Brainhack Neuroscience.
Dein Gehirn neu programmieren.
Die Verbindung von Gehirnforschung und Hypnosetherapie eröffnet völlig neue Möglichkeiten. Verstehe, wie dein Gehirn funktioniert und nutze dieses Wissen für nachhaltige Veränderung.
Hypnosetherapie in Basel
15 Jahre Erfahrung | Freie Termine | Elisabethenanlage 7, 4051 Basel
Inhalt
- Was ist Brainhack? Die Open-Science-Bewegung
- Neuroplastizität: Dein Gehirn kann sich verändern
- Gehirnwellen und Theta-Zustand
- Was passiert im Gehirn während Hypnose?
- Anwendungsbereiche: Von Angst bis Burnout
- Schweizer Neuroscience: Von Campus Biotech bis EPFL
- Dein Weg zur Veränderung
- Häufig gestellte Fragen zu Neuroscience Hypnose
Was ist Brainhack? Die Open-Science-Bewegung
Brainhack ist mehr als nur ein Begriff. Es ist eine internationale Bewegung von Neurowissenschaftlern, Forschern und Praktikern, die eine gemeinsame Vision teilen: das Verständnis des menschlichen Gehirns voranzutreiben und dieses Wissen für alle zugänglich zu machen.
Die globale Brainhack-Community organisiert weltweit Hackathons und Workshops, bei denen Wissenschaftler zusammenkommen, um an Open-Source-Tools für die Gehirnforschung zu arbeiten. Von Genf über Warschau bis Brisbane, diese Events bringen die klügsten Köpfe der Neurowissenschaft zusammen.
Was bedeutet das für dich? Die Erkenntnisse, die aus dieser Forschung entstehen, fliessen direkt in die therapeutische Praxis ein. Wir verstehen heute besser als je zuvor, wie das Gehirn funktioniert, wie es sich verändert und wie wir diese Veränderungsfähigkeit gezielt nutzen können.
Wissenschaftlicher Hintergrund
Laut einer Publikation in GigaScience haben Brainhack-Events massgeblich zur Entwicklung von Open-Source-Tools beigetragen, die heute in der Gehirnforschung Standard sind.
Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse fliessen in meine Arbeit ein. Nicht als trockene Theorie, sondern als Grundlage für eine Herangehensweise, die auf dem neuesten Stand der Forschung basiert und gleichzeitig den Menschen in seiner Ganzheit sieht.
Die Verbindung von Wissenschaft und Praxis: Erkenntnisse aus der Gehirnforschung für nachhaltige Veränderung
Neuroplastizität: Dein Gehirn kann sich verändern
Lange Zeit glaubte man, das erwachsene Gehirn sei starr und unveränderlich. Heute wissen wir: Das Gegenteil ist der Fall. Neuroplastizität bezeichnet die Fähigkeit deines Gehirns, sich kontinuierlich anzupassen, neue neuronale Verbindungen zu bilden und bestehende zu verstärken oder abzuschwächen.
Der Neurowissenschaftler Donald Hebb formulierte es so: "Neurons that fire together, wire together." Nervenzellen, die gemeinsam aktiv sind, verbinden sich miteinander. Das bedeutet: Jeder Gedanke, jede Emotion, jede Handlung hinterlässt Spuren in deinem Gehirn. Und genau hier liegt die Chance für Veränderung.
Was bedeutet das konkret für dich? Vielleicht lebst du seit Jahren mit bestimmten Mustern, mit Ängsten, die dich einschränken, mit Reaktionen, die du nicht kontrollieren kannst. Du hast vielleicht schon oft gedacht: So bin ich eben. Aber die Neuroplastizität zeigt dir etwas anderes. Diese Muster sind nicht in Stein gemeisselt. Dein Gehirn hat sie gelernt, und es kann sie wieder verlernen. Angstreaktionen, die sich heute noch überwältigend anfühlen, können auf neuronaler Ebene verändert werden. Neue, gesündere Verhaltensweisen können sich etablieren, nicht durch Willenskraft allein, sondern durch gezielte Arbeit mit deinem Nervensystem. Und das Schöne daran: Dein Gehirn bleibt ein Leben lang veränderungsfähig. Es ist nie zu spät.
Eine Studie in Neuroscience & Biobehavioral Reviews zeigt, dass Hypnose Veränderungen in der Neuroplastizität induzieren kann und dass epigenetische Mechanismen diesen Veränderungen der synaptischen Plastizität zugrunde liegen könnten.
Wenn du unter chronischem Stress oder Burnout leidest, hat dein Gehirn gelernt, bestimmte Stressmuster zu aktivieren. Diese Muster sind real, sie existieren als neuronale Bahnen. Aber sie sind nicht in Stein gemeisselt. Mit den richtigen Methoden können wir diese Bahnen verändern und neue, gesündere Reaktionsmuster etablieren.
Neuroplastizität in Aktion: Alte neuronale Verbindungen werden schwächer, neue entstehen
Gehirnwellen und der Theta-Zustand
Dein Gehirn produziert kontinuierlich elektrische Impulse. Diese Aktivität lässt sich mit einem EEG (Elektroenzephalogramm) messen und wird als Gehirnwellen bezeichnet. Je nach Bewusstseinszustand dominieren unterschiedliche Frequenzen.
Die fünf Gehirnwellen-Typen
Gamma (30-100 Hz): Höchste Konzentration, Spitzenleistung, Problemlösung. Dieser Zustand tritt bei intensiver mentaler Aktivität auf.
Beta (13-30 Hz): Normaler Wachzustand, aktives Denken, Analyse. Die meisten Menschen verbringen ihren Alltag in diesem Zustand.
Alpha (8-13 Hz): Entspannte Wachheit, leichte Meditation, Kreativität. Ein angenehmer Zustand zwischen Wachheit und Entspannung.
Theta (4-8 Hz): Tiefe Entspannung, Trance, Zugang zum Unterbewusstsein. Dies ist der optimale Zustand für Veränderungsarbeit.
Delta (0.5-4 Hz): Tiefschlaf, Regeneration, Heilung. In diesem Zustand erholt sich dein Körper am effektivsten.
Forschungsergebnis
Laut einer Studie zu Gehirnoszillationen und Hypnose ist die EEG-Theta-Aktivität (4-7 Hz) eng mit Hypnose, hypnotischer Analgesie sowie Meditation und Absorption verbunden.
Der Theta-Zustand ist besonders interessant für die therapeutische Arbeit. In diesem Zustand ist dein Gehirn besonders empfänglich für neue Informationen und Veränderungen. Die kritische, analytische Instanz tritt in den Hintergrund, während der Zugang zum Unterbewusstsein sich öffnet.
Bei depressiven Verstimmungen zeigt sich oft eine Überaktivität des sogenannten Default Mode Network, also des Gehirnnetzwerks, das aktiv ist, wenn wir grübeln und in Gedanken versinken. Im Theta-Zustand kann dieses Netzwerk beruhigt werden, was zu einer Unterbrechung negativer Gedankenspiralen führt.
Was passiert im Gehirn während Hypnose?
Dank moderner Bildgebungsverfahren wie fMRI können Wissenschaftler heute beobachten, was im Gehirn während einer Hypnose passiert. Die Ergebnisse sind faszinierend und räumen mit vielen Mythen auf.
Eine wegweisende Studie der Stanford University unter der Leitung von Dr. David Spiegel identifizierte drei charakteristische Veränderungen im Gehirn während Hypnose:
Die Forscher fanden drei charakteristische Veränderungen. Erstens zeigt sich eine verringerte Aktivität im dorsalen anterioren Cingulum, einer Region, die normalerweise für komplexe kognitive Funktionen wie Impulskontrolle zuständig ist. Das bedeutet: Dein Gehirn ist in der Hypnose fokussiert und wird nicht durch andere Gedanken abgelenkt. Zweitens verstärkt sich die Verbindung zwischen dem dorsolateralen präfrontalen Cortex und der Insula, was eine bessere Integration von Körperempfindungen und mentalen Prozessen ermöglicht. Du spürst deinen Körper intensiver und gleichzeitig klarer. Drittens, und das ist vielleicht am bedeutsamsten, reduziert sich die Verbindung zum Default Mode Network. Das ist jenes Netzwerk, das aktiv wird, wenn du grübelst, wenn deine Gedanken kreisen, wenn du dich in Sorgen verlierst. In der Hypnose wird dieses Grübel-Netzwerk beruhigt. Die kritische Stimme in deinem Kopf tritt in den Hintergrund, und Veränderung wird möglich.
Diese Erkenntnisse erklären, warum Hypnose so effektiv bei der Behandlung von Ängsten und Panikattacken ist. Die Amygdala, unser Angstzentrum, kann in diesem Zustand neu "kalibriert" werden, ohne dass die kritische Stimme ständig dazwischenfunkt.
Eine systematische Übersichtsarbeit bestätigt, dass trotz der Heterogenität der untersuchten Studien klare Belege für funktionelle Veränderungen der Gehirnaktivität durch Hypnose gefunden wurden.
Was Hypnose eigentlich ist
Wenn wir von Hypnose sprechen, meinen wir einen natürlichen Bewusstseinszustand, den du wahrscheinlich schon oft erlebt hast, ohne ihn so zu nennen. Dieses Versinken in ein gutes Buch, wenn die Welt um dich herum verschwimmt. Das Tagträumen auf einer langen Zugfahrt, bei dem die Zeit plötzlich anders fliesst. Der Moment kurz vor dem Einschlafen, wenn Gedanken zu Bildern werden. All das sind hypnotische Zustände, ganz ohne Pendel und Bühnenshow.
Wenn du dich fragst, was Hypnose genau ist, lautet die Antwort: Wir nutzen diesen Zustand gezielt. Dein Bewusstsein bleibt wach und aufmerksam, während sich gleichzeitig ein Zugang zu tieferen Schichten öffnet. Du hörst alles, du kannst jederzeit sprechen, und du behältst die Kontrolle. Was sich verändert, ist die Art, wie dein Gehirn Informationen verarbeitet. Die analytische Stimme tritt in den Hintergrund, und Veränderung wird auf einer Ebene möglich, die dem bewussten Denken normalerweise verschlossen bleibt.
Anwendungsbereiche: Von Angst bis Burnout
Die Verbindung von Neuroscience und Hypnose eröffnet wirksame Behandlungsmöglichkeiten für verschiedene Beschwerdebilder. Die wissenschaftliche Grundlage erklärt, warum bestimmte Ansätze bei bestimmten Problemen besonders gut funktionieren.
Angststörungen und Panikattacken
Die Amygdala, dein Angstzentrum, hat gelernt, auf bestimmte Reize mit Alarm zu reagieren. Diese Reaktion ist oft irrational, aber sehr real. Im hypnotischen Zustand können wir direkt mit diesem Teil deines Gehirns kommunizieren und ihm helfen zu verstehen, dass die vermeintliche Gefahr nicht mehr existiert.
Erfahre mehr darüber, wie Hypnose bei Panikattacken helfen kann.
Burnout und chronischer Stress
Bei Burnout ist das Stresssystem chronisch überaktiviert. Der Körper hat verlernt, in den Entspannungsmodus zu schalten. Neuroplastizität bedeutet hier: Wir können dem Nervensystem wieder beibringen, wie Entspannung funktioniert. Die Theta-Wellen während der Hypnose aktivieren den Parasympathikus, den "Rest-and-Digest"-Teil des Nervensystems.
Depression und emotionale Krisen
Bei Depression und emotionalen Krisen zeigt die Forschung eine Überaktivität des Default Mode Network, verbunden mit verstärktem Grübeln und negativen Gedankenspiralen. Die Stanford-Studien zeigen, dass Hypnose genau dieses Netzwerk beruhigt und so einen Ausweg aus der negativen Gedankenspirale ermöglicht.
Wichtig: Hypnose bei Depression ist eine wertvolle Ergänzung, ersetzt aber keine ärztliche Behandlung bei schweren Fällen.
Die Verbindung von Neuroscience und Hypnose zeigt sich auch in vielen anderen Bereichen. Wenn du mit deinem Selbstwert kämpfst, dann sind die negativen Glaubenssätze über dich selbst nichts anderes als neuronale Muster, die sich über Jahre eingegraben haben. Du hast vielleicht tausendmal gehört oder gedacht, dass du nicht gut genug bist, und dein Gehirn hat daraus eine Autobahn gemacht. Aber Autobahnen können stillgelegt werden, und neue Wege können entstehen.
Ähnlich verhält es sich mit Schlafproblemen. Wenn du nachts wach liegst und endlich wieder schlafen möchtest, dann ist es interessant zu wissen, dass Theta-Wellen genau der Frequenzbereich sind, den dein Gehirn beim Einschlafen durchläuft. Hypnose trainiert dein Nervensystem, diesen Übergang wieder zu finden, den es irgendwann verlernt hat.
Bei der Stressbewältigung geht es darum, dein Nervensystem bewusst regulieren zu lernen. Du kannst deinem Körper beibringen, schneller aus dem Alarmzustand zurück in die Ruhe zu finden. Und wenn du traumatische Erfahrungen verarbeiten möchtest, dann zeigt die Forschung, dass diese Erlebnisse tatsächlich Spuren in deinem Gehirn hinterlassen haben, Spuren, die mit den richtigen Methoden heilen können.
Auch Beziehungsmuster und Bindungsthemen haben ihre Wurzeln in neuronalen Strukturen, die früh geprägt wurden. Vielleicht merkst du, dass du in Beziehungen immer wieder dieselben Muster wiederholst, obwohl du es eigentlich anders machen willst. Diese Muster sind nicht dein Schicksal. Sie können durch neuroplastische Veränderung transformiert werden.
Schweizer Neuroscience: Von Campus Biotech bis EPFL
Die Schweiz ist ein globales Zentrum der Gehirnforschung. Von den Labors des Campus Biotech in Genf bis zu den Forschungseinrichtungen der EPFL entstehen hier bahnbrechende Erkenntnisse über das menschliche Gehirn.
Der Campus Biotech vereint die Expertise der EPFL, der Universität Genf, des Wyss Center for Bio and Neuroengineering und weiterer Partner. Hier wird an der Schnittstelle von Neurowissenschaft, Künstlicher Intelligenz und klinischer Anwendung geforscht.
Schweizer Forschungslandschaft
Der NeuroCampus in Genf positioniert die Region als eines der führenden internationalen Zentren für Gehirnforschung. Mit Investitionen von CHF 2.7 Millionen wurde kürzlich ein neues AI Hub for Brain Health gegründet.
Was bedeutet das für die Praxis? Die Erkenntnisse aus diesen Forschungszentren fliessen in die therapeutische Arbeit ein. Wenn wir verstehen, wie das Gehirn bei Angst, Depression oder Trauma reagiert, können wir gezieltere und effektivere Interventionen entwickeln. Das ist keine abstrakte Theorie, die in Labors verbleibt. Es verändert konkret, wie wir mit Menschen arbeiten, die unter psychischen Belastungen leiden.
Nehmen wir das Beispiel Angst. Früher wussten wir, dass Angst unangenehm ist und dass sie manchmal irrational erscheint. Heute verstehen wir die neuronalen Schaltkreise dahinter. Wir wissen, dass die Amygdala, dieses mandelförmige Gebilde tief im Gehirn, Gefahrensignale verarbeitet und Alarmreaktionen auslöst. Wir wissen, dass diese Reaktionen oft schneller ablaufen als bewusstes Denken und dass sie durch Erfahrungen geprägt werden können, an die wir uns bewusst gar nicht erinnern. Dieses Wissen verändert den therapeutischen Ansatz. Statt nur über Ängste zu sprechen, können wir direkt mit dem Nervensystem arbeiten, dort, wo die Angst tatsächlich entsteht.
Ähnlich verhält es sich bei chronischem Stress und Burnout. Die Forschung zeigt uns, wie anhaltende Belastung das Gehirn verändert, wie der Hippocampus schrumpfen kann, wie die Verbindungen zwischen Hirnregionen sich reorganisieren, wie das Stresssystem irgendwann nicht mehr richtig herunterreguliert. Mit diesem Verständnis wird klar, warum guter Wille und Durchhalten allein oft nicht reichen. Es braucht Methoden, die auf neuronaler Ebene ansetzen, die dem Nervensystem helfen, wieder in einen regulierten Zustand zu finden. Eine Stressbewältigung, die auf Körperebene ansetzt, kann genau das leisten.
Von der Grundlagenforschung über neue Erkenntnisse bis zur praktischen Anwendung
Dein Weg zur Veränderung
Die Wissenschaft ist klar: Dein Gehirn kann sich verändern, egal wie alt du bist oder wie lange bestimmte Muster schon bestehen. Die Frage ist nicht, ob Veränderung möglich ist, sondern wie du sie am effektivsten erreichst.
Genau das ist der Ansatz, der mich überzeugt: Die Verbindung von moderner Gehirnforschung mit bewährten hypnotherapeutischen Methoden. Keine esoterischen Versprechen, sondern fundierte Arbeit, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert.
Die Erkenntnisse der Neurowissenschaft zeigen uns: Dein Gehirn ist kein starres Organ, sondern ein lebendiges System, das sich ständig anpasst und verändert. In der hypnotischen Trance öffnet sich ein Fenster zu diesen tieferen Prozessen, ein Zustand, in dem Veränderung nicht nur möglich, sondern natürlich wird.
Veränderung beginnt mit dem ersten Schritt
und mit dem richtigen Begleiter an deiner Seite könnte sie natürlicher werden, als du denkst.
Hypnose bei Ängsten
Wenn Angst dein Leben einschränkt, kann Hypnose deinem Nervensystem helfen, wieder Sicherheit zu finden.
Burnout-Behandlung mit Hypnose
Bei chronischer Erschöpfung kann Hypnose deinem System helfen, wieder in die Entspannung zu finden.
Was Veränderung wirklich bedeutet
Vielleicht fragst du dich, wie das alles konkret funktioniert. Du hast jetzt viel über Neuroplastizität gelesen, über Theta-Wellen und veränderte Gehirnaktivität. Aber was bedeutet das eigentlich, wenn du es am eigenen Körper erlebst? Die Wahrheit ist: Veränderung fühlt sich oft anders an, als wir es erwarten. Wir stellen uns vor, dass irgendwann ein grosser Moment kommt, eine Erkenntnis, die alles auf den Kopf stellt. Manchmal passiert das. Aber häufiger ist Veränderung subtiler. Du merkst eines Tages, dass du in einer Situation anders reagiert hast als sonst. Dass der Gedanke, der dich früher tagelang beschäftigt hätte, einfach vorbeigezogen ist. Dass dein Körper ruhig geblieben ist, wo er früher in Alarm gegangen wäre.
Das ist Neuroplastizität in Aktion. Dein Gehirn hat neue Verbindungen gebildet, und die alten sind schwächer geworden. Nicht weil du sie mit Willenskraft unterdrückt hast, sondern weil sich auf einer tieferen Ebene etwas verschoben hat. Die Forschung zeigt, dass diese Veränderungen messbar sind. Sie zeigen sich in veränderten Gehirnwellenmustern, in einer anderen Aktivität bestimmter Hirnregionen, in einer Neuorganisation neuronaler Netzwerke. Aber du musst kein Neurowissenschaftler sein, um sie zu bemerken. Du spürst sie in deinem Alltag, in deinen Reaktionen, in deinem Körpergefühl.
Was viele Menschen überrascht: Veränderung erfordert nicht unbedingt, dass du verstehst, warum du so geworden bist, wie du bist. Die Arbeit mit dem Unterbewusstsein funktioniert oft auf einer Ebene, die unterhalb des analytischen Verstandes liegt. Du musst nicht jedes Trauma aus der Vergangenheit bewusst durcharbeiten, nicht jede Kindheitserfahrung analysieren. Manchmal reicht es, wenn dein Nervensystem neue Erfahrungen macht, wenn es lernt, dass Sicherheit möglich ist, dass Entspannung möglich ist, dass du anders reagieren kannst. Das Gehirn lernt durch Erfahrung, nicht durch Erklärung.
Gleichzeitig braucht nachhaltige Veränderung Zeit. Die Neuroplastizität deines Gehirns ist real, aber sie folgt ihren eigenen Gesetzen. Neue neuronale Bahnen müssen sich erst festigen. Wie ein Trampelpfad, der zum Weg wird, brauchen sie Wiederholung, brauchen sie Bestätigung. Das bedeutet nicht, dass du Jahre in Therapie verbringen musst. Aber es bedeutet, dass du dir selbst Zeit geben darfst. Die schnellen Lösungen, die uns überall versprochen werden, funktionieren selten. Was funktioniert, ist beharrliche, geduldige Arbeit mit deinem Nervensystem.
Und dann ist da noch etwas, das die Wissenschaft bestätigt, was Menschen aber oft vergessen: Du hast mehr Einfluss auf dein Gehirn, als du denkst. Jeder Gedanke, jede Übung, jede bewusste Entscheidung hinterlässt Spuren. Das kann überwältigend klingen, aber es ist eigentlich eine gute Nachricht. Es bedeutet, dass du nicht Opfer deiner Vergangenheit bist, nicht Gefangener deiner Muster. Es bedeutet, dass Veränderung möglich ist, dass du dein Selbstbewusstsein nachhaltig stärken kannst, nicht als ferne Hoffnung, sondern als neurologische Tatsache. Die Frage ist nicht, ob dein Gehirn sich verändern kann. Die Frage ist, wie du diese Fähigkeit am besten nutzt.
Was bleibt von all dem? Die Neurowissenschaft hat in den letzten Jahrzehnten unser Verständnis des Gehirns revolutioniert. Was früher als unveränderlich galt, wissen wir heute als formbar. Die Brainhack-Bewegung und die Open-Science-Community haben dazu beigetragen, diese Erkenntnisse zugänglich zu machen. Neuroplastizität ist keine Theorie mehr, sondern messbare Realität. Theta-Wellen während der Hypnose öffnen einen direkten Zugang zu den tieferen Schichten deines Geistes, und fMRI-Studien zeigen, dass in diesem Zustand tatsächlich etwas passiert, etwas Messbares, etwas Veränderbares. Die Schweiz, mit ihren Forschungszentren von Campus Biotech bis zur EPFL, steht an der Spitze dieser Entwicklung. Und diese Erkenntnisse sind nicht nur für Wissenschaftler interessant. Sie fliessen direkt in die therapeutische Praxis ein und eröffnen neue Wege für Menschen, die nach echter Veränderung suchen, sei es bei Beziehungsmustern und Bindungsthemen, im Beruf oder in ihrer persönlichen Entwicklung.
Häufig gestellte Fragen zu Neuroscience Hypnose
Neuroscience Hypnose basiert auf den neuesten Erkenntnissen der Gehirnforschung. Während herkömmliche Hypnose oft auf Traditionen und Erfahrungswissen aufbaut, nutzt dieser Ansatz gezielt das Wissen über Neuroplastizität, Gehirnwellen und neuronale Netzwerke. Dadurch verstehen wir heute viel besser, warum Hypnose wirkt. Konkret aktiviert sie den Theta Zustand, in dem das Gehirn besonders veränderungsfähig ist. Dieses vertiefte Verständnis ermöglicht somit gezieltere und effektivere Interventionen.
Veränderungen beginnen bereits in der ersten Sitzung, denn das Gehirn bildet sofort neue neuronale Verbindungen. Damit diese Veränderungen jedoch nachhaltig werden, braucht es Wiederholung und Zeit. Ähnlich wie ein Trampelpfad, der zum Weg wird, müssen sich neue neuronale Bahnen erst festigen. Da jeder Mensch einzigartig ist, verläuft dieser Prozess individuell unterschiedlich. Die Methoden sind dabei hoch effektiv und in der Regel erleben Klienten bereits ab der ersten Sitzung spürbare Veränderungen.
Ja, Hypnose ist wissenschaftlich gut erforscht und anerkannt. Studien der Stanford University sowie anderer renommierter Institutionen haben mittels fMRI nachgewiesen, dass während der Hypnose messbare Veränderungen im Gehirn stattfinden. Die Forschung zeigt dabei eine verringerte Aktivität im dorsalen anterioren Cingulum, verstärkte Verbindungen zwischen Gehirnregionen sowie eine Beruhigung des Default Mode Networks. Diese Erkenntnisse bestätigen folglich, dass Hypnose ein effektives therapeutisches Werkzeug ist.
Nein, du behältst während der gesamten Hypnose die Kontrolle. Entgegen dem Bild aus Film und Fernsehen ist Hypnose kein Zustand der Willenlosigkeit. Vielmehr bleibt dein Bewusstsein wach und aufmerksam. Du hörst alles, kannst jederzeit sprechen und die Sitzung beenden. Die Gehirnforschung zeigt zudem, dass Hypnose ein fokussierter Aufmerksamkeitszustand ist und kein Kontrollverlust. Du wirst daher nichts tun, was deinen Werten widerspricht.
Neuroscience Hypnose eignet sich besonders für Menschen, die einen rationalen, wissenschaftlich fundierten Ansatz schätzen. Wenn du also verstehen möchtest, warum etwas wirkt, und skeptisch gegenüber esoterischen Versprechungen bist, könnte dieser Ansatz gut zu dir passen. Die Methode ist dabei effektiv bei Ängsten und Panikattacken, Burnout und chronischem Stress, depressiven Verstimmungen, Schlafproblemen sowie Selbstwertthemen. Voraussetzung ist lediglich die Bereitschaft, sich auf den Prozess einzulassen.