin Wiki enthält unter „Quick Guide“ eine Liste mit Links zu Erläuterungen von diversen Funktionen und Anzeigeelementen (englisch)

Einzelnachweise

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  1. Release 1.69.0. 25. Januar 2026 (abgerufen am 28. Januar 2026).
  2. github.com. (abgerufen am 1. Oktober 2016).
  3. uBlock Origin Chrome. In: Chrome Web Store. Abgerufen am 27. April 2025 (englisch).
  4. Search results for Firefox Browser add-ons. In: Firefox Browser Add-ons. Mozilla Foundation, abgerufen am 27. April 2025 (englisch).
  5. History for icon_128.png - gorhill/httpswitchboard. In: GitHub. Abgerufen am 17. Dezember 2024 (englisch).
  6. gorhill: FAQ. In: httpswitchboard. GitHub, abgerufen am 17. Dezember 2024 (englisch).
  7. Home. In: uMatrix wiki. GitHub, abgerufen am 17. Dezember 2024 (englisch).
  8. Raymond Hill (gorhill): uMatrix. In: Chrome Web Store. Abgerufen am 17. Dezember 2024 (englisch).
  9. uMatrix. In: GitHub. Abgerufen am 4. Dezember 2019 (englisch).
  10. Raymond Hill (gorhill): Request for a stable uMatrix release (for CNAME uncloaking). In: Reddit. 2. August 2020, abgerufen am 4. Mai 2025 (englisch).
  11. Martin Brinkmann: uBlock for Chrome is a resource-friendly adblocker by the HTTP Switchboard author. In: ghacks.net. 24. Juni 2014, abgerufen am 18. Februar 2015 (englisch).
  12. gorhill (Raymond Hill): Update README.md. In: github.com. 4. April 2015, abgerufen am 10. Oktober 2017 (englisch).
  13. Chris Aljoudi: Letzte Commits von uBlock. In: uBlock. GitHub, abgerufen am 20. Juni 2019 (englisch).
  14. An Update on uBlock. uBlock Homepage, abgerufen am 3. Dezember 2018 (englisch).
  15. Barry Levine: The Ad Blocker Landscape: What You Need To Know Today. In: Marketing Land. 14. Oktober 2015, abgerufen am 17. Oktober 2015 (englisch).
  16. The state of ad blocking – September 2015. In: Sourcepoint, comScore. 16. September 2015, abgerufen am 17. Oktober 2015 (englisch).
  17. uBlock Incorporates Acceptable Ads. 23. Februar 2019, abgerufen am 4. Dezember 2019 (englisch).
  18. Raymond Hill (gorhill), Chris Aljoudi et al.: Threads in deren Verlauf uBlock übergeben wurde. In: Safari: minor code fix – comments on commit. GitHub, 1. April 2015, abgerufen am 23. Juni 2019 (englisch).
  19. Martin Brinkmann: Official uBlock Origin add-on lands for Firefox. In: ghacks.net. 25. April 2015, abgerufen am 20. Juni 2019 (englisch).
  20. uBlock vs. uBlock Origin: what's the difference? In: FAQ. uBlock, archiviert vom Original am 12. Februar 2017; abgerufen am 20. Juni 2019.
  21. gorhill (Raymond Hill): uBlock release 0.9.4. GitHub, 11. April 2015, abgerufen am 7. April 2017 (englisch).
  22. Felix Eckhofer: Update README.md. Commit 353ce96c. In: tribut. Abgerufen am 23. Juni 2019 (englisch, Zeigt beispielsweise Versionsunterschied mit 14 Änderungen von "uBlock" zu "uBlock₀").
  23. Raymond Hill: Please clarify uBlock₀ vs. uBlock. In: GitHub. Abgerufen am 4. Dezember 2019 (englisch).
  24. Raymond Hill: uBlock Origin is completely unrelated to the web site ublock.org. In: GitHub. 21. Oktober 2017, abgerufen am 4. Dezember 2019 (englisch).
  25. Release uBOLite_2023.8.25.959 · uBlockOrigin/uBOL-home. Abgerufen am 17. Oktober 2024 (englisch).
  26. Matteo Große-Kampmann: Manifest V3 - Die Zukunft der Chrome-Erweiterungen. In: AWARE7 GmbH. 22. März 2024, abgerufen am 17. Oktober 2024 (deutsch).
  27. David Li: Resuming the transition to Manifest V3. Chrome for Developers, 16. November 2023, abgerufen am 18. Oktober 2024 (englisch).
  28. Marc Stöckel: Chrome deaktiviert erste Manifest-v2-Erweiterungen. In: Golem.de. 16. Oktober 2024, abgerufen am 17. Oktober 2024.
  29. Lars Sobiraj: uBlock Origin Lite aus dem Firefox-Store entfernt. In: tarnkappe.info. 2. Oktober 2024, abgerufen am 17. Oktober 2024 (deutsch).
  30. Releases · uBlockOrigin/uBOL-home. Abgerufen am 17. Oktober 2024 (englisch).
  31. Catalina compatibility · Issue #156 · el1t/uBlock-Safari. In: GitHub. Abgerufen am 18. August 2019 (englisch).
  32. Explanation of the state of uBlock Origin (and other blockers) for Safari. In: GitHub. Abgerufen am 11. Februar 2026 (englisch).
