Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter im Interview

«Wir müssen auf unsere Stärken setzen  – und eine davon ist eine Bundeskasse, die im Lot ist»

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01.03.2025
Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter im Gespräch mit «Nebelspalter»-Chefredaktor Markus Somm. Bild: Keystone
Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter im Gespräch mit «Nebelspalter»-Chefredaktor Markus Somm. Bild: Keystone

Karin Keller-Sutter, Bundespräsidentin und Finanzministerin (FDP), über den Wert des Sparens, das ungebrochene Wachstum des Staates sowie dessen Beamten.

 

Markus Somm: Donald Trump, der neue US-Präsident, hat den Unternehmer Elon Musk damit beauftragt, die Ausgaben des Landes um 2 Billionen Dollar zu kürzen. Derzeit liegt das Budget auf 6,8 Billionen. Sie als Finanzministerin der Eidgenossenschaft: Beneiden Sie die Amerikaner oder schütteln Sie den Kopf?

Karin Keller-Sutter: Ich kenne die Struktur und die Möglichkeiten des amerikanischen Budgets nicht. Dass man aber sparen will, kann ich nur begrüssen. Die Verschuldung der USA ist nicht nur problematisch für das Land, sondern gefährdet die Finanzstabilität der ganzen Welt. Die USA geben neuerdings mehr für den Schuldendienst aus als für die Verteidigung. Das Land ächzt unter der schwersten Schuldenlast seit dem Zweiten Weltkrieg.