Wie die Papierhalteschiene einer Schreibmaschine treibt es die Kamera immer wieder dieselbe Strecke von links nach rechts. Eine Geschichte soll mit ihr geschrieben werden, doch bleibt unklar, ob es sich bei jedem neuen Ansatz um eine weitere Zeile oder einen gänzlich neuen Versuch handelt. Unfähig, sich zwischen Weitermachen und Neuanfang zu entscheiden, treiben die Figuren zwischen zwei Polen unaufhörlich hin und her: dem Licht und der Dunkelheit.
Die fantastisch pointierte Beleuchtung stellt diese unüberbrückbare Gegensätzlichkeit schon früh heraus: grell überbelichtetes Geschirr, Glas, Papier reiht sich unmittelbar zwischen der Finsternis tiefer Schatten ein. Die formale Gestaltung von Bis ans Ende der Nacht spiegelt dessen Kernkonflikt auf virtuose Weise. Das Spannungsfeld zwischen queerem Melodram und klassischem Polizeikrimi entwickelt ein pulsierendes Treiben, das…