  33. el1t/uBlock-Safari. In: GitHub. Abgerufen am 19. Januar 2017 (englisch).
  34. Inoffizielle Version. Fork von Ellis Tsung (el1t) für Safari aus dem offiziellen Projekt.
  35. uBlock Origin Lite. In: App Store. 7. August 2025, abgerufen am 12. August 2025 (englisch).
  36. Safari issues to resolve for a minimally working uBOL · Issue #327 · uBlockOrigin/uBOL-home. In: GitHub. Abgerufen am 15. Mai 2025 (englisch).
  37. Join the uBlock Origin Lite beta. In: testflight.apple.com. Abgerufen am 15. Mai 2025 (englisch).
  38. a b Karlo Lukic, Lazaros Papadopoulos: Privacy vs. Profit: The Impact of Google's Manifest Version 3 (MV3) Update on Ad Blocker Effectiveness. 2025, arxiv:2503.01000v2.
  39. uBlock Origin Lite – Chrome Web Store. In: Chrome Web Store. Abgerufen am 20. Oktober 2024 (englisch).
  40. uAssets/filters/badware.txt. In: GitHub. Abgerufen am 3. August 2024 (englisch).
  41. uBlock wiki. In: GitHub. Abgerufen am 13. Juni 2015 (englisch).
  42. Inline script tag filtering – Overview. In: GitHub, gorhill/uBlock. Abgerufen am 20. März 2017 (englisch).
  43. Implement network filter option 'replace=' · gorhill/uBlock@7c3e060. In: GitHub. Abgerufen am 20. Mai 2025 (englisch).
  44. uBlock vs. ABP: efficiency compared. In: GitHub. Abgerufen am 10. Oktober 2017 (englisch).
  45. uBlock wiki: Performance. In: GitHub. Abgerufen am 18. August 2015 (englisch).
  46. 10 Ad Blocking Extensions Tested for Best Performance. In: Raymond Tech Resources. 26. August 2015, abgerufen am 26. August 2015 (englisch).
  47. Notes on memory benchmarks, selfies. In: uBlock GitHub documentation. Abgerufen am 17. Februar 2015 (englisch).
  48. Release 1.54.0 · gorhill/uBlock. In: GitHub. Abgerufen am 20. Oktober 2024 (englisch).
  49. a b Joshua M. Pearce: Energy Conservation with Open Source Ad Blockers. In: Technologies. Band 8, Nr. 2, Juni 2020, S. 18, doi:10.3390/technologies8020018.
  50. a b uBlock Origin works best on Firefox. In: GitHub. Abgerufen am 20. Oktober 2024 (englisch).
  51. uBlock Origin Now Blocks Sneaky First-Party Trackers in Firefox. In: BleepingComputer. Abgerufen am 26. Februar 2020 (englisch).
  52. uBlock Origin 1.25 Now Blocks Cloaked First-Party Scripts, Firefox Only. In: BleepingComputer. Abgerufen am 26. Februar 2020 (englisch).
  53. Martin Brinkmann: Mozilla reaffirms that Firefox will continue to support current content blockers. In: gHacks Technology News. 24. September 2022, abgerufen am 11. Februar 2026 (englisch).
  54. Edge Add-ons uBlock Origin. Abgerufen am 1. April 2025 (englisch).
  55. Jess Weatherbed: Google's Chrome extension cull hits more uBlock Origin users. In: The Verge. 3. März 2025, abgerufen am 3. März 2025 (englisch).
  56. uBlock Origin Lite. In: App Store. 7. August 2025, abgerufen am 12. August 2025 (englisch).
  57. Pale Moon Add-ons – Search results for „ublock“. In: addons.palemoon.org. Abgerufen am 15. Januar 2025 (englisch).
  58. Nik Rolls: nikrolls/uBlock-Edge. In: GitHub. 12. Juni 2021, abgerufen am 9. Juli 2021 (englisch).
  59. Martin Brinkmann: Popular Adblock Plus fork Adblock Edge to be discontinued. In: ghack.net. Abgerufen am 13. April 2015 (englisch).
  60. May 2016 Featured Add-ons. In: mozilla.org. Abgerufen am 8. Dezember 2016 (englisch).
  61. Interne Suche: 94 empfohlene Erweiterungen gefunden. In: Firefox Browser ADD_ONS. Mozilla, 26. November 2019, abgerufen am 26. November 2019.
  62. Interne Suche: 2.071 Erweiterungen in Datenschutz & Sicherheit gefunden. In: Firefox Browser ADD_ONS. Mozilla, 26. November 2019, abgerufen am 26. November 2019.
  63. uBlock Origin Chrome. In: Chrome Web Store. Abgerufen am 27. April 2025 (englisch).
  64. Search results for Firefox Browser add-ons. In: Firefox Browser Add-ons. Mozilla Foundation, abgerufen am 27. April 2025 (englisch).
  65. Stefan Leibfarth, Werner Volmari: Fünf goldene Regeln für die Sicherheit im Netz. In: SWR4. 6. Dezember 2016, archiviert vom Original am 11. Oktober 2017; abgerufen am 8. Dezember 2016.
  66. Tracking: Wie unser Surfverhalten überwacht wird – und was dagegen hilft. In: test.de. Stiftung Warentest, 14. September 2017, abgerufen am 23. September 2017